30.08.-05.09.
30.08.2010 von Redaktion
Interpol – “Interpol”
VĂ–: 03.09.2010
Web: myspace
Label: COOP
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Selbstbetitelt, sehr simples Artwork (das allerdings bei manchen Fans mit dem auseinanderfallenden Interpol-Schriftzug und dem Bekanntwerden des Ausstiegs von Bassist Carlos Dengler Panik hervorruft) – das 4. Album der New Yorker wirkt auf den ersten Blick nicht besonders aufregend. Und auch beim ersten Hören von „Interpol“ werden vielen die offensichtlichen Hits fehlen. Doch die Songs auf „Interpol“ bilden atmosphärisch wie erzählerisch eine Einheit: Man folgt dem Protagonisten durch düstere Soundschichten, die nur manchmal von einem Piano durchbrochen werden, während er nach und nach die Hoffnung verliert. Das stimmigste und komplexeste Interpol-Albums seit „Turn On The Bright Lights“.

Superpitcher – “Kilimanjaro”
VĂ–: 03.09.2010
Label: Kompakt
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Mutig, mutig, dieser Superpitcher. Im schnelllebigen Geschäft der Musik lässt er seine Anhängerschaft gerne warten. Schon das erste Album „Here Comes Love“ wurde 2004 sehnlichst erwartet, danach war sechs Jahre lang Ruhe im Karton. Wer sich bei „Kilimanjaro“ auf sphärische Klänge mit einem Viva-Sternchen á la Charlotte Roche freut, wird enttäuscht sein, doch wem „Träume“ aus eben dieser Kollaboration ohnehin auf die Nerven ging, dem sei „Kilimanjaro“ wärmstens empfohlen. Mit der Single „Rabbits In A Hurry“ gab es schon den richtigen Vorgeschmack auf eine perfekt abgestimmte, elektronische Popmusik, die in diesen Herbst noch in einschlägigen Clubs Anklang finden wird.

Kat Frankie – “The Dance Of A Strange Heart”
VĂ–: 03.09.2010
Web: myspace
Label: Zellephan
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Kat Frankies zweites Album “The Dance Of A Stranger Heart” ist ein Folkalbum voller dunkler Atmosphäre, inspiriert von Größen wie PJ Harvey oder Nick Cave. Mit letzterem teilt Kat nicht nur musikalische Vorlieben: 2004 tauschte die gebĂĽrtige Australierin ihre Heimatstadt Sydney gegen ihren neuen Wohnort Berlin. Und auch wenn der Zusammenhang von Musik und Wohnort oft klischeemäßig anmutet: aus unserer Perspektive scheint die widersprĂĽchliche deutsche Hauptstadt tatsächlich der bessere Ort fĂĽr Kats Musik zu sein als ihre sonnenverwöhnte Heimatstadt.

Peter Broderick – “How They Are”
VĂ–: 03.09.2010
Web: myspace
Label: Bella Union
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Und noch einer, der auszog, um in fremden Ländern zu musizieren: Eigentlich kommt Peter aus dem amerikanischen Indie-Hotspot Portland, bereits vor einigen Jahren aber zog es ihn nach Europa. Zum Beispiel nach Kopenhagen, um hier mit Efterklang gemeinsam Musik zu machen, mittlerweile gibt Peter auf seiner Myspace-Seite ebenfalls Berlin als Wohnsitz an. Wichtiger aber: Peters zweites Album berührt vor allem mit wunderbaren Instrumental-Pianopassagen und einfühlsamen Melodien.

Herrenmagazin – “Das Wird Alles Einmal Dir Gehören”
VĂ–: 03.09.2010
Web: myspace
Label: Motor
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Die Attribute junger Künstler: Grundausbildung von Popseminaren, betriebswirtschaftliche Konzeptplanung und grenzenlose Selbstvermarktung. Spannendes, verstörendes und/oder forderndes bleibt dabei leider zumeist auf der Strecke. Wer aber solides will, der kann beim zweiten Album der Hamburger Band Herrenmagazin getrost zugreifen. Für Kategorien wie Deutschpunk oder Hamburger Schule zu vielfältig. Wahre Kunst besteht im Weglassen von Zauberei und Deko. Dem Festhalten guter Songs. Der Aufzeichnung des Lebens. Dem Wegbleiben von ihren Seminaren.

23.08.-29.08.
23.08.2010 von Redaktion
Hurts – “Happiness”
VĂ–: 27.08.2010
Web: myspace
Label: Sony
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Das überbordende Pathos, der kitschige Synthesizer-Sound, die schmierigen Bläser, der unterkühlte Gesang. Das alles schreit so nach den 80ern und New Romantics, dass man sich wundern muss, weshalb das Debütalbum des Duos Hurts aus Manchester nicht als dreister Abklatsch abgetan wird. Doch Hurts erschaffen aus diesen altbekannten Zutaten, an die sich lange niemand mehr ernsthaft getraut hat, ein Album, das purer Pop ist. In all seiner Oberflächlichkeit, aber auch in all seiner Unwiderstehlichkeit.

Dylan Le Blanc – “Paupers Field”
VĂ–: 20.08.2010
Web: myspace
Label: Rough Trade
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Eigentlich war zu erwarten, was aus dem Jungen wird. Dylan LeBlanc, aufgewachsen in Lousinana, zupfte im zarten Alter von sieben Jahren schon die Gitarre, und zur Volljährigkeit wurde der Plattenvertrag bei Rough Trade abgeschlossen. Seine Stimme erinnert verdächtig an Angus Stone, den Country-Effekt liefert die Verwendung von Hi-Hat-Becken und Bottleneck. In dem Video zu seiner Single „If Time Was For Wasting“ ist er konstant mit einem etwas ungläubigen Gesichtsausdruck zu sehen und fährt sich ständig durch die Haare. Die Botschaft: Unbedarft, verträumt und tief im Süden der USA verwurzelt. Laut Myspace-Seite klingt seine Musik wie “somebody playing a guitar and singing”. Das trifft den Nagel auf den Kopf.

Tweak Bird – “Tweak Bird”
VĂ–: 27.08.2010
Web: myspace
Label: Souterrain Transmission
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Tweak Bird aus Carbondale, Illinois, grooven auf ihrem namenlosen Debüt mit Baritongitarre und Schlagzeug im Stoner-Minimalismus und üben sich in der Kunst der Selbstbeschränkung. Obwohl der Ansatz nicht neu ist, schaffen es die Brüder Caleb und Ashton Bird, ihren Klang durch Feingefühl sowie interessant eingesetzte Instrumente und Stimmen zu personalisieren. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Single „A Sun/Ahh Ahh“, welche in der zweiten Hälfte Songs durch ein hypnotisch gespieltes Saxophon einen besonderen Platz auf dem Album einnimmt. Der authentische, warme Sound des Albums dürfte nicht zuletzt der Produktion des Melvins-Schlagzeugers Dale Crover zu verdanken sein.

Stella – “Fukui”
VĂ–: 27.08.2010
Web: myspace
Label: Snowhite
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Japanischer Gesang mit deutschem Minimalismus, so könnte man „Fukui“ von Stella in wenigen Worten zusammenfassen. Die Hamburger Band produzierte ihr viertes Album während eines zweijährigen Forschungsaufenthalts von Sängerin Elena Lange in Japan,
für die Aufnahmen zu Fukui traf sich die Band nur sporadisch wochenweise im Studio. So experimentell und skizzenhaft ihre Arbeitsweise war, so klingt auch das Album. Minimalistisch hüpfen die Beats, düster knarzen die Bässe, nüchtern ist Elena Langes japanischer Gesang. Insgesamt ist „Fukui“ elektronischer und weniger poppig, dafür aber auch interessanter, da es so manche Hörgewohnheiten durchbricht.

Philip Selway – “Familial”
VĂ–: 27.08.2010
Web: myspace
Label: Bella Union
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Während Thom Yorke mit seinem Soloalbum und neuer Band fast schon Dauergast in den Gazetten und Johnny Greenwood mit seinen cineasten MusikausflĂĽgen ziemlich erfolgreich ist, zieht Radiohead-Schlagzeuger Philip Selway still und heimlich nun nach. Naturgemäß scheint dem Schlagzeuger einer Band weniger Aufmerksamkeit zuteil zu werden; mal ganz abgesehen davon, dass die Einmischung ins Songwriting eher unangebracht scheint: “It’s a cardinal sin for drummers to come in to rehearsals with the comment ‘I’ve got this song’!” behauptet zumindest Philip und sammelte daher fleiĂźig seine eigenen Songs. Sein Solo-DebĂĽt ist ein atmosphärisches Folkalbum geworden, bei dem man immer wieder behutsame Percussion-Elemente raushört.

16.08.-22.08.
16.08.2010 von Redaktion
Klaxons – “Surfing The Void”
VĂ–: 20.08.2010
Web: myspace
Label: Universal
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Wer ein zweites „Myths Of The Near Future“ erwartet, könnte von „Surfing The Void“ enttäuscht sein. Klaxons haben ihren Sound weiterentwickelt und wollen heraus aus der Nu-Rave-Schublade, in die sie 2007 als Vorreiter eines neuen Sounds gezwängt wurden. „Surfing The Void“ zeichnet eine große Experimentierfreudigkeit und eine unüberhörbare Progressivität aus, was sicher auch an Produzent Ross Robinson liegt, der sonst mit Bands wie Korn und Slipknot zusammenarbeitet. Somit ist „Surfing The Void“ nicht ganz so zugänglich wie der Vorgänger, aber der beste Beweis für das Talent der Briten.

Zola Jesus – “Stridulum II”
VĂ–: 20.08.2010
Web: myspace
Label: Souterrain Transmissions
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Lieder, die so überwältigend und kraftvoll sind, dass sie die eigenen Venen zum Schmerzen bringen, hat Nika Roza Danilova a. k. a. Zola Jesus am liebsten. Eines Tages möchte sie auch mal so einen Song schreiben. Dabei schlägt sie sich schon auf ihrem Debütalbum ganz wacker mit ihrer gelungenen Melange aus Goth-Oper, elektrisierter Larmoyanz und Lautstärke.

Gonzales – “Ivory Tower”
VĂ–: 20.08.2010
Web: myspace
Label: Wagram
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Chilly Gonzales bleibt unberechenbar. Nach Experimenten mit allen möglichen Genres von Rap bis Jazz und dem längsten Pianokonzert aller Zeiten (27 Stunden) ist der Multiinstrumentalist nun also bei Disco angekommen. Gonzales sitzt am Piano, Boys Noize liefert die recht poppigen Beats, die mal entspannt, mal tanzbar sind. Gleichzeitig ist „Ivory Tower“ der Soundtrack zur gleichnamigen „existentialistischen Sportkomödie über Schach und Erfolg“. In den Hauptrollen Peaches, Tiga und natürlich Gonzales.

Best Coast – “Crazy For You”
VĂ–: 20.08.2010
Web: myspace
Label: Coop
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Mit ihrem DebĂĽt “Crazy For You” lassen Best Coast den Surf-Pop der 60er Jahre mit einem ordentlichen Schuss LoFi wieder aufleben. Frontfrau und Songschreiberin Bethany Cosentino singt mit Slacker-AttitĂĽde vom Abhängen auf der Couch, vom Kiffen und von der Liebe. Dass sie ab und an auf dieselben Stilmittel zurĂĽckgreift, macht ihre Person so glaubhaft.

CĹ“ur De Pirate – “CĹ“ur De Pirate”
VĂ–: 20.08.2010
Web: myspace
Label: Le Pop
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Es ist doch eine schöne Vorstellung, diese beiden jungen Frauen in Parallelwelten zu glauben, im sprachlich gespaltenen Montreál, Caroline Keating im englischsprachigen West Island und Béatrice Martin im francophonen Stadtzentrum. Denn, das muss man zugeben, sie teilen nicht nur die Herkunft miteinander. Beide begleiten sie sich am Klavier, beide stehen sie am Anfang ihrer Karriere, beide wissen sie ihre schnippische Niedlichkeit gekonnt einzusetzen. Nur fühlt sich Béatrice Martin, die mit dem Piratenherz, dem Französischen stark verbunden. Das zieht die eine oder andere Nummer im wippenden 6/8-Takt nach sich.

09.08.-15.08.
09.08.2010 von Redaktion
Nils Koppruch – “Caruso”
VĂ–: 13.08.2010
Web: myspace
Label: Grand Hotel van Cleef
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In der letzten Woche gab Nils noch ein exklusives kleines Konzert in unserem ByteFM-Flur. Ein bisschen eng war’s, aber auch klein und intim. Diese Ambivalenz besteht auch in den Texten von Nils, die einem manchmal unbequem, aber doch sehr nahe sind. Musikalisch trägt Nils’ zweites Soloalbum nach dem Ende von Fink deutlich die Handschrift der drei groĂźen Weisen: Folk, Blues und Country.

Alarma Man – “Love Forever”
VĂ–: 13.08.2010
Web: myspace
Label: Sinnbus
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Schneller, immer schneller. Die fĂĽnf von Alarma Man aus Göteborg halten nicht viel von Stillstand. Hier werden aber nicht nur im Eiltempo die Akkorde runtergerissen, sondern gerne vertrackt drauflos gejammt. “Labyrinth Mathpunk” haben Alarma Man ihre Musik selbst mal genannt. Auf ihrem neuen Album dominiert weniger der Punk, dafĂĽr mehr der Kraut. Und gesungen wird zur Abwechslung auch schon mal.

Constants – “If Tomorrow The War”
VĂ–: 13.08.2010
Web: myspace
Label: Make My Day Records
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Nichts für zartbesaitete ist das neue Werk von Constants. Einen ziemlichen Breitwand-Sound an Gitarren, Noise und Schlagzeug haben die für ihr neues Album aufgefahren, der abwechselnd zwischen behäbigen Postrock und melodischen Hardcore hin und her pendelt.

Skream – “Outside The Box”
VĂ–: 13.08.2010
Web: myspace
Label: Tempa
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Mit seinen 24 Jahren hat Oliver Jones aka Skream seinen Ruf als einer der Pioniere in der Dubstep-Szene schon weg. Sein gleichnamiges DebĂĽt, aber vor allem unzählige Maxis und Remixe verhalfen ihm zu einer festen Größe in der Szene. Mit “Outside The Box” legt er nun sein zweites offizielles Album nach, auf dem auch Dbridge & Instramental, Sam Frank und La Roux zu hören sind.

Ali Love – “Love Harder”
VĂ–: 17.08.2010
Web: myspace
Label: How Sweet The Sound
Kaufen: 

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Bei Ali Love dreht sich alles um die Liebe: Er hat ein eigenes Label mit dem Namen “I Love Records”, seine erste Single hieĂź “Secret Sunday Lover” und sein erstes Album “Love Music”. Zwischendurch sang er auch schon bei den Chemical Brothers, aktuell turtelt er mit der Schauspielerin Mischa Barton. Und veröffentlicht sein zweites Album: Darauf dreht sich alles um Disco, House, und … ach, ihr wisst schon.

02.-08.08.
02.08.2010 von Redaktion
PVT – “Church With No Magic”
VĂ–: 06.08.2010
Web: myspace
Label: Warp
Kaufen: 


Den Rechtsstreit um ihren alten Namen sind PVT (ehemals Pivot) direkt aus dem Weg gegangen. Zu gering war die Chance den Prozess zu gewinnen. Macht aber nichts. “Church With No Magic” erscheint auf dem legendären Label Warp Records und ist eine gewaltige vom Schlagzeug hin und her geschleuderte Wasserbombe aus subtilen Elektro-Sounds. Wenn sie platzt, ist dieses Album am Ende des Jahres vorne mit dabei.

Sky Larkin – “Kaleide”
VĂ–: 06.08.2010
Web: myspace
Label: Wichita
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Sky Larkin sind so etwas wie die logische Fortsetzung von Alanis Morissette und Tegan And Sera gepaart mit einer guten Menge Alkohol. Zumindest laut Myspace-Seite. Das höchst sympathische Trio aus Leeds erfindet das Rad zwar nicht neu, begeistern auf “Kaleide” aber mit einer elegante Form von feucht-fröhlichen Gitarren-Pop fĂĽr den ausklingenden Sommer 2010.

Young Rebel Set – “Young Rebel Set”
VĂ–: 06.08.2010
Web: myspace
Label: Grand Hotel van Cleef
Kaufen: 


Young Rebel Set sind die neue Hoffnung ihrer Heimatstadt Stockton-on-Tees, ein kleines Städtchen im Nordosten Englands. Diese auf den ersten Blick vielleicht unscheinbare Stadt hat es in der Vergangenheit schon Mal zu einem denkwĂĽrdigen Ort geschafft, immerhin soll hier das Streichholz erfunden worden sein. Noch heute prägt die Industrie das Leben in Stockton-on-Tees. Da verwundert es nicht, dass Young Rebel Set die Musik von Bruce Springsteen und Bob Dylan als ihre EinflĂĽsse bezeichnen; Musik, die als bodenständig, authentisch und kritisch gilt. „Gritty urban folk“ nennen die sieben Jungs ihre Musik, wir fĂĽgen hinzu: „gritty urban british folk punk”. Und der zĂĽndet!

Mt. St. Helens Vietnam Band – “Where The Messengers Meet”
VĂ–: 06.08.2010
Web: myspace
Label: Dead Oceans
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Auch in den USA gibt es noch aktive Vulkane: Der Mount St. Helens im Bundesstaat Washington ist so einer. Seinen letzten Ausbruch hatte er 1980, da waren die Bandmitglieder der Mt. St. Helens Vietnam Band aus Seattle noch gar nicht geboren. Aber was heisst das schon, schließlich ist ihr Drummer gerade mal 15 Jahre alt, und dass er schon seit zwei Jahren mit der MSHVB Musik machen darf, dafür sorgen die Adoptiveltern, praktischerweise Sänger Benjamin und seiner Ehefrau Traci (ebenfalls in der Band). Ganz nebenbei kann die Musik auch noch überzeugen: Ziemlich unkonventionell und frisch wird hier drauflos gerockt, die Wolf Parade kommt einem in den Sinn, aber auch die Pixies oder Arcade Fire.

Jennie Abrahamson – “While The Sun’s Still Up And The Sky Is Bright”
VĂ–: 06.08.2010
Web: myspace
Label: How Sweet The Sound
Kaufen: 

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Das KirschblĂĽten-Cover von “While The Sun’s Still Up…” verrät schon einiges ĂĽber die Musik von Jennie Abrahamson: verträumt und zart ist ihre Musik, aber nicht zwangsläufig kitschig oder kraftlos. Die schwedische Sängerin hat vor ihrer Solo-Karriere schon in Trip Hop Bands oder Country-Combos gesungen und musiziert, und diese musikalische Vielfalt stellt sie auch auf ihrem Solo-DebĂĽt unter Beweis.

26.07.-01.08.
26.07.2010 von Redaktion
The Coral – “Butterfly House”
VĂ–: 30.07.2010
Web: myspace
Label: Cooperative Music
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Der erste Gedanke beim Anblick des neuen Coral Albums: Psychedelic. Und: Es sieht ja aus wie ihr DebĂĽt! Wichtiger aber: Klingt es auch so? Teilweise ja. Aus den unbeschwerten Jungs von 1996 sind mittlerweile etwas gesetztere Herren geworden, die die Freude am Musik machen nicht verloren haben; auch nicht nach dem Austritt von Gitarrist Bill Ryder-Jones. “I think we’ve made the best album that we’ve ever made” meint Sänger James, aber hej, welche Band wĂĽrde das nicht sagen? Fest steht: Sie haben immer noch tolle Melodien, und wer auf 6ties Folk, Psychedelic und klassisches Songwriting steht, wird The Coral weiterhin mögen. Produziert wurde das Album von John Leckie, verantwortlich fĂĽr das DebĂĽt von den Stone Roses und Radioheads “The Bends”.

Plan B – “The Defamation of Strickland Banks”
VĂ–: 30.07.2010
Web: myspace
Label: Warner
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In seiner Heimat GroĂźbritannien ist Benjamin Paul Drew schon in aller Ohren: sein zweites Album “The Defamation of Strickland Banks” stieg direkt auf Platz 1 der Charts ein. Das dĂĽrfte daran liegen, dass Ben fĂĽr diese Platte ordentlich den Northern Soul wiederbelebt. Ab und zu blitzt noch seine Vorliebe zum Hip Hop auf, aber deutlich häufiger fĂĽhlt man sich an den amerikanischen Soul der frĂĽhen 60er oder eben dem britischen Soul der späten 60er erinnert. Von Benjamin wird man auch hierzulande bald deutlich mehr hören, wollen wir wetten?

Pulled Apart By Horses – “Pulled Apart By Horses”
VĂ–: 30.07.2010
Web: myspace
Label: Transgressive Records
Kaufen: 


Die vier Jungs von Pulled Apart By Horses haben sich in Großbritannien bereits den Ruf einer außergewöhnlichen Live-Band erarbeitet. Teilweise ging es bei ihren Gigs derart heftig zu, dass einzelne Bandmitglieder sich danach schon mal im Krankenhaus wiederfanden. Ihre Musik ist eine energetische Mischung aus Punk und Hardcore und erinnert an Szenegrößen wie Refused oder McLusky. Nix für schwache Ohren, kompromisslos und mitreissend!

Lloyd Miller & The Heliocentrics – “dto.”
VĂ–: 30.07.2010
Web: myspace
Label: Strut
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Nach ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Jazz-Legende Mulatu Astatke scheinen die Heliocentrics auf den Geschmack gekommen zu sein. Für ihr neues Album haben sie den Jazz-Pianistin Lloyd Miller gewinnen können, ebenfalls nicht weit entfernt vom Kult-Status in der Jazz-Szene. Miller ist eigentlich US-Amerikaner, hat aber einige Jahre im Iran studiert. Jede Menge arabische Klänge fließen so in den Sound der Heliocentrics ein. Ziemlich toll!

Magnifico – “Magnification”
VĂ–: 30.07.2010
Web: myspace
Label: Piranha
Kaufen: 

“Il Magnifico” – der Prächtige. An mangelndem Selbstbewusstsein scheint der aus Slowenien stammende Musiker Robert Pesut nicht zu leiden. Schon seit den 90er Jahren bewegt der sich auf dem Parkett der Balkan-inspirierten Tanzmusik. Dass sich das nicht halb so altbacken anhört wie es sich liest, haben die vergangenen Jahre bewiesen, in denen Robert und auch der Balkan Beat – Sound sich eine wachsende Fangemeinde erspielen konnte.

19.07.-25.07.
19.07.2010 von Redaktion
Menomena – “Mines”
VĂ–: 23.07.2010
Web: myspace
Label: City Slang
Kaufen: 

Dass Menomena ihr ganz eigenes Verständnis von Songstruktur haben, bewiesen sie uns 2007 mit ihrem DebĂĽt “Friend and Foe” eindrucksvoll. “Mines” schliesst sich dem nahtlos an, klingt aber insgesamt dunkler, oft dramatischer, tougher. FĂĽr die Platte schrieben nicht nur alle drei Bandmitglieder eigene Songs, sie singen sie auch jeweils selbst. So trägt jeder Song seine eigene Handschrift – und trägt doch zum Gesamtwerk bei. Toll!

The Magic Numbers – “The Runaway”
VĂ–: 23.07.2010
Web: myspace
Label: EMI
Kaufen: 

Fast ein bisschen in Vergessenheit geraten sind die Magic Numbers aus London. Vier Jahre nach ihrem letzten Album melden sie sich nun mit ihrem dritten Album zurück. Die Band ist sowas wie das doppelte Lottchen der Musikszene: Zusammengesetzt aus zwei Geschwisterpaaren, sehen sich alle vier so ähnlich, dass man nicht sagen kann wer mit wem verwandt ist. Könnte uns eigentlich auch egal sein, wenn ihr Folkpop nicht ähnlich wäre: hübsch, sympathisch, aber leider etwas profillos.
Das sagen die anderen: Guardian

Janelle Monáe – “The Archandroid”
VĂ–: 23.07.2010
Web: myspace
Label: Warner
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UrsprĂĽnglich strebte die 25-jährige Texanerin Janelle angeblich eine Karriere am Broadway an, dafĂĽr zog es sie an die New Yorker Musical Academy. Die Vorliebe fĂĽr Musicals ist auf Janelles erstem richtigen Soloalbum unĂĽberhörbar, aber auch die Vorliebe fĂĽr Funk, R’nB, HipHop und Rock. Outkasts Big Boi ist mit dabei, ebenso wie die Indierocker von Of Montreal. Tanzbar, abwechslungsreich, macht SpaĂź!

The Books – “The Way Out”
VĂ–: 23.07.2010
Web: myspace
Label: Temporary Residence
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Paul de Jong, die eine Hälfte von The Books, ist wohl so einer, der in Büchern gerne mit Bleistift herumkritzelt und sich wichtige Passagen unterstreicht. Allerdings macht er das nicht auf herkömmlichen Papier, sondern mit Audiomaterial. Mit seinem Sammelsurium an Tonbandaufnahmen frickelt er zusammen mit Bandkollege Nic Zammuto spannende Songs zusammen, voll von Wortzitaten und Elektro- und Folkmelodien. Wow!

Mexican Elvis – “John Frum Alaska”
VĂ–: 23.07.2010
Web: myspace
Label: Kyr Records
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Mexican Elvis? Wer soll das sein? Country aus Südamerika? Nicht ganz. Eigentlich sind Mexican Elvis in Süddeutschland anzusiedeln, und das sowohl rein geografisch als auch musikalisch. Kein Wunder, Schlagzeuger Christoph spielt auch in Bands wie Lali Puna und Console, feste Größen in der Szene. Zu der Mexican Elvis vielleicht auch bald gehören werden.

12.07.-18.07.
12.07.2010 von Redaktion
Kula Shaker – “Pilgrim’s Progress”
VĂ–: 16.07.2010
Web: myspace
Label: Warner
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Als Kula Shaker Mitte der Neunziger ihr erstes Album rausbrachten, waren sie Kids. Jetzt sind sie Dads, erzählte Crispian Mills kürzlich in einem Interview, und es wäre vermessen, diese Entwicklung zu verleugnen. Vielleicht klingt ihre Musik dadurch auch ein wenig gesetzter, aber gute Melodien und ein Faible für die 6 und 7ties besitzen sie immer noch. Für die Aufnahmen verschlug es die Band in einen belgischen Wald, woher wahrscheinlich auch die zeitweilige Ruhe und Nachdenklichkeit herrührt.

RPA & The United Nations of Sound – “United Nations of Sound”
VĂ–: 16.07.2010
Web: myspace
Label: EMI
Kaufen: 


Richard Paul Ashcroft und seine neueste Mission: neue Musik jenseits von Klassifizierungen oder Genres. “United Nations of Sound” ist – zumindest nach dem ersten Hören – dann doch relativ schnell entziffert, denn es trägt vor allem den Stempel des amerikanischen Rhythm’ n Blues und hymnischen Rock. Bei letzteren liegt das Problem: Auch wenn die Songs vielleicht mehr Drive haben als Ashcrofts letzte Solo-Veröffentlichungen, klingen sie doch manchmal nach recht viel Pathos und (zu) groĂźen Gesten.

Tokyo Police Club – “Champ”
VĂ–: 16.07.2010
Web: myspace
Label: Mom & Pop Records
Kaufen: 


Zwei Jahre nach ihrem DebĂĽt “Elephant Shell” veröffentlichen die Kanadier von Tokyo Police Club ihr neues Album “Champ”. Die vier Freunde aus Highschool-Zeiten verquicken erneut auf lockere Art und Weise Indie-Rock, Post Punk und Pop. Nicht unbedingt neu und aufregend diese Mischung, beim Tokyo Police Club aber macht sie SpaĂź!

The Very Best – “Remixes of The Very Best”
VĂ–: 16.07.2010
Web: myspace
Label: Green Owl Records
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The Very Best is Esau Mwamwaya and Radioclit playing with moto…” heiĂźt es auf der Myspace-Seite der Afrika-Superstars The Very Best. Das stimmt. FĂĽr europäische Ohren hat Mwamwaya nicht nur einen lustigen Namen, sondern auch seine Texte auf Chichewa, der Landessprache von Malawi, klingen absonderlich. The Very Best haben mit dem DebĂĽt “The Warm Heart Of Africa” ein vielgelobtes Album produziert. “The Very Best Remixes Of The Very Best” ist genau das, was der Titel verrät. Besser geht nicht.

Various Artists – “Roots of OK Jazz Congo Classic”
VĂ–: 16.07.2010
Web: myspace
Label: Crammed Discs
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Diese Compilation geht zurĂĽck in die 50er Jahre, wo im Kongo die Wurzeln fĂĽr den afrikanischen Jazz spriessten. Die Sammlung der frĂĽhen Arbeit des “Tout-Pouissant Orchestre Kinois de Jazz”, kurz “OK Jazz” bietet einen beeindruckenden und spannenden Ăśberblick ĂĽber ihre Arbeit, die so wichtig war fĂĽr viele weitere Musiker und Genres nach ihnen.

05.07.-11.07.
05.07.2010 von Redaktion
Devo – “Something For Everybody”
VĂ–: 09.07.2010
Web: myspace
Label: Warner
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“What we do, is what we do. It’s still the same, it’s nothing new”. FĂĽr soviel Selbstironie kann man Devo nur lieben. Und fĂĽr die Tatsache, dass sie 20 Jahre nach ihrem letzten Album immer noch so frisch und unbefangen klingen wie damals, sowieso. Klar kann man sich fragen, wer das heute noch braucht. Die Antwort geben die De-Evolutionäre selbst: potentiell jeder! Und schubsen die krampfhaft nach neuen Sounds Ausschau haltenden Freaks mit einem frechen Grinsen auf die Tanzfläche. Bewegung hat schlieĂźlich noch niemandem geschadet!

Natureboy – “St”
VĂ–: 09.07.2010
Web: myspace
Label: Own Records
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Sara Kermanshahi, New Yorkerin mit iranischen Wurzeln, taktiert mĂĽhelos zwischen minimalistischen Avantgarde-Folk, verhallten Gothic-Rock-Gesängen und drone-artigen Gitarren- und Bassloops und fĂĽhrt den Hörer auf ihrem selbst betitelten DebĂĽtalbum auf eine Reise, die irgendwo zwischen Beach House und Best Coast endet. Das kleine Luxemburger Label Own Records veröffentlicht mit “Natureboy” einmal mehr ein stilvolles und vielseitiges Album, das nicht unentdeckt bleiben darf.

School Of Seven Bells – “Disconnect From Desire”
VĂ–: 09.07.2010
Web: myspace
Label: Ghostly International
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Die Schule der sieben Glocken kann wie viele anderen der Zeit nicht entgehen und profiliert sich auf ihrem zweiten Album mit Elektronik á la New Young Pony Club und We Have Band. Aber Halt, zu frĂĽh gefreut! Viel Elektronik, ja, aber keinesfalls ĂĽberladen. Und das Gute: kein nerviges Gesangs-Geschmetter, sondern, wie zuvor auf “Alpinism”, ein zarter Hauch Weiblichkeit, der auf wendige Melodien trifft. Schön auch zum gemeinsamen Grillen mit Freunden!

Boohgaloo Zoo – “Boohgaloo Zoo”
VĂ–: 09.07.2010
Web: myspace
Label: Lovemonk
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Hinter dem Duo Boohgaloo Zoo verstecken sich keine Unbekannten: Der belgischen Musiker und DJ K’ Bonus und sein niederländischer Kollege und Rapper U-Gene (ehemals Kraak&Smaack, Urban Dance Squad) mixen auf ihrem neuesten Projekt eine sehr tanzbare Mischung aus Funk, Hip Hop und Soul zusammen. Zur UnterstĂĽtzung luden sie sich u.a. den amerikanischen Rapper Replife oder die spanische Soul&Funk Band Speak Life ins Studio. That’s funky soulfull stuff, man!

Daniel Benjamin – “There’s A Deathbed For Your Monster”
VĂ–: 09.07.2010
Web: myspace
Label: Haldern Pop Recordings
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Monster und Totenbett, war da nicht schon was? Richtig, das letzte Release von Daniel Benjamin hörte auf den Namen “There’s a Monster under your Deathbed”. Nun hat er den SpieĂź umgedreht: “There’s a Deathbed for your Monster” heisst sein neuestes Werk. Damit man nicht total durcheinander kommt hat sich wenigstens das Cover um 180 Grad gedreht. Soviel sei gesagt: auch wenn Daniel auf dem Cover aussieht wie ein Tennislehrer aus den 80ern, bleibt er sich treu und schreibt immer noch schöne Singer/Songwriter-Nummern, mal elektronisch, mal orchestral verstärkt und immer schlau getextet.

28.06.-04.07.
28.06.2010 von Redaktion
Here We Go Magic – “Pigeons”
VĂ–: 02.07.2010
Web: myspace
Label: Secretly Canadian
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Berauschender Indie-Pop weht uns da von den Damen und Herren aus Brooklyn ins Haus. Die fĂĽnf Freunde von Here We Go Magic um Sänger und Songschreiber Luke Templer haben mit ihrem zweiten Album eine leichte und irgendwie sĂĽĂźe Platte aufgenommen: SĂĽĂź die Melodien, sĂĽĂź der Gesang und die ganzen “uhs” und “ahs”. Immer wieder spielen sie sich aber im Laufe eines StĂĽckes in einen treibenden Sog, von dem man sich gerne mitreiĂźen lässt. Schöne Sommerplatte!
Das sagen die anderen: Plattentests

Wolf Parade – “Expo 86″
VĂ–: 02.07.2010
Web: myspace
Label: Sub Pop
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Mit dem dritten Album gehen die Jungs der Wolf Parade zurĂĽck zu ihren Anfängen. Angeblich lernten sie sich nämlich bei der Expo 1986 im kanadischen Vancouver kennen und legten dort das Versprechen ab, eine Rockband zu grĂĽnden. In die 80er geht es aber auch zeitweise musikalisch: Die Gitarre klang noch nie so wave und noiselastig, und gleichzeitig ist “Expo 86″ ziemlich tanzbar geworden. Spielfreude hatten die Jungs auf jeden Fall: Dan Boeckner erwähnte gegenĂĽber Pitchfork “This record was definitely the most fun I’ve had recording a Wolf Parade record, ever.” Und das hört man durchaus!
Das sagen die anderen: Pitchfork

Mystery Jets – “Serotonin”
VĂ–: 02.07.2010
Web: myspace
Label: Rough Trade
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Mystery Jets hätten ihr drittes reguläres Studioalbum auch “5-Hydroxytryptamin” oder “Enteramin” nennen können. Alles Begriffe fĂĽr das Gewebshormon Serotonin, das im Körper wichtige Funktionen wie Blutgerinnung oder das zentrale Nervensystem steuert. Immerhin: “Serotonin” bewegt das Tanzbein. Zwar ist die unkonventionelle Bandkonstellation mit Vater und Sohn in einer Band weitesgehend aufgelöst, doch ist die Platte nicht grundlegend aufregender als die erfolgreichen Vorgänger. Laute Gitarren treffen auf pathetischen Gesang und sehen sich mit einem inflationären Gebrauch von Keyboard-Sounds konfrontiert. So wie Serotonin unbemerkt durch den Körper strömt, verhält sich auch die Platte. Kein Album, um das man sich Gedanken machen mĂĽsste, das aber hier und da seine Höhepunkte hat und zum Schwofen einlädt.
Das sagen die anderen: Unclesallys

I Am Kloot – “Sky At Night”
VĂ–: 02.07.2010
Web: myspace
Label: Skinny Dog Records
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Mittsommer ist gerade vorbei, und auch wenn der Sommer gerade erst anzufangen scheint, werden die Tage schon wieder kĂĽrzer. Wie geschaffen fĂĽr die lauen Sommerabende ist das fĂĽnfte Album von I Am Kloot, die erneut mit Produzent Guy Garvey (Elbow) eine dĂĽster-melancholische Stimmung auf Platte bannen konnten. “Sky At Night” setzt sich dabei mit reichlich Streichern vom Vorgänger “…Moolah Rouge” ab, und zeitweise wird John Bramwell sogar gesanglich unterstĂĽtzt.

Krakow Loves Adana – “Beauty”
VĂ–: 02.07.2010
Web: myspace
Label: Snowhite
Label: Clouds Hill Recordings (nur Vinyl)
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Mit “Beauty” veröffentlichen Deniz Cicek und Robert Heitman alias KrakĂłw Loves Adana ein beeindruckendes DebĂĽtalbum, das nicht nur mit sparsamer Instrumentierung und Ciceks jammernd-schönen Gesang triumphiert, sondern im legendären Hamburger Studio Clouds Hill Recordings aufgenommen wurde. Reduziertheit und Hochspannung sind die dĂĽsteren Motive einer bedrĂĽckend-schön nachdenklichen Platte, oder wie Produzent Johann Scheerer treffend formuliert: “Ich habe noch nie eine Platte gemacht, die in ihrer Instrumentalisierung und ihrem Klang so reduziert ist und trotzdem eine so schöne FĂĽlle und Stimmung hat.”












