Tickets f√ľr The War On Drugs in Berlin

16.10.2014 von  

Foto von Adam Granduciel von The War On DrugsAdam Granduciel von The War On Drugs

The War On Drugs ist eine Indie-Rock-Band aus Philadelphia, Pennsylvania, und besteht aus Adam Granduciel, David Hartley, Robbie Bennett und Patrick Berkery. 2005 von Kurt Vile und Granduciel gegr√ľndete, stieg ersterer kurz nach dem Deb√ľtalbum „Wagonwheel Blues“ aus, um sich auf seine Solokarriere zu konzentrieren.

Dem Erfolg der Band tat das aber keinen Abbruch: 2011 erschien das Nachfolgealbum „Slave Ambient“, mit dem The War On Drugs der langverdiente Durchbruch gelang, dieses Jahr im M√§rz das dritte Studioalbum „Lost In The Dream“, das an den Erfolg des Vorg√§ngers ankn√ľpft.

Ende Oktober spielen The War On Drugs live in Berlin.

ByteFM pr√§sentiert das Konzert und verlost exklusiv unter Mitgliedern des F√∂rdervereins „Freunde von ByteFM“ 2√ó2 G√§stelistenpl√§tze. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 22. Oktober mit dem Betreff „Drugs“ und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

Ihr seid noch kein Mitglied in unserem F√∂rderverein? Hier erfahrt Ihr, wie Ihr ByteFM unterst√ľtzen und die Vorteile einer Mitgliedschaft genie√üen k√∂nnt.

Der Termin:

27.10.14 Berlin – Huxleys Neue Welt

artistxite Album der Woche:
Foxygen – „‚ĶAnd Star Power“

16.10.2014 von  

Cover des Albums ‚ĶAnd Star Power von FoxygenFoxygen – „‚ĶAnd Star Power“ (Jagjaguwar)

„‚ĶAnd Star Power“ von Foxygen ist Album der Woche bei unserem Partner artistxite.

Es mutet im ersten Moment etwas konzeptlos an, ein Album mit 24 Songs und fast eineinhalb Stunden Laufzeit herauszubringen ‚Äď irgendetwas wird schon passen. Was Foxygen auf „‚ĶAnd Star Power“ pr√§sentieren, ist jedoch keineswegs wahllos. Es ist ein bunter Teller voll vielseitiger Psychedelic-Popsongs, auf dem man mit Freude nach den sch√∂nsten St√ľcken suchen darf.

Ihre kalifornische Heimat h√∂rt man Foxygen zu jeder Zeit an. Ein hippiesker, von den 60er- und 70er-Jahren inspirierter Sound durchzieht das gesamte Werk. Hatte ihr vorheriges Album „We Are The 21st Century Ambassadors Of Peace & Magic“ noch mit Hits wie „Shuggie“, „No Destruction“ und vor allem „San Francisco“ gegl√§nzt, entwickelt „‚ĶAnd Star Power“ seinen Reiz aus der Gesamtheit der Songs.

Mit dichten Schwaden aus flirrenden, sonnengetr√§nkten Gitarren und verhalltem Gesang betten Foxygen den H√∂rer die meiste Zeit weich, um hin und wieder kleine Momente des Ausbruchs zu liefern, wie etwa mit „Cosmic Vibrations“ und „How Can You Really“. Ansonsten schwebt „‚ĶAnd Star Power“ geschmeidig dahin und funktioniert als perfekter Soundtrack, um die Gedanken in Ruhe abschweifen zu lassen.

Das Duo orientiert seinen Sound h√∂rbar an Vorbildern wie den Stones und klingt auf eine wunderbare Weise gestrig, ohne den modernen Anspruch vermissen zu lassen. Wer bereits sein Pl√§tzchen in der verschrobenen Galaxie von Jonathan Rado und Sam France gefunden hat, darf sich an einem psychedelischen Trip erster G√ľte erfreuen. Alle anderen schnappen sich ein Kissen und legen sich einfach mal dazu.

Weitere Neuerscheinungen besprechen wir in unserem neuen wöchentlichen Podcast. Alle vorgestellten Veröffentlichungen findet Ihr auch im Download-Shop unseres Partners artistxite. Weitere Album-Empfehlungen von artistxite findet ihr im artistxite-Blog.

Vor 50 Jahren starb Cole Porter

15.10.2014 von  

Cole Porter

Etliche Jazz-Standards stammen aus der Feder von Cole Porter. Der US-amerikanische Komponist schrieb Hits wie „Night and Day“, „I Get a Kick Out of You“ und „Well, Did You Evah!“, die in den Versionen von S√§ngerinnen wie Ella Fitzgerald und S√§ngern wie Frank Sinatra bekannt worden. Schon zu Beginn seiner Karriere schrieb Cole Porter St√ľcke f√ľr den Broadway. Sp√§ter komponierte er ganze Musicals, darunter „Paris“ 1928 und „Anything Goes“ 1934.

Seine wohlhabende Familie hatte einen anderen Weg f√ľr Porter vorgesehen. Er wuchs als Einzelkind auf, seine beiden √§lteren Geschwister waren vor seiner Geburt am 9. Juni 1891 gestorben. Er erhielt zwar schon als Kind Geigen- und Klavierunterricht, schrieb gemeinsam mit seiner Mutter Musik, doch die Eltern h√§tten ihn gern als Juristen gesehen. Im Alter von 18 Jahren ging Porter nach Yale, sp√§ter wechselte er nach Harvard und schwenkte dort vom Jura- zum Musikstudium um.

Gro√üen Eindruck hinterliess bei ihm eine Europareise, die ihm sein Gro√üvater geschenkt hatte. Nach Europa kehrte er w√§hrend des Ersten Weltkriegs zur√ľck. Porter lebte von 1918 an in Paris, wo er f√ľr seine ausschweifenden Partys bekannt wurde. Hier traf der Musiker auch Linda Lee Thomas kennen. Sie heirateten im Dezember 1919, obgleich Porter sich mehr f√ľr M√§nner als f√ľr Frauen interessierte. Sie blieben jedoch bis zu Thomas Tod im Jahr 1954 ein Paar.

Ende der 1920er gingen die Porters zur√ľck in die USA, wo Porter erste gro√üe Erfolge am Broadway hatte. Mit „Paris“ sicherte sich Porter 1928 eine renommierte Position in der Szene. Ein Riss kam in sein Leben durch einen schweren Reitunfall im Oktober 1937. Cole Porter musste sich mehr als 30 Operationen unterziehen, hatte Schmerzen beim Klavierspielen. Doch er blieb mit Leidenschaft bei der Musik. Die zeigte sich im Erfolgsmusical „Kiss Me, Kate“ 1948.

In den 50er Jahren erlitt Porter mehrere harte Schicksalsschläge: Innerhalb von zwei Jahren starben seine Mutter und seine Frau Linda. Und nach langjährigen Beschwerden musste Porters rechtes Bein amputiert werden. Das brach seinen Lebensmut. Cole Porter starb am 15. Oktober 1964 in Kalifornien.

Tickets f√ľr das √úberjazz Festival 2014

15.10.2014 von  

Foto von Ishmael Butler von Shabazz PalacesIshmael Butler, der mit Shabazz Palaces auf dem diesjährigen Überjazz Festival auftritt (Foto: Patrick O’Brien-Smith)

Vom 24. bis zum 26. Oktober findet Hamburgs charmantes, genrebefreites Indoor-Festival, das √úberjazz, zum nunmehr f√ľnften Mal auf Kampnagel statt. Am Freitag und Samstag als vielleicht angenehmste Form der musikalischen Reiz√ľberflutung in vier Spielst√§tten unter einem Dach, w√§hrend der Sonntag ausschlie√ülich dem Abschlusskonzert auf der Hauptb√ľhne vorbehalten ist.

Dieses Jahr sind u. a. dabei: Shabazz Palaces, Bohren & Der Club Of Gore, Robert Glasper Experiment feat. Bilal, José James with Ensemble Resonanz String Quartet, Jacques Palminger & 440 Hz Trio, Felix Kubin And Mitch&Mitch. Das vollständige Line-up gibt es auf der Festival-Website.

ByteFM pr√§sentiert das √úberjazz Festival und verlost exklusiv unter Mitgliedern des F√∂rdervereins 2√ó2 G√§stelistenpl√§tze f√ľr alle drei Tage. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 21. Oktober mit dem Betreff „√úberjazz“ und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

Ihr seid noch kein Mitglied in unserem F√∂rderverein? Hier erfahrt Ihr, wie Ihr ByteFM unterst√ľtzen und die Vorteile einer Mitgliedschaft genie√üen k√∂nnt.

Der Termin:

24. bis 26.10.14 Hamburg – Kampnagel

Charts KW 42

14.10.2014 von  

Die meist gespielten Alben der letzten zwei Wochen bei ByteFM.

Unser vormaliger Erstplatzierter wurde in dieser Woche gleich wieder abgeh√§ngt, aber so was von! Der neue Wochensieger konnte die Konkurrenz weit hinter sich lassen: Daniel Snaith, besser bekannt als Caribou. Sein neues Album „Our Love“ hat es unseren Moderatoren offensichtlich angetan. Aphex Twins „Syro“ muss sich diese Woche mit dem undankbaren zweiten Platz zufriedengeben und alt-J d√ľrfen sich √ľber den Einstieg in die Top 3 freuen – „This Is All Yours“, das zweite Studioalbum der Engl√§nder, belegt den dritten Platz der ByteFM Charts.

Die Albumcharts (Platzierungen der Vorwoche)

1. Caribou – Our Love (3)
2. Aphex Twin – Syro (1)
3. alt-J – This Is All Yours (4)
4. SBTRKT – Wonder Where We Land (6)
5. Jens Friebe – Nackte Angst Zieh Dich An Wir Gehen Aus (2)
6. She Keeps Bees – Eight Houses (neu)
7. Thom Yorke – Tomorrow’s Modern Boxes (neu)
8. Childhood – Lacuna (neu)
9. Mutter – Text Und Musik (-)
10. Interpol – El Pintor (7)
11. Perfume Genius – Too Bright (14)
12. Simian Ghost – The Veil (5)
13. Erlend √ėye – Legao (neu)
14. Klaus Johann Grobe – Im Sinne Der Zeit (8)
15. Leonard Cohen – Popular Problems (12)

Downloads der Alben findet Ihr bei unserem Partner artistxite.

Tickets f√ľr Ane Brun in Dortmund

13.10.2014 von  

Foto von Ane BrunAne Brun

Die Singer-Songwriterin Ane Brun kommt nicht nur auf Tour viel rum: Zu Beginn ihrer musikalischen Karriere pendelte die Norwegerin zwischen Oslo, Bergen und Barcelona. Schließlich zog es sie dann nach Stockholm, wo sie auch heute noch lebt, ihre Musik schreibt und aufnimmt und ihr eigenes Label Balloon Ranger Recordings betreibt.

Seit 2003 hat sie sechs Studioalben ver√∂ffentlicht, das letzte, „It All Starts With One“, erschien 2011. Das ist nun schon ein Weilchen her, unt√§tig blieb die Musikerin in den letzten Jahren allerdings nicht. 2013 erschien ihr Album „Songs 2003-2013″ mit einer Songauswahl aus 10 Jahren Musikerinnendasein und dieses Jahr kommt die Norwegerin wieder auf Tour.

ByteFM pr√§sentiert das Konzert von Ane Brun im Rahmen des Pop-Abos im Konzerthaus Dortmund und verlost 2√ó2 G√§stelistenpl√§tze. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 19. Oktober mit dem Betreff „Ane“, Eurer Wunschstadt und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

23.10.14 Dortmund – Konzerthaus (im Rahmen der Reihe „Pop-Abo“)

artistxite Charts vom 06.10. bis 12.10.2014

13.10.2014 von  

artistxite Charts

Einmal in der Woche stellen wir die Charts unseres Partners artistxite vor, einem Musik-Download-Shop mit redaktioneller Begleitung. Alle in den Charts vertretenen Veröffentlichungen können im Shop von artistxite gekauft werden.

1. CaribouOur Love
2. Flying LotusYou‘re Dead
3. WeezerEverything Will Be Alright In The End
4. The GrowlersChinese Fountain
5. IceagePlowing Into The Field Of Love
6. alt-JThis Is All Yours
7. Zola JesusTaiga
8. Aphex TwinSyro
9. Jamie TCarry On The Grudge
10. CurtinOne For The Doghearted
11. Jens FriebeNackte Angst Zieh Dich An Wir Gehen Aus
12. The DrumsEncyclopedia
13. TweedySukierae
14. SBTRKTWonder Where We Land
15. Perfume GeniusToo Bright
16. GoatCommune
17. KraftklubIn Schwarz
18. Peaking LightsCosmic Logic
19. Tr√ľmmerTr√ľmmer
20. Gerard WayHesitant Alien

Tickets f√ľr Swans

13.10.2014 von  

Foto der Band SwansSwans

Rund 13 Jahre nach der Aufl√∂sung seiner einflussreichen, die Post-Punk- und New-Wave-Szene der 80er- und fr√ľhen 90er-Jahre ma√ügeblich pr√§genden Band Swans, hat Michael Gira Anfang 2010 zur Reunion inklusive neuer Platte aufgerufen. Im September desselben Jahres folgte mit „My Father Will Guide Me Up A Rope To The Sky“ ein neuer Geniestreich, welcher zum Jahresende in zahlreichen Bestenlisten auftauchte und nahtlos an den brachialen und dennoch durchdachten Sound jener Band ankn√ľpfte, deren Live-Performances bereits seit den fr√ľhen 80ern einen mythischen Ruf genie√üen.

Dieses Jahr erschien nun das sage und schreibe 13. Studioalbum der Experimental-Band mit dem Titel „To Be Kind“. Im Oktober k√∂nnt Ihr die neuen Songs live erleben.

ByteFM pr√§sentiert die Tour und verlost 1√ó2 G√§stelistenpl√§tze pro Konzert. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 19. Oktober mit dem Betreff „Swans“, Eurer Wunschstadt und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

Die Termine:

22.10.14 Berlin – Berghain
23.10.14 Leipzig – Schauspiel
24.10.14 Köln РGebäude 9
25.10.14 Hannover – Musikzentrum
27.10.14 Hamburg – Kampnagel
29.10.14 Dresden – Beatpol
30.10.14 Wiesbaden – Schlachthof
31.10.14 Karlsruhe – Jubez
01.11.14 M√ľnchen – Feierwerk

Ed Sullivan starb vor 40 Jahren

13.10.2014 von  

Ed SullivanEd Sullivan

Die Ed Sullivan Show war eine Sensation in den 60er Jahren. Jeden Sonntag fanden sich √ľberall in den USA Familien vor dem Fernseher zusammen um die Sendung zu sehen. Es wurde √ľber eine Stunde Unterhaltung f√ľr alle Altersgruppen geboten, doch im Ged√§chtnis bleibt die Sendung vor allem wegen des musikalischen Programms.

Ein Auftritt in der Ed Sullivan Show konnte schlagartig etwas am Erfolg und der Ber√ľhmtheit von Bands √§ndern. Sternstunden waren zum Beispiel die drei Auftritte der Beatles im Sommer 1965, die die Beatlemania befeuerten. Das Kreischen von jungen Damen ist in den Aufnahmen deutlich zu h√∂ren. Die Show konnte durchaus auch die US-amerikanischen Charts beeinflussen. Nachdem The Jackson 5 „I Want You Back“ bei Ed Sullivan dargeboten hatten, kletterte die Single 1969 auf Platz 1.

Was damals und besonders retrospektiv auffällt ist, dass Ed Sullivan vielen afro-amerikanischen Musikerinnen und Musikern eine Plattform gegeben hat. Zu den beeindruckendsten Auftritten zählen die der Supremes, von Bo Diddley und Jackie Wilson. Sullivan wurde deswegen mitunter von seinen Sponsoren, zum Beispiel Ford, unter Druck gesetzt, doch er hielt dem Stand.

Da es sich bei der Ed Sullivan Show um ein familienfreundliches Programm handelte, wurden Bands manchmal darum gebeten, ihre Texte zu √§ndern oder ein anderes Lied zu spielen. Das f√ľhrte zu Unmut bei einigen, zum Beispiel Buddy Holly, Bob Dylan, The Doors und bei den Rolling Stones, die den Refrain von „Let’s Spend The Night Together“ zu „Let’s spend some time together“ machten, jedoch live mit Augenrollen und Grimassen deutlich machten, was sie davon hielten.

Die Ed Sullivan Show wurde im Fr√ľhjahr 1971 nach 1068 Ausgaben eingestellt, weil der Sender CBS nicht mehr mit den Quoten zufrieden war. Ed Sullivan pr√§sentierte zwei Jahre sp√§ter eine Jubil√§umssendung zum 25. Geburtstag der Show. Der charismatische Moderator starb vor 40 Jahren, am 13. Oktober 1974, an Krebs.

Album der Woche: Kindness – „Otherness“

13.10.2014 von  

Kindness - OthernessV√Ė: 10. Oktober 2014
Web: kindness.es
Label: Female Energy
Kaufen: artistxite-Shop

Das verflixte zweite Album. Es ist immer von Neuem spannend: Wird sich der K√ľnstler aus den F√§ngen seines Deb√ľts freispielen? Oder ist die Angst vor Ver√§nderung zu gro√ü? Otherness von Kindness signalisiert die Andersartigkeit direkt im Titel. Er h√§tte das Album genauso gut „Timeless“ oder „Togetherness“ nennen k√∂nnen: Die H√§lfte der Songs sind Kollaborationen. Und das alles klingt ziemlich zeitlos.

Vor zwei Jahren ver√∂ffentlicht Adam Bainbridge, der Brite mit den indisch-afrikanischen Wurzeln alias Kindness sein Deb√ľtalbum mit dem provokanten Titel World, You Need A Change Of Mind. Das zugeh√∂rige Cover ist schwarz, wei√ü, schlicht: Es zeigt Bainbridges K√∂rper, zumindest den Ausschnitt zwischen Bauchnabel und Nase. Zwei Jahre sp√§ter, zweites Album: Das Cover ist farbig, n√§her, ‚Äöanders‚Äė: Die Gro√üaufnahme seines Kopfes mit undurchsichtiger Mimik stellt das zwangsl√§ufige Gegenteil zum anonymen Erstlingswerk dar. Ist es angesichts dessen nicht bezeichnend, dass gerade der Albumopener World Restart hei√üt? Und dass Kindness bei diesem Song im Hintergrund bleibt und stattdessen R&B-Wunderkind Kelela und Ade die Leadvocals √ľberl√§sst?

Und trotzdem ‚Äď oder gerade deshalb – gibt Bainbridge mehr von sich preis. Er w√ľhlt sich durch ernste Themen, offenbart St√ľck f√ľr St√ľck seine musikalische Genialit√§t, die er auf dem Vorg√§nger schon andeutet. F√ľr Songs wie I‚Äôll Be Back muss man Kindness einfach bewundern: Glasklare Klavierakkorde und warme Synthies tanzen mit einem schweren Beat und Fingersnips um die Wette ‚Äď dennoch klingt das Resultat unheimlich schwerelos. „Baby, tell me your fantasies“, haucht die bet√∂rende Stimme von Kelela auf With You, das mit dumpfen B√§ssen und einer Saxofonbegleitung die richtige Mischung aus Kitsch und tiefer Ernsthaftigkeit findet. Und mit der schwedischen Pop-Chanteuse Robyn werden auf Who Do You Love? s√§mtliche Reminiszenzen an die sp√§ten 80er ausgepackt: Rock-Orgel, sehns√ľchtige Synthies, h√ľpfende B√§sse und ein unbeschwerter Rhythmus. Die anderen Songs, darunter auch Features mit Dev Hynes alias Blood Orange, Tawiah oder M.anifest sind nicht weniger experimentell und r√ľcken Future Soul, R&B und Pop in ein neues, glanzvolles Licht.

Kindness spielt, singt, (ent)zaubert sich aus seinem Deb√ľt an einen Ort, an dem drei Dinge oberstes Gebot sind: Mut zum kollektiven Arbeiten, Mut zu neuen Experimenten und Mut, die im Albumtitel angedeutete Andersartigkeit auszuleben: „There‚Äôs a lot of great, direct contemporary-sounding pop music to choose from, but even the most mainstream of mainstream audiences might also want something that sounds different from time to time. My motivation is: ‚ÄöWhat do I feel I can do better than anyone else?‚Äė I hope I‚Äôve made that record.“

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen m√∂chte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Kindness“ und seiner/ihrer vollst√§ndigen Postanschrift an radio@byte.fm.

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