30.08.-05.09.
30.08.2010 von Redaktion
Interpol – “Interpol”
VĂ–: 03.09.2010
Web: myspace
Label: COOP
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Selbstbetitelt, sehr simples Artwork (das allerdings bei manchen Fans mit dem auseinanderfallenden Interpol-Schriftzug und dem Bekanntwerden des Ausstiegs von Bassist Carlos Dengler Panik hervorruft) – das 4. Album der New Yorker wirkt auf den ersten Blick nicht besonders aufregend. Und auch beim ersten Hören von „Interpol“ werden vielen die offensichtlichen Hits fehlen. Doch die Songs auf „Interpol“ bilden atmosphärisch wie erzählerisch eine Einheit: Man folgt dem Protagonisten durch düstere Soundschichten, die nur manchmal von einem Piano durchbrochen werden, während er nach und nach die Hoffnung verliert. Das stimmigste und komplexeste Interpol-Albums seit „Turn On The Bright Lights“.

Superpitcher – “Kilimanjaro”
VĂ–: 03.09.2010
Label: Kompakt
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Mutig, mutig, dieser Superpitcher. Im schnelllebigen Geschäft der Musik lässt er seine Anhängerschaft gerne warten. Schon das erste Album „Here Comes Love“ wurde 2004 sehnlichst erwartet, danach war sechs Jahre lang Ruhe im Karton. Wer sich bei „Kilimanjaro“ auf sphärische Klänge mit einem Viva-Sternchen á la Charlotte Roche freut, wird enttäuscht sein, doch wem „Träume“ aus eben dieser Kollaboration ohnehin auf die Nerven ging, dem sei „Kilimanjaro“ wärmstens empfohlen. Mit der Single „Rabbits In A Hurry“ gab es schon den richtigen Vorgeschmack auf eine perfekt abgestimmte, elektronische Popmusik, die in diesen Herbst noch in einschlägigen Clubs Anklang finden wird.

Kat Frankie – “The Dance Of A Strange Heart”
VĂ–: 03.09.2010
Web: myspace
Label: Zellephan
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Kat Frankies zweites Album “The Dance Of A Stranger Heart” ist ein Folkalbum voller dunkler Atmosphäre, inspiriert von Größen wie PJ Harvey oder Nick Cave. Mit letzterem teilt Kat nicht nur musikalische Vorlieben: 2004 tauschte die gebĂĽrtige Australierin ihre Heimatstadt Sydney gegen ihren neuen Wohnort Berlin. Und auch wenn der Zusammenhang von Musik und Wohnort oft klischeemäßig anmutet: aus unserer Perspektive scheint die widersprĂĽchliche deutsche Hauptstadt tatsächlich der bessere Ort fĂĽr Kats Musik zu sein als ihre sonnenverwöhnte Heimatstadt.

Peter Broderick – “How They Are”
VĂ–: 03.09.2010
Web: myspace
Label: Bella Union
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Und noch einer, der auszog, um in fremden Ländern zu musizieren: Eigentlich kommt Peter aus dem amerikanischen Indie-Hotspot Portland, bereits vor einigen Jahren aber zog es ihn nach Europa. Zum Beispiel nach Kopenhagen, um hier mit Efterklang gemeinsam Musik zu machen, mittlerweile gibt Peter auf seiner Myspace-Seite ebenfalls Berlin als Wohnsitz an. Wichtiger aber: Peters zweites Album berührt vor allem mit wunderbaren Instrumental-Pianopassagen und einfühlsamen Melodien.

Herrenmagazin – “Das Wird Alles Einmal Dir Gehören”
VĂ–: 03.09.2010
Web: myspace
Label: Motor
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Die Attribute junger Künstler: Grundausbildung von Popseminaren, betriebswirtschaftliche Konzeptplanung und grenzenlose Selbstvermarktung. Spannendes, verstörendes und/oder forderndes bleibt dabei leider zumeist auf der Strecke. Wer aber solides will, der kann beim zweiten Album der Hamburger Band Herrenmagazin getrost zugreifen. Für Kategorien wie Deutschpunk oder Hamburger Schule zu vielfältig. Wahre Kunst besteht im Weglassen von Zauberei und Deko. Dem Festhalten guter Songs. Der Aufzeichnung des Lebens. Dem Wegbleiben von ihren Seminaren.

1000 Robota – “Ufo”
30.08.2010 von Redaktion
VĂ–: 03.09.2010
Web: http://www.myspace.com/1000robota
Label: Buback
Vor Kurzem präsentierten 1000 Robota ihr „Ufo“ auf Kampnagel, Hamburgs Theater-Musik-Konglomerat für den arrivierten Kulturbetrieb. Drei junge Männer Anfang 20, Schlagzeuger und Sänger Jonas Hinnerkort, Bassist Sebastian Muxfeldt und beiden voran Sänger und Gitarrist Anton Spielmann, gekleidet im feinen Zwirn und begleitet von einem erweiterten Kammerorchester. Wie vermessen, schon das zweite Album mit solch einem Aufgebot darbieten zu wollen. Zum Scheitern verurteilt. Und gerade deshalb so ungemein imponierend. Es wurde nicht ganz klar, was 1000 Robota an diesem Abend sein wollten: eine durchgestylte Inszenierung, die man betrachtet wie ein Gemälde im Museum, oder eine Post-Punk-Band, die das Haus rockt? Auch das Publikum war sich uneinig. Auf der einen Seite setzten sich die Leute auf den Boden, auf der anderen standen sie und wippten im Takt der Musik.
Aber es passt. Denn es ist nie ganz klar, was 1000 Robota sein möchten, was sie wollen und wofür sie tatsächlich einstehen. In Interviews reden sie zwar viel, lassen sich aber selten auf konkrete Aussagen ein. Zu oft wiedersprechen sie sich schon im nächsten Halbsatz. Das hat Übung und man muss ihnen den Widerspruch zubilligen. „Ihr seid keine Jugend und kein Phänomen“, provoziert Spielmann auf der neuen Platte. 1000 Robota kann man beim Erwachsenwerden zusehen, vielleicht sind sie’s auf dem nächsten Album.
Noch auf dem Vorgänger „Du Nicht Er Nicht Sie Nicht“ war die Musik unkontrollierter, harnäckiger und lauter. Jetzt, zwei Jahre später, lässt sich beinahe so etwas wie Zärtlichkeit in den Liedern verorten, in den Songs als auch in den Texten. 1000 Robota haben die CD zusammen mit Mense Reents und Ted Gaier von den Goldenen Zitronen produziert. Ein Ritterschlag für die diffuse Botschaft.
Das ByteFM Album der Woche – mit freundlicher UnterstĂĽtzung von Panasonic.
Jeden Tag spielen wir im ByteFM Magazin zwischen 15 und 17 Uhr einen Song aus unserem Album der Woche. Außerdem verlosen wir in jeder Magazinsendung unter allen Freunden von ByteFM ein Exemplar der CD. Die ausführliche Hörprobe folgt am Freitag ab 13 Uhr in Neuland – der Sendung mit den neuen Platten. Neuland wird am Sonntag zwischen 16 und 18 Uhr wiederholt.
23.08.-29.08.
23.08.2010 von Redaktion
Hurts – “Happiness”
VĂ–: 27.08.2010
Web: myspace
Label: Sony
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Das überbordende Pathos, der kitschige Synthesizer-Sound, die schmierigen Bläser, der unterkühlte Gesang. Das alles schreit so nach den 80ern und New Romantics, dass man sich wundern muss, weshalb das Debütalbum des Duos Hurts aus Manchester nicht als dreister Abklatsch abgetan wird. Doch Hurts erschaffen aus diesen altbekannten Zutaten, an die sich lange niemand mehr ernsthaft getraut hat, ein Album, das purer Pop ist. In all seiner Oberflächlichkeit, aber auch in all seiner Unwiderstehlichkeit.

Dylan Le Blanc – “Paupers Field”
VĂ–: 20.08.2010
Web: myspace
Label: Rough Trade
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Eigentlich war zu erwarten, was aus dem Jungen wird. Dylan LeBlanc, aufgewachsen in Lousinana, zupfte im zarten Alter von sieben Jahren schon die Gitarre, und zur Volljährigkeit wurde der Plattenvertrag bei Rough Trade abgeschlossen. Seine Stimme erinnert verdächtig an Angus Stone, den Country-Effekt liefert die Verwendung von Hi-Hat-Becken und Bottleneck. In dem Video zu seiner Single „If Time Was For Wasting“ ist er konstant mit einem etwas ungläubigen Gesichtsausdruck zu sehen und fährt sich ständig durch die Haare. Die Botschaft: Unbedarft, verträumt und tief im Süden der USA verwurzelt. Laut Myspace-Seite klingt seine Musik wie “somebody playing a guitar and singing”. Das trifft den Nagel auf den Kopf.

Tweak Bird – “Tweak Bird”
VĂ–: 27.08.2010
Web: myspace
Label: Souterrain Transmission
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Tweak Bird aus Carbondale, Illinois, grooven auf ihrem namenlosen Debüt mit Baritongitarre und Schlagzeug im Stoner-Minimalismus und üben sich in der Kunst der Selbstbeschränkung. Obwohl der Ansatz nicht neu ist, schaffen es die Brüder Caleb und Ashton Bird, ihren Klang durch Feingefühl sowie interessant eingesetzte Instrumente und Stimmen zu personalisieren. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Single „A Sun/Ahh Ahh“, welche in der zweiten Hälfte Songs durch ein hypnotisch gespieltes Saxophon einen besonderen Platz auf dem Album einnimmt. Der authentische, warme Sound des Albums dürfte nicht zuletzt der Produktion des Melvins-Schlagzeugers Dale Crover zu verdanken sein.

Stella – “Fukui”
VĂ–: 27.08.2010
Web: myspace
Label: Snowhite
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Japanischer Gesang mit deutschem Minimalismus, so könnte man „Fukui“ von Stella in wenigen Worten zusammenfassen. Die Hamburger Band produzierte ihr viertes Album während eines zweijährigen Forschungsaufenthalts von Sängerin Elena Lange in Japan,
für die Aufnahmen zu Fukui traf sich die Band nur sporadisch wochenweise im Studio. So experimentell und skizzenhaft ihre Arbeitsweise war, so klingt auch das Album. Minimalistisch hüpfen die Beats, düster knarzen die Bässe, nüchtern ist Elena Langes japanischer Gesang. Insgesamt ist „Fukui“ elektronischer und weniger poppig, dafür aber auch interessanter, da es so manche Hörgewohnheiten durchbricht.

Philip Selway – “Familial”
VĂ–: 27.08.2010
Web: myspace
Label: Bella Union
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Während Thom Yorke mit seinem Soloalbum und neuer Band fast schon Dauergast in den Gazetten und Johnny Greenwood mit seinen cineasten MusikausflĂĽgen ziemlich erfolgreich ist, zieht Radiohead-Schlagzeuger Philip Selway still und heimlich nun nach. Naturgemäß scheint dem Schlagzeuger einer Band weniger Aufmerksamkeit zuteil zu werden; mal ganz abgesehen davon, dass die Einmischung ins Songwriting eher unangebracht scheint: “It’s a cardinal sin for drummers to come in to rehearsals with the comment ‘I’ve got this song’!” behauptet zumindest Philip und sammelte daher fleiĂźig seine eigenen Songs. Sein Solo-DebĂĽt ist ein atmosphärisches Folkalbum geworden, bei dem man immer wieder behutsame Percussion-Elemente raushört.

Andreya Triana – “Lost Where I Belong”
23.08.2010 von Redaktion
VĂ–: 27.07.2010
Web: http://www.myspace.com/andreyatriana
Label: Ninja Tune
Für die Sängerin Andreya Triana ist ihr Debüt eine sehr persönliche Angelegenheit. Es gehe um den Kampf, den man auch dann noch mit sich selbst auszutragen habe, wenn die Entscheidung doch längst getroffen ist. Triana entschied sich für die Musik, ein romantisches Unterfangen, schließlich ist das Musikerleben ein höchst prekäres. Tagsüber jobbte sie in einer Sushi Bar oder fuhr mit einem Eiswagen durch die Gegend, abends stand sie bei semi-professionellen Open Mic Nights auf der Bühne. Wenn es zum Mittagsessen nur zu Popcorn reicht, kann man schon mal ins Hadern kommen. Der Albumtitel fasst es ganz gut zusammen: „Lost Where I Belong“.
Aber es ging ja doch alles gut aus für die Frau aus East London. Spätestens mit Bonobos Bitte, auf seinem Album „Black Sands“ zu singen, wendete sich das Blatt. Nun fungiert der in Brighton ansässige Bonobo, bürgerlich Simon Green, als Produzent hinter Andreya Trianas Debüt.
Brighton und London heißen die Orte, welche Triana geprägt haben. Brighton und London sind auch die Orte, die neben Bristol in den Neunzigern den entspannten TripHop hervorgebracht haben. Und ein wenig erinnert Trianas sanfte, soulige Stimme an Skye Edwards, die nun, nach sieben Jahre Abstinenz, wieder für Morcheeba singt. Doch es bleibt bei dieser wagen Assonanz, denn dort, wo Morcheeba in den überproduzierten Easy Listening abdriften, verstehen Triana und Bonobo auf das Nötigste zu reduzieren.
Trianas Songs sind einfache Soulnummern, spärlich und beinahe akustisch instrumentiert. Downbeat mit Jazz-Akkorden, im Vordergrund immer der samtige Klang von Trianas Stimme. Damit passt es ganz gut, dass „Lost Where I Beling“ auf dem Label Ninja Tune erscheint. Denn nicht nur Labelkollege Mr. Scruff hat einen Remix produziert, auch Flying Lotus (Warp Records) und selbst Mount Kimbie (Hotflush Recordings) haben Trianas Songs gemixt.
Das ByteFM Album der Woche – mit freundlicher UnterstĂĽtzung von Panasonic.
Jeden Tag spielen wir im ByteFM Magazin zwischen 15 und 17 Uhr einen Song aus unserem Album der Woche. Außerdem verlosen wir in jeder Magazinsendung unter allen Freunden von ByteFM ein Exemplar der CD. Die ausführliche Hörprobe folgt am Freitag ab 13 Uhr in Neuland – der Sendung mit den neuen Platten. Neuland wird am Sonntag zwischen 16 und 18 Uhr wiederholt.
16.08.-22.08.
16.08.2010 von Redaktion
Klaxons – “Surfing The Void”
VĂ–: 20.08.2010
Web: myspace
Label: Universal
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Wer ein zweites „Myths Of The Near Future“ erwartet, könnte von „Surfing The Void“ enttäuscht sein. Klaxons haben ihren Sound weiterentwickelt und wollen heraus aus der Nu-Rave-Schublade, in die sie 2007 als Vorreiter eines neuen Sounds gezwängt wurden. „Surfing The Void“ zeichnet eine große Experimentierfreudigkeit und eine unüberhörbare Progressivität aus, was sicher auch an Produzent Ross Robinson liegt, der sonst mit Bands wie Korn und Slipknot zusammenarbeitet. Somit ist „Surfing The Void“ nicht ganz so zugänglich wie der Vorgänger, aber der beste Beweis für das Talent der Briten.

Zola Jesus – “Stridulum II”
VĂ–: 20.08.2010
Web: myspace
Label: Souterrain Transmissions
Kaufen: 

Lieder, die so überwältigend und kraftvoll sind, dass sie die eigenen Venen zum Schmerzen bringen, hat Nika Roza Danilova a. k. a. Zola Jesus am liebsten. Eines Tages möchte sie auch mal so einen Song schreiben. Dabei schlägt sie sich schon auf ihrem Debütalbum ganz wacker mit ihrer gelungenen Melange aus Goth-Oper, elektrisierter Larmoyanz und Lautstärke.

Gonzales – “Ivory Tower”
VĂ–: 20.08.2010
Web: myspace
Label: Wagram
Kaufen: 
Chilly Gonzales bleibt unberechenbar. Nach Experimenten mit allen möglichen Genres von Rap bis Jazz und dem längsten Pianokonzert aller Zeiten (27 Stunden) ist der Multiinstrumentalist nun also bei Disco angekommen. Gonzales sitzt am Piano, Boys Noize liefert die recht poppigen Beats, die mal entspannt, mal tanzbar sind. Gleichzeitig ist „Ivory Tower“ der Soundtrack zur gleichnamigen „existentialistischen Sportkomödie über Schach und Erfolg“. In den Hauptrollen Peaches, Tiga und natürlich Gonzales.

Best Coast – “Crazy For You”
VĂ–: 20.08.2010
Web: myspace
Label: Coop
Kaufen: 

Mit ihrem DebĂĽt “Crazy For You” lassen Best Coast den Surf-Pop der 60er Jahre mit einem ordentlichen Schuss LoFi wieder aufleben. Frontfrau und Songschreiberin Bethany Cosentino singt mit Slacker-AttitĂĽde vom Abhängen auf der Couch, vom Kiffen und von der Liebe. Dass sie ab und an auf dieselben Stilmittel zurĂĽckgreift, macht ihre Person so glaubhaft.

CĹ“ur De Pirate – “CĹ“ur De Pirate”
VĂ–: 20.08.2010
Web: myspace
Label: Le Pop
Kaufen: 
Es ist doch eine schöne Vorstellung, diese beiden jungen Frauen in Parallelwelten zu glauben, im sprachlich gespaltenen Montreál, Caroline Keating im englischsprachigen West Island und Béatrice Martin im francophonen Stadtzentrum. Denn, das muss man zugeben, sie teilen nicht nur die Herkunft miteinander. Beide begleiten sie sich am Klavier, beide stehen sie am Anfang ihrer Karriere, beide wissen sie ihre schnippische Niedlichkeit gekonnt einzusetzen. Nur fühlt sich Béatrice Martin, die mit dem Piratenherz, dem Französischen stark verbunden. Das zieht die eine oder andere Nummer im wippenden 6/8-Takt nach sich.

!!! – “Strange Weather, Isn’t It?”
16.08.2010 von Hermann Nanno Becker
VĂ–: 20.07.2010
Web: http://www.myspace.com/chkchkchk
Label: Warp
War nicht schon in der letzten Albumrezension die Rede davon, dass das Musikjahr 2010 erstaunliche Parallelen zum Super-Musikjahr 2007 aufweist? Und ging es dabei nicht auch schon um coole Album-Opener? Hieran schlieĂźen !!! nahtlos an.
Knapp dreieinhalb Jahre sind seit dem Erscheinen des hervorragenden Albums „Myth Takes“ vergangen. Und wenn man es nicht besser wĂĽsste, könnte man denken, !!! hätten dessen etwas poppigere Seite („Must Be The Moon“, „Heart Of Hearts“) aufgegriffen und auf ihrem vierten Album „Strange Weather, Isn’t It?“ konsequent zu Ende gedacht. Dabei hat die Band in den letzten drei Jahren tatsächlich einen enormen Veränderungsprozess erlebt. Co-Sänger John Pugh verlieĂź !!! bereits in 2007, und inzwischen sind auch Tyler Pope und Justin Van Der Volgen, die zum Teil noch an der Entstehung von „Strange Weather, Isn’t It“ beteiligt waren, von Bord gegangen. Zu allem Ăśberfluss ist dann auch noch !!!s ehemaliger Drummer Gerhardt „Jerry“ Fuchs im November 2009 tödlich verunglĂĽckt.
All das merkt man „Strange Weather, Isn’t It?“ nicht an. Vom betont coolen Opener und Sommerhit „AM/FM“ bis zum letzten CD-Track „The Hammer“, an dessen Aufnahme Jerry Fuchs noch mitgewirkt hat, ist das Album unverschämt funky und catchy. Eindrucksvoll, mit welcher Lässigkeit und Selbstverständlichkeit hier ein wunderbarer Groove nach dem anderen erzeugt wird. Was auf den ersten beiden Alben “!!!“ (2001) und „Louden Up Now“ (2004) noch rau klang, war auf „Myth Takes“ (2007) schon erheblich glatter und ist auf „Strange Weather, Isn’t It?“ nun hochglanzpoliert. Dieses Album zielt konsequent auf die Tanzfläche. Sei es der unterstĂĽtzende Gesang von Shannon Funchess, sei es das gelegentlich eingesetzte Saxophon, sei es der Sound der Gitarren – die VersatzstĂĽcke mögen innerhalb des musikalischen Genres bekannt erscheinen, aber nur selten wurden sie in den letzten Jahren derart gut und konzentriert auf einem Album dargebracht. Dabei lassen sich !!! auch hin und wieder zu Spielereien hinreiĂźen; so erfährt „The Most Certain Sure“ in der zweiten Hälfte des Songs quasi seinen eigenen Remix, oder man beachte beispielsweise den Ăśbergang von „Jump Back“ zu „Even Judas Gave Jesus A Kiss“. Dieser Song ist mit seiner echoartigen Gitarre ohnehin eines der Highlights, und gegen dessen Ende glaubt man sogar, eine musikalische Referenz an „Bend Over Beethoven“ zu erkennen.
Eines so ausdrĂĽcklichen Songtitels wie „Jamie, My Intentions Are Bass“ hätte es allerdings nicht bedurft, denn daran lassen !!! mit ihren fetten Bassbeats ohnehin keinen Zweifel. In „AM/FM“ singt Nic Offer: „You can turn on the radio but you can’t drown out the wind“ Am liebsten möchte man den Gegenbeweis antreten, ins Cabrio steigen und den Fahrtwind von !!!s wummerndem Bass ĂĽbertönen lassen.
„Strange Weather, Isn’t It?“ ist ein einziger groĂźer SpaĂź, quasi Tanz ohne Redundanz, denn trotz widriger Umstände, die sich seit der Veröffentlichung von „Myth Takes“ aufgetan haben mögen, gelingt !!! mit „Strange Weather, Isn’t It?“ ihr bislang konsequentestes und bestes, weil schlĂĽssigstes Album.
Das ByteFM Album der Woche – mit freundlicher UnterstĂĽtzung von Panasonic.
Jeden Tag spielen wir im ByteFM Magazin zwischen 15 und 17 Uhr einen Song aus unserem Album der Woche. Die ausführliche Hörprobe folgt am Freitag ab 13 Uhr in Neuland – der Sendung mit den neuen Platten. Neuland wird am Sonntag zwischen 16 und 18 Uhr wiederholt.
09.08.-15.08.
09.08.2010 von Redaktion
Nils Koppruch – “Caruso”
VĂ–: 13.08.2010
Web: myspace
Label: Grand Hotel van Cleef
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In der letzten Woche gab Nils noch ein exklusives kleines Konzert in unserem ByteFM-Flur. Ein bisschen eng war’s, aber auch klein und intim. Diese Ambivalenz besteht auch in den Texten von Nils, die einem manchmal unbequem, aber doch sehr nahe sind. Musikalisch trägt Nils’ zweites Soloalbum nach dem Ende von Fink deutlich die Handschrift der drei groĂźen Weisen: Folk, Blues und Country.

Alarma Man – “Love Forever”
VĂ–: 13.08.2010
Web: myspace
Label: Sinnbus
Kaufen: 

Schneller, immer schneller. Die fĂĽnf von Alarma Man aus Göteborg halten nicht viel von Stillstand. Hier werden aber nicht nur im Eiltempo die Akkorde runtergerissen, sondern gerne vertrackt drauflos gejammt. “Labyrinth Mathpunk” haben Alarma Man ihre Musik selbst mal genannt. Auf ihrem neuen Album dominiert weniger der Punk, dafĂĽr mehr der Kraut. Und gesungen wird zur Abwechslung auch schon mal.

Constants – “If Tomorrow The War”
VĂ–: 13.08.2010
Web: myspace
Label: Make My Day Records
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Nichts für zartbesaitete ist das neue Werk von Constants. Einen ziemlichen Breitwand-Sound an Gitarren, Noise und Schlagzeug haben die für ihr neues Album aufgefahren, der abwechselnd zwischen behäbigen Postrock und melodischen Hardcore hin und her pendelt.

Skream – “Outside The Box”
VĂ–: 13.08.2010
Web: myspace
Label: Tempa
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Mit seinen 24 Jahren hat Oliver Jones aka Skream seinen Ruf als einer der Pioniere in der Dubstep-Szene schon weg. Sein gleichnamiges DebĂĽt, aber vor allem unzählige Maxis und Remixe verhalfen ihm zu einer festen Größe in der Szene. Mit “Outside The Box” legt er nun sein zweites offizielles Album nach, auf dem auch Dbridge & Instramental, Sam Frank und La Roux zu hören sind.

Ali Love – “Love Harder”
VĂ–: 17.08.2010
Web: myspace
Label: How Sweet The Sound
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Bei Ali Love dreht sich alles um die Liebe: Er hat ein eigenes Label mit dem Namen “I Love Records”, seine erste Single hieĂź “Secret Sunday Lover” und sein erstes Album “Love Music”. Zwischendurch sang er auch schon bei den Chemical Brothers, aktuell turtelt er mit der Schauspielerin Mischa Barton. Und veröffentlicht sein zweites Album: Darauf dreht sich alles um Disco, House, und … ach, ihr wisst schon.

Matthew Dear – “Black City”
09.08.2010 von Hermann Nanno Becker
VĂ–: 13.07.2010
Web: http://www.myspace.com/matthewdear
Label: Ghostly International
Es gibt sie, diese Konsens-Alben, auf die sich Menschen mit zum Teil völlig unterschiedlichen Musik-Interessen plötzlich einigen können. Im Jahr 2007 gab es mindestens zwei dieser Konsens-Alben – zum einen das selbstbetitelte DebĂĽt von Little Dragon, zum anderen „Asa Breed“ von Matthew Dear, das auf dem von ihm mitbegrĂĽndeten Label Ghostly International erschien. Die Konsensfähigkeit von „Asa Breed“ ist vielleicht damit zu erklären, dass dieses Album gegenĂĽber den eher techno- oder ambientartigen Vorgängern „Leave Luck To Heaven“ (2003) und „Backstroke“ (2004) ein ordentlicher Schritt in Richtung Pop war.
Diesen Weg geht der inzwischen 31-jährige Dear, der einzelne musikalische Arbeiten auch unter den Pseudonymen False, Audion und Jabberjaw veröffentlicht, nun mit „Black City“ konsequent weiter. Für sein neues Album hat er sich zwar drei Jahre Zeit gelassen, aber der Zeitpunkt des Erscheinens geht schon in Ordnung. War nämlich das Jahr 2007 ein ausgesprochen gutes und vielseitiges Musikjahr, zu dem Matthew Dear einen entscheidenden Beitrag leistete, entwickelt sich 2010 ähnlich spannend und aufregend, und es ist sicherlich kein Zufall, dass daran wiederum einige Bands und Künstler beteiligt sind, die schon das Jahr 2007 wesentlich mitgeprägt haben.
Auch wenn der in Texas geborene Matthew Dear als Teenager in Michigan seine musikalische Sozialisation in Form von Detroit-Techno erlebt hat, macht er mit einem unglaublichen Eröffnungs-Trio auf seinem neuen Album schnell klar, dass sein Pop auf verschiedenen Ebenen funktioniert. Bereits die ersten Töne auf „Black City“ nehmen die Ohren gefangen. Stimmungsvoll und zurĂĽckhaltend liefert Dear mit „Honey“ und dessen unterschwelliger DĂĽsternis mal eben neben „It Is Not Meant To Be“ von Tame Impala den bislang coolsten Album-Opener des Jahres, wenn auch natĂĽrlich musikalisch völlig anders geartet. Der von einem (mit-)schleppenden Rhythmus getragene und mit einer herrlichen Schrägheit ausgestattete Funk von „I Can’t Feel“ erhöht das Tempo, welches schlieĂźlich im TitelstĂĽck „Little People (Black City)“ kulminiert. Matthew Dear sorgt mit geschickten Wendungen und den damit einhergehenden leichten Stimmungswechseln innerhalb ein und desselben Songs fĂĽr eine Art Dreiteilung, sodass trotz ziemlich gerader Disco-Beats ĂĽber die Dauer von neun Minuten keine Langeweile aufkommt. Der dritte und beste Teil hätte dabei mit seinen sich im Hintergrund befindlichen Tribal-Drums und den markanten Gitarrenklängen durchaus Stoff fĂĽr einen eigenen Song geboten. Wer bei der Sechseinhalb-Minuten-Marke und dem Ăśbergang zum dritten Teil des Songs keine Gänsehaut bekommt, ist selber schuld. Jedenfalls wird „Little People (Black City)“ in den nächsten Wochen gemeinsam mit „Even Judas Gave Jesus A Kiss“ von !!! um die Tanzflächen dieser Welt buhlen.
Trotz eines ziemlich klaren, im Wesentlichen elektronisch geprägten Konzepts unterwirft sich Matthew Dear keinen musikalischen Dogmen. Dies fĂĽhrt innerhalb des Konzepts zu einer groĂźen Vielfalt, kann aber auch schon mal bedeuten, dass ein Schuss daneben geht – was natĂĽrlich auch immer eine Frage des persönlichen Geschmacks ist. Vielleicht ist das ein wenig eierig wirkende „Slowdance“ unmittelbar nach dem furiosen Dreigestirn aus „Honey“, „I Can’t Feel“ und „Little People (Black City)“ einfach nur etwas ungĂĽnstig platziert, weshalb der Eindruck einer kleinen Delle entstehen mag. Ansonsten gibt es aber nix zu meckern. Matthew Dears markante tiefe Stimme fungiert als verbindendes Element der Songs, egal ob diese funky („Soil To Seed“), Beat-lastig („You Put A Smell On Me“), geisterhaft („More Surgery“) oder gar beinahe lieblich sind, wie es bei „Gem“ der Fall ist, das völlig ohne Beats auskommt, dafĂĽr aber mit einem wunderbaren Piano den wĂĽrdigen Abschluss fĂĽr dieses Album bildet.
Ob „Black City“ wie sein Vorgänger „Asa Breed“ auch das Zeug zum Konsens-Album hat, wird sich erst am Ende dieses Musik-Jahres erweisen. Die Chancen dafür stehen jedenfalls nicht schlecht.
Das ByteFM Album der Woche – mit freundlicher UnterstĂĽtzung von Panasonic.
Jeden Tag spielen wir im ByteFM Magazin zwischen 15 und 17 Uhr einen Song aus unserem Album der Woche. Die ausführliche Hörprobe folgt am Freitag ab 13 Uhr in Neuland – der Sendung mit den neuen Platten. Neuland wird am Sonntag zwischen 16 und 18 Uhr wiederholt.
02.-08.08.
02.08.2010 von Redaktion
PVT – “Church With No Magic”
VĂ–: 06.08.2010
Web: myspace
Label: Warp
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Den Rechtsstreit um ihren alten Namen sind PVT (ehemals Pivot) direkt aus dem Weg gegangen. Zu gering war die Chance den Prozess zu gewinnen. Macht aber nichts. “Church With No Magic” erscheint auf dem legendären Label Warp Records und ist eine gewaltige vom Schlagzeug hin und her geschleuderte Wasserbombe aus subtilen Elektro-Sounds. Wenn sie platzt, ist dieses Album am Ende des Jahres vorne mit dabei.

Sky Larkin – “Kaleide”
VĂ–: 06.08.2010
Web: myspace
Label: Wichita
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Sky Larkin sind so etwas wie die logische Fortsetzung von Alanis Morissette und Tegan And Sera gepaart mit einer guten Menge Alkohol. Zumindest laut Myspace-Seite. Das höchst sympathische Trio aus Leeds erfindet das Rad zwar nicht neu, begeistern auf “Kaleide” aber mit einer elegante Form von feucht-fröhlichen Gitarren-Pop fĂĽr den ausklingenden Sommer 2010.

Young Rebel Set – “Young Rebel Set”
VĂ–: 06.08.2010
Web: myspace
Label: Grand Hotel van Cleef
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Young Rebel Set sind die neue Hoffnung ihrer Heimatstadt Stockton-on-Tees, ein kleines Städtchen im Nordosten Englands. Diese auf den ersten Blick vielleicht unscheinbare Stadt hat es in der Vergangenheit schon Mal zu einem denkwĂĽrdigen Ort geschafft, immerhin soll hier das Streichholz erfunden worden sein. Noch heute prägt die Industrie das Leben in Stockton-on-Tees. Da verwundert es nicht, dass Young Rebel Set die Musik von Bruce Springsteen und Bob Dylan als ihre EinflĂĽsse bezeichnen; Musik, die als bodenständig, authentisch und kritisch gilt. „Gritty urban folk“ nennen die sieben Jungs ihre Musik, wir fĂĽgen hinzu: „gritty urban british folk punk”. Und der zĂĽndet!

Mt. St. Helens Vietnam Band – “Where The Messengers Meet”
VĂ–: 06.08.2010
Web: myspace
Label: Dead Oceans
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Auch in den USA gibt es noch aktive Vulkane: Der Mount St. Helens im Bundesstaat Washington ist so einer. Seinen letzten Ausbruch hatte er 1980, da waren die Bandmitglieder der Mt. St. Helens Vietnam Band aus Seattle noch gar nicht geboren. Aber was heisst das schon, schließlich ist ihr Drummer gerade mal 15 Jahre alt, und dass er schon seit zwei Jahren mit der MSHVB Musik machen darf, dafür sorgen die Adoptiveltern, praktischerweise Sänger Benjamin und seiner Ehefrau Traci (ebenfalls in der Band). Ganz nebenbei kann die Musik auch noch überzeugen: Ziemlich unkonventionell und frisch wird hier drauflos gerockt, die Wolf Parade kommt einem in den Sinn, aber auch die Pixies oder Arcade Fire.

Jennie Abrahamson – “While The Sun’s Still Up And The Sky Is Bright”
VĂ–: 06.08.2010
Web: myspace
Label: How Sweet The Sound
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Das KirschblĂĽten-Cover von “While The Sun’s Still Up…” verrät schon einiges ĂĽber die Musik von Jennie Abrahamson: verträumt und zart ist ihre Musik, aber nicht zwangsläufig kitschig oder kraftlos. Die schwedische Sängerin hat vor ihrer Solo-Karriere schon in Trip Hop Bands oder Country-Combos gesungen und musiziert, und diese musikalische Vielfalt stellt sie auch auf ihrem Solo-DebĂĽt unter Beweis.

Arcade Fire – “The Suburbs”
02.08.2010 von Redaktion
VĂ–: 30.07.2010
Web: http://www.myspace.com/arcadefireofficial
Label: http://www.cityslang.com/
Zum dritten Mal steht nun ein neues Album der Kanadier von Arcade Fire in den Läden. Es fasst eine Stunde Musik, aufgeteilt in 16 Songs. Gemein haben alle Lieder den direkten musikalischen Aufbau. Arcade Fire müssen nicht probieren, sondern wissen, wie sie ihre Instrumente und Stimmen ausdrucksstark einsetzen, ohne zu überfordern. Entschlackt, fast schon simpel ist das Resultat, weit weniger überbordend als das Vorgängeralbum „Neon Bible“, dafür aber auch weniger „hittig“. „The Suburbs“ ist subtil und wächst bei jedem Hören; man muss Zeit in die CD investieren, um sie genießen zu können.
Gemein ist den Liedern auch ein wiederkehrendes lyrisches Motiv: Im streicherlastigen „Rococo“ (nach feinster Owen-Pallett-Manier) tauchen sie auf, in der Uptempo-Nummer „Ready To Start“ ebenfalls: the kids. Arcade Fire erinnern sich der Kindheit in der Vorstadt, glücklicherweise ohne in Nostalgie-Kitsch zu versinken. Der textliche Leitfaden fungiert als Kit zwischen den doch recht unterschiedlichen Songs, die erst dann ihre Stärke entfalten, wenn sie nebeneinander stehen. Ein jedes ist Teil des Konzepts hinter „The Suburbs“, alleine sind sie feine Popsongs, aber eben keine Oberkracher. Arcade Fire klingen jetzt weniger dramatisch, weniger kunstvoll und weniger bemüht, dafür unaufgeregter, entspannter und irgendwie, im positiven Sinn, arriviert.
Das ByteFM Album der Woche – mit freundlicher UnterstĂĽtzung von Panasonic.
Jeden Tag spielen wir im ByteFM Magazin zwischen 15 und 17 Uhr einen Song aus unserem Album der Woche. Die ausführliche Hörprobe folgt am Freitag ab 13 Uhr in Neuland – der Sendung mit den neuen Platten. Neuland wird am Sonntag zwischen 16 und 18 Uhr wiederholt.











