Album der Woche: Dean Blunt – „Black Metal“

27.10.2014 von  

Dean Blunt - Black MetalVÖ: 31. Oktober 2014
Label: Rough Trade
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Dean Blunt bleibt ein Mysterium. Sein letztjĂ€hriges DebĂŒt „The Redeemer“ verzaubert, irritiert, polarisiert. FĂŒr die einen ist es ein revolutionĂ€res Meisterwerk, die anderen können mit den losen Songstrukturen und experimentellen Soundfetzen nichts anfangen. Etwas mehr als ein Jahr nach der Veröffentlichung kĂŒndigt der Londoner seinen Wechsel zu Rough Trade Records und das Nachfolgealbum „Black Metal“ an.

Der Name macht es bereits deutlich: „Black Metal“ ist kein leichtes Album. Das puristische, völlig schwarze Cover steht sinnbildlich fĂŒr diese neue musikalische Richtung. „Black Metal“ ist dunkler, runder, schwerer als sein VorgĂ€nger. FĂŒr die oft gebrauchten cineastischen Streicher vom VorgĂ€ngeralbum bleibt da wenig Platz. Der Opener „Lush“ fungiert noch am ehesten als BrĂŒcke zwischen der ersten und zweiten Platte: Ein opulentes Streichersample wird mit einem „live“ klingenden Schlagzeugrhythmus und einer Akustikgitarre kombiniert.

Wie soll man diese Musik beschreiben? Es scheint unmöglich, die 13 ausgeklĂŒgelten StĂŒcke in Worte zu fassen. Eines wird jedoch schnell deutlich: Dean Blunt lĂ€sst Gitarren fĂŒr sich sprechen. Sei es nun das vertrĂ€umte „Molly & Aquafina“ oder das psychedelische „50 Cent“ – der Sound von akustischen und effektverzerrten Gitarren beschert „Black Metal“ eine ernste, erdige Komponente. Eine erfreuliche und vor allem nötige Weiterentwicklung.

Trotzdem bleibt das Album nicht minder experimentell als „The Redeemer“. Songs wie „Country“ lassen den Hörer verstört zurĂŒck: Über zwei Minuten ergießt sich ein chaotischer Schauer von GerĂ€uschen eines bekannten Computer-Betriebssystems und Synthies, die verdĂ€chtig an Zahnarztbohrer erinnern. ZugĂ€nglicher ist das faszinierende, 13-minĂŒtige (!) „Forever“, das Takt fĂŒr Takt subtil mit Saxofon und schrĂ€gen BĂ€ssen variiert wird. Etwas ĂŒber eine Minute betrĂ€gt dagegen die Spieldauer von „Hush“, einem 80s-Synthies-Sample-Traum inklusive kurzer Rap-Einlage.

Ähnlich seiner Musik bleibt auch der Musiker im Verborgenen: Gerade im Zeitalter unerschöpflicher InformationsflĂŒsse ist es ein Statement, durch konfuse Interviews und das Schweigen ĂŒber die eigene Vergangenheit eine geheimnisvolle IdentitĂ€t zu kreieren. Gleichzeitig ist es ein Versuch, mehr denn je die Musik in den Vordergrund zu stellen: „Black Metal“ wird verzaubern, irritieren, polarisieren. Dean Blunt bleibt ein Mysterium.

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Dean Blunt“ und seiner/ihrer vollstĂ€ndigen Postanschrift an radio@byte.fm.

Album der Woche: „Master Mix: Red Hot + Arthur Russell“

20.10.2014 von  

Cover der Compilation Master Mix: Red Hot + Arthur RussellVÖ: 17. Oktober 2014
Web: redhot.org
Label: Yep Roc
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Wenn es etwas gibt, auf das bestĂ€ndig Verlass ist, dann sind das die Compilations der Red Hot Organization mit Sitz in New York City. Seit nunmehr 24 Jahren veröffentlicht diese Hilfsorganisation Musikalben, deren Erlös verschiedenen Stiftungen zukommt, die HIV und AIDS bekĂ€mpfen. In dieser Zeit wurden bereits ĂŒber 15 dieser Compilation-Alben veröffentlicht, auf denen KĂŒnstler jeglichen Alters und jeglichen Bekanntheitsgrads Songs beisteuern. Oft stehen diese Zusammenstellungen unter einem besonderen Thema, so wie zum Beispiel die letztjĂ€hrig erschienene Red Hot + Fela, die der afrikanischen Musiklegende Fela Kuti Tribut zollt.

Das aktuelle Projekt will das 1992 verstorbene Multitalent Arthur Russell ehren. Dieser war besonders ab den spĂ€ten 70er-Jahren ein wegweisender Musiker, Cellist, Pionier der elektronischen Tanzmusik. Seine musikalische Genreabdeckung reicht dabei von Klassik ĂŒber Pop bis hin zu avantgardistischen Kompositionen. 26 dieser zeitlosen StĂŒcke werden auf Master Mix: Red Hot + Arthur Russell von rund 20 zeitgenössischen KĂŒnstlern neu interpretiert. Ein gewagtes Unterfangen.

Ein solch monumentales Vorhaben kann leicht in die falsche Richtung kippen: „Ich hatte fast das GefĂŒhl, dass man von derart heiligen Vorlagen lieber die Finger lassen sollte 
 aber wir haben [Losing My Taste For The Night Life] dann schließlich aufgenommen, weil wir damit sagen wollten: ‚Hört euch das Werk von Arthur an!‘, so der amerikanische Singer-Songwriter Devendra Banhart. Andere KĂŒnstler haben weniger Zweifel: Robyn und JosĂ© GonzĂĄlez sind sofort von der Idee begeistert. Letzterer spendiert das EröffnungsstĂŒck, eine ĂŒberarbeitete, rhythmische Fassung von This Is How We Walk On The Moon. Auch Robyn macht aus dem sowieso schon tanzbaren Tell You einen wuchtigen Gute-Laune-Wirbelsturm.

Neben diesen drei Musikern gibt es auch Tracks von Blood Orange, Sufjan Stevens oder Cults. Allen gemein ist die Bewunderung fĂŒr den verstorbenen amerikanischen KĂŒnstler, der als Perfektionist galt und im Laufe der Zeit gerade einmal vier Studioalben veröffentlichte. Auf Grundlage dieser Bewunderung entsteht mit Master Mix: Red Hot + Arthur Russell ein Album, das sich vor dem ƒuvre des KĂŒnstlers verneigt und ein Zeichen setzt: Auserlesene Musik zu genießen und gleichzeitig auch noch fĂŒr einen wichtigen Zweck zu spenden, schließt sich nicht aus.

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Red Hot“ und seiner/ihrer vollstĂ€ndigen Postanschrift an radio@byte.fm.

Album der Woche: Kindness – „Otherness“

13.10.2014 von  

Kindness - OthernessVÖ: 10. Oktober 2014
Web: kindness.es
Label: Female Energy
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Das verflixte zweite Album. Es ist immer von Neuem spannend: Wird sich der KĂŒnstler aus den FĂ€ngen seines DebĂŒts freispielen? Oder ist die Angst vor VerĂ€nderung zu groß? Otherness von Kindness signalisiert die Andersartigkeit direkt im Titel. Er hĂ€tte das Album genauso gut „Timeless“ oder „Togetherness“ nennen können: Die HĂ€lfte der Songs sind Kollaborationen. Und das alles klingt ziemlich zeitlos.

Vor zwei Jahren veröffentlicht Adam Bainbridge, der Brite mit den indisch-afrikanischen Wurzeln alias Kindness sein DebĂŒtalbum mit dem provokanten Titel World, You Need A Change Of Mind. Das zugehörige Cover ist schwarz, weiß, schlicht: Es zeigt Bainbridges Körper, zumindest den Ausschnitt zwischen Bauchnabel und Nase. Zwei Jahre spĂ€ter, zweites Album: Das Cover ist farbig, nĂ€her, ‚anders‘: Die Großaufnahme seines Kopfes mit undurchsichtiger Mimik stellt das zwangslĂ€ufige Gegenteil zum anonymen Erstlingswerk dar. Ist es angesichts dessen nicht bezeichnend, dass gerade der Albumopener World Restart heißt? Und dass Kindness bei diesem Song im Hintergrund bleibt und stattdessen R&B-Wunderkind Kelela und Ade die Leadvocals ĂŒberlĂ€sst?

Und trotzdem – oder gerade deshalb – gibt Bainbridge mehr von sich preis. Er wĂŒhlt sich durch ernste Themen, offenbart StĂŒck fĂŒr StĂŒck seine musikalische GenialitĂ€t, die er auf dem VorgĂ€nger schon andeutet. FĂŒr Songs wie I’ll Be Back muss man Kindness einfach bewundern: Glasklare Klavierakkorde und warme Synthies tanzen mit einem schweren Beat und Fingersnips um die Wette – dennoch klingt das Resultat unheimlich schwerelos. „Baby, tell me your fantasies“, haucht die betörende Stimme von Kelela auf With You, das mit dumpfen BĂ€ssen und einer Saxofonbegleitung die richtige Mischung aus Kitsch und tiefer Ernsthaftigkeit findet. Und mit der schwedischen Pop-Chanteuse Robyn werden auf Who Do You Love? sĂ€mtliche Reminiszenzen an die spĂ€ten 80er ausgepackt: Rock-Orgel, sehnsĂŒchtige Synthies, hĂŒpfende BĂ€sse und ein unbeschwerter Rhythmus. Die anderen Songs, darunter auch Features mit Dev Hynes alias Blood Orange, Tawiah oder M.anifest sind nicht weniger experimentell und rĂŒcken Future Soul, R&B und Pop in ein neues, glanzvolles Licht.

Kindness spielt, singt, (ent)zaubert sich aus seinem DebĂŒt an einen Ort, an dem drei Dinge oberstes Gebot sind: Mut zum kollektiven Arbeiten, Mut zu neuen Experimenten und Mut, die im Albumtitel angedeutete Andersartigkeit auszuleben: „There’s a lot of great, direct contemporary-sounding pop music to choose from, but even the most mainstream of mainstream audiences might also want something that sounds different from time to time. My motivation is: ‚What do I feel I can do better than anyone else?‘ I hope I’ve made that record.“

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Album der Woche: She Keeps Bees – „Eight Houses“

Cover des Albums Eight Houses von She Keeps BeesVÖ: 26. September 2014
Web: shekeepsbees.com
Label: BB*Island
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„Es ist, wie es ist“. Ein Satz, der mit hoher Wahrscheinlichkeit genau in diesem Moment, an einem beliebigen Ort in Deutschland gesagt wird. Es ist die Lieblingsweisheit der verzweifelten Fatalisten, eine Alltagsdroge, die  ĂŒber den unbeirrbaren Lauf des Schicksals hinwegtröstet. Im Song „Is What It Is“ des US-amerikanischen Pop-Duos She Keeps Bees bedeutet der Satz jedoch keine Resignation, sondern ist ein Aufruf zur SelbstermĂ€chtigung. Denn er wird in der zweiten HĂ€lfte mit der schönen Zeile beantwortet: „You are worthy“, also: Du bist wĂŒrdig. Mit der zwischen reserviert und entschlossen wechselnden Stimme von Jessica Larrabee, die ĂŒber einem vernebelten Beat schwebt, wirkt das noch nicht mal kitschig, sondern auf unheimliche Weise authentisch. Ein Leitmotiv, das sich durch das gesamte neue Album zieht. Mit „Eight Houses“ knĂŒpft das Brooklyner Duo, bestehend aus der SĂ€ngerin Jessica Larrabee und dem Schlagzeuger Andy LaPlant, daran an, wo es mit seinem DebĂŒt 2009 begonnen hat: vereinnahmende, von Weltschmerz und Straßenweisheiten durchtrĂ€nkte Popsongs zu schreiben – und damit eine Art Zeitgeist zu spiegeln.

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „She Keeps Bees“ und seiner/ihrer vollstĂ€ndigen Postanschrift an radio@byte.fm.

She Keeps Bees auf Tour, prÀsentiert von ByteFM:

24.11.14 Heidelberg – Karlstorbahnhof
25.11.14 Mainz – Schon Schön
26.11.14 Schorndorf – Manufaktur
28.11.14 ZĂŒrich (CH) – Bogen F
29.11.14 MĂŒnchen – Hauskonzerte.com
30.11.14 Darmstadt – Bedroomdisco-Wohnzimmerkonzert
01.12.14 Berlin – Kantine am Berghain
03.12.14 Hamburg – Aalhaus (Jever Kneipenkonzert)

Album der Woche: Caribou – „Our Love“

29.09.2014 von  

Caribou - Our LoveVÖ: 3. Oktober 2014
Web: caribou.fm
Label: City Slang
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„Es geht mir diesmal nicht um einen Sound oder ein Genre. Ich möchte mit meiner Musik nach vorne schauen können. All die Musiker, die ich verehre, reprĂ€sentieren diesen Ansatz: Miles Davis, John Coltrane, Can, die Zombies.“

Nichts ist so prĂ€gend wie die Erfahrung, ein Kind zu bekommen. Als Vater einer kleinen Tochter hat sich im Leben von Dan Snaith einiges geĂ€ndert. Sein neues Album Our Love klingt reifer, ĂŒberlegter und tiefer als die VorgĂ€nger. Snaith ist erwachsen geworden.

Vor rund zehn Jahren kommt das Album The Milk Of Human Kindness in die PlattenlĂ€den. Damit wird der Kanadier mit dem Pseudonym Caribou erstmals einer breiteren Hörerschicht bekannt. Als Manitoba veröffentlicht er schon zuvor einige Platten; die meisten werden in seiner erfolgreichen spĂ€teren Phase wiederveröffentlicht. 2012 kommt das bisher letzte Album von Snaith heraus, damals unter dem KĂŒnstlernamen Daphni. Mit diesem Album vollzieht sich auch eine stilistische Wandlung: „Wir werden inzwischen mehr fĂŒr Dance-Music-Festivals gebucht und spielen in Dance-Clubs. Das ist fĂŒr mich immer noch eine aufregende Entwicklung.“

Allein das kunstvolle Cover von Our Love, dem vierten Album von Caribou, spricht BĂ€nde. Ähnlich dem abstrakten, bunt gefĂ€rbten Pflanzenmeer findet Caribou in seiner Musik gekonnt die perfekte Mischung aus Minimalismus und Opulenz, nostalgischen KlĂ€ngen und futuristischen Rhythmen, Wehmut und GlĂŒckseligkeit. Sinnliche Tanzmusik-Nummern wie der Titeltrack oder All I Ever Need sind wie gemacht fĂŒr die kĂ€lter werdenden, herbstlichen NĂ€chte. Liebe ist wie zu erwarten eines der bestimmenden Themen. Der Opener Can’t Do Without You ist ein pulsierendes Mantra, das mit organischen Drums und kontinuierlichem Crescendo einen markanten Startpunkt setzt.

UnterstĂŒtzung bekommt Caribou von seinen kanadischen Kollegen Jessy Lanza und Owen Pallett. Second Chance lebt vom gehauchten Gesang der jungen SĂ€ngerin, deren letztjĂ€hriges DebĂŒt ein jubelndes Echo fand. Owen Pallett steht Caribou mit Rat und Tat zur Seite, gibt Feedback und VerbesserungsvorschlĂ€ge. Außerdem arrangiert er die Streicherparts von vier Songs, darunter dem metallisch-kaltem Silver: Ein verzerrter, prall klingender Beat steht im Gegensatz zu Caribous hoher, hallreicher Stimme.

Our Love ist ein Album, das sowohl zum Tanzen als auch zum TrÀumen einlÀdt. So etwas findet man leider viel zu selten. Grund genug, um Our Love einen Ehrenplatz im Plattenregal zu reservieren.

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PrĂ€sentiert von ByteFM kommt Caribou fĂŒr sechs Konzerte nach Deutschland:

10.10.14 – Köln – E-Werk
11.10.14 – Hamburg – Grosse Freiheit 36
14.10.14 – Berlin – Berghain
15.10.14 – Leipzig – Conne Island
19.10.14 – MĂŒnchen – Muffathalle
12.03.15 – Berlin – Columbiahalle

Album der Woche: Aphex Twin – „Syro“

22.09.2014 von  

Aphex Twin - SyroVÖ: 19. September 2014
Web: Aphex Twin bei Facebook
Label: Warp
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Richard D. James alias Aphex Twin ist zweifellos das Enfant terrible der elektronischen Musikszene. Er provoziert und fasziniert seine AnhĂ€nger und zelebriert seine Auftritte wie kein Zweiter. Man weiß: Im Universum von Richard James herrschen eigene Regeln. Nicht zuletzt deshalb gilt der Ire als innovativster und einflussreichster Elektro-KĂŒnstler der letzten beiden Jahrzehnte.

„I‘m just some irritating, lying, ginger kid from Cornwall who should have been locked up in some youth detention centre. I just managed to escape and blag it into music”, gibt sich der KĂŒnstler gewohnt selbstironisch in einem Interview mit dem Guardian. Aphex Twin meidet den Kontakt mit der Presse und der Öffentlichkeit. Zahlreiche Mythen und GerĂŒchte ranken sich als Folge um den introvertierten Musiker. Mit darunter sind bizarre Geschichten von einem DJ-Gig, bei dem Sandpapier als TontrĂ€ger fungierte; einem funktionstĂŒchtigen Panzer als Garten-Vehikel und einem nie realisierten Remix fĂŒr Madonna, bei dem die SĂ€ngerin diverse TiergerĂ€usche imitieren sollte. So groß die Anzahl der Mythen – so groß die Anzahl an Pseudonymen, unter welchen Richard James ĂŒber die Jahre seine Meisterwerke veröffentlicht: Polygon Window, Caustic Window, Blue Calx, AFX, GAK, The Tuss. Sein Spiel mit IdentitĂ€ten und Geheimnissen hat er offenbar nicht verloren: Im August 2014 schwebt ein grĂŒner Zeppelin ĂŒber London mit dem unverwechselbaren Aphex Twin-Logo, kurz darauf werden Graffitis in New York City mit demselben Zeichen entdeckt. Fans und Musikredakteure auf der ganzen Welt schnappen nach Luft: Darf man rund 13 Jahren nach dem letzten Studioalbum Drukqs auf ein völlig neues Werk hoffen?

Mit Syro, der sechsten Platte von Aphex Twin, haben sich diese Hoffnungen nun bewahrheitet, von denen Anfang des Jahres wohl noch keiner zu trĂ€umen gewagt hĂ€tte. Der exzentrische SoundkĂŒnstler hat mit Syro ein Album realisiert, das mehr denn je zu seinen Wurzeln zurĂŒckkehrt und ‚typisch‘ nach Aphex Twin klingt, wenn man dieses Wort in diesem Kontext ĂŒberhaupt gebrauchen darf.
Im Universum von Richard James herrschen eigene Regeln: JĂ€he Rhythmuswechsel, schepperndes Bassrauschen, hektisch-flirrende Synthies, ĂŒberraschende MelodiefĂŒhrungen, schmutzige Drum’n’Bass-Beats. Dazu jagt James seine Ideen durch 138 Gadgets wie Drummachines, Synthesizer, Samplers und Vocoders. Im Artwork der Platte werden diese beachtenswert visualisiert. Um den Effekt der Abstraktion zu verstĂ€rken gibt Aphex Twin den zwölf StĂŒcken kryptisch-unaussprechliche Namen wie 4 bit 9d api+e+6 [126.26] oder CIRCLONT14 [152.97][shrymoming mix]. Dass die Platte ausgerechnet mit einer romantischen Klavier-EtĂŒde inklusive Vogelgezwitscher endet, kommt nicht von ungefĂ€hr: Dieser Gegensatz macht die verwirrende Traumwelt von Syro in einer unergrĂŒndlichen Art und Weise ‚rund‘ und offenbart das unermesslich vielfĂ€ltige Talent von Aphex Twin. Man weiß: Im Universum von Richard James herrschen eigene Regeln. Mit Syro wird klar, dass man es anders ausdrĂŒcken muss: Im Universum von Richard James herrschen keine Regeln mehr.

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Album der Woche: Jens Friebe – „Nackte Angst Zieh Dich An Wir Gehen Aus“

15.09.2014 von  

Jens Friebe - Nackte Angst Zieh Dich An Wir Gehen AusVÖ: 19. September 2014
Web: jens-friebe.de
Label: Staatsakt

Man lasse sich nur mal den Titel auf der Zunge zergehen. Nackte Angst Zieh Dich An Wir Gehen Aus – eine Aufforderung? Ein Befehl? Eine Frage? Zweifellos ist das der originellste Albumtitel von Jens Friebe seit Das Mit Dem Auto Ist Egal, Hauptsache Dir Ist Nichts Passiert. Seit nunmehr zehn Jahren und vier veröffentlichten LPs serviert der Wahlberliner nun schon einen Mix aus Punk, Chanson, Elektro-Indie und Neuer Deutschen Welle. DafĂŒr verlĂ€sst Friebe erstmalig sein Stammlabel und wechselt zu Staatsakt. In einem offiziellen Statement schreibt er dazu: „Der Ort, wenn man so möchte, ist das Label ‚Staatsakt‘, worĂŒber ich mich schrecklich freue, auch wenn ich gleichzeitig etwas traurig bin, ZickZack und Alfred Hilsberg zu verlassen, dem ich fĂŒr viele Jahre vorzĂŒgliche Zusammenarbeit und weiterhin anhaltende Freundschaft danken möchte.“ Ebenjener entdeckte Friebe 2003 bei einem Live-Auftritt in Hamburg und nahm ihn unter Vertrag. Trotz Labelwechsel begegnet man aber auch alten Bekannten. Seine langjĂ€hrigen Kollegen Chris Imler und der Produzent Berend Intelmann unterstĂŒtzen Friebe nach wie vor beim Entstehungsprozess der neuen musikalischen Kreationen.

Nackte Angst Zieh Dich An Wir Gehen Aus ist sein „bisher ruhigstes, gleichzeitig unruhigstes, vor allem aber beunruhigendstes Album“, so der Label-Begleittext. In der Tat beginnt dieses ziemlich dĂŒster und extrem zynisch: „Und das Spiel heißt Hölle oder Hölle. Machst du mit, machst du mit? Die einen treten auf der Stelle, die anderen sind die Stelle, auf der man tritt.“ Schon nach dem ersten Durchlauf des Albums wird klar, dass jeder der elf Songs auf dem Album unverwechselbar ist und andere Instrumente, Texte und Stimmungen aufgreift. Zwei Songs sind gar vollstĂ€ndig in englischer Sprache verfasst. Die sprachliche Ebene ist im Friebe’schen Klangkosmos ohnehin von enormer Bedeutung. Auch außerhalb seiner Musik beschĂ€ftigt sich Friebe mit unterschiedlichen Formen von Literatur. 2007 veröffentlicht er das Buch 52 Wochenenden. Texte zum Durchmachen, das seine gesammelten BlogeintrĂ€ge enthĂ€lt.

„Und alle, die gestorben waren, sind da. Und bleiche Engel streichen dir durchs Haar. Und alle wilden Tiere werden brav – im Schlaf.“ In dieser Manier gibt sich das grotesk-verstörende Schlaflied einer seltsam-anmutigen Lethargie hin. Friebes Vision einer dramatischen Apokalypse in Warum ZĂ€hlen Die RĂŒckwĂ€rts Mammi ist nicht minder irritierend. Ein tanzbarer Beat und Flipper-Synthies vertonen die Weltkatastrophe, an der die Menschen mit „endzeitesken Bondage-Sachen“ umherlaufen und „Sachen aus Schrott“ bauen. Pathetische Streicher geben Songs wie Zahlen Zusammen Gehen Getrennt oder dem Titeltrack eine filmmusikalische OriginalitĂ€t. Der Titel des Akkordeon-Chanson-Traums What Death Will Be Like ist eigentlich irrefĂŒhrend, da Jens Friebe insgesamt 34 poetische Beschreibungen aufzĂ€hlt, wie der Tod eben nicht sein wird. Es braucht mehrere AnlĂ€ufe, bis die GenialitĂ€t hinter dem fĂŒnften Album von Jens Friebe ersichtlich wird. Dann die Erkenntnis: Nackte Angst Zieh Dich An Wir Gehen Aus ist ein eindringliches und vielschichtiges Werk. Ein Werk, dem das Herzblut seines KĂŒnstlers regelrecht eingebrannt ist.

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Jens Friebe geht im Herbst auf Tour, prÀsentiert von ByteFM:

18.09.2014 – Hamburg – Reeperbahn Festival
07.10.2014 – Hannover – Lux
08.10.2014 – Köln – Studio 672
09.10.2014 – Weinheim – CafĂ© Central
10.10.2014 – MĂŒnchen – Milla
12.10.2014 – Regensburg – Alte MĂ€lzerei
13.10.2014 – Wien (A) – Stadtsaal
14.10.2014 – Dresden – Ost-Pol
16.10.2014 – Berlin – Bi Nuu

Label: Staatsakt | Kaufen

Album der Woche: My Brightest Diamond – „This Is My Hand“

08.09.2014 von  

My Brightest Diamond - This Is My HandVÖ: 12. September 2014
Web: mybrightestdiamond.com
Label: Asthmatic Kitty

Seit 2006 existiert My Brightest Diamond, das Soloprojekt von Shara Worden. Davor war das 40-jĂ€hrige Multitalent schon tĂ€tig als BackgroundsĂ€ngerin fĂŒr Sufjan Stevens und FrontsĂ€ngerin von AwRY. Mit My Brightest Diamond realisiert Worden ihre eigenen Vorstellungen von avantgardistischem ‚Kammerrock‘, die Verbindung von klassischen, orchestralen Instrumenten mit elektronischen und zeitgenössischen EinflĂŒssen. Die musische Veranlagung wird ihr dank musikalischer Eltern regelrecht in die Wiege gelegt. SpĂ€ter macht sie sich dieses Talent zunutze und studiert Operngesang und Komposition. „This Is My Hand“ veröffentlicht die Musikerin mit dem markanten Undercut-Haarschnitt wie auch schon die drei VorgĂ€ngeralben bei Asthmatic Kitty Records, gegrĂŒndet von ihrem Freund und Kollegen Sufjan Stevens. Berlin, New York, Los Angeles und ihre derzeitige Heimatstadt Detroit: Das Werk spiegelt die Vielfalt der unterschiedlichen Aufnahmeorte wider. Produziert wird das Album von ihrem Keyboarder Zac Rae und ihr selbst.

„The genesis of the new album was looking at the changes that have happened in music over my career, and trying to reevaluate what it meant to me in the first place: ‘what is the value of music’ is essentially the question.“ Dieser durchaus essenziellen Frage nĂ€hert sich Worden – im Vergleich zu den VorgĂ€ngeralben – mit mehr RockeinflĂŒssen. Und scheppernden Marsch-Rythmen, wie die erste Single „Pressure“ verdeutlicht. Der anfĂ€ngliche Trommelwirbel beschwört Erinnerungen an den Besuch eines Zirkus oder Cabaret-Theater und setzt einen ausgefallenen Startpunkt. Energische, fesselnde und rhythmische Zwischenspiele machen aus dem Song eine regelrechte Achterbahnfahrt. Sei es nun das an Portishead erinnernde Trip-Hop StĂŒck „So Easy“ oder das mit schweren BlĂ€sern durchzogene „This Is My Hand“; die Funk-Rock-Nummer „Love Killer“ oder das tranceartige „Resonance“: Das vierte Album von My Brightest Diamond fĂŒhrt Wordens genaue Analyse und Auseinandersetzung mit Musik und deren Zukunft auf neue, unerforschte Pfade – und vielleicht ist es genau das, was den Wert von Musik auszeichnet.

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Album der Woche: Die Sterne – „Flucht In Die Flucht“

01.09.2014 von  

Die Sterne - Flucht In Die FluchtVÖ: 29. August 2014
Web: diesterne.de
Label: Staatsakt

Welche Beschreibungen könnten dieser Band nur gerecht werden? Sie ist legendĂ€r ohne eingebildet zu wirken, innovativ ohne die eigenen UrsprĂŒnge zu vergessen und bestĂ€ndig ohne monoton zu sein. Die Sterne wirbeln seit 1992 auf den nationalen und internationalen BĂŒhnen umher, prĂ€gen maßgeblich den Begriff der Hamburger Schule und veröffentlichten jĂŒngst ihr zehntes Album. Und fĂŒr dieses JubilĂ€um kehrt das Trio wieder zurĂŒck zu einem gitarrenbetonten Sound, nachdem es beim 2010er Werk „24/7″ den Schwerpunkt auf Diskorhythmen und Synthies legte.

Produziert wurde „Flucht In Die Flucht“ von Olaf Opal, aufgenommen wurde in Bremen und Hamburg. Wer den Werdegang der Sterne kontinuierlich mitverfolgt, dĂŒrfte wissen, dass die Band auch ab und zu mit Keyboardern – Frank Will und Richard von der Schulenburg – als Quartett agierte. Aber wie schon beim VorgĂ€ngeralbum glĂ€nzen die Sterne auch beim aktuellen Werk zu dritt: Zum einen ist da SĂ€nger und Gitarrist Frank Spilker, der nebenbei auch seine eigene Sendung Frank-A-Delic (alle vier Wochen, donnerstags von 14 bis 15 Uhr) bei ByteFM moderiert. Des Weiteren sind da Schlagzeuger Christoph Leich und Bassist Thomas Wenzel, der seines Zeichens auch tĂ€tig ist bei den Goldenen Zitronen.

Psychedelische Klangwelten, Anleihen an die 60er und 70er und eine Menge funkiger Rhythmen und BasslĂ€ufe schlagen dem Hörer entgegen. „Es tönen die rĂŒckkoppelnden Gitarren in Ehrerweisung an Jimi Hendrix, AC/DC, Dinosaur Jr. bis zu den Butthole Surfers, man ist bewegt von der Funk- & Soul-Historie von Motown ĂŒber Funkadelic bis Sly & The Family Stone, pfeift eingĂ€ngige Folk- und Popmelodien von ‚Lola‘ bis ‚Bakerman‘, findet Gefallen am Swamp-Blues und schrĂ€gen Folk-Moritaten und schichtet alles auf- und durcheinander wie zu besten ‚Easter Everywhere‘-Zeiten.“ Und doch ist das zehnte Album des Hamburger Trios mehr als Reminiszenzen an andere KĂŒnstler, wie im Falle des vorangegangen Pressetextausschnittes. Die Sterne sind schlichtweg einzigartig. Und das zeigen sie auch noch – oder erst recht – mit Album Nummer zehn.

„Wie lange muss das Leben warten? Worauf soll man es verschieben? Wenn man es nur aus der Ferne kennt, wie soll man es dann leben?“, fragt Spilker im Opener „Wo Soll Ich Hingehen?“. Ein weiteres Highlight ist das grandios betitelte „Menschenverachtendverliebt“. Wie so oft ist auch hier ein Backgroundchor zu hören, bestehend aus jungen Hamburger Bands wie Zucker, Der BĂŒrgermeister Der Nacht und Schnipo Schranke. Generationen-VerstĂ€ndigung hat nie schöner geklungen. „Ihr Wollt Mich Töten“, ein Duett mit Alexander Hacke, Bassist der EinstĂŒrzenden Neubauten, erinnert an eine bittere Ballade aus Zeiten des Wilden Westens. Den „Innenstadt Illusionen“ erliegen die Sterne in einer Art sechsminĂŒtigem Mantra, ĂŒber dem eintönige Phrasen ĂŒber die Folgen von Gentrifizierung rezitiert werden: „Bezahlbare Wohnung in den gĂ€ngigen Vierteln gesucht. Nach der Renovierung werden die Preise kaum merklich steigen.“ Das zehnte Album der Sterne ist Vielfalt in jeglicher Hinsicht, angefangen bei der SonglĂ€nge (das kĂŒrzeste StĂŒck hat eine Spieldauer von 1:46 Minuten, das lĂ€ngste wie bereits erwĂ€hnt knapp sechs Minuten) ĂŒber die besungenen Themen bis hin zur Instrumentierung. „Hier kommt das Ende, wir haben alles versucht. Hier kommt die Wende, hier kommt die Flucht in die Flucht.“

Vor wenigen Tagen waren die Sterne bei uns zu Gast im Studio und haben zwei Songs aus ihrem neuen Album gespielt. Diese könnt Ihr hier nochmals anhören.

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Label: Staatsakt | Kaufen

Album der Woche: Niels Frevert – „Paradies Der GefĂ€lschten Dinge“

25.08.2014 von  

Niels Frevert - Paradies Der GefĂ€lschten DingeVÖ: 22. August 2014
Web: nielsfrevert.net
Label: Grönland

Niels Frevert ist einer dieser Musiker, denen man endlos zuhören könnte. Sobald der letzte Song der Platte verklungen ist, zuckt die Hand automatisch zum Play-Button und erneut taucht man in den schillernden Klangkosmos ein. Die Stimme des Hamburgers zieht sofort in ihren Bann, es ist die perfekte Mischung aus rauen und zarten Nuancen. Obgleich der Zuschreibung „lĂ€ssig“ durch exzessiven Gebrauch inzwischen ein fader Beigeschmack innewohnt, passt sie zu Niels Frevert wie die Faust aufs Auge.

Als kreativer Kopf und SĂ€nger der 1991 gegrĂŒndeten Hamburger Band Nationalgalerie macht Niels Frevert erstmals auf sich aufmerksam. FĂŒnf Jahre und vier Alben spĂ€ter löst sich die Gruppe auf und Frevert startet seine Solokarriere mit dem 1997 erscheinenden, selbstbetitelten DebĂŒtalbum. „Paradies Der GefĂ€lschten Dinge“ ist sein inzwischen fĂŒnftes Album und im Vergleich zum VorgĂ€nger „Zettel Auf Dem Boden“ von 2011 hat sich einiges geĂ€ndert. So wechselt der Musiker zu Grönland Records, dem Label von Herbert Grönemeyer. Als Produzent wird Olsen Involtini angeheuert, dem sich in der Vergangenheit auch schon KĂŒnstler wie Peter Fox, Miss Platnum oder Casper anvertrauten. Wie das klingt? Orchestraler Pop ist wohl die beste Bezeichnung fĂŒr das, was Frevert und Involtini da im Studio erschaffen. Ruhige, zurĂŒckgenommene Klavierparts, opulente Streicherarrangements, detaillierte BlĂ€ser und erdige Akustikgitarren sind die Quintessenz des Albums: „Gehobener Mainstream“, wie Niels Frevert selbst seinen Sound klassifiziert.

Was die Songtexte angeht, ist Niels Frevert ein regelrechter GeschichtenerzĂ€hler: Er selektiert kleine Begebenheiten aus dem Leben, gibt sie wieder in seiner nĂŒchtern-puristischen ErzĂ€hlweise und verleiht ihnen dadurch zum Teil einen paradox-fantastischen Anstrich. So schwebt z. B. ein Ufo ĂŒber dem Kirchentag in Hamburg. In „Schwör“ versichert der SĂ€nger einem Freund in der Psychiatrie, dass dieser lebend herauskommt. Und die trockene Antwort auf einen Heiratsantrag kommt mit: „Das Mit Dem GlĂŒcklichsein Ist Relativ“. Der 46-jĂ€hrige SĂ€nger verpackt ernste Themen in wunderschöne Instrumentierungen. Die Jazz-Ballade „Die Abbiegung“ ist das Trennungs-Manifest eines verletzten Mannes, ein Liebeslied in Zeiten der Krise: „Ich werd immer auf deiner Seite sein. Egal was war, egal was kommt. Aber als dein Feind werd ich dir nich’ mehr zur VerfĂŒgung stehn, weil ich nich’ mehr kann, weil ich nich’ mehr will.“ Die wohl schönste Bridge des Albums hĂ€lt das Bossa-Nova-StĂŒck „Morgen Ist Egal“ parat: „Ich hab so lang auf dich gewartet. Ich war traurig ohne Grund, auf den ich sinken konnt’. Ohne dich is’ mir einsam und kalt. Und morgen is’ egal.“ Morgen ist egal – Niels Frevert macht großartige Musik fĂŒr den Moment, ĂŒber die verrĂŒckten, traurigen, glĂŒcklichen und absurden Geschichten, die so nur das Leben schreiben kann.

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Niels Frevert“ und seiner/ihrer vollstĂ€ndigen Postanschrift an radio@byte.fm.

Label: Grönland | Kaufen

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