Woman’s Hour live bei ByteFM

29.10.2014 von  

Foto von Woman’s HourWoman’s Hour

„Frauenstunde“ bei ByteFM: Woman’s Hour aus England um Sängerin Fiona Burgess scheinen viel Wert auf eine sachliche Ă„sthetik zu legen. Alles ist im kĂĽhlen schwarz-weiĂź gehalten, klare Formen bestimmen das Artwork. Benannt hat sich die vierköpfige Band ĂĽbrigens nach einem Radioformat der BBC, in dem vor allem feministische Themen behandelt werden.

Als sie zu Gast im ByteFM Magazin mit Michael Hager waren, haben sie ihren Song „Our Love Has No Rhythm“ live gespielt.

Patti Smith kĂĽndigt Spezial-Konzerte zum 40-jährigen Jubiläum von „Horses“ an

Foto von Patti SmithPatti Smith beim TIM Festival in Rio de Janeiro (Foto: Marie Staggat)

Die US-amerikanische Musikern Patti Smith ist nicht nur eine der letzten lebenden Punk-Ikonen, sondern war auch die erste Frau des Punkrocks. 1975 veröffentlichte sie mit ihrer Band Patti Smith Group das Album „Horses“, das heute als musikgewordener Meilenstein des Punks gilt. Bereits auf dem ersten Song „Gloria“ singt die von der Beatpoetik beeinflusste Smith: „Jesus died for somebody’s sins but not mine“ – und brachte damit den Hass auf die religiös-korrupte Mainstreamgesellschaft so deutlich wie keine zweite KĂĽnstlerin auf den Punkt.

Zum 40-jährigen Jubiläum von „Horses“ kĂĽndigte die Sängerin jetzt einige Spezial-Konzerte weltweit an. Beginnen sollen die Feierlichkeiten am 10. November, dem Datum der Veröffentlichung, mit einer groĂźen Party in New York, wie Smith dem Rolling-Stone-Magazin mitteilte.

Die Geschichte um das Erscheinungsdatum bringt Smith auch heute noch zum Lachen. UrsprĂĽnglich wollte sie, so Smith, das Album damals am 20. Oktober herausbringen, also am 121. Geburtstag des französischen Dichters Arthur Rimbaud – einer ihrer größten Inspirationen. Dann jedoch musste der Termin aufgrund von Benzinknappheit, in deren Folge die Vinylproduktion stockte, verlegt werden. Als der Labelmanager Clive Davis ihr den Alternativtermin mitteilte, konnte Smith es kaum fassen. Denn der 10. November ist der Todestag von Rimbaud.

Die Konzerte wird Smith mit zwei der ursprĂĽnglichen Bandmitglieder, dem Gitarristen Lenny Kaye und Schlagzeuger Jay Dee Daugherty sowie dem Bassisten Tony Shanahan bestreiten, mit dem sie seit Mitte der 90er-Jahre zusammenspielt.

Digger Barnes live bei ByteFM

29.10.2014 von  

Digger BarnesDigger Barnes

Katrin Bauerfeind bekommt Fernweh von seiner Musik. Reinhard Kleist sieht in ihm einen wahnsinnig tollen Geschichtenerzähler. Der ewig reisende Outsider Digger Barnes – der mysteriöse Charakter aus St. Pauli, Tennessee – besuchte uns im Zuge seines dritten Studioalbums „Frame By Frame“ und war ein weiteres Mal zu Gast im ByteFM Magazin. Dabei spielte er folgenden Song von seiner neuen Platte:

Tresor-Besitzer Dimitiri Hegemann möchte Club in Detroit eröffnen

Foto von Dimitri HegemannDimitri Hegemann (Foto: Marie Staggat)

Der Besitzer des legendären Berliner Clubs Tresor Dimitri Hegemann plant, eine stillgelegte Fabrikhalle in Detroit in einen Technoclub auszubauen. Beim dem Objekt handelt es sich um eine sechsstöckige Autofabrik namens Fisher Body 21. Das Gebäude habe eine spezielle Aura, sagte Hegemann dem Wall Street Journal und fügte hinzu, dass er nach der Renovierung eigentlich nur rotes Licht und ein gutes Sound System benötige.

Detroit und Berlin verbindet seit rund 20 Jahren eine kulturelle Brücke. Denn die nordamerikanische Stadt ist die Wiege des Technos. Detroit befand sich spätestens seit den 1980er-Jahren mit der verheerenden Krise der Automobilindustrie in einem stetigen Verfall. Innerhalb kürzester Zeit war die Stadt ruiniert, die Arbeitslosigkeit sowie die Kriminalität erreichte höchste Raten und die Architektur wurde zur verwahrlosten urbanen Wüste.

Ende der 1980er-Jahre zweckentfremdeten dann einige junge Detroiter wie Derrick May, Juan Atkins, oder Eddie Fowlkes ihre Drummachines, um eine genauso düstere wie repetitive Musik zu komponieren. Dieser neue, oft melancholische und gleichzeitig radikal tanzbare Sound, der kurze Zeit später als Detroit Techno weltweit bekannt wurde, spiegelte die soziale und kulturelle Situation der Stadt perfekt wider – und bot nicht nur eine Möglichkeit zur Katharsis, sondern auch zur temporären Flucht aus dem rauen Alltagsleben.

Es war aber auch der geeignete Soundtrack fĂĽr eine Generation im Aufbruch – und passte daher nur allzu gut in das anarchische Berlin der Nachwendezeit, das mit seinen riesigen Brachflächen und Ruinen architektonisch an Detroit erinnerte. Doch während sich Detroit im Niedergang befand, blĂĽte Berlin als Zentrum der internationalen Clubkultur auf, nicht ohne den musikalischen Import aus Detroit.

Mit dem Projekt möchte Dimitri Hegemann der nordamerikanischen Stadt das zurĂĽckzahlen, was Berlin ihr „schuldet“. Während er dabei von der Chefin der Detroiter Stadtbehörde Raquel Castañeda-LĂłpez, die im FrĂĽhjahr den Tresor persönlich besuchte, unterstĂĽtzt wird, sind einige Detroiter skeptisch. Denn obwohl das Berlin der 90er-Jahre einige Parallelen zum heutigen Detroit aufweist, seien die Unterschiede noch größer, sagte der Architekt Ed Siegel der Zeitung Detroit Free Press. Die Stadt sei inzwischen fast bankrott und das größte Problem sei soziokultureller Natur. „Wir haben kein Jetset-Publikum, das ĂĽber das Wochenende zu uns kommt“, so Siegel. Doch Hegemanns Enthusiamus ist ungebrochen. Im November trifft er sich mit Dan Gilbert, dem GrĂĽnder von Quicken Loans. Ihm, so sagte er der Detroit Free Press, wĂĽrde er erklären, warum Berlin heute so hip sei.

Tickets fĂĽr Tina Dico in Dortmund

28.10.2014 von  

Foto von Tina DicoTina Dico

Im Jahr 2010 war die dänische Singer-Songwriterin Tina Dico zum ersten Mal zu Gast im Dortmunder Konzerthaus, am 6. November ist es nun wieder so weit.

In Dänemark genieĂźt die Musikerin, die seit nunmehr 10 Jahren im Geschäft ist, schon lange einen gewissen Star-Status. Sie fĂĽllt groĂźe Hallen und spielte als Headliner auf der HauptbĂĽhne des Roskilde Festivals. Dazu wird sie mit Preisen und Auszeichnungen ĂĽberhäuft: Neben zahllosen Musikpreisen hat sie fĂĽr ihren Soundtrack zum Film „Old Boys“ zwei dänische „Oscars“ verliehen bekommen.

Tina Dico hat ein Händchen dafür, mit ihrer wunderschönen Stimme viele unterschiedliche Emotionen in einem Song einzufangen. Überzeugen kann man sich davon am besten auf ihren Live-Shows.

ByteFM präsentiert das Konzert von Tina Dico im Konzerthaus in Dortmund und verlost 2Ă—2 Gästelistenplätze. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 3. November mit dem Betreff „Dico“ und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

06.11.14 Dortmund – Konzerthaus (im Rahmen der Reihe „Pop-Abo“)

Neue Platten: Groundation – „A Miracle“

Cover des Albums A Miracle von GroundationGroundation – „A Miracle“ (Soulbeats)

8,6

Auf neue Alben von Groundation wartet die weltweite Reggaeszene sehnsüchtig. Seitdem die Musik der kalifornischen Band über ihre Heimat hinaus bekannt wurde, zählt die Band um den mehr als charismatischen Sänger Harrison Stafford als die Rootsreggae-Band überhaupt. Regelmäßig werden ihre Auftritte in Hamburg, San Francisco, Barcelona, Paris, London oder wo auch immer mächtig gefeiert. Ihr Mix aus tiefem Rootsreggae und ausgefeiltem Jazz kommt an. Es scheint so, als ob gerade diese anspruchsvolle Herangehensweise den Unterschied macht und die Band aus dem Allerlei heraushebt. Einen wesentlichen Anteil hieran haben die virtuosen Musiker der Band, aber vor allem Harrison Stafford und Marcus Urani.

Mit „A Miracle“ legen die Kalifornier ihr neues Werk vor. Randvoll angefĂĽllt mit dem, was man von ihnen erwartet: verdammt ausgeklĂĽgelt komponierter und gespielter Reggae! Und selbstverständlich mit erlesenen Gästen. Dieses Mal geben sich zwei von drei I-Threes die Ehre: Marcia Griffiths und Judy Mowatt. Ein dritter Gast wurde bis zum Veröffentlichungsdatum geheim gehalten, um Spannung zu erzeugen. Es handelt sich um einen Beitrag der Sängerin Kim Powell, also einer weiteren Frau, die auf „Cupid’s Arrow“ ähnlich wie Judy Mowatt eher sanfte, soulige Töne beisteuert.

Als Produzenten des Albums haben Harrison Stafford und Marcus Urani, der unglaublich talentierte Tastenmann der Band, gemeinsame Sache gemacht. Insofern verwundert es nicht, dass Reggae und Jazz nahezu gleichwertig nebeneinanderstehen (man höre sich z. B. den Titeltrack featuring Judy Mowatt an). Dennoch erscheinen die Tracks auf „A Miracle“ eine Spur eingängiger als es bei frĂĽheren Alben der Fall war.

„A Miracle“ setzt den eingeschlagenen Weg der Kalifornier ĂĽberzeugend fort. Tief spirituell, spielfreudig, offen fĂĽr musikalische Erfahrungen und auf einem (wie immer) sehr hohen Niveau. Die alten und neu hinzukommenden Fans werden ihre Freude an diesem Album haben! Schon jetzt ist klar, dass es in keiner anspruchsvollen Sammlung fehlen darf.

Label: Soulbeats
Kaufen: artistxite-Shop

Charts KW 44

28.10.2014 von  

Die meist gespielten Alben der letzten zwei Wochen bei ByteFM.

Caribou beweist, dass er mehr ist als nur eine Eintagsfliege: Sein Album „Our Love“ belegt jetzt schon zum dritten Mal Platz 1 der ByteFM Charts. Der zweite und der dritte Rang sind hingegen neu besetzt: Adam Bainbridge alias Kindness ist mit seinem zweiten Album „Otherness“ der Zweitplatzierte dieser Woche, während der Vorwochen-Zweite Aphex Twin weit abgeschlagen auf Platz 11 liegt. „You’re Dead!“, der neue Langspieler von Flying Lotus, schafft es auf den dritten Platz und verdrängt somit die Briten alt-J aus den Top 3 unserer Hitparade.

Die Albumcharts (Platzierungen der Vorwoche)

1. Caribou – Our Love (1)
2. Kindness – Otherness (5)
3. Flying Lotus – You‘re Dead! (6)
4. Mutter – Text Und Musik (7)
5. Foxygen – …And Star Power (12)
6. SBTRKT – Wonder Where We Land (8)
7. Alt-J – This Is All Yours (3)
8. She Keeps Bees – Eight Houses (4)
9. Prince – Art Official Age (11)
10. Jessie Ware – Tough Love (neu)
11. Aphex Twin – Syro (2)
12. Seekae – The Worry (-)
13. Warm Graves – Ships Will Come (10)
14. Dorian Concept – Joined Ends (neu)
15. Jason And Theodor – Life Under Palm Trees (neu)

Downloads der Alben findet Ihr bei unserem Partner artistxite.

Tickets fĂĽr Foxygen

27.10.2014 von  

Foto von der Band FoxygenFoxygen

Die Erfolgsgeschichte von Foxygen begann 2011 mit einer Demo-EP, die Jonathan Rado und Sam France dem Musiker und Produzenten Richard Swift in die Hand drĂĽckten. Der war sofort begeistert von dem Psychedelic-Rock mit starkem 60s-Einschlag und ein paar Monate später erschien auch schon das DebĂĽtalbum „Take The Kids Off Broadway“.

Mittlerweile hat das Duo aus Kalifornien schon sein drittes Album „…And Star Power“ veröffentlicht und besticht durch seine energiegeladenen und hals- bzw. beinbrecherischen Live-Shows. Im November kommen Jonathan Rado und Sam France fĂĽr ein Konzert nach Berlin.

ByteFM präsentiert das Konzert und verlost exklusiv unter Mitgliedern des Fördervereins „Freunde von ByteFM“ 1Ă—2 Gästelistenplätze. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 2. November mit dem Betreff „Foxygen“ und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerin oder den Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

Ihr seid noch kein Mitglied in unserem Förderverein? Hier erfahrt Ihr, wie Ihr ByteFM unterstützen und die Vorteile einer Mitgliedschaft genießen könnt.

Der Termin:

05.11.14 Berlin – Frannz

Cursive veröffentlichen „The Ugly Organ“-Reissue

Foto von CursiveCursive

Mit „The Ugly Organ“ schuf die US-amerikanische Band Cursive 2003 einen Meilenstein des Post-Hardcore. Ein Musikstil, der den von Punkrock und Metal beeinflussten US-Hardcore Anfang der 2000er-Jahre von seiner testosterongeschwängerten Gitarrenriffverliebtheit und den starren Strophe-Refrain-Strukturen befreite.

Jetzt kĂĽndigte die Band aus Omaha an, Ende November, also zweieinhalb Jahre nach der Veröffentlichung ihres letzten Albums „I Am Gemini“, eine neu gemasterte Version von „The Ugly Organ“ zu veröffentlichen – zusammen mit acht zusätzlichen Songs, die fĂĽr die ursprĂĽngliche Version geplant waren.

Das Konzeptalbum, fĂĽr das sich die Band mithilfe neuer Instrumente wie Cello und Orgel auch soundmäßig neu erfand, handelt neben Gewissensbissen und sexueller Orientierungslosigkeit von den fremdgesteuerten Erwartungen einer Emo-Band. So steigt Sänger Tim Kasher nicht selten auf die und reflektiert etwa im Song „Art Is Hard“ die klischeehafte Reduktion des KĂĽnstlers als leidgeplagte Figur: „Cut it out / your self inflicted pain / is getting too routine / the crowds are catching on / to the self-inflicted song“.

Entgegen aller Kritik, die man an der Wiederveröffentlichung ohne wirklichen Grund üben könnte, könnte die neue Version einige neue Hörer erschließen. Denn mit dem energetischen Cellospiel von Gretta Cohn und dem brüchigen, zwischen Wahn und Klarheit pendelnden Gesang schufen Cursive einen bis heute unkopierten Sound zwischen Hardcore, entschleunigtem Emo-Punk und von catchigen Melodien gesättigtem Indiepop.

Das Album wird als Doppel-CD und –LP erhältlich sein und neben raren Fotos und handgeschriebenen Lyrics auch eine textliche Einführung des Musikjournalisten Kyle Ryan enthalten. Im Februar steht eine Tour durch die USA an. Ob und wann Cursive nach Europa kommen, steht zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht fest.

artistxite Charts vom 20.10. bis 26.10.2014

27.10.2014 von  

artistxite Charts

Einmal in der Woche stellen wir die Charts unseres Partners artistxite vor, einem Musik-Download-Shop mit redaktioneller Begleitung. Alle in den Charts vertretenen Veröffentlichungen können im Shop von artistxite gekauft werden.

1. Jessie Ware„Tough Love“
2. Thurston Moore„The Best Day“
3. Ex Hex„Rips“
4. Mark Lanegan Band„Phantom Radio“
5. …And You Will Know Us By The Trail Of Dead„IX“
6. Foxygen„…And Star Power“
7. Kele„Trick“
8. Caribou„Our Love“
9. Weezer„Everything Will Be Alright In The End“
10. Flying Lotus„You’re Dead!“
11. Julian Casablancas & The Voidz„Tyranny“
12. Iceage„Plowing Into The Field Of Love“
13. Kindness„Otherness“
14. Peaking Lights„Cosmic Logic“
15. Zola Jesus„Taiga“
16. SBTRKT„Wonder Where We Land“
17. alt-J„This Is All Yours“
18. The Growlers„Chinese Fountain“
19. Aphex Twin„Syro“
20. Goat„Commune“

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