Heute vor 45 Jahren ist der Soundpionier Joe Meek gestorben
03.02.2012 von Redaktion
Andrew King | Flickr | (CC BY-SA 2.0)
Robert George Meek hat die Musikwelt viel zu verdanken. Der unermüdliche Bastler war einer der ersten Produzenten, der mit Mehrspuraufnahmen experimentierte (vorher wurden Musik fast immer live, „as-it-is“, eingespielt). Darüber hinaus experimentierte er mit Echo-Effekten, selbstgebauten Hallspiralen und gepitchten Gesangsaufnahmen (noch vor den Chipmunks!).
Heute hört man nicht mehr viel von seiner Musik, was zum Teil auch daran liegt, dass er sie auf die damaligen Hörgewohnheiten (kleine Röhrenradios und Kofferplattenspieler) anpasste und heute nicht mehr unserem Standard von „Hi-Fi“ entsprechen. Doch zu Meeks Hochzeit in den frühen 60ern setzten sich seine so produzierten Tracks hörbar durch, was zu auch zu kommerziellen Erfolgen führte – darunter 40 Platzierungen Meek-produzierter Singles in den englischen Top 50, die von ihm komponierte und mit The Tornados aufgenommene Nummer „Telstar“ erreichte sogar als erste Single einer englischen Band die Spitze der amerikanischen Charts. Sein Studio avancierte dadurch schnell zur Adresse Nr. 1 für angehende Popstars – so gaben sich dort u.a. David Bowie, Tom Jones und Ritchie Blackmore die Klinke in die Hand. Nur Rod Stewart stieß beim Maestro nicht auf Gegenliebe: Als Ersterer bei Meek vorsang, steckte sich dieser die Finger in die Ohren und hörte nicht mehr auf, laut vor sich her zu singen, bis Stewart das Studio verlassen hatte.
Wie so oft lag auch bei Joe Meek Genie und Wahnsinn nah beieinander: Er ging nachts auf Friedhöfe, um dort Stimmen aus dem Jenseits aufzunehmen und befragte den ägyptischen Pharaoh Rames mit Ouija-Boards nach dem Hitpotenzial seiner neuen Produktionen. Sein großes Idol war Buddy Holly und als ein Tarot-Spiel ihm offenbarte, dass Holly am 3. Februar 1957 das Zeitliche segnen würden, versuchte Meek vergeblich ihn zu warnen. Merkwürdigerweise starb Buddy Holly dann auf den Tag genau ein Jahr später.
An Hollys achtem Todestag, heute vor 45 Jahren, nahm sich Joe Meek nach vorangegangenen kommerziellen Misserfolgen, Drogensucht und der Ächtung im Großbritannien der 60er als geouteter Homosexueller das Leben.
Tickets für Blouse
03.02.2012 von Redaktion
Portland ist ja bekanntlich das neue Seattle, und aus ebendieser Stadt mit dem fast schon unheimlichen Ausschuss an Indie-Bands kommt auch das Trio Blouse, das mit seinem kühlen, verträumte Elektropop samt Post-Punk-Anleihen hervorragend auf den Drive-Soundtrack gepasst hätte.
ByteFM präsentiert die Tour von Blouse und verlost 3×2 Karten. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 09.02. eine Mail mit dem Betreff „Blouse“, Eurer Wunschstadt und Eurem Vor-und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per Mail.
11.02.2012 Köln – King Georg
12.02.2012 Hamburg – Astra Stube
13.02.2012 Berlin – Comet Club
14.02.2012 Würzburg – Cairo
Alles Gute zum 70. Geburtstag, Graham Nash!
02.02.2012 von Redaktion
Graham William Nash, geboren am 2. Februar 1942, hat beachtliche sieben Dekaden hinter sich. Erstmals Bekanntheit erlangte er mit der britischen Beat-Gruppe The Hollies, deren Gitarrist, Sänger und Hauptsongwriter er gewesen ist. 1968 gründete er mit David Crosby von den Byrds und Stephen Stills von Buffallo Springfield die Super-Group Crosby, Stills and Nash, der sich bald darauf auch Neil Young anschloss. In dieser Besetzung bespielten sie auch das legendäre Woodstock-Festival. Nash ist auch als Fotograf und Anti-Atomkraftgegner in Erscheinung getreten und gibt heute noch mit seinem Kumpel David Crosby Konzerte (z.B. auch unlängst auf der Straße im Zuccotti Park für die Anhänger der Occupy-Wall-Street-Bewegung).
Ein großes Special zu Graham Nash gibt es heute Abend um 23 Uhr im Kramladen mit Volker Rebell. Und nächste Woche zündet auch Heinz-Jürgen Maaßen in seiner Sendung Rock-Ola 70 kleine Kerzchen für den alten Hippie an.
Spaceman Spiff
02.02.2012 von Redaktion

Der Hamburger Musiker Spaceman Spiff hat uns im Bunker besucht. Seinen Künstlernamen entlehnte er den Comics von Calvin und seinem Stofftiger Hobbes. Gemeinsam mit Sidekick Felix am Keyboard spielte er exklusiv für ByteFM das bisher unveröffentlichte Stück „Gedankenstricke Drei“.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Spaceman Spiff – Gedankenstricke Drei (Live @ ByteFM)
Ist das Kunst oder kann das weg?
02.02.2012 von Redaktion
Andrew Malone | Flickr | (CC BY 2.0)
Hier alle Links zu den Liedern der ersten Februar-Ausgabe von der „Initiative Herz Statt Kommerz“.
Und wie immer gilt: Falls die Links nicht funktionieren, weil die Künstler/Labels die MP3s von ihrer Seite genommen haben, bitte nicht böse sein. Wir selektieren und verlinken lediglich, weisen also nur auf die Downloads hin.
Caged Animals – All The Beautiful Things In The World
Golden Road – Trippple Nippples – Oli Chang Remix
Big Spider’s Back – Dead Channel
A Classic Education – Baby, It’s Fine
Grass Widow – Walking Out On Love
Foot Village – Lovers with Iraqis (Algodón Egipcio Remix)
Stellar Om Source – Island Best
d‘Eon ft. Marie Jane – Kiss Me
La Sera – Please Be My Third Eye
Rose Melberg – Old Days feat. Adrian Teacher
A Winged Victory For The Sullen – A Symphony Pathetique (Montauk In February Remix)
Wugazi – Sleep Rules Everything Around Me
Tickets für First Aid Kit
02.02.2012 von Redaktion
Ihr neues Album „The Lion’s Roar“ haben die Schwestern Johanna und Klara Söderberg in Omaha, Nebraska aufgenommen. Raus aus Schweden, hinein in den mittleren Westen der USA mit seinen unendlich weiten Feldern, den Ranches und träge fließenden Flüssen. Es sind Bilder, die mit keiner anderen Musik so verknüpft sind wie mit dem sehnsuchtsvollen Americana von Crosby, Stills und Nash oder auch Conor Oberst. Der gibt sich auch auf „The Lion’s Roar“ im Song „King Of The World“ die Ehre. Sein langjähriger Weggefährte Mike Mogis hat das Album produziert, und man meint es zu hören. Üppiger und ausgefeilter als noch auf dem Debüt „The Big Black & The Blue“ klingen First Aid Kit, die wunderschön verwobenen Stimmen und Harmonien sind geblieben. Um Americana muss man sich weiterhin keine Sorgen machen.
ByteFM präsentiert die Tour von First Aid Kit und verlost exklusiv unter Mitgliedern des Fördervereins „Freunde von ByteFM“ für jedes Konzert 1×2 Karten. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns einfach bis zum 07.02 eine Mail mit dem Betreff „Erste Hilfe“, Eurer Wunschstadt und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per Mail.
Ihr seid noch kein Mitglied in unserem Förderverein? Hier erfahrt Ihr, wie Ihr ByteFM unterstützen und die Vorteile einer Mitgliedschaft genießen könnt.
13.02.2012 Hamburg – Prinzenbar
14.02.2012 Köln – Gebäude 9
18.02.2012 Frankfurt – Brotfabrik
19.02.2012 Berlin – Postbahnhof
Die ByteFM Charts KW 05
31.01.2012 von Redaktion
Die am meisten gespielten Platten bei ByteFM in den vergangenen zwei Wochen. Das neue Jahr wirft ordentlich neue Platte in die Welt, doch unsere Moderatoren scheint das nicht zu sehr zu interessieren. Leichte Veränderungen an der Spitze der ByteFM Charts. Unsere neue Nummer Eins ist Wiley, der vier Positionen gewinnt und gefolgt wird von der letztwöchigen Spitzenreiterein. Laura Gibson also auf Platz Zwei. Diagrams verharren in der dritten Woche in Folge auf Platz Drei.
Auch in den Trackcharts gibt es an der Spitze kaum Änderungen. Das letztwöchige Dreiergespann tauscht nur untereinander die Positionen. Diagrams steigen von Platz Zwei auf die Spitzenposition, Grimes kann ebenfalls einen Platz gut machen, die Zwei also für sie. Laura Gibson fällt zwei Plätze und belegt diese Woche den dritten Platz der ByteFM Trackcharts.
Die Albumcharts (Platzierungen der Vorwoche)
1. Wiley – Evolve Or Be Extinct (5)
2. Laura Gibson – La Grande (1)
3. Diagrams – Black Light (3)
4. Dear Reader – Idealistic Animals (12)
5. The Soft Hills – The Bird Is Coming Down To Earth (neu)
6. The Big Pink – Future This (4)
7. Francois And The Atlas Mountains – E Volo Love (11)
8. French Films – Imaginary Future (6)
9. Nada Surf – The Stars Are Indifferent To Astronomy (neu)
10. Guided By Voices – Let’s Go Eat The Factory (neu)
11. Me Succeeds – Rongorongo (10)
12. Grimes – Visions (9)
13. The Maccabees – Given To The Wild (neu)
14. Trailer Trash Tracys – Ester (2)
15. New Black – Couper Decaler Electronique (13)
Die Trackcharts (Platzierungen der Vorwoche)
1. Diagrams – Tall Buildings (2)
2. Grimes – Genesis (3)
3. Laura Gibson – La Grande (1)
4. French Films – Golden Sea (-)
5. Me Succeeds – Teachers (4)
6. Wiley – Boom Blast (8)
7. Guided By Voices – The Unsinkable Fats Domino (neu)
8. Robag Wruhme – Tulpa Ovi (-)
9. Francois And The Atlas Mountains – Les Plus Beaux (15)
10. Dillon – Abrupt Clarity (-)
11. The Big Pink – Hit The Ground (Superman) (neu)
12. The Black Atlantic – Madagascar (14)
13. Einar Stray – Arrows (13)
14. Bondage Fairies – Fantasy Outfit (neu)
15. Prinzhorn Dance School – Seed Crop Harvest (9)
ByteFM Tanzklub am 2. Februar 2012 im Fundbureau Hamburg
31.01.2012 von Redaktion

Bevor die Frühlingsgefühle ausbrechen können, hat der Winter uns noch einmal fest im Griff. Um Eure Stimmung zu heben, haben wir auch am kommenden Donnerstag im Fundbureau den ByteFM Tanzklub einberufen. Dieses Mal mit geballter Man-Power: Unsere ByteFM-DJs Sebastian Hampf und Patrick Ziegelmüller legen Musik auf. Die Bildinstallationen von Georg Kühn sind immer eine Augenweide und an diesem Donnerstag werden Euch seine Projektionen zum Schwanken bringen. Zusammen verwandelt dieses Dreamteam das Fundbureau in den ByteFM Tanzklub.
ByteFM Tanzklub am 2. Februar 2012. Der Eintritt ist frei. Los geht’s um 22 Uhr. Das Fundbureau findet Ihr an der Sternbrücke in Hamburg. Weitere Infos findet Ihr auch auf unserer Facebook-Seite.
Savage Music wird 100! Fans fragen, Jon Savage antwortet.
31.01.2012 von Redaktion
incrediblethots | Flickr | (CC BY-NC-ND 2.0)
Am 12.Februar läuft bei ByteFM die 100. Ausgabe von Savage Music, die Sendung unseres prominentesten britischen Mitarbeiters. Zur Feier des Tages spielt Jon Eure Wunschmusik. Aber Ihr könnt Euch nicht nur gezielt Songs bei Jon wünschen, Ihr könnt ihn auch auf die Suche schicken in seine weitläufigen Archive.
Welchen Song würde er bei seiner Beerdigung spielen? Mit welcher Platte hat er angefangen, sich für Minimal Techno zu interessieren? Was war die erste Platte, die er sich je gekauft hat? Zu welcher Musik hat er sich zum ersten Mal verliebt? Die Platte für die Insel?
Mit solchen Fragen könnt Ihr Jon Savage konfrontieren und beglücken. Schickt eine Mail bis zum 6.Februar an radio@byte.fm und seid gespannt auf die 100. Ausgabe von Savage Music, am Sonntag, 12. Februar, 22 Uhr.
Neue Platten: Moss – „Ornaments“
31.01.2012 von Monique Schmiedl
(Excelsior Recordings)
8,1
„A Real Hero Dies In The End“, so der Titel eines Songs von Moss‘ neuer Platte „Ornaments“. Hoffentlich nicht! Denn dann wäre das neue Werk der Holländer vollkommen zu kurz gekommen und schnell in die „Dead-But-Still-Somehow-Alive“-Ecke geschoben. Schließlich haben die vier Herren das Potenzial, die neuen Helden der Indie-Pop-Szene zu werden.
„Ornaments“ ist das dritte Album der Band, die in Deutschland kaum bekannt ist, in den Niederlanden allerdings durchaus mit Fans herhalten kann. Die Helden in spe machen wunderbar leicht anklingenden Pop mit heftigem Indieeinschlag. Die Schwerter unserer Ritter sind Gitarren- und Tamburinförmig, das Ross, auf das sie gestiegen sind (alle vier auf ein einziges) klappert mit den Hufen, wie rhythmisches Händeklatschen. Ihre Ritterrüstung ist geschmiedet aus einer einprägsamen Gesangsstimme (fast ein wenig an Clap Your Hands Say Yeah erinnernd) und typischem Indiesound. Und so machen sie sich auf den Weg, die eingesperrte Prinzessin zu retten. Das arme Ding hockt im hohen Turm und langweilt sich mit abgeschmackten Sounds rum, ihre Anlage ist kaputt, lediglich der MP3-Player funktioniert noch und spielt in Endlosschleife dieselbe Playlist.
Ja. So könnte die Geschichte unseres vierköpfigen Moss-Helden anklingen. Natürlich befreit er die Prinzessin am Ende mit großem Trara und viel Konfetti. Aber wie macht er das? Ganz einfach – mithilfe altehrwürdiger Methoden. Moss spielen die Gitarren groß, geben dem zappeligen Takt den Vorrang und konzentrieren sich auf den guten alten Indiesound. Keine großartigen Experimente, keine Ausflüge in benachbarte Genres. Einfach guter Indie-Pop. Die Songs stimmen in sich, sie klingen großartig locker und unbeschwert, sie lassen Zehen tippen und Finger trippeln. Die Melodien sind einfach und noch beim ersten Hören mitsummbar.
„Ornaments“ ist ein gelungenes Indie-Pop-Album, das ein Happy End unseres Helden vermuten lässt. Wenn er sich seine Waffen beibehält, sich das Pferd schnappt und die Prinzessin befreit, dann stehen die Chancen für ein heldenhaftes Überleben mehr als gut.
Label: Excelsior Recordings | Kaufen














