Spaceman Spiff
02.02.2012 von Redaktion

Der Hamburger Musiker Spaceman Spiff hat uns im Bunker besucht. Seinen Künstlernamen entlehnte er den Comics von Calvin und seinem Stofftiger Hobbes. Gemeinsam mit Sidekick Felix am Keyboard spielte er exklusiv für ByteFM das bisher unveröffentlichte Stück „Gedankenstricke Drei“.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Spaceman Spiff – Gedankenstricke Drei (Live @ ByteFM)
Ist das Kunst oder kann das weg?
02.02.2012 von Redaktion
Andrew Malone | Flickr | (CC BY 2.0)
Hier alle Links zu den Liedern der ersten Februar-Ausgabe von der „Initiative Herz Statt Kommerz“.
Und wie immer gilt: Falls die Links nicht funktionieren, weil die Künstler/Labels die MP3s von ihrer Seite genommen haben, bitte nicht böse sein. Wir selektieren und verlinken lediglich, weisen also nur auf die Downloads hin.
Caged Animals – All The Beautiful Things In The World
Golden Road – Trippple Nippples – Oli Chang Remix
Big Spider’s Back – Dead Channel
A Classic Education – Baby, It’s Fine
Grass Widow – Walking Out On Love
Foot Village – Lovers with Iraqis (Algodón Egipcio Remix)
Stellar Om Source – Island Best
d‘Eon ft. Marie Jane – Kiss Me
La Sera – Please Be My Third Eye
Rose Melberg – Old Days feat. Adrian Teacher
A Winged Victory For The Sullen – A Symphony Pathetique (Montauk In February Remix)
Wugazi – Sleep Rules Everything Around Me
Tickets für First Aid Kit
02.02.2012 von Redaktion
Ihr neues Album „The Lion’s Roar“ haben die Schwestern Johanna und Klara Söderberg in Omaha, Nebraska aufgenommen. Raus aus Schweden, hinein in den mittleren Westen der USA mit seinen unendlich weiten Feldern, den Ranches und träge fließenden Flüssen. Es sind Bilder, die mit keiner anderen Musik so verknüpft sind wie mit dem sehnsuchtsvollen Americana von Crosby, Stills und Nash oder auch Conor Oberst. Der gibt sich auch auf „The Lion’s Roar“ im Song „King Of The World“ die Ehre. Sein langjähriger Weggefährte Mike Mogis hat das Album produziert, und man meint es zu hören. Üppiger und ausgefeilter als noch auf dem Debüt „The Big Black & The Blue“ klingen First Aid Kit, die wunderschön verwobenen Stimmen und Harmonien sind geblieben. Um Americana muss man sich weiterhin keine Sorgen machen.
ByteFM präsentiert die Tour von First Aid Kit und verlost exklusiv unter Mitgliedern des Fördervereins „Freunde von ByteFM“ für jedes Konzert 1×2 Karten. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns einfach bis zum 07.02 eine Mail mit dem Betreff „Erste Hilfe“, Eurer Wunschstadt und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per Mail.
Ihr seid noch kein Mitglied in unserem Förderverein? Hier erfahrt Ihr, wie Ihr ByteFM unterstützen und die Vorteile einer Mitgliedschaft genießen könnt.
13.02.2012 Hamburg – Prinzenbar
14.02.2012 Köln – Gebäude 9
18.02.2012 Frankfurt – Brotfabrik
19.02.2012 Berlin – Postbahnhof
Die ByteFM Charts KW 05
31.01.2012 von Redaktion
Die am meisten gespielten Platten bei ByteFM in den vergangenen zwei Wochen. Das neue Jahr wirft ordentlich neue Platte in die Welt, doch unsere Moderatoren scheint das nicht zu sehr zu interessieren. Leichte Veränderungen an der Spitze der ByteFM Charts. Unsere neue Nummer Eins ist Wiley, der vier Positionen gewinnt und gefolgt wird von der letztwöchigen Spitzenreiterein. Laura Gibson also auf Platz Zwei. Diagrams verharren in der dritten Woche in Folge auf Platz Drei.
Auch in den Trackcharts gibt es an der Spitze kaum Änderungen. Das letztwöchige Dreiergespann tauscht nur untereinander die Positionen. Diagrams steigen von Platz Zwei auf die Spitzenposition, Grimes kann ebenfalls einen Platz gut machen, die Zwei also für sie. Laura Gibson fällt zwei Plätze und belegt diese Woche den dritten Platz der ByteFM Trackcharts.
Die Albumcharts (Platzierungen der Vorwoche)
1. Wiley – Evolve Or Be Extinct (5)
2. Laura Gibson – La Grande (1)
3. Diagrams – Black Light (3)
4. Dear Reader – Idealistic Animals (12)
5. The Soft Hills – The Bird Is Coming Down To Earth (neu)
6. The Big Pink – Future This (4)
7. Francois And The Atlas Mountains – E Volo Love (11)
8. French Films – Imaginary Future (6)
9. Nada Surf – The Stars Are Indifferent To Astronomy (neu)
10. Guided By Voices – Let’s Go Eat The Factory (neu)
11. Me Succeeds – Rongorongo (10)
12. Grimes – Visions (9)
13. The Maccabees – Given To The Wild (neu)
14. Trailer Trash Tracys – Ester (2)
15. New Black – Couper Decaler Electronique (13)
Die Trackcharts (Platzierungen der Vorwoche)
1. Diagrams – Tall Buildings (2)
2. Grimes – Genesis (3)
3. Laura Gibson – La Grande (1)
4. French Films – Golden Sea (-)
5. Me Succeeds – Teachers (4)
6. Wiley – Boom Blast (8)
7. Guided By Voices – The Unsinkable Fats Domino (neu)
8. Robag Wruhme – Tulpa Ovi (-)
9. Francois And The Atlas Mountains – Les Plus Beaux (15)
10. Dillon – Abrupt Clarity (-)
11. The Big Pink – Hit The Ground (Superman) (neu)
12. The Black Atlantic – Madagascar (14)
13. Einar Stray – Arrows (13)
14. Bondage Fairies – Fantasy Outfit (neu)
15. Prinzhorn Dance School – Seed Crop Harvest (9)
ByteFM Tanzklub am 2. Februar 2012 im Fundbureau Hamburg
31.01.2012 von Redaktion

Bevor die Frühlingsgefühle ausbrechen können, hat der Winter uns noch einmal fest im Griff. Um Eure Stimmung zu heben, haben wir auch am kommenden Donnerstag im Fundbureau den ByteFM Tanzklub einberufen. Dieses Mal mit geballter Man-Power: Unsere ByteFM-DJs Sebastian Hampf und Patrick Ziegelmüller legen Musik auf. Die Bildinstallationen von Georg Kühn sind immer eine Augenweide und an diesem Donnerstag werden Euch seine Projektionen zum Schwanken bringen. Zusammen verwandelt dieses Dreamteam das Fundbureau in den ByteFM Tanzklub.
ByteFM Tanzklub am 2. Februar 2012. Der Eintritt ist frei. Los geht’s um 22 Uhr. Das Fundbureau findet Ihr an der Sternbrücke in Hamburg. Weitere Infos findet Ihr auch auf unserer Facebook-Seite.
Savage Music wird 100! Fans fragen, Jon Savage antwortet.
31.01.2012 von Redaktion
incrediblethots | Flickr | (CC BY-NC-ND 2.0)
Am 12.Februar läuft bei ByteFM die 100. Ausgabe von Savage Music, die Sendung unseres prominentesten britischen Mitarbeiters. Zur Feier des Tages spielt Jon Eure Wunschmusik. Aber Ihr könnt Euch nicht nur gezielt Songs bei Jon wünschen, Ihr könnt ihn auch auf die Suche schicken in seine weitläufigen Archive.
Welchen Song würde er bei seiner Beerdigung spielen? Mit welcher Platte hat er angefangen, sich für Minimal Techno zu interessieren? Was war die erste Platte, die er sich je gekauft hat? Zu welcher Musik hat er sich zum ersten Mal verliebt? Die Platte für die Insel?
Mit solchen Fragen könnt Ihr Jon Savage konfrontieren und beglücken. Schickt eine Mail bis zum 6.Februar an radio@byte.fm und seid gespannt auf die 100. Ausgabe von Savage Music, am Sonntag, 12. Februar, 22 Uhr.
Neue Platten: Moss – „Ornaments“
31.01.2012 von Monique Schmiedl
(Excelsior Recordings)
8,1
„A Real Hero Dies In The End“, so der Titel eines Songs von Moss‘ neuer Platte „Ornaments“. Hoffentlich nicht! Denn dann wäre das neue Werk der Holländer vollkommen zu kurz gekommen und schnell in die „Dead-But-Still-Somehow-Alive“-Ecke geschoben. Schließlich haben die vier Herren das Potenzial, die neuen Helden der Indie-Pop-Szene zu werden.
„Ornaments“ ist das dritte Album der Band, die in Deutschland kaum bekannt ist, in den Niederlanden allerdings durchaus mit Fans herhalten kann. Die Helden in spe machen wunderbar leicht anklingenden Pop mit heftigem Indieeinschlag. Die Schwerter unserer Ritter sind Gitarren- und Tamburinförmig, das Ross, auf das sie gestiegen sind (alle vier auf ein einziges) klappert mit den Hufen, wie rhythmisches Händeklatschen. Ihre Ritterrüstung ist geschmiedet aus einer einprägsamen Gesangsstimme (fast ein wenig an Clap Your Hands Say Yeah erinnernd) und typischem Indiesound. Und so machen sie sich auf den Weg, die eingesperrte Prinzessin zu retten. Das arme Ding hockt im hohen Turm und langweilt sich mit abgeschmackten Sounds rum, ihre Anlage ist kaputt, lediglich der MP3-Player funktioniert noch und spielt in Endlosschleife dieselbe Playlist.
Ja. So könnte die Geschichte unseres vierköpfigen Moss-Helden anklingen. Natürlich befreit er die Prinzessin am Ende mit großem Trara und viel Konfetti. Aber wie macht er das? Ganz einfach – mithilfe altehrwürdiger Methoden. Moss spielen die Gitarren groß, geben dem zappeligen Takt den Vorrang und konzentrieren sich auf den guten alten Indiesound. Keine großartigen Experimente, keine Ausflüge in benachbarte Genres. Einfach guter Indie-Pop. Die Songs stimmen in sich, sie klingen großartig locker und unbeschwert, sie lassen Zehen tippen und Finger trippeln. Die Melodien sind einfach und noch beim ersten Hören mitsummbar.
„Ornaments“ ist ein gelungenes Indie-Pop-Album, das ein Happy End unseres Helden vermuten lässt. Wenn er sich seine Waffen beibehält, sich das Pferd schnappt und die Prinzessin befreit, dann stehen die Chancen für ein heldenhaftes Überleben mehr als gut.
Label: Excelsior Recordings | Kaufen
Prinzhorn Dance School – „Clay Class“
30.01.2012 von Thomas Frisch
VÖ: 03.02.2012
Web: http://www.prinzhorn-dance-school.com/prinzhorn
Label: DFA Records
„Woke up, woke up! You won’t cheat the seasons!“ Kontrolliert schreien Tobin Prinz und Suzi Horn mehrmals hintereinander auf dem Track „Seed, Crop, Harvest“ im Duett ins Mikrofon und sind sich bewusst, dass alles seine Zeit braucht. Tatsächlich sind seit ihrem selbstbetitelten Debütalbum beinahe fünf Jahre vergangen. In der Zwischenzeit haben The XX mit einem ganz ähnlichen Hang zu düster-reduzierter Monotonie dem Post-Punk Gegenwärtigkeit eingehaucht. Für Prinzhorn Dance School ist jetzt auch die Zeit gekommen, die Ernte einzufahren – um an die abgewetzte Metapher von vorhin anzuschließen – und die fällt üppig aus.
„Clay Class“ begeistert vielleicht nicht beim ersten, aber beim zweiten Hinhören, weil es um die Details geht. Auch wenn die Reduktion und das ständige Wiederholen derselben Tonabfolgen zum Leitspruch ernannt werden und dadurch der Eindruck von Langeweile erweckt werden könnte: Die brüchige Schönheit der ansatzweise vorhandenen Melodien und die Bedeutungsvielfalt der assoziativen Texte entfalten sich, wenn man sich auf die Platte einlässt.
Stilistisch schließen Prinzhorn Dance School an ihr Debüt an. Das Prinzip ist denkbar einfach: Loopartiges Wiederholen einer Bassline, darüber tobt sich eine leicht verstimmte Gitarre aus, Call-and-Response Gesang und präzise formulierte kurze Phrasen vollgepackt mit Alliteration. Dazwischen immer wieder Pausen, wodurch die manchmal willkürlich aneinandergereihten, einzelnen Wörter gerade richtig zur Geltung kommen. Nicht alles ergibt Sinn, aber es entstehen Bilder, die für einen Moment vor dem inneren Auge aufblitzen. Manche davon bleiben hängen, wie das absurde „a tin of mixed fruit on a special occasion“, oder „skinny trees, naked in winter, britain in bloom“.
Die Tonart ist vielleicht nicht mehr ganz so düster wie beim Debüt und wechselt von direkt anklagend („Usurper“), über lakonisch-ironisch („Flora And Fauna…“, „Crisis Team“) zu einem fast schon fröhlichen „Happy In Bits“. Prinz und Horn sagten selbst, sie wollten auf „Clay Class“ etwas mehr „Colour“ und „Tenderness“ in ihre Songs bringen. Am besten gelungen ist ihnen das beim herzzerreißenden, bittersüßen „I Want You“, dem absoluten Highlight der Platte.
Das ByteFM Album der Woche – mit freundlicher Unterstützung von Panasonic.
Jeden Tag von Montag bis Freitag spielen wir im ByteFM Magazin zwischen 10 und 12 Uhr einen Song aus unserem Album der Woche. Ebenso im ByteFM Magazin am Nachmittag von Montag bis Samstag zwischen 15 und 17 Uhr und im ByteFM Magazin am Abend, montags bis freitags ab 19 Uhr. Die ausführliche Hörprobe folgt am Freitag ab 13 Uhr in Neuland, der Sendung mit den neuen Platten.
Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Prinzhorn“ und seiner vollständigen Postanschrift an radio@byte.fm
Label: DFA Records | Kaufen
Tickets für I Break Horses
27.01.2012 von Redaktion
Ob Pferde besonders zerbrechlich sind, wissen wir nicht genau. Sehr fragil ist allerdings die Musik des schwedischen Duos I Break Horses, und das rechtfertigt diesen Einstieg allemal. Aus sirenenhaftem Gesang, entfernten Drums, verzerrten Gitarren und federleichten Synthies lassen Maria Lindén und Fredrik Balck in bester My-Bloody-Valentine-Manier einen rauschhaften Sog entstehen, der einen direkt nach oben zieht, auf eine flauschige Wolke. Und keine Sorge: Der Schwindel lässt auch wieder nach.
ByteFM präsentiert die Tour von I Break Horses und verlost exklusiv unter Mitgliedern des Fördervereins „Freunde von ByteFM“ für jedes Konzert 2×2 Karten. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns einfach bis zum 03.02. eine Mail mit dem Betreff „Pferd“, Eurer Wunschstadt und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per Mail.
Ihr seid noch kein Mitglied in unserem Förderverein? Hier erfahrt Ihr, wie Ihr ByteFM unterstützen und die Vorteile einer Mitgliedschaft genießen könnt.
04.02.2012 Duisburg – Grammatikoff
05.02.2012 Münster – Gleis 22
06.02.2012 Berlin – Comet Club
Neue Platten: John K. Samson – „Provincial“
27.01.2012 von Felix Dabbert
(Grand Hotel van Cleef)
8,9
Ich frage mich bei Soloalben immer nach dem Grund für die Existenz dieser als solche – nehmen wir „Provincial“ von John K. Samson. Textlich und musikalisch hätte das hier auch gut und gerne eine neue, zugegebenermaßen etwas Neil-Young-akustigere Weakerthans-Platte sein können (und da dies bei Hauptsongwriterderbandsoloalben meistens so ist, rührt meine Verwirrung bezüglich der Existenz usw. daher). Aber hey, da sage ich nicht nein. Denn „Reunion Tour“ liegt jetzt auch schon wieder bald fünf Jahre zurück und „Provincial“ ist meiner Meinung nach das bisher beste Album des noch jungen Jahres.
Wobei das ja auch nur zur Hälfte stimmt. Dass „Provincial“ Musik aus dem Jahr 2012 ist, meine ich. Denn sechs der zwölf hier versammelten Perlen von Songs stammen je zur Hälfte aus den 2009 und 2010 erschienenen EPs „City Route 85″ und „Provincial Road 222″. Benannt nach – die ganz Schlauen haben es sich schon gedacht – Straßen, Straßen in Manitoba, der „östlichsten Prärieprovinz Kanadas“ (danke Wikipedia, ich habe dich wirklich vermisst letzte Woche Mittwoch, bitte tu so etwas nie wieder), der Heimat von John K. Samson, genauer gesagt. Und so beginnt auch „Provincial“ mit einem Song über den kanadischen Highway 1. Samson drückt darin die Verlorenheit und Isolation beim alleinigen Autofahren besser aus als ich das je könnte; denn wer kennt das nicht, wenn blöde Satelliten behaupten, man sei nirgendwo?
Und so fahren wir weiter durch Manitoba, vorbei an der kleinen Stadt Riverton, wo eine Lehrerin an ihre Affäre mit dem Direktor zurückdenkt („The Last And“, zum Glück hat Edna ja jetzt Ned, Skinner war eh eine Flasche). Riverton ist auch die Heimatstadt von Reggie Leach, ex NHL-Spieler (934 Spiele, 381 Tore, 285 Assists, gesamt 666 Punkte, Satan ist überall) und Angehöriger der First Nations (Überbegriff derjenigen Ureinwohner von Kanada, die nicht zu den Inuit zählen – noch mal danke, Wikipedia), für den Samson in dem Song „Ipetitions.com/Petition/Rivertonrifle“ eine längst überfällige Aufnahme in die Hockey Hall of Fame fordert, because „Reggie on a playoff run could make a dad go buy that new tv“.
Wirklich jeder Song hier wäre eine Nennung wert, ob „Stop Error“ oder „When I Write My Master’s Thesis“, die beide Samsons Neigung zu Videospielen verraten – der erstere referenziert Call Of Duty 4 und ist eine wunderschöne Interpretation eines Bach-Chors, der zweite, ein dreieinhalb-Minuten-Rocker, eine Meditation über die jedem Studenten bekannte Prokrastination im Angesicht anstehender Arbeiten und auch Samson ist bewusst, dass GTA hier ein massiver Zeitkiller sein kann. Hier könnte man jetzt schließen, dass Provincials Status als Soloalbum doch dadurch berechtigt ist, dass der Protagonist hier oft über Situationen von Entrücktheit, einsamer Freude und dergleichen singt (vgl. z. B. auch Oasis‘ „Listen Up“ mit dem Mantra „I don’t mind being on my own“), aber schon die Weakerthans hatten Songs, in denen sich die Katze eines Loners über dessen Einsamkeit und Antrieblosigkeit moniert.
In Kurzform: „Provincial“ von John K. Samson ist ein Superalbum von einem Supertypen. Wenn Ihr genug von 08/15-“Indie“-Bands mit belanglosen Texten, die besser aussehen als gute Songs schreiben können, oder bärtigen Naturbuschen-Folkies, die auch immer nur über das Gleiche singen, habt, hört rein, wenn Ihr Euch nicht ins eigene Knie schießen wollt.
Label: Grand Hotel van Cleef | Kaufen
« Vorherige Seite — Nächste Seite »













