Album der Woche: Caribou – „Our Love“

29.09.2014 von  

Caribou - Our LoveVÖ: 3. Oktober 2014
Web: caribou.fm
Label: City Slang
Kaufen: artistxite-Shop

„Es geht mir diesmal nicht um einen Sound oder ein Genre. Ich möchte mit meiner Musik nach vorne schauen können. All die Musiker, die ich verehre, reprĂ€sentieren diesen Ansatz: Miles Davis, John Coltrane, Can, die Zombies.“

Nichts ist so prĂ€gend wie die Erfahrung, ein Kind zu bekommen. Als Vater einer kleinen Tochter hat sich im Leben von Dan Snaith einiges geĂ€ndert. Sein neues Album Our Love klingt reifer, ĂŒberlegter und tiefer als die VorgĂ€nger. Snaith ist erwachsen geworden.

Vor rund zehn Jahren kommt das Album The Milk Of Human Kindness in die PlattenlĂ€den. Damit wird der Kanadier mit dem Pseudonym Caribou erstmals einer breiteren Hörerschicht bekannt. Als Manitoba veröffentlicht er schon zuvor einige Platten; die meisten werden in seiner erfolgreichen spĂ€teren Phase wiederveröffentlicht. 2012 kommt das bisher letzte Album von Snaith heraus, damals unter dem KĂŒnstlernamen Daphni. Mit diesem Album vollzieht sich auch eine stilistische Wandlung: „Wir werden inzwischen mehr fĂŒr Dance-Music-Festivals gebucht und spielen in Dance-Clubs. Das ist fĂŒr mich immer noch eine aufregende Entwicklung.“

Allein das kunstvolle Cover von Our Love, dem vierten Album von Caribou, spricht BĂ€nde. Ähnlich dem abstrakten, bunt gefĂ€rbten Pflanzenmeer findet Caribou in seiner Musik gekonnt die perfekte Mischung aus Minimalismus und Opulenz, nostalgischen KlĂ€ngen und futuristischen Rhythmen, Wehmut und GlĂŒckseligkeit. Sinnliche Tanzmusik-Nummern wie der Titeltrack oder All I Ever Need sind wie gemacht fĂŒr die kĂ€lter werdenden, herbstlichen NĂ€chte. Liebe ist wie zu erwarten eines der bestimmenden Themen. Der Opener Can’t Do Without You ist ein pulsierendes Mantra, das mit organischen Drums und kontinuierlichem Crescendo einen markanten Startpunkt setzt.

UnterstĂŒtzung bekommt Caribou von seinen kanadischen Kollegen Jessy Lanza und Owen Pallett. Second Chance lebt vom gehauchten Gesang der jungen SĂ€ngerin, deren letztjĂ€hriges DebĂŒt ein jubelndes Echo fand. Owen Pallett steht Caribou mit Rat und Tat zur Seite, gibt Feedback und VerbesserungsvorschlĂ€ge. Außerdem arrangiert er die Streicherparts von vier Songs, darunter dem metallisch-kaltem Silver: Ein verzerrter, prall klingender Beat steht im Gegensatz zu Caribous hoher, hallreicher Stimme.

Our Love ist ein Album, das sowohl zum Tanzen als auch zum TrÀumen einlÀdt. So etwas findet man leider viel zu selten. Grund genug, um Our Love einen Ehrenplatz im Plattenregal zu reservieren.

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Caribou“ und seiner/ihrer vollstĂ€ndigen Postanschrift an radio@byte.fm.

PrĂ€sentiert von ByteFM kommt Caribou fĂŒr sechs Konzerte nach Deutschland:

10.10.14 – Köln – E-Werk
11.10.14 – Hamburg – Grosse Freiheit 36
14.10.14 – Berlin – Berghain
15.10.14 – Leipzig – Conne Island
19.10.14 – MĂŒnchen – Muffathalle
12.03.15 – Berlin – Columbiahalle

Neue Platten: Martin Carr – „The Breaks“

Cover des Albums The Breaks von Martin CarrMartin Carr – „The Breaks“ (Tapete)

6,4

Eigentlich wird dieses Album ein halbes Jahr zu spĂ€t veröffentlicht. Martin Carrs „The Breaks“ lĂ€dt nĂ€mlich zum Radfahren ein. Nicht zum Im-grauen-Herbst-mit-ersten-MĂŒtzenversuchen-und-Triefnase-hochgezogenen-Schultern-und-Grummelfalte-Radfahren, sondern zum Arme-breit-ausbreiten-und-den-Sonnenstrahlen-entgegenblinzeln-mit-die-Straße-gehört-mir-AttitĂŒde-und-leicht-eierndem-Vorderrad-Radfahren.

Klingt pathetisch. Klingt nach unbeschwerter Laune. Klingt teilweise zum Erbrechen flatterhaft. Klingt nach Martin Carr.

Der Brite hat nach lĂ€ngerer Labelsuche sein neues Album auf Tapete Records veröffentlicht und schĂ€mt sich nicht, seinen leicht verdaulichen, leichtfĂŒĂŸigen und leicht beschwingenden Pop in die Welt hinauszutragen. Wobei der Sound in bizarrer Weise den Inhalten widerspricht. Die Songs haben durchaus schwere Themen. Stellen den Sinn des Daseins infrage („Mainstream“) oder beteuern die ewige Liebe („I Don’t Think I’ll Make It“).

Doch Carr klingt dabei alles andere als melancholisch. Eher klingt er wie der ewige Optimist. Wie einer, der den Problemchen der Welt auf dem Sattel seines Rades davonfĂ€hrt. Immer den Blick nach vorne. Immer ein LĂ€cheln auf den Lippen. Das wird durch den steten Einsatz von Chor- und Orchestereinlagen beinahe grotesk unterstrichen. Auch die PrĂ€senz des E-Pianos, ob mit Orgelton oder mit Melodica-Anmut, und die wirklich immer und immer vordergrĂŒndige Akustikgitarre lassen die Songs von Martin Carr leicht ĂŒberspitzt erscheinen. Beinahe lĂ€sst sich vermuten, dass er mit der Übertreibung spielt, sie als Kontrast nutzt, den Pathos zur Entlarvung der Fröhlichkeit verwendet.

Und doch fehlt es an der Konsequenz. Kleine Aufnahmefehler wie verpasste ChoreinsĂ€tze oder schiefe Töne („St Peter In Chains“) verweisen genauso auf die Ernsthaftigkeit der pathetischen Stilmittel wie die Gitarre, die nur allzu oft und manchmal ein bisschen nervend als Dialogpartner zur Carrs Gesang fungieren muss. Das passt strukturell durchaus zusammen, fĂŒhrt aber dazu, dass die teils schweren Texte unwirklich wirken. Beinahe so, als wĂŒrde Carr mit Fahrradhelm bei rot ĂŒber die Ampel fahren – der Versuch von lingualer Rebellion unter dem Mantel der tonalen Sicherheit.

Letztlich funktioniert „The Breaks“ als Gesamtwerk wunderbar, es ist ein Album fĂŒr gute Momente, erinnert bruchstĂŒckhaft an Belle And Sebastian oder Stephen Malkmus ohne wahnwitzige Einlagen, lĂ€sst die Welt Welt sein und kann belanglose Momente zu dauerhaften Erinnerungen werden lassen.

Album der Woche: Aphex Twin – „Syro“

22.09.2014 von  

Aphex Twin - SyroVÖ: 19. September 2014
Web: Aphex Twin bei Facebook
Label: Warp
Kaufen: artistxite-Shop

Richard D. James alias Aphex Twin ist zweifellos das Enfant terrible der elektronischen Musikszene. Er provoziert und fasziniert seine AnhĂ€nger und zelebriert seine Auftritte wie kein Zweiter. Man weiß: Im Universum von Richard James herrschen eigene Regeln. Nicht zuletzt deshalb gilt der Ire als innovativster und einflussreichster Elektro-KĂŒnstler der letzten beiden Jahrzehnte.

„I‘m just some irritating, lying, ginger kid from Cornwall who should have been locked up in some youth detention centre. I just managed to escape and blag it into music”, gibt sich der KĂŒnstler gewohnt selbstironisch in einem Interview mit dem Guardian. Aphex Twin meidet den Kontakt mit der Presse und der Öffentlichkeit. Zahlreiche Mythen und GerĂŒchte ranken sich als Folge um den introvertierten Musiker. Mit darunter sind bizarre Geschichten von einem DJ-Gig, bei dem Sandpapier als TontrĂ€ger fungierte; einem funktionstĂŒchtigen Panzer als Garten-Vehikel und einem nie realisierten Remix fĂŒr Madonna, bei dem die SĂ€ngerin diverse TiergerĂ€usche imitieren sollte. So groß die Anzahl der Mythen – so groß die Anzahl an Pseudonymen, unter welchen Richard James ĂŒber die Jahre seine Meisterwerke veröffentlicht: Polygon Window, Caustic Window, Blue Calx, AFX, GAK, The Tuss. Sein Spiel mit IdentitĂ€ten und Geheimnissen hat er offenbar nicht verloren: Im August 2014 schwebt ein grĂŒner Zeppelin ĂŒber London mit dem unverwechselbaren Aphex Twin-Logo, kurz darauf werden Graffitis in New York City mit demselben Zeichen entdeckt. Fans und Musikredakteure auf der ganzen Welt schnappen nach Luft: Darf man rund 13 Jahren nach dem letzten Studioalbum Drukqs auf ein völlig neues Werk hoffen?

Mit Syro, der sechsten Platte von Aphex Twin, haben sich diese Hoffnungen nun bewahrheitet, von denen Anfang des Jahres wohl noch keiner zu trĂ€umen gewagt hĂ€tte. Der exzentrische SoundkĂŒnstler hat mit Syro ein Album realisiert, das mehr denn je zu seinen Wurzeln zurĂŒckkehrt und ‚typisch‘ nach Aphex Twin klingt, wenn man dieses Wort in diesem Kontext ĂŒberhaupt gebrauchen darf.
Im Universum von Richard James herrschen eigene Regeln: JĂ€he Rhythmuswechsel, schepperndes Bassrauschen, hektisch-flirrende Synthies, ĂŒberraschende MelodiefĂŒhrungen, schmutzige Drum’n’Bass-Beats. Dazu jagt James seine Ideen durch 138 Gadgets wie Drummachines, Synthesizer, Samplers und Vocoders. Im Artwork der Platte werden diese beachtenswert visualisiert. Um den Effekt der Abstraktion zu verstĂ€rken gibt Aphex Twin den zwölf StĂŒcken kryptisch-unaussprechliche Namen wie 4 bit 9d api+e+6 [126.26] oder CIRCLONT14 [152.97][shrymoming mix]. Dass die Platte ausgerechnet mit einer romantischen Klavier-EtĂŒde inklusive Vogelgezwitscher endet, kommt nicht von ungefĂ€hr: Dieser Gegensatz macht die verwirrende Traumwelt von Syro in einer unergrĂŒndlichen Art und Weise ‚rund‘ und offenbart das unermesslich vielfĂ€ltige Talent von Aphex Twin. Man weiß: Im Universum von Richard James herrschen eigene Regeln. Mit Syro wird klar, dass man es anders ausdrĂŒcken muss: Im Universum von Richard James herrschen keine Regeln mehr.

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Aphex Twin“ und seiner/ihrer vollstĂ€ndigen Postanschrift an radio@byte.fm.

Neue Platten: Allah-Las – „Worship The Sun“

Cover des Albums Worship The Sun von Allah-LasAllah-Las – „Worship The Sun“ (Innovative Leisure)

6,4

Kalifornien, du ewige Sehnsuchtsfabrik. Mit der 2008 gegrĂŒndeten Band Allah-Las hat der WestkĂŒstenstaat zuverlĂ€ssige neue Arbeiter gefunden. Dass ihr neues Album „Worship The Sun“ heißt, fĂŒgt sich perfekt ein in das Kalifornien-Narrativ, das neben dem Freiheitsversprechen immer auch etwas Hippiesk-Esoterisches enthielt.

Im Gegensatz zum wilderen, da live eingespielten DebĂŒtalbum ist „Worship The Sun“ ein richtiges Studioalbum geworden, das jedoch weiterhin am gewohnten Sound anknĂŒpft. Fast alle 14 Songs dauern nicht lĂ€nger als drei Minuten und klingen so, als seien sie in den 70er-Jahren aufgenommen worden: Metallische Drums, schrammelnde Gitarren und ein Gesang mit viel Hall und allgegenwĂ€rtigen Hintergrund-Ohhs, die ĂŒber allem schweben. Dass SĂ€nger Miles Michaud sich streng am gewollt gleichgĂŒltigen Gesangsstil eines Mick Jagger orientiert, dessen Stimme stets eine Distanz zu den Songs aufrechterhielt, als wĂŒrde er dem Gesungenen selbst nicht ganz trauen, fĂŒhrt zu einem starken DĂ©jĂ -entendu-Effekt.

Mit ihrer Mischung aus Garage- und Surfrock und einer vergilbten Instagram-Patina des 21. Jahrhunderts passt die Band aus Los Angeles sehr gut zum benachbarten Hollywood, dem Zentrum fĂŒr Kunst mit eskapistischem Auftrag.

Denn jeder Song öffnet ein Tor in eine Vergangenheit, die man nie hatte, in der jedoch alles aufregender, neuer, intensiver gewesen zu sein scheint. Und in der nicht nur stĂ€ndig die Sonne scheint, sondern jeder Tag neue Abenteuer verspricht, wie als Teenager, als jeder Moment noch einzigartig war. Dass dies alles nie wirklich so war, ist völlig egal. Denn mit ihrer Musik schaffen es die Allah-Las, das zu erzeugen, was selbst die grĂ¶ĂŸten Skeptiker fĂŒr einen kurzen Moment ĂŒberzeugen könnte: die glĂŒckselige Illusion einer perfekten Welt.

Allah-Las live, prÀsentiert von ByteFM:

13.10.14 Köln – Underground
14.10.14 Hamburg – Mojo Club
15.10.14 Berlin – C-Club
17.10.14 MĂŒnchen – The Atomic CafĂ©
18.10.14 Wiesbaden – Schlachthof

Label: Innovative Leisure | Kaufen

Album der Woche: Jens Friebe – „Nackte Angst Zieh Dich An Wir Gehen Aus“

15.09.2014 von  

Jens Friebe - Nackte Angst Zieh Dich An Wir Gehen AusVÖ: 19. September 2014
Web: jens-friebe.de
Label: Staatsakt

Man lasse sich nur mal den Titel auf der Zunge zergehen. Nackte Angst Zieh Dich An Wir Gehen Aus – eine Aufforderung? Ein Befehl? Eine Frage? Zweifellos ist das der originellste Albumtitel von Jens Friebe seit Das Mit Dem Auto Ist Egal, Hauptsache Dir Ist Nichts Passiert. Seit nunmehr zehn Jahren und vier veröffentlichten LPs serviert der Wahlberliner nun schon einen Mix aus Punk, Chanson, Elektro-Indie und Neuer Deutschen Welle. DafĂŒr verlĂ€sst Friebe erstmalig sein Stammlabel und wechselt zu Staatsakt. In einem offiziellen Statement schreibt er dazu: „Der Ort, wenn man so möchte, ist das Label ‚Staatsakt‘, worĂŒber ich mich schrecklich freue, auch wenn ich gleichzeitig etwas traurig bin, ZickZack und Alfred Hilsberg zu verlassen, dem ich fĂŒr viele Jahre vorzĂŒgliche Zusammenarbeit und weiterhin anhaltende Freundschaft danken möchte.“ Ebenjener entdeckte Friebe 2003 bei einem Live-Auftritt in Hamburg und nahm ihn unter Vertrag. Trotz Labelwechsel begegnet man aber auch alten Bekannten. Seine langjĂ€hrigen Kollegen Chris Imler und der Produzent Berend Intelmann unterstĂŒtzen Friebe nach wie vor beim Entstehungsprozess der neuen musikalischen Kreationen.

Nackte Angst Zieh Dich An Wir Gehen Aus ist sein „bisher ruhigstes, gleichzeitig unruhigstes, vor allem aber beunruhigendstes Album“, so der Label-Begleittext. In der Tat beginnt dieses ziemlich dĂŒster und extrem zynisch: „Und das Spiel heißt Hölle oder Hölle. Machst du mit, machst du mit? Die einen treten auf der Stelle, die anderen sind die Stelle, auf der man tritt.“ Schon nach dem ersten Durchlauf des Albums wird klar, dass jeder der elf Songs auf dem Album unverwechselbar ist und andere Instrumente, Texte und Stimmungen aufgreift. Zwei Songs sind gar vollstĂ€ndig in englischer Sprache verfasst. Die sprachliche Ebene ist im Friebe’schen Klangkosmos ohnehin von enormer Bedeutung. Auch außerhalb seiner Musik beschĂ€ftigt sich Friebe mit unterschiedlichen Formen von Literatur. 2007 veröffentlicht er das Buch 52 Wochenenden. Texte zum Durchmachen, das seine gesammelten BlogeintrĂ€ge enthĂ€lt.

„Und alle, die gestorben waren, sind da. Und bleiche Engel streichen dir durchs Haar. Und alle wilden Tiere werden brav – im Schlaf.“ In dieser Manier gibt sich das grotesk-verstörende Schlaflied einer seltsam-anmutigen Lethargie hin. Friebes Vision einer dramatischen Apokalypse in Warum ZĂ€hlen Die RĂŒckwĂ€rts Mammi ist nicht minder irritierend. Ein tanzbarer Beat und Flipper-Synthies vertonen die Weltkatastrophe, an der die Menschen mit „endzeitesken Bondage-Sachen“ umherlaufen und „Sachen aus Schrott“ bauen. Pathetische Streicher geben Songs wie Zahlen Zusammen Gehen Getrennt oder dem Titeltrack eine filmmusikalische OriginalitĂ€t. Der Titel des Akkordeon-Chanson-Traums What Death Will Be Like ist eigentlich irrefĂŒhrend, da Jens Friebe insgesamt 34 poetische Beschreibungen aufzĂ€hlt, wie der Tod eben nicht sein wird. Es braucht mehrere AnlĂ€ufe, bis die GenialitĂ€t hinter dem fĂŒnften Album von Jens Friebe ersichtlich wird. Dann die Erkenntnis: Nackte Angst Zieh Dich An Wir Gehen Aus ist ein eindringliches und vielschichtiges Werk. Ein Werk, dem das Herzblut seines KĂŒnstlers regelrecht eingebrannt ist.

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Jens Friebe“ und seiner/ihrer vollstĂ€ndigen Postanschrift an radio@byte.fm.

Jens Friebe geht im Herbst auf Tour, prÀsentiert von ByteFM:

18.09.2014 – Hamburg – Reeperbahn Festival
07.10.2014 – Hannover – Lux
08.10.2014 – Köln – Studio 672
09.10.2014 – Weinheim – CafĂ© Central
10.10.2014 – MĂŒnchen – Milla
12.10.2014 – Regensburg – Alte MĂ€lzerei
13.10.2014 – Wien (A) – Stadtsaal
14.10.2014 – Dresden – Ost-Pol
16.10.2014 – Berlin – Bi Nuu

Label: Staatsakt | Kaufen

Neue Platten: Mutter – „Text Und Musik“

Cover des Albums Text Und Musik von MutterMutter – „Text Und Musik“ (Clouds Hill)

6,1

Die Renaissance von deutschsprachigen Indiebands innerhalb der deutschen Popmusiklandschaft ebbt nicht ab. Dass ihre Namen oft aus nur einem Wort bestehen, steht fĂŒr eine Ästhetik, die viele dieser Bands kultivieren: eine Reduktion auf das Wesentliche.

Im Fall der Berliner Band Mutter, die mit ihrem fast 30-jĂ€hrigen Bestehen zu den Vorreitern der Einwort-Combos gehört, steckt die Reduktion in der traditionellen Rock-Instrumentierung mit dem Schwerpunkt auf der Gitarre als Melodiegeber und dem Gesang, der die Musik dominiert. Das ist auch auf ihrem neuen Album „Text Und Musik“ nicht anders. Fast alle Texte handeln von der Politik des Alltags, Personalpronomen sind allgegenwĂ€rtig und fast immer geht es um Selbstreflexion. Der Song „Ich Will Nichts Mehr Als Das“ ist nicht nur ein Aufruf zu mehr Selbstbestimmung, sondern auch ein Protest gegen Selbstgeißelung und SelbstbeschrĂ€nkung. „Ich seh’ auf dich herab und stelle fest, das bin ja ich“, singt Max MĂŒller und bleibt auch sonst dem Mutter-typischen Ideal eines dokumentarischen und klaren Sprachstils verpflichtet.

„Was spricht schon dagegen, zu lassen, was ist“, heißt es in „FrĂŒher Oder SpĂ€ter“, womöglich ein Song ĂŒber die flĂŒchtige VergĂ€nglichkeit unserer Gegenwart. Doch so treffend der Satz auch ist, so unausweichlich lĂ€dt er zu Kritik ein. Denn was dagegen spricht, ist vor allem die Konsequenz, die aus der fehlenden Lust an neuen Ideen resultiert, fĂŒhrt doch das immer gleiche zu TrĂ€gheitszustĂ€nden. So spiegelt sich der latente Kulturpessimismus, der den neun Songs anhaftet, auch musikalisch wieder.

Akkordprogressionen sind rar, die Strophe-Refrain-Strophe-Struktur wird nie aufgebrochen und die tonale Spannbreite des SĂ€ngers bewegt sich maximal zwischen sprechhaften Gesang und domestizierten Fast-Shoutings. Doch man sollte eine Band wie Mutter womöglich nicht an mangelnder Innovation messen und ihr stattdessen dankbar sein fĂŒr ihre KontinuitĂ€t. Denn mit ihrem Anspruch an verstĂ€ndliche Gesellschaftskritik halten sie immer noch an dem fest, was vielen anderen Bands heute fehlt: Haltung.

Neue Platten: „Low Fidelity“

10.09.2014 von  

Cover der Compilation Low FidelityLow Fidelity (Staatsakt)

4,7

„Von den Machern des Kapitalismus empfohlen“ und dabei auch noch streetcredibel. Diesen Spagat beherrscht das Berliner Label Staatsakt seit jeher. Schon damals war die GrĂŒndung 2003 ein antizyklischer Coup inmitten der kriselnden Musikwirtschaft. Heute ist das Label eine zentrale Schnittstelle fĂŒr angegrauten Diskurspop und politisierten Electrotrash. Auch mit der neuen Compilation „Low Fidelity“ mit unveröffentlichten Songs von Tocotronic, Heinz Strunk oder Die Sterne beweist das Label, dass eine schlauere Welt in einer dĂŒmmeren möglich ist. Und dass man Newsletter, diese nach Aufmerksamkeit lechzenden, buchstabengewordenen Marktschreier, wunderbar mit Gesellschaftskritik koppeln kann. So steht in einem Newsletter kurz nach der Europawahl: „Wenn wirklich jede(r) 10. DeutschlĂ€nderIn bei den Europawahlen rechts gewĂ€hlt hat, dann ist das natĂŒrlich ein sicheres Zeichen dafĂŒr, das Kollegah (Streetcred-Bitchinger#01) oder Alligatoah (Fun, Fun, Ringelpiezmitanfassen-Fun) von unten einfach nicht das bringen, was zu unseren Zeiten BAP, Slime oder die Goldenen Zitronen brachten.“ Autor dieser Zeilen ist Gereon Klug, der hauseigene Newsletter-Schreiber des befreundeten Hamburger Ladens „Hanseplatte“, der sonst auch fĂŒr Deichkind („Leider Geil“) textet oder als Tourmanager von Rocko Schamoni und Studio Braun arbeitet. Der Sampler erscheint parallel zu Klugs gleichnamigem Buch („Low Fidelity. Hans E. Plattes Briefe gegen den Mainstream“), eine 240-seitige Zusammenstellung der Newsletter aus den letzten Jahren.

Botschaften zwischen Kulturkritik, Zynismus und verzweifeltem Kapitalismusbashing, dafĂŒr stehen seit jeher auch die Texte der meisten Bands auf Staatsakt, ob dadaistisch wie bei Bonaparte oder intellektuell verschmitzt wie bei Die TĂŒren. WĂ€hrend die Newsletter ihre Kraft durch ihre unmittelbare Worthaftigkeit erhalten, hat man nach den 19 Songs den Eindruck, dass sich der dort versammelte Diskurspop irgendwann auch mal ausdiskurst hat. Denn im Gegensatz zum großartigen Eröffnungstrack „Was fĂŒhlst Du“ von Adolf Noise, der zwischen Dada und unverkrampfter Direktheit pendelt, ist die allgegenwĂ€rtige gebrochene Ironie schnell ermĂŒdend. „Digger, was fĂŒhlst du, bist du nice angegeilt?“, singt Noise etwa mit Vocoder und liefert die Antwort gleich mit: „Du bist mein geiler Digger, bist du. Heute Abend wird gesoffen.“

In den anderen Songs klingt die vermutlich politisch gemeinte Ironie nicht wie Gesellschaftskritik, sondern nach einer verzweifelten Kapitulation vor der Gegenwart des „Realistischen Kapitalismus“ (Mark Fisher), in dem ernst gemeinte Utopien nicht mehr möglich sind. „Wir bewundern ihre stillen Bahnen und trinken dabei Gin und freuen uns, dass wir keine Fische sind“, singen Almut Klotz und Reverend Dabeler in „Rendevouz“ – eine Art Entschleunigungs-Hymne, die sehr nach den 90er-Jahren schmeckt. Auch der oft gewollte Trash-Faktor auf den Songs von Frau Kraushaar, Erokubin oder Kameruntruncs sind in ihrer Nostalgie lĂ€hmend. Wie wĂ€re es denn mal mit einem richtig guten, treibenden Beat? Aber das ist ja Geschmackssache. Denn trotz allem ist Staatsakt immer noch ein wichtiges Korrektiv innerhalb der deutschen Popmusiklandschaft. „Von den Machern des Kapitalismus empfohlen“ und dabei auch noch streetcredibel. Zumindest fĂŒr eine intellektuelle Mittelklasse in der Midlifecrisis.

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Album der Woche: My Brightest Diamond – „This Is My Hand“

08.09.2014 von  

My Brightest Diamond - This Is My HandVÖ: 12. September 2014
Web: mybrightestdiamond.com
Label: Asthmatic Kitty

Seit 2006 existiert My Brightest Diamond, das Soloprojekt von Shara Worden. Davor war das 40-jĂ€hrige Multitalent schon tĂ€tig als BackgroundsĂ€ngerin fĂŒr Sufjan Stevens und FrontsĂ€ngerin von AwRY. Mit My Brightest Diamond realisiert Worden ihre eigenen Vorstellungen von avantgardistischem ‚Kammerrock‘, die Verbindung von klassischen, orchestralen Instrumenten mit elektronischen und zeitgenössischen EinflĂŒssen. Die musische Veranlagung wird ihr dank musikalischer Eltern regelrecht in die Wiege gelegt. SpĂ€ter macht sie sich dieses Talent zunutze und studiert Operngesang und Komposition. „This Is My Hand“ veröffentlicht die Musikerin mit dem markanten Undercut-Haarschnitt wie auch schon die drei VorgĂ€ngeralben bei Asthmatic Kitty Records, gegrĂŒndet von ihrem Freund und Kollegen Sufjan Stevens. Berlin, New York, Los Angeles und ihre derzeitige Heimatstadt Detroit: Das Werk spiegelt die Vielfalt der unterschiedlichen Aufnahmeorte wider. Produziert wird das Album von ihrem Keyboarder Zac Rae und ihr selbst.

„The genesis of the new album was looking at the changes that have happened in music over my career, and trying to reevaluate what it meant to me in the first place: ‘what is the value of music’ is essentially the question.“ Dieser durchaus essenziellen Frage nĂ€hert sich Worden – im Vergleich zu den VorgĂ€ngeralben – mit mehr RockeinflĂŒssen. Und scheppernden Marsch-Rythmen, wie die erste Single „Pressure“ verdeutlicht. Der anfĂ€ngliche Trommelwirbel beschwört Erinnerungen an den Besuch eines Zirkus oder Cabaret-Theater und setzt einen ausgefallenen Startpunkt. Energische, fesselnde und rhythmische Zwischenspiele machen aus dem Song eine regelrechte Achterbahnfahrt. Sei es nun das an Portishead erinnernde Trip-Hop StĂŒck „So Easy“ oder das mit schweren BlĂ€sern durchzogene „This Is My Hand“; die Funk-Rock-Nummer „Love Killer“ oder das tranceartige „Resonance“: Das vierte Album von My Brightest Diamond fĂŒhrt Wordens genaue Analyse und Auseinandersetzung mit Musik und deren Zukunft auf neue, unerforschte Pfade – und vielleicht ist es genau das, was den Wert von Musik auszeichnet.

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „My Brightest Diamond“ und seiner/ihrer vollstĂ€ndigen Postanschrift an radio@byte.fm.

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Neue Platten: The Bug – „Angels & Devils“

Cover des Albums Angels & Devils von The BugThe Bug – „Angels & Devils“ (Ninja Tune)

8,8

Konzerte von The Bug sind lebensverĂ€ndernd. Ein Gewitter aus Noise, Beats und SubbĂ€ssen, die sich wie Peitschen in den Gehörgang schneiden, den eigenen Körper durchdringen und ihn ganz langsam umprogrammieren. Die akustische ÜberwĂ€ltigung als Erinnerung daran, dass der Mensch nichts anderes ist als ein lebendiger Resonanzkörper.

Das 2008 erschienene Album „London Zoo“ war eines der intensivsten, lautesten Alben der Nullerjahre und die perfekte akustische Reflektion einer zunehmend von Paranoia, ReizĂŒberflutung und Angst geprĂ€gten Gesellschaft.

Das neue Album „Angels & Devils“ zeigt, dass Kevin Martin auch nach seinem Umzug von London nach Berlin von seiner GrundprĂ€misse nicht abgewichen ist: dass Musik nicht nur ein Klang-, sondern vor allem ein Körpererlebnis sein muss. Doch im Gegensatz zu „London Zoo“ enthalten die Tracks wesentlich mehr Raum fĂŒr traumwandlerische Melodien, verletzlichen Gesang und melancholische Klanglandschaften – und sind dabei aber stets gebrochen vom bedrohlichen Grundrauschen, von dem The Bugs Musik seit jeher beherrscht wird. Nie klang weißes Rauschen schöner als auf „Ascension“, selten klingt Leere so voll wie in „Void“, auf dem sich die verhallte Stimme der Grouper-SĂ€ngerin Liz Harris wie Balsam um einen dubsteppigen Beat legt.

Mit „Save Me“ gelingt dem Briten eine von sĂ€mtlichem Ballast befreite Dub-Hymne, auf der ĂŒberdimensionale HallrĂ€ume auf den psychedelischen Gesang des kalifornischen Exzentrikers Gonjasufi treffen – perfekt fĂŒr enge U-Bahnen oder dichten Autoverkehr. Dass unmittelbar nachfolgende „The One“, ein zwischen LĂ€rm und Breakbeat pendelnder Track, auf dem Killa P und Flowdan testosterongeschwĂ€ngerte Wortsalven in die Luft schießen, ist einer dieser schönen Kontraste, die sich durch das ganze Werk ziehen. Der Track „Fuck You“ mit Warrior Queen, die das Wort mit beherzter Verve „phoak ju!“ intoniert, kommt dem musikgewordenen Actionpainting der frĂŒheren Alben von The Bug wohl am nĂ€chsten.

Ob ohrenbetĂ€ubend oder schmeichelnd, ob wĂŒtend oder erschöpft, ĂŒber allem schwebt aber stets der Geist des Dub, der fĂŒr Martin seit jeher mehr ist als nur ein Musikstil: „Dub geht weit ĂŒber Musik hinaus, es ist eine Sicht auf die Welt, ein Äquivalent zu William S. Burroughs’ Cut-Ups und Jean-Luc Godards Zelluloid-Filmen.“ Dub, so Martin, zeigt auf, wie fragmentiert, chaotisch und kaputt unsere moderne Existenz ist. Nichts anderes leistet „Angels & Devils“, nur mit mehr Lametta.

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Album der Woche: Die Sterne – „Flucht In Die Flucht“

01.09.2014 von  

Die Sterne - Flucht In Die FluchtVÖ: 29. August 2014
Web: diesterne.de
Label: Staatsakt

Welche Beschreibungen könnten dieser Band nur gerecht werden? Sie ist legendĂ€r ohne eingebildet zu wirken, innovativ ohne die eigenen UrsprĂŒnge zu vergessen und bestĂ€ndig ohne monoton zu sein. Die Sterne wirbeln seit 1992 auf den nationalen und internationalen BĂŒhnen umher, prĂ€gen maßgeblich den Begriff der Hamburger Schule und veröffentlichten jĂŒngst ihr zehntes Album. Und fĂŒr dieses JubilĂ€um kehrt das Trio wieder zurĂŒck zu einem gitarrenbetonten Sound, nachdem es beim 2010er Werk „24/7″ den Schwerpunkt auf Diskorhythmen und Synthies legte.

Produziert wurde „Flucht In Die Flucht“ von Olaf Opal, aufgenommen wurde in Bremen und Hamburg. Wer den Werdegang der Sterne kontinuierlich mitverfolgt, dĂŒrfte wissen, dass die Band auch ab und zu mit Keyboardern – Frank Will und Richard von der Schulenburg – als Quartett agierte. Aber wie schon beim VorgĂ€ngeralbum glĂ€nzen die Sterne auch beim aktuellen Werk zu dritt: Zum einen ist da SĂ€nger und Gitarrist Frank Spilker, der nebenbei auch seine eigene Sendung Frank-A-Delic (alle vier Wochen, donnerstags von 14 bis 15 Uhr) bei ByteFM moderiert. Des Weiteren sind da Schlagzeuger Christoph Leich und Bassist Thomas Wenzel, der seines Zeichens auch tĂ€tig ist bei den Goldenen Zitronen.

Psychedelische Klangwelten, Anleihen an die 60er und 70er und eine Menge funkiger Rhythmen und BasslĂ€ufe schlagen dem Hörer entgegen. „Es tönen die rĂŒckkoppelnden Gitarren in Ehrerweisung an Jimi Hendrix, AC/DC, Dinosaur Jr. bis zu den Butthole Surfers, man ist bewegt von der Funk- & Soul-Historie von Motown ĂŒber Funkadelic bis Sly & The Family Stone, pfeift eingĂ€ngige Folk- und Popmelodien von ‚Lola‘ bis ‚Bakerman‘, findet Gefallen am Swamp-Blues und schrĂ€gen Folk-Moritaten und schichtet alles auf- und durcheinander wie zu besten ‚Easter Everywhere‘-Zeiten.“ Und doch ist das zehnte Album des Hamburger Trios mehr als Reminiszenzen an andere KĂŒnstler, wie im Falle des vorangegangen Pressetextausschnittes. Die Sterne sind schlichtweg einzigartig. Und das zeigen sie auch noch – oder erst recht – mit Album Nummer zehn.

„Wie lange muss das Leben warten? Worauf soll man es verschieben? Wenn man es nur aus der Ferne kennt, wie soll man es dann leben?“, fragt Spilker im Opener „Wo Soll Ich Hingehen?“. Ein weiteres Highlight ist das grandios betitelte „Menschenverachtendverliebt“. Wie so oft ist auch hier ein Backgroundchor zu hören, bestehend aus jungen Hamburger Bands wie Zucker, Der BĂŒrgermeister Der Nacht und Schnipo Schranke. Generationen-VerstĂ€ndigung hat nie schöner geklungen. „Ihr Wollt Mich Töten“, ein Duett mit Alexander Hacke, Bassist der EinstĂŒrzenden Neubauten, erinnert an eine bittere Ballade aus Zeiten des Wilden Westens. Den „Innenstadt Illusionen“ erliegen die Sterne in einer Art sechsminĂŒtigem Mantra, ĂŒber dem eintönige Phrasen ĂŒber die Folgen von Gentrifizierung rezitiert werden: „Bezahlbare Wohnung in den gĂ€ngigen Vierteln gesucht. Nach der Renovierung werden die Preise kaum merklich steigen.“ Das zehnte Album der Sterne ist Vielfalt in jeglicher Hinsicht, angefangen bei der SonglĂ€nge (das kĂŒrzeste StĂŒck hat eine Spieldauer von 1:46 Minuten, das lĂ€ngste wie bereits erwĂ€hnt knapp sechs Minuten) ĂŒber die besungenen Themen bis hin zur Instrumentierung. „Hier kommt das Ende, wir haben alles versucht. Hier kommt die Wende, hier kommt die Flucht in die Flucht.“

Vor wenigen Tagen waren die Sterne bei uns zu Gast im Studio und haben zwei Songs aus ihrem neuen Album gespielt. Diese könnt Ihr hier nochmals anhören.

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Die Sterne“ und seiner/ihrer vollstĂ€ndigen Postanschrift an radio@byte.fm.

Label: Staatsakt | Kaufen

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