ByteFM empfiehlt – das ALBRECHT DR 410 Internetradio

29.03.2011 von  

Klein aber oho, so prĂ€sentiert sich das WebRadio DR 410 des Herstellers Albrecht im ByteFM Shop. Neben ByteFM kann das kleine, handliche Radio etwa 10000 Internet-Radiostationen aus aller Welt ĂŒber einen WLAN-Router empfangen, genauso wie die gewohnten UKW-Sender.

Um bei dieser Vielfalt des Angebots nicht die Übersicht zu verlieren, können die Sender nach Land und Genre sortiert werden. Die MenĂŒ-FĂŒhrung ist in elf Sprachen möglich. Wenn die persönlichen Lieblingssender feststehen, können diese als Top Five auf fĂŒnf Programmtasten gespeichert werden.

Neben seinem extrem geringen Stromverbrauch und seinem guten Sound zeichnet sich das DR 410 besonders dadurch aus, dass es auch mit Batterien betrieben werden kann. Unkompliziert und praktisch wird es damit zum portablen Begleiter, kann aber auch an eine Stereo-Anlage angeschlossen werden.

Das GerĂ€t kostet 89,90 €. Durch den Kauf eines Albrecht DR 410 unterstĂŒtzt Ihr ByteFM, denn ein Teil des Einkaufspreis fließt an ByteFM zurĂŒck und hilft uns, unseren Sender zu finanzieren.

Das DR 410 ist in Schwarz und in Weiß im ByteFM Shop fĂŒr Euch verfĂŒgbar. Wer nach einem kleinen, portablen, leistungsstarken RadiogerĂ€t sucht, fĂŒr den ist das DR 410 genau das Richtige. Also fackelt nicht lange, sondern greift zu!

Presseschau 29.03.: Von Pleiten, Pech und Pannen

29.03.2011 von  

Schlechte Presse fĂŒr Madonna. Acht frĂŒhere Angestellte der Stiftung „Raising Malawi“ von US-Popstar Madonna verklagen die SĂ€ngerin. Wie der NME berichtet, wehren sich die KlĂ€ger gegen die in ihren Augen unrechtmĂ€ĂŸige KĂŒndigung. Die Entlassung sei ihnen nicht genau erklĂ€rt worden. Zudem sei die KĂŒndigung nicht im Rahmen legaler Verfahren erfolgt. Nun stellen die Ex-Angestellten vor Gericht entsprechende Forderungen nach EntschĂ€digung fĂŒr ihre Entlassung. Das hatte Madonna gerade noch gefehlt. Ihre Hilfsorganisation „Raising Malawie“ macht schon seit geraumer Zeit Negativschlagzeilen, seitdem bekannt wurde, dass Spenden fĂŒr den Bau einer Schule vom zustĂ€ndigen Projektleiter fĂŒr GehĂ€lter, Autos, BĂŒrorĂ€ume und Mitgliedschaften in Golfclubs ausgegeben wurden.

Positiver erscheinen da die BemĂŒhungen vieler Musiker, den Opfern des verheerenden Erdbebens und Tsunamis in Japan zu helfen. Vor diesem Hintergrund ist auch die Compilation “Benefit for the Recovery in Japan” unter Mitwirkung von 64 verschiedenen KĂŒnstlern aus aller Welt entstanden, berichtet Pitchfork. Die Platte umfasst fast fĂŒnf Stunden Musik mit Tracks von Christian Fennesz, Shinji Masuko, Prefuse 73, Tim Hecker, School of Seven Bells, Zeena Parkins, Bear In Heaven, The Ex, Deerhunter’s Bradford Cox, Oren Ambarchi, Ben Frost und vielen anderen. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Compilation gehen zu 100% an die japanische Hilfsorganisation Civic Force.

Und wieder geht es um Geld. Die Webseite Bluebeat, die Beatles-Songs fĂŒr 25 US-Cent ĂŒber das Internet vertrieben hat, muss eine Million Dollar Schadensersatz an drei große Plattenfirmen (EMI, Capitol Records sowie Virgin Records America) zahlen, so steht es heute im Tagesanzeiger. Die Webseite hatte 2009 damit begonnen, die Musik der Beatles und anderer Bands wie z.B. Coldplay online zu verkaufen. Erst eine Klage der großen Musikfirmen konnte die Webseite in ihrer AktivitĂ€t stoppen. Bis dahin hatte Bluebeat 67.000 Beatles-Songs verkauft.

Ob auch Duran Duran auf Bluebeat vertickert wurden? Genau wissen wir es nicht, aber gut möglich wĂ€re es. Der SĂ€nger Simon Le Bon der legendĂ€ren New Wave Band gibt dazu im Interview mit der Frankfurter Rundschau keine Stellungnahme ab. DafĂŒr plaudert er ĂŒber die Vergangenheit der Band und ihre neue Platte, die von Mark Ronson produziert wurde. Mehr zu Duran Duran gibt es heute im ByteFM Magazin am Nachmittag mit Klaus Walter zu hören.

Neue Platten: Noah And The Whale – „Last Night On Earth“

28.03.2011 von  

Wer? Was? Warum? ByteFM Redakteure besprechen eine Auswahl aktueller Neuerscheinungen.

Wer? Der britischen Folkszene entsprungen sind Noah And The Whale. Die Band setzt sich zusammen aus Charlie Fink, Tom Hobden, Urby Whale und Fred Abbott. „Last Night On Earth“ ist bereits ihre dritte Platte, nach „The First Days Of Spring“ (2009) und ihrem DebĂŒt „Peacheful, The World Lays Me Down“ (2008).

Was? Noah And The Whale machen sĂŒĂŸe Sing-Along-Songs, die nach Aufbruchstimmung, rebellischer Jugend und dann doch wieder nach dem Erwachsenwerden klingen. Rhythmisch getrieben vom eingĂ€ngigen Schlagzeug und poppigen Melodien, erzĂ€hlt Fink auf „Last Night On Earth“ kleine Lebensgeschichten. Die erste Single-Auskopplung „L.I.F.E.G.O.E.S.O.N.“ regt zum Buchstabentanz auf dem Uni-Campus oder auch dem Spielplatz an. Vom kindlichen Höhenflug geht es die Rutsche runter auf den Boden der Tatsachen. Dabei bleiben Noah And The Whale aber immer optimistisch. Das Leben geht weiter mit der gutgelaunten Ukulele, der fröhlichen Geige, der lustigen Harmonika und dem aufmunternden Gesang Finks. Musikalische UnterstĂŒtzung fĂŒr das Album holte sich die britische Band von Jen Turner (Here We Go Magic), den Waters Sisters und dem Schlagzeuger Lenny Castro.

Warum? „Is this the line between heaven and hell?“, fragt sich SĂ€nger Fink im Lied „The Line“. Und auch der Hörer wandert vermutlich auf der feinen Linie zwischen Freude und Leid: Lausche ich noch ein Weilchen dem schönen leichten Boy-Pop oder gehe ich lieber nach Hause, Buchstabensuppe essen? „Last Night On Earth“ erzĂ€hlt einfache Geschichten verpackt in zehn Tracks. Geschichten, die zig andere Pop-Bands schon besser ĂŒbermittelt haben als Noah And The Whale. Weder poetische noch cineastische Assoziationen werden mit „Last Night On Earth“ im Hörer geweckt. Man schleppt sich von einem poppigen Indie-Song zum nĂ€chsten und hat nach knapp 33 Minuten immerhin eine animierende Buchstaben-Choreographie gelernt: L.A.N.G.W.E.I.L.I.G.

Label: Cooperative Music | Kaufen

Presseschau 28.03.: Ich glaub, ich steh‘ im Wald

28.03.2011 von  

„Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern“ heißt es im Volksmund. Diese Zeitung dĂŒrfte allerdings ziemlich zeitlos werden: Radioheads „Newspaper“ „The Universal Sigh“ gibt es ab heute gratis in ausgewĂ€hlten PlattenlĂ€den (wir berichteten). DĂŒstere Wald-und Wiesengeschichten ziehen sich wie ein roter Faden hindurch – ob es wohl ein Zufall ist, dass Radiohead eine Zeitung ausgerechnet mit diesem Inhalt drucken? Wer möchte, kann sich die Zeitung auch als PDF anschauen – hier ist der Link.

Ebenfalls einigen Trubel wegen ihres neuen Albums erleben gerade die Fleet Foxes. „Helplessness Blues“ ist seit letzter Woche illegal im Netz zu finden, laut Twitter nimmt die Band das aber gelassen. Wie SĂ€nger Robin Pecknold dem Uncut Magazine bzw. NME verriet, haben die Aufnahmen zum neuen Album schon genug Nerven gekostet: „When we did the first mix of the album it was like, ‚This is where we‘re at, not where we want to be‘“. Also nahm man das bereits fertige Material erneut auf – solange, bis man vollkommen zufrieden war. Wer eine Vinylpressung des neuen Albums bereits haben möchte: bei Ebay kann man sie ersteigern, momentan befindet die Auktion sich bei lĂ€ppischen 3000 US-Dollar. Der Erlös geht komplett an die Erdbebenopfer von Japan.

„[Er] greift in die Eingeweide seines Instrumentes, rupft an den Stahlseiten und schlĂ€gt den Rhythmus auf dem Oberholz“ – Der Spiegel berichtet ĂŒber den Pianisten Francesco Tristano und dessen unkonventionelle Art, sein Instrument zu bedienen. Aber nicht nur dies ist ungewöhnlich, auch die Auswahl seiner musikalischen Partner: in der vorletzten Woche stand Tristano mit Techno-Produzent Carl Craig und Moritz von Oswald auf der BĂŒhne (wir berichteten).

In New York wurde am gestrigen Sonntag DJ Megatron, Moderator der Hip Hop Video Show 106 & The Park und Schauspieler, auf offener Straße erschossen. Vom TĂ€ter fehlt noch jede Spur, berichtet der NME.

Bibio – „Mind Bokeh“

28.03.2011 von  

VÖ: 01.04.2011
Web: http://warp.net/records/bibio
Label: Warp

Der Brite Stephen Wilkinson hat an der Middlesex University in London „Sonic Arts“ studiert, eine interdisziplinĂ€re Kunstform, die verschiedene AnsĂ€tze aus dem auditiven und visuellen Bereich vereint. In dieser Zeit lernte Wilkinson experimentelle elektronische Bands wie Autechre, Aphex Twin und Boards Of Canada kennen, die ihn inspirierten, fortan eigene Musik unter dem Pseudonym Bibio zu produzieren. Der Name ist ein Andenken an eine Fliege, die wĂ€hrend der gemeinsamen AngelausflĂŒge mit seinem Vater als Köder diente. Auf ebendiesen AusflĂŒgen entwickelte Wilkinson eine innige Liebe zu den KlĂ€ngen der Natur.

Die ersten Alben veröffentlichte Bibio auf dem amerikanischen Label Mush Records. NaturklÀnge, aufgenommen mit DiktiergerÀten und Kassetten, ein defekter Sampler und experimentelle Wege, sich KlÀngen zu nÀhern, sind die Begriffe, die sein dortiges Werk beschreiben.

2009 wechselte Bibio zu seiner neuen Label-Heimat Warp, in das Umfeld seiner musikalischen Vorbilder, und nĂ€herte sich den Beats an. „Mind Bokeh“ hat er sein neues Album getauft. „Bokeh“ lĂ€sst sich aus dem Japanischen ableiten, bedeutet so viel wie „unscharf, verschwommen“ und dient in der Fotografie zur Beschreibung der unscharfen Bereiche einer Abbildung.

Der Titel alleine beschreibt schon sehr trefflich den Inhalt des neuen Werks – mit der UnschĂ€rfe der Gedanken und des Geistes wird gespielt. Denn „Mind Bokeh“ ist ein Album, zu dem es sich vorzĂŒglich trĂ€umen lĂ€sst, ein Album voller bezaubernder Schönheit, um sich hinzulegen, in die Luft zu starren oder einfach die Augen zu schließen und der Musik zu lauschen und sich dabei den unklaren SinneseindrĂŒcken der TrĂ€ume hinzugeben. Ein Mal sorgt Bibio dafĂŒr, dass man aus den TrĂ€umen auch jĂ€h wieder geweckt wird, wenn er ins Gesicht peitschende, verzerrte Gitarren auspackt, wie es selbst die beste Hard-Rock-Band nicht besser könnte. Doch kurz darauf spielt er schon wieder gekonnt mit gebrochenen Beats, gefĂŒhlvoller Elektronik, Melancholie und sphĂ€rischem Hintergrundgesang.

„A fragment of time which is not recorded. There is a moment of darkness“, heißt es an einer Stelle. Richtig, der komplette Verlauf der Zeit lĂ€sst sich gar nicht aufnehmen. Es muss auch Stellen der Dunkelheit geben. Bibio gelingt es allerdings, die unter UmstĂ€nden unangenehme Dunkelheit zu verdrĂ€ngen und mit „Mind Bokeh“ einen Moment des Zeitverlaufs aufzunehmen und auf Platte zu bannen, der schöner, vielfĂ€ltiger und spannender gar nicht sein könnte.

Das ByteFM Album der Woche – mit freundlicher UnterstĂŒtzung von Panasonic.

Jeden Tag spielen wir im ByteFM Magazin zwischen 15 und 17 Uhr einen Song aus unserem Album der Woche. Ebenso im ByteFM Magazin am Abend, montags bis freitags ab 19 Uhr. Die ausfĂŒhrliche Hörprobe folgt am Freitag ab 13 Uhr in Neuland – der Sendung mit den neuen Platten.

Byte Sessions: A Hawk And A Hacksaw

27.03.2011 von  

Jeremy Barnes und die Violinistin Heather Trost verschmelzen bei A Hawk And A Hacksaw Balkan-EinflĂŒsse, Klezmer, tĂŒrkische Musik und Indie/Folk zu einem Ganzen. Im ByteFM Studio prĂ€sentierten sie eine Kostprobe dessen, was dabei heraus kommt.

Nachzuhören unter Byte Sessions.

A Hawk And A Hacksaw

27.03.2011 von  

Jeremy Barnes und die Violinistin Heather Trost verschmelzen bei A Hawk And A Hacksaw Balkan-EinflĂŒsse, Klezmer, tĂŒrkische Musik und Indie/Folk zu einem Ganzen. Im ByteFM Studio prĂ€sentierten sie eine Kostprobe dessen, was dabei heraus kommt.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

A Hawk And A Hacksaw – Manakimu (Live@ByteFM)

Kid Congo Powers feiert heute seinen 50. Geburtstag

27.03.2011 von  

Der markante Klang von Kid Congo Powers‘ in offener Stimmung gespielter Gitarre ist sicherlich einer der Sounds der Underground-Rockgeschichte mit dem höchsten Wiedererkennungswert. Als Gitarrist der Bands The Gun Club, The Cramps und Nick Cave And The Bad Seeds hat er maßgeblich zur Entwicklung des zeitgenössischen Ambient-, Noise- und Rockgitarrensounds beigetragen. Powers hat nicht einfach nur in großartigen Bands gespielt, sondern war immer genau zu den besten Zeiten Mitglied dieser Gruppen. Die Alben „Psychedelic Jungle“ von den Cramps und „Tender Prey“ von Nick Cave And The Bad Seeds sind nur zwei der herausragenden, unter Powers‘ Beteilung entstandenen Werke.

Kid Congo Powers, der eigentlich Brian Tristan heißt, wurde am 27. MĂ€rz 1961 in La Puente in Kalifornien geboren. Als 18-JĂ€hriger traf er 1979 in Los Angeles auf Jeffrey Lee Pierce, der ihm das Gitarrenspiel beibrachte. Im selben Jahr haben die beiden die Cramps gegrĂŒndet. Nach einem Aufenthalt in London Mitte der 80er Jahre, zog es Powers 1986 nach Berlin. Zur gleichen Zeit wurde er ein Teil von Nick Cave And The Bad Seeds und blieb bis 1990 in der Band.

Die 90er Jahre waren geprĂ€gt von Powers‘ eigenem Projekt mit der Schauspielerin und SĂ€ngerin Sally Norvell – Congo Norvell. Außerdem stand ein Umzug nach New York auf dem Programm, der zur Folge hatte, dass zahlreiche Musiker der Stadt mit Powers zusammen auftreten, aufnehmen und auf Tour gehen wollten, unter ihnen The Angels Of Light, The Vanity Set und Make-Up. Auch die Supergroup Knoxville Girls, in der unter anderem Bob Bert von Sonic Youth war, grĂŒndete Powers zu dieser Zeit.

Nach der Auflösung der Knoxville Girls im Jahre 2001 rief der Electro-Musiker Khan eine Kollaboration mit Kid Congo Powers ins Leben, die auf den Namen Kid & Khan getauft wurde und bis heute aktiv ist. Powers‘ zweites großes Projekt der Gegenwart ist Kid Congo And The Pink Monkey Birds, das ebenfalls in den frĂŒhen Nuller Jahren gegrĂŒndet wurde.

Kid Cong Powers feiert heute seinen 50. Geburtstag.

Tickets fĂŒr Noah and the Whale

26.03.2011 von  

SĂŒĂŸe Boy-Girl-Harmonien, niedlicher britischer Akzent, leicht schrulliger Arrangements mit Ukulele, Glockenspiel, Streichern, BlĂ€sern und Handclaps – die Londoner Band gehörte vor drei Jahren zu den Vorreitern der britischen Nu-Folk-Szene und ebnete mit ihrem DebĂŒtalbum „Peaceful, The World Lays Me Down“ und dem Hit „5 Years Time“ den Weg fĂŒr KĂŒnstler wie Mumford and Sons oder Laura Marling, die einst Mitglied der Band war. Doch seitdem ist viel passiert.

Bereits Noah and the Whales Nachfolgealbum „The First Day Of Spring“ wirkte deutlich reduzierter und dĂŒsterer. Nicht mehr „Sun, sun, sun“ und „fun, fun, fun“, sondern Herzschmerz. Weg war auch der Akzent in SĂ€nger Charlie Finks Stimme, und wĂ€hrend die breite Öffentlichkeit den britischen Nu Folk im letzten Jahr erst so richtig ins Herz schloss, waren Noah and the Whale schon lĂ€ngst wieder einen Schritt weiter in ihrerer Metamorphose.
Auf ihrem aktuellen Album „Last Light On Earth“ Ă€ndern sie mit dezenten Synthies und Fingerzeigen in Richtung Lou Reed und Brian Eno wieder hörbar die Richtung. Ausgerechnet in dem Jahr, in dem Mumford and Sons bei allen möglichen Preisverleihungen, von den Brit Awards ĂŒber die NME Awards bis hin zu den Grammys, nominiert waren. Das könnte man schlechtes Timing nennen. Oder eben das perfekte.

Wir verlosen Karten fĂŒr die Tour von Noah and the Whale. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns einfach bis zum 01.04. eine Mail mit mit dem Betreff „Wal“, Eurer Wunschstadt und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per Mail.

07.04.2011 Hamburg – Logo
13.04.2011 Berlin – Postbahnhof
15.04.2011 MĂŒnchen – 59:1
17.04.2011 Köln – Luxor

Presseschau 26.03.: Musikvermarktung 2.0

26.03.2011 von  

Heutzutage muss man sich ja einiges einfallen lassen, um die eigene Musik unter die Leute zu bringen. Radiohead sind bekanntlich ein gutes Beispiel, was innovative Vertriebswege und Vermarktungsformen angeht. Wobei natĂŒrlich die Frage gestellt werden muss, ob es in diesem Fall nur deshalb funktioniert, weil die Band einen außerordentlich hohen Bekanntheitsgrad auf der ganzen Welt genießt. 2007 konnte man das Album „In Rainbows“ zu einem selbstbestimmten Preis herunterladen. Auch das aktuelle Werk „The King Of Limbs“ war zunĂ€chst nur als Download ĂŒber die Band-Website erhĂ€ltlich. Kommenden Montag erscheint es auf CD und Schallplatte und auch dafĂŒr haben sich Radiohead etwas einfallen lassen. Wie unter anderem Zeit Online berichtet, wird zeitgleich zur Veröffentlichung des Albums eine Radiohead-Gratiszeitung mit dem Titel „The Universal Sigh“ an ausgewĂ€hlten Orten auf der Welt erhĂ€ltlich sein. Über Inhalt und die Themen der Zeitung ist allerdings noch nichts bekannt.

Eigentlich ist die Zeitung, und ĂŒberhaupt das gedruckte Wort, sowieso ein Medium, dem nach weitlĂ€ufiger Ansicht keine große langfristige Zukunft mehr eingerĂ€umt wird. Trotzdem gibt es auch hier innovative AnsĂ€tze, die auch zu funktionieren scheinen. jetzt.de berichtet in diesem Zusammenhang von dem Magazin „deinblick“, das der 27-jĂ€hrige MĂŒnchner Chris Schiebel erfunden hat. Schiebel arbeitet mit dem Konzept „Journalismus ohne Journalisten“. Jeder, der möchte, kann fĂŒr das Magazin schreiben, dafĂŒr gibt es aber kein Geld. Und die Autoren sind gleichzeitig die treuesten Kunden. Denn sie kaufen oft gleich mehrere Ausgaben, um sie im Bekanntenkreis zu verteilen. Schiebel begrĂŒndet diesen Erfolg mit der AuthentizitĂ€t, die mit persönlich geschriebenen Geschichten der Autoren einhergeht. „Menschen machen Privates öffentlich – nicht anders funktionieren soziale Netzwerke.“

Gestern hat die Firma Apple einmal mehr fĂŒr viel Wirbel in der Welt gesorgt. Anlass war die Veröffentlichung des iPad 2. Der Guardian hat sich aus diesem Grund angesehen, wie das iPad eigentlich von Musikern genutzt wird. Und tatsĂ€chlich scheint es ziemlich gut möglich zu sein, auf dem iPad Musik zu machen. Nicht nur eine Menge DJ-Software wird dafĂŒr angeboten, sondern auch zahlreiche Apps, mit der Musik aufgenommen und bearbeitet werden kann. Damon Albarn ist es so gelungen, ein komplettes neues Gorillaz-Album mit seinem iPad aufzunehmen wĂ€hrend er auf Tour war. Die Musikdateien waren qualitativ sogar so hochwertig, dass sie online fast genau in der Form, wie sie vorhanden waren, veröffentlicht werden konnten. FĂŒr das Mastering der CD- und Vinylversion wurden dann aber trotzdem lieber noch die altehrwĂŒrdigen Abbey Road Studios aufgesucht.

In Deutschland erlischt nach 50 Jahren das Copyright an Musikaufnahmen. Genau genommen nennt sich das hierzulande Leistungsschutzrecht. Darin wird die ordnungsgemĂ€ĂŸe Verwertung von Bild- und Tonaufnahmen geregelt. In den nĂ€chsten Jahren werden die in den Sechziger Jahren, dem Beginn des modernen Pop-Zeitalters, veröffentlichten Alben diese magische Grenze erreichen. Also Alben von den Beatles, den Rolling Stones, Elvis und Bob Dylan. Was passiert dann? Kann jeder seine eigenen Beatles-CDs pressen und gewinnbringend verkaufen? Nein, sagt der Rolling Stone. Fakt ist nĂ€mlich nur, dass diese Grenze bald erreicht ist. TatsĂ€chlich ist die Situation aber viel komplexer, denn unter anderem verkomplizieren Verwirrungen mit anderen Rechten die Lage. Daneben arbeiten EU-Kommissare schon seit einigen Jahren an einer VerlĂ€ngerung des Leistungsschutzrechts.

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