Tickets fĂŒr Oracles im Hamburger Clouds Hill Studio

14.04.2014 von  

OraclesOracles

Oracles haben sich 2013 gegrĂŒndet und kommen aus Berlin. Ihr Sound ist geprĂ€gt von Psychedelik, Shoegaze, Krautrock, frĂŒher Elektronik und Afrobeat. Vergangenen Freitag erschien die DebĂŒtsingle, an diesem Mittwoch, dem 16. April, geben Oracles ihr allererstes Konzert, im Hamburger Clouds Hill Studio.

ByteFM prĂ€sentiert das Konzert und verlost exklusiv unter Mitgliedern des Fördervereins „Freunde von ByteFM“ 5×2 Karten. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 15. April mit dem Betreff „Oracles“ und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

Ihr seid noch kein Mitglied in unserem Förderverein? Hier erfahrt Ihr, wie Ihr ByteFM unterstĂŒtzen und die Vorteile einer Mitgliedschaft genießen könnt.

16.04.2014 Hamburg – Clouds Hill Studio

Weitere Konzerte von Oracles:

14.05.2014 Essen – 19 Down
16.05.2014 Köln – Klub Genau
17.05.2014 DĂŒsseldorf – Salon Des Amateurs
14.06.2014 Berlin – Rosi’s

Album der Woche: Mac DeMarco – „Salad Days“

14.04.2014 von  

Mac DeMarco - Salad DaysVÖ: 11. April 2014
Web: Mac DeMarco bei Facebook
Label: Captured Tracks

Wuschelkopf, eine große ZahnlĂŒcke, des Öfteren nackt und betrunken auf der BĂŒhne, einmal sogar mit Drumstick im Hintern. Es gibt viel, womit Mac DeMarco Aufsehen erregt. Dabei könnte er auch schlicht seine Musik sprechen lassen. Denn mit seinem jetzt erschienenen zweiten Studioalbum hat der aus Kanada stammende Musiker ein bezauberndes Werk kreiert, welches wie der SĂ€nger selbst herrlich entspannt und locker daherkommt.

Vor 2012 veröffentlichte Mac DeMarco, der als Vernor Winfield McBriare Smith IV im Jahr 1990 das Licht der Welt erblickte, mehrere EPs und Alben unter dem Namen Makeout Videotape. Dann die Wendung: Als Interpret der EP „Rock And Roll Night Club“ wird Mac DeMarco genannt. Das Label Captured Tracks hĂ€lt große StĂŒcke auf den quirligen Musiker, und so erscheint im selben Jahr auch das DebĂŒtalbum „2″. Nicht nur die Verantwortlichen bei Captured Tracks sind begeistert. Das Album wird ein mĂ€chtiger Erfolg, gefolgt von einer anderthalbjĂ€hrigen Tournee.

Von den Strapazen auf Tour und den Schattenseiten der neuerlangten PopularitĂ€t singt Mac DeMarco im Titeltrack des neuen Albums „Salad Days“: „Always feeling tired, smiling when required, write another year off and kindly resign“. Aufgenommen und produziert wurde das Album in DeMarcos Apartment in Brooklyn, das er zusammen mit seiner Freundin Kiera McNally bewohnt. Ihr hat der Musiker drei Songs des Album gewidmet („the Kiera songs“). Einer davon ist das trĂ€umerisch dahingleitende „Let My Baby Stay“, da sich seine Freundin, ebenfalls aus Kanada, im Grunde illegal in den USA aufhĂ€lt. Seinem Vorsatz, keine Songs mehr ĂŒber „absolut nichts“ zu schreiben, ist Mac also treu geblieben.

Das hypnotische „Chamber Of Reflection“ trieft regelrecht vor zĂ€hen, schlingernden Synthies und beweist, dass DeMarco auch ohne Gitarren exzellente Songs produzieren kann. Diese musikalische Vielfalt zeigt sich auch in der aktuellen Zusammenarbeit mit Tylor, The Creator vom HipHop-Kollektiv Odd Future, der „Chamber Of Reflection“ als seinen persönlichen Favorit der Platte nennt. Die LP findet einen Abschluss in Form des instrumentalen „Jonny’s Odyssey“ und einer persönlichen Verabschiedung des KĂŒnstlers an die Zuhörer: „Hi Guys, this is Mac. Thank you for joining me. See you again soon. Bye Bye.“

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Mac DeMarco“ und seiner/ihrer vollstĂ€ndigen Postanschrift an radio@byte.fm.

Label: Captured Tracks | Kaufen

Neue Platten: Dieter Meier – „Out Of Chaos“

10.04.2014 von  

Dieter Meier - Out Of Chaos (Staatsakt)Dieter Meier – „Out Of Chaos“ (Staatsakt)

8,2

Hat Friedrich Liechtenstein nach dem sehr geilen Dorsch gleich ein ganzes Album veröffentlicht? Mitnichten. Zum Verwechseln Ă€hnlich klingt hier singend, allerdings auf Englisch und ein bisschen auch auf SchwyzerdĂŒtsch, auf seinem neuen Album „Out Of Chaos“: Dieter Meier.

Wer Dieter Meier bisher nicht kannte (allerdings: Jeder kennt Dieter Meier, denn jeder kennt zumindest sein ominös-pornöses LöwengebrĂŒll „Oh Yeah“), der wird aus dem Staunen nicht mehr herauskommen, denn: Dieter Meier hat nicht nur einen Namen, der wie Harald Töpfer klingt, er ist auch sonst – und das betrifft alles in seinem Leben – ein Magier im allgemeinhin klĂ€glichen, alltĂ€glichen Dasein des Menschengeschlechts.

Und das erklĂ€rt sich so: Meier wurde am 4. MĂ€rz 1945 in ZĂŒrich in eine Bankiersfamilie hineingeboren. Er studierte Jura, spielte dann aber lieber Poker. Alsbald kaufte er in New York jedem Passanten und jeder Passantin fĂŒr einen Dollar „Jas“ und „Neins“ ab. 1971 war das. Kunstprojekt. 1972 ließ er wĂ€hrend der documenta 5 in Kassel eine Metalltafel in den Boden am Kasseler Hauptbahnhof einbetonieren. Darauf stand geschrieben: „Am 23. MĂ€rz 1994 von 15.00 – 16.00 Uhr wird Dieter Meier auf dieser Platte stehen“. Das machte er dann auch. Kunstprojekt. Mit seinem SpĂ€te-70er-Musikprojekt Yello wird er international bekannt. Das ganz alltĂ€gliche Rat Race, so könnte man sagen, verarbeitete Dieter Meier da mit „The Race“. Kunstprojekt.

Wenn es das aber schon gewesen wĂ€re, dann wĂ€re es nicht magisch. Und das war es auch noch nicht. Denn von seinem Leben als KĂŒnstler abgesehen, besitzt Dieter Meier z. B. eine 10 000 Rinder umfassende Farm in Argentinien. Warum? Weil er Biorindfleisch produzieren wollte. Außerdem baut er Wein an. Biowein. Auf seinem eigenen Weingut. Kann man machen, könnte man meinen. Schließlich muss der KĂŒnstler auch essen und trinken. Und wer beides liebt, der bringt dann auch nebenbei ein ZĂŒrcher Nobelrestaurant wieder auf Vordermann, das alle anderen lĂ€ngst abgeschrieben hatten. Denn irgendwo will man sein boeuf argentin mit Wein schließlich zu sich nehmen.

Des Weiteren ist Dieter Meier Anteilseigner an Euphonix, einem Unternehmen, das mittlerweile Avid gehört und das Mischpulte und digitale Audio-Workstations herstellt. Außerdem ist er an zwei Holdings beteiligt. Mindestens 50 Millionen Franken sind es wohl, die da fĂŒr Dieter Meier vor sich hinwerkeln, wĂ€hrend er derweil im privaten Studio seiner Villa in Los Angeles, die er einst einem Stummfilmstar abkaufte, Musik produziert oder im Poncho ĂŒber seine argentinische Ranch reitet oder ein neues Kunstprojekt plant 


Und dies war recht viel Vorrede dafĂŒr, dass es in dieser Albumbesprechung doch eigentlich um sein neues Album gehen sollte. Das hat aber seinen Grund. Denn so wie der Titel seines Kunstwerks „Le Rien En Or“ – das „Nichts in Gold“ – ist auch sein Leben zu verstehen. Auf seinem Album gibt es das schöne Zitat: „Got no reason why I do what I do“. Gesungen von einer Stimme, die von (nicht: „vom“) vielen Weinen und noch mehr Zigarren geformt worden sein muss, weiß man, dass hier ein Mann spricht, dessen Lebenserfahrung ihm lĂ€ngst die Antwort auf die alles entscheidende Frage auf die singenden Lippen geschrieben hat:

Gerade weil es nĂ€mlich keinen Grund gibt, gibt es alle GrĂŒnde bzw. ist jeder Grund so viel wert wie jeder andere. Solch’ Kneipenweisheit spĂ€ter Stunde kennt, wer sich selbst schon vom Klaren den Verstand hat vernebeln lassen. Und all jene, die die Morgen, die sie mit verbrummten Gedanken aufgewacht sind, nicht mehr zĂ€hlen können, wissen um die tiefe Wahrheit dieses bei Tageslicht als nur scheinbar banales Pseudo-Wissen entlarvtes Gebrabbel eines nur scheinbar auszulachenden Betrunkenen.

Und ist es ein Widerspruch, dass ein gemachter Mann, ein Schweizer MultimillionĂ€r, darĂŒber singt, dass das alles ĂŒberhaupt keinen Sinn hat, außer – wenn man GlĂŒck hat – falls sich der Sinn als ein Sinn an sich, also als ein quasi ultimativer Sinn, aus der absoluten Sinnlosigkeit geboren, offenbart? Nein, es ist kein Widerspruch. Im Gegenteil, es ist genau das, was den Charme von „Out Of Chaos“ ausmacht. Ein Mann, der bereits in den 1980ern aufgrund der reinen Schönheit des Mondes (und erst recht der Sonne!) „Oh Yeah“ ins Mikro basste, der darf nicht nur, der muss sich in der kapitalistischen Apokalypse, in der wir heute leben, diese Frage stellen: „What the hell am I doing here?“

Und dieses „What the hell am I doing here?“ ist ganz nett anzuhören. Es macht Lust auf eine Kneipe, wo man Rummelsnuff-Matrosen antrifft und wo der Klare zur Fischbulette gereicht wird. Es erinnert aber auch an die Talking Heads, deren David Byrne mit dem grandiosen Song „Once In A Lifetime“ dasselbe Sujet auf eine Ă€hnliche Weise zur Sprache bzw. zur Musik bringt. Ähnlich, aber, nun ja, intellektuell eindrĂŒcklicher. „Out Of Chaos“ ist ein Album wie ein Besuch der Stammkneipe. Da, wo der Klare noch angeschrieben werden darf. Rau und ehrlich.

Dieter Meier ist bald auf Tour – prĂ€sentiert von ByteFM:

06.05.14 Leipzig – UT Connewitz
07.05.14 Berlin – Berghain
23.05.14 Hamburg – Mojo Club
28.05.14 MĂŒnchen – Freiheiz
29.05.14 Wien (A) – WUK
05.06.14 Frankfurt – Batschkapp
06.06.14 Köln – Gloria

Label: Staatsakt | Kaufen

Carmen Disruption & Party im Schauspielhaus Hamburg

10.04.2014 von  

Carmen DisruptionCarmen Disruption

Kurz vor Beginn einer „Carmen“-Vorstellung in einer Oper irgendeiner europĂ€ischen Stadt: „Die SĂ€ngerin“, eine Mezzosopranistin, bereitet sich auf die Titelpartie vor. Ihre Gedanken schweifen ab, und je nĂ€her die Zeit ihres Auftritts rĂŒckt, desto mehr verwischt die Grenze zwischen Darstellerin und Figur. Zeit und Raum lösen sich auf, und „die SĂ€ngerin“ sucht Zuflucht in den Tiefen des Internets. Ihr Leben kreuzt sich mit anderen. Sie alle sind entflammt von der immer gleichen Suche nach dem Selbst. Sie alle sind sĂŒchtig nach dem Internet. Sie alle sind Nomaden in einer ortlosen Welt.

2006 entstand die Idee einer spartenĂŒbergreifenden Zusammenarbeit. Regisseur Sebastian NĂŒbling bat den Autor Simon Stephens, ein StĂŒck als Auftragsarbeit fĂŒr das Deutsche Schauspielhaus Hamburg zu schreiben. Simon Stephens fĂŒgt Fragmente aus Bizets Oper „Carmen“ neu zusammen und ĂŒbertrĂ€gt die Motive von Einsamkeit, SexualitĂ€t und GewalttĂ€tigkeit in unsere Zeit.

Im Anschluss an die AuffĂŒhrung am 11. April wird es eine Party im Schauspielhaus Hamburg geben, in Kooperation mit uns – ByteFM. An diesem Abend lohnt es sich also doppelt, die AuffĂŒhrung zu besuchen. Beginn von „Carmen Disruption“ ist um 20 Uhr, die Party beginnt im Anschluss daran um 22 Uhr und auf der Facebookseite vom Schauspielhaus Hamburg könnt Ihr bis morgen noch 3×2 Tickets gewinnen!

„Carmen Disruption“ wird danach ohne Party noch einmal am 2. Mai aufgefĂŒhrt.

Lowlakes live bei ByteFM

09.04.2014 von  

LowlakesLowlakes

So zĂ€rtlich bedienten die Australier Lowlakes die Gitarre bei uns im Studio, dass sie schon fast nicht mehr zu hören war. Umso imposanter dafĂŒr: Das Organ von SĂ€nger Tom Snowdon, das die weggazenden GitarrenklĂ€nge umspielte und umtanzte und schließlich mit ihnen in trĂŒbem Glanz entschwand.

Nachhören könnt Ihr „Bigblood“ von Lowlakes, aufgenommen bei ihrem Besuch im ByteFM Magazin, hier:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Lowlakes- Bigblood (Live bei ByteFM)

Neue Platten: Christopher Bissonnette – „Essays In Idleness“

Christopher Bissonnette - Essays In Idleness (Kranky)Christopher Bissonnette – „Essays In Idleness“ (Kranky)

8,0

Seit den ersten Tagen der Ambient Music, also seit Brian Enos stilprĂ€genden Veröffentlichungen, steht das Genre fĂŒr simple, einlullende Hintergrundmusik. Dabei war schon Enos Ausgangsidee eigentlich eine andere, wie er in vielen Interview betonte. Durchgedrungen ist er damit aber leider nicht. Selbst auf Wikipedia heißt es ĂŒber sein Album „Ambient 1: Music For Airports“, die Musik hĂ€tte den Anspruch, „sowohl fĂŒr Durchreisende als auch fĂŒr Wartende [auf FlughĂ€fen] angenehm und interessant zu sein, selbst wenn die Wartezeit so lange ist, dass das Album mehrere Male hintereinander gespielt wird.“ Eno ging es vielmehr darum, sich gegen das ĂŒbliche Muzak-Gedudel abzugrenzen, dass Reisenden suggerieren sollte, alles sei zu jedem Zeitpunkt in Ordnung. Das war es nĂ€mlich auch damals nicht.

Wie ein Stigma blieb Ambient mit dieser Assoziation verbunden. Daran Ă€nderten auch die sich ĂŒberlagernden, dröhnenden, an- und abschwellenden Sounds der Großmeister dieses Genres (Tim Hecker, Ben Frost, Fennesz, Phill Niblock, Stars Of The Lid usw.) nichts. Dabei ist ihre Musik durchaus geeignet, die Vögel, deren Gezwitscher auf so vielen Ambient-Platten zu hören ist, auf ewig aus den WĂ€ldern zu vertreiben. Leider bleiben aber auch heute noch viel zu viele Veröffentlichungen mit viel zu vielen einfachen Effekten und viel zu vielen NaturgerĂ€uschen immer nur an der OberflĂ€che.

Diese hört man auch auf den Platten des Kanadiers Christopher Bissonnette glĂŒcklicherweise nicht. Im Gegenteil. Die KlĂ€nge seines selbst gebauten analogen Synthesizers, mit denen er seine dritte Kranky-Veröffentlichung produziert hat, könnten davon nicht weiter entfernt sein. Die acht StĂŒcke auf „Essays In Idleness“ klingen eher wie nachts unter einem Umspannwerk oder in einer Lagerhalle aufgenommen und sie verlangen es wie die Musik der oben genannten KĂŒnstler, laut angehört zu werden. Denn nur so bekommt man ĂŒberhaupt mit, was in den tiefen Tiefen schlummert, wie sich die langsamen VerĂ€nderungen entwickeln und wie fein ziseliert diese Klangwelt ist. Dann lĂ€sst sich verfolgen, welch wunderbares Dröhnen, welch vielfĂ€ltige Frequenzen und welch großartige Vibrationen hier zu hören sind. Dabei versteht es Bissonnette, die Sounds so klingen zu lassen, als wĂŒrde er ĂŒberhaupt nicht eingreifen, als wĂŒrde er das Pulsierende einfach weiter schwingen lassen, das Schwebende einfach hĂ€ngen lassen und die hochtönenden Impulse einfach piepen lassen. Die Platte lĂ€sst sich als experimentelle Versuchsanordnung genauso gut hören wie als musikalische AnnĂ€herung an den reinen Klang in einem verzerrten, großen, hallenden Raum.

Wer unter Ambient nach „Essays In Idleness“ immer noch „Musik als Möbel“ (Satie) versteht, hĂ€lt wahrscheinlich auch Glasscherben fĂŒr eine gemĂŒtliche Unterlage.

Label: Kranky | Kaufen

Tickets fĂŒr Current 93

09.04.2014 von  

Current 93Current 93

Das britische Musikprojekt Current 93 um den Musiker David Tibet existiert nun schon ĂŒber 30 Jahre. 1982 gegrĂŒndet, hat Ambient-Wegbereiter und Neo-Folk-Guru Tibet mittlerweile ĂŒber 50 Singles und Alben veröffentlicht. Kein Wunder, dass in ganz Europa Menschen ihre PlĂ€ne nach Current-93-Konzertkalendern richten. Auf einen durchgĂ€ngigen Stil hat sich die Band nie festgelegt, genreĂŒbergreifend prĂ€gte sie die letzten 30 Jahre mit ihrem einzigartigen Sound. Im MĂ€rz erschien das neue Album „I Am The Last Of All The Field That Fell“, mit dem David Tibet im April durch Deutschland tourt.

ByteFM prĂ€sentiert die Konzerte und verlost 1×2 Karten pro Spielort. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 16. April mit dem Betreff „93″, Eurer Wunschstadt und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

21.04.2014 Berlin – VolksbĂŒhne
22.04.2014 Hamburg – Kampnagel
23.04.2014 Dresden – Reithalle
24.04.2014 Heidelberg – Karlstorbahnhof

Neue Platten: Monsterheart – „W“

Monsterheart - W (Seayou)Monsterheart – „W“ (Seayou)

6,3

Nach diesem Album muss ich mich ernsthaft fragen: Bin ich ein heimlicher Goth? Seit Jahren war ich scheinbar auf falschen Pfaden unterwegs, stets im Irrglauben an den höchsten Gott der Götter: Gevatter Indie. Nun soll plötzlich alles anders sein? Was war geschehen?

Der Versuch einer Rekapitulation:

Es kribbelte in den Ohren, zappelte in den Fingern, kurz: Es war Zeit fĂŒr eine neue Rezension. Ohne Vorahnung, ohne Vorab-Info sprang mir „W“ von Monsterheart in den Kopf. Ein, auf den ersten Blick, harmloses, poppig anmutendes Album, das mir durchaus gefiel. Es war verspielt, es war manchmal ein wenig zu viel von allem, aber es war insgesamt ein nettes Indie-Album mit dem Hang zu Glam und Elektro – dachte ich. Denn ich wusste eigentlich nur so viel von Monsterheart: Die österreichische Musikerin Anna Attar, dem ein oder anderen vielleicht noch bekannt als Frontfrau von Go Die Big City, steckt hinter dieser kling-klang-sĂŒĂŸen Collage aus EinzelstĂŒcken. Alles Weitere ergab sich aus dem HörvergnĂŒgen.

Da waren also elf Songs, die mit Triangel, Xylofon und abschweifenden Synthie-Einlagen getrĂ€nkt sind. Da war Anna Attar mit ihrer extrem wandelbaren Stimme. Da war ein Album, das insgesamt stimmig war. „W“ bestach durch eingeschrĂ€nkte Vielfalt – immer im Kausalzusammenhang mit der Idee des großen Ganzen: dem mĂ€dchenhaften Indie-Elektro-Pop. Wenige AusbrĂŒche wie „Waves“, der letzte Song auf der Platte, zeigten die Versuche von Wandelbarkeit, die sich aber insgesamt im kuscheligen „W“-Kontext wohlfĂŒhlten. Songs wie die Vorabsingle „Bunnies“ bestachen durch textliche Raffinesse und versteckten Biss, immer wieder einsetzende Hand-Claps brachten das Indie-Herz zum HĂŒpfen, der Klang von Annas Stimme ließ hin und wieder ein kurzes Aufhören entstehen. „W“ war ein Album das sich ganz wunderbar ins CD-Regal einordnen wĂŒrde, ohne großes Aufsehen, ohne Anspruch auf die erste Reihe. Ein Indie-Album durch und durch.

Und dann las ich ihn doch, den Pressetext vom Label. Seitdem bin ich verwirrt. Glam und Pop seien die fröhliche Seite Montsterhearts, Goth die dĂŒstere Strömung ihres Temperaments. Goth? So, so. Seit diesen Zeilen suche ich nach versteckten Goth-Hinweisen in meinem Kleiderschrank, ich schau mir meine Musiksammlung sehr genau an und versuche, dunkle Strömungen in mir zu erfĂŒhlen. Aber es will sich einfach nichts finden lassen – ein bisschen so wie bei Monsterheart.

Label: Seayou | Kaufen

Biz Markie wird 50

08.04.2014 von  

Biz MarkieBiz Markie (Foto: www.bizmarkie.com)

Biz Markie, am 8. April 1964 als Marcel Theo Hall im US-Staat New Jersey geboren, hat in den 80ern Humor ins HipHop-Genre gebracht. Er hatte es drauf, schiefen Gesang und komödiantische Texte neben tighte Rap-Parts zu stellen und dabei seine GlaubwĂŒrdigkeit in der Szene zu wahren. Sein DebĂŒt „Goin’ Off“ wurde 1988 zu einem Underground-Hit. Ein StĂŒck davon, „The Vapors“, war 16 Jahre spĂ€ter in dem Videospiel „Grand Theft Auto: San Andreas“ zu hören.

„The Biz Never Sleeps“, Biz Markies zweites Album, katapultierte ihn im MusikgeschĂ€ft weit nach oben. Am bekanntestens ist die Single „Just A Friend“. Die landete auf Platz 9 der US-Charts, verschaffte Biz Markie jedoch auch den Ruf eines One-Hit-Wonders. Danach blieb der große Erfolg aus. 1991 brachte ein Gerichtsverfahren einen Knick in seine Karriere. Der Ausgang des Verfahrens sollte das HipHop-GeschĂ€ft maßgeblich beeinflussen: Es wurde entschieden, dass die Verwendung jegliches Samples vor Veröffentlichung eines Tracks geklĂ€rt werden mĂŒsse.

Biz Markie antwortete zwei Jahre spĂ€ter auf den Vorfall mit dem Album „All Samples Cleared!“. Danach gab es lange keine neue Musik von ihm zu hören. Er ist seitdem aber regelmĂ€ĂŸig in diversen Fernsehsendungen zu Gast. Auch auf der Leinwand konnte man den Rapper sehen. Im Film „Men In Black II“ aus dem Jahr 2002 spielte Biz Markie einen beatboxenden Alien.

Um das Gerichtsverfahren zur KlĂ€rung von Samples ging es bei ByteFM auch bereits in einer Ausgabe von All Samples Cleared!?, die fĂŒr Freunde von ByteFM im Archiv zum Nachhören bereit steht.

Die ByteFM Charts KW 15

07.04.2014 von  

Die am meisten gespielten Alben bei ByteFM in den vergangenen zwei Wochen. Große Verschiebungen an der Spitze in dieser Woche. Timber Timbre verbessern sich um acht PlĂ€tze und entern mit „Hot Dreams“ die Pole Position. Ebenfalls im Aufwind sind Metronomy. Ihr Album „Love Letters“ steigt von Platz 11 auf Platz 2. Um zwei RĂ€nge nach unten geht es dadurch fĂŒr die letztwöchigen Spitzenreiter Fenster. Ihr Album „The Pink Caves“ ist in dieser Woche nur noch auf dem dritten Platz der ByteFM Charts.

Die Albumcharts (Platzierungen der Vorwoche)

1. Timber Timbre – Hot Dreams (9)
2. Metronomy – Love Letters (11)
3. Fenster – The Pink Caves (1)
4. Wild Beasts – Present Tense (4)
5. Dillon – The Unknown (10)
6. The Notwist – Close To The Glass (6)
7. Ratking – So It Goes (neu)
8. Joan As Police Woman – The Classic (neu)
9. Real Estate – Atlas (8)
10. Beck – Morning Phase (5)
11. Angel Olsen – Burn Your Fire For No Witness (7)
12. The War On Drugs – Lost In The Dream (15)
13. Liars – Mess (3)
14. Future Islands – Singles (12)
15. Neneh Cherry – Blank Project (2)

Die ByteFM Albumcharts könnt Ihr natĂŒrlich auch beim Musikstreamingdienst WiMP nachhören, und zwar in voller LĂ€nge. DarĂŒber hinaus natĂŒrlich auch noch viel mehr aus dem gesamten Angebot auf WiMP.

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