Album der Woche: Dean Blunt – „Black Metal“

27.10.2014 von  

Dean Blunt - Black MetalV√Ė: 31. Oktober 2014
Label: Rough Trade
Kaufen: artistxite-Shop

Dean Blunt bleibt ein Mysterium. Sein letztj√§hriges Deb√ľt „The Redeemer“ verzaubert, irritiert, polarisiert. F√ľr die einen ist es ein revolution√§res Meisterwerk, die anderen k√∂nnen mit den losen Songstrukturen und experimentellen Soundfetzen nichts anfangen. Etwas mehr als ein Jahr nach der Ver√∂ffentlichung k√ľndigt der Londoner seinen Wechsel zu Rough Trade Records und das Nachfolgealbum „Black Metal“ an.

Der Name macht es bereits deutlich: „Black Metal“ ist kein leichtes Album. Das puristische, v√∂llig schwarze Cover steht sinnbildlich f√ľr diese neue musikalische Richtung. „Black Metal“ ist dunkler, runder, schwerer als sein Vorg√§nger. F√ľr die oft gebrauchten cineastischen Streicher vom Vorg√§ngeralbum bleibt da wenig Platz. Der Opener „Lush“ fungiert noch am ehesten als Br√ľcke zwischen der ersten und zweiten Platte: Ein opulentes Streichersample wird mit einem „live“ klingenden Schlagzeugrhythmus und einer Akustikgitarre kombiniert.

Wie soll man diese Musik beschreiben? Es scheint unm√∂glich, die 13 ausgekl√ľgelten St√ľcke in Worte zu fassen. Eines wird jedoch schnell deutlich: Dean Blunt l√§sst Gitarren f√ľr sich sprechen. Sei es nun das vertr√§umte „Molly & Aquafina“ oder das psychedelische „50 Cent“ ‚Äď der Sound von akustischen und effektverzerrten Gitarren beschert „Black Metal“ eine ernste, erdige Komponente. Eine erfreuliche und vor allem n√∂tige Weiterentwicklung.

Trotzdem bleibt das Album nicht minder experimentell als „The Redeemer“. Songs wie „Country“ lassen den H√∂rer verst√∂rt zur√ľck: √úber zwei Minuten ergie√üt sich ein chaotischer Schauer von Ger√§uschen eines bekannten Computer-Betriebssystems und Synthies, die verd√§chtig an Zahnarztbohrer erinnern. Zug√§nglicher ist das faszinierende, 13-min√ľtige (!) „Forever“, das Takt f√ľr Takt subtil mit Saxofon und schr√§gen B√§ssen variiert wird. Etwas √ľber eine Minute betr√§gt dagegen die Spieldauer von „Hush“, einem 80s-Synthies-Sample-Traum inklusive kurzer Rap-Einlage.

√Ąhnlich seiner Musik bleibt auch der Musiker im Verborgenen: Gerade im Zeitalter unersch√∂pflicher Informationsfl√ľsse ist es ein Statement, durch konfuse Interviews und das Schweigen √ľber die eigene Vergangenheit eine geheimnisvolle Identit√§t zu kreieren. Gleichzeitig ist es ein Versuch, mehr denn je die Musik in den Vordergrund zu stellen: „Black Metal“ wird verzaubern, irritieren, polarisieren. Dean Blunt bleibt ein Mysterium.

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen m√∂chte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Dean Blunt“ und seiner/ihrer vollst√§ndigen Postanschrift an radio@byte.fm.

Sven Väth wird 50

27.10.2014 von  

Sven Väth

In der Kneipe seiner Eltern hat alles angefangen. Hier konnte sich Sven V√§th, der am 26. Oktober 1964 in Obertshausen bei Frankfurt geboren wurde, als DJ ausprobieren. Sie nahmen es ihm auch nicht √ľbel, dass er seine Bauschlosserlehre abbrach um sich voll und ganz dem Auflegen zu widmen. Befeuert wurde V√§ths Entscheidung von den drei Monaten, die er als Teenager auf Ibiza verbrachte. Hier √ľbernachtete er im Freien und verdiente sich den Eintritt zu Clubs durch’s Flyerverteilen.

Zur√ľck in Frankfurt fing er an, in Clubs aufzulegen. Sein erster fester Laden war das Dorian Gray, das damals als Treffpunkt der „New Romantics“-Szene galt. Zwei Jahre sp√§ter wechselte Sven V√§th ins Vogue und bewegte sich von Disco, Soul und Funk hin zu elektronischer Musik. Er brachte den belgischen Techno der 80er, heute als EBM bekannt, in die Frankfurter Clubs. Und V√§th machte auch selbst Musik. Die Single „Electric Salsa“ von seinem Projekt OFF landete √ľberall in Europa weit oben in den Charts.

Nur in Clubs aufzulegen war V√§th nicht genug, er wollte selbst das Zepter in der Hand halten. So kaufte er Ende der 80er die R√§umlichkeiten, in denen zuvor das Vogue beheimatet war, und er√∂ffnete seinen ersten Club, das Omen. Die Techno-Euphorie sp√ľlte alsbald Unmengen von Menschen in den Club und brachte V√§ths Karriere auf H√∂henfl√ľge. Er fing an, ausgiebig als DJ auf Tour zu gehen.

Als V√§th das Omen nach zehn Jahren schlie√üen musste, dauerte es nicht lange, bis eine neue Location am Start war. Das Cocoon wurde zu einem der besten Technoclubs Europas. Das Besondere daran: Hier konnte nicht nur getanzt, sondern auch exquisit gespeist werden. Aber auch das Cocoon schloss f√ľr immer seine T√ľren. Das mindert jedoch keineswegs Sven V√§ths Schaffenkraft. Auch mit 50 ist er noch regelm√§√üig hinterm DJ-Pult zu sehen, betreibt das Cocoon-Label, und werkelt an zahlreichen weiteren Baustellen.

John Peel starb vor 10 Jahren

25.10.2014 von  

John PeelJohn Peel

Nicht nur in Gro√übritannien, auf der ganzen Welt h√∂rte man John Peel zu. Der am 30. August 1939 in England geborene Moderator hinterliess viele Spuren in der Popkultur der letzten f√ľnf Dekaden. Seit 1967 beeinflusste Peel mit seinen Sendungen die H√∂rgewohnheiten und musikalischen Vorlieben unz√§hliger Menschen verschiedenen Alters. Die Peel Sessions, von ihm aufgenommene Radiosessions, die teilweise auf Platte und anderen Formaten ver√∂ffentlicht wurden, sind besonders hervorzuheben.

Mit diesen Sessions schaffte John Peel unbekannten Bands eine breite √Ėffentlichkeit. Die Liste der Sessions ist sehr, sehr lang. The Smiths, The Damned, Wire, Gang of Four und Pulp sind einige Bands, die bei John Peel aufgenommen wurden. Es war sowas wie ein Ritterschlag, wenn der Moderator eine Band zu sich einlud.

Das erste Mal in Gro√übritannien auf Sendung ging John Peel 1967 bei dem Piratensender Radio London. Als Radio London im gleichen Jahr geschlossen wurde, wurde Peel vom neuen BBC-Sender Radio 1 engagiert. Bis heute hat niemand anderes so lang f√ľr Radio 1 moderiert wie er.
In den 70er Jahren keimte der Punk in den USA auf – John Peel entdeckte das Deb√ľt der Ramones im Jahr 1976, war begeistert, spielte ihre Songs mehrfach in seiner Sendung, und trat so mit die Punkwelle in Gro√übritannien los.

Ab dem Zeitpunkt erhielt John Peel Unmengen an Demomaterial in Form von Platten, sp√§ter dann Kassetten und CDs. Jeder wollte von ihm gespielt werden. Schaut man durch die Peel Sessions, sieht man, dass Peel alle wichtigen Punk- und New Wave-Bands der Zeit zu sich eingeladen hat. Sein musikalisches Interesse ging jedoch viel weiter als das. Seinen H√∂rerinnen und H√∂rern stellte Peel √ľber die Jahre Reggae, Dub, Drum‘n'Bass, Dance und viele weitere Genres vor.

Peels unangefochtene Lieblingssingle stammt aber aus der Hochzeit des Punks, aus dem Jahr 1977: „Teenage Kicks“ von The Undertones. Ein Zitat aus diesem Lied ist auf John Peels Grabstein eingraviert. Er starb √ľberraschend im Alter von 65 Jahren am 25. Oktober 2004 in Peru.

Tickets f√ľr Ty Segall

23.10.2014 von  

Foto von Ty SegallTy Segall (Foto: Denée Petracek)

Ty Segall, das musikalische Wunderkind aus San Francisco, ver√∂ffentlichte im August sein neues Album „Manipulator“. Flei√üig versorgte der US-amerikanische Musiker seine Fans die letzten Jahre kontinuierlich mit neuem Material und gab sich dabei stets experimentell zwischen Garage-Rock, Psychedelic, Noise- und Punk-Rock.

Mit „Manipulator“, das auf dem Label Drag City erschienen ist, kommt Ty Segall Anfang November auf Tour. Auf drei Deutschland-Konzerten k√∂nnt Ihr den Ausnahmemusiker live erleben.

ByteFM pr√§sentiert die Tour und verlost exklusiv unter Mitgliedern des F√∂rdervereins „Freunde von ByteFM“ 1√ó2 G√§stelistenpl√§tze pro Spielort. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 30. Oktober mit dem Betreff „Ty“, Eurer Wunschstadt und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

Ihr seid noch kein Mitglied in unserem F√∂rderverein? Hier erfahrt Ihr, wie Ihr ByteFM unterst√ľtzen und die Vorteile einer Mitgliedschaft genie√üen k√∂nnt.

Die Termine:

04.11.14 Hamburg – Knust
05.11.14 Dresden – Beatpol
06.11.14 Berlin – Astra

artistxite Album der Woche:
‚ĶAnd You Will Know Us By The Trail Of Dead – „IX“

23.10.2014 von  

Cover des Albums IX von ‚ĶAnd You Will Know Us By The Trail Of Dead‚ĶAnd You Will Know Us By The Trail Of Dead – „IX“ (Superball Music)

„IX“ von ‚ĶAnd You Will Know Us By The Trail Of Dead ist Album der Woche bei unserem Partner artistxite.

Es gleicht der Quadratur des Kreises, m√∂chte man sich dem wahren Wesen von ‚ĶAnd You Will Know Us By The Trail Of Dead anhand ihrer bisherigen Alben n√§hern. In 20 Jahren Bandgeschichte ist ihnen das Kunstst√ľck gelungen, jede sicher geglaubte Annahme √ľber den Sound dieser Band wieder √ľber den Haufen zu werfen. Vom Post-Hardcore ging es √ľber Noise, Punk, Prog und Emo quer durch den wilden Rock-Garten. Ein Parforceritt, der ihnen den ganz gro√üen und dauerhaften Erfolg bisher verwehrt hat.

Mit „IX“ kommen die Texaner nun erstmals ein wenig zur Ruhe und besinnen sich darauf, dass all diese gezeigten Seiten zu ihnen geh√∂ren. Sie beherrschen den dick aufgetragenen Power-Chorus wie bei „Lie Without A Lier“ ebenso wie das schmerzgetr√§nkte Emo-Wehklagen wie in „The Ghost Within“. Und sie haben den Mut, beides direkt hintereinander zu stellen. Das ist kein Mangel an klarer Linie, das ist der Beweis, dass sie mit einem Fingerschnippen jede Spielart des Rock auf hohem Niveau abrufen k√∂nnen. „IX“ ist eine Werkschau dieser F√§higkeit geworden, stets geeicht auf einen erdigen amerikanischen Sound.

Man kann ‚ĶAnd You Will Know Us By The Trail Of Dead vieles vorwerfen, vor allem, dass sie nicht mit allen Mitteln versucht haben, die Gr√∂√üe ihres Drittwerks „Source Tags & Codes“ einfach festzuhalten. Doch man muss ihnen zugestehen, dass sich so eine vielseitige Diskografie wenige andere Bands auf die Fahne schreiben k√∂nnen. Auf „IX“ wirkt die Band weniger gehetzt, was diesem Album Ruhe und Gr√∂√üe verleiht. Man muss diesem Werk Zeit geben und sp√§testens wenn das epische „Lost In The Grand Scheme“ das furiose Schlussdrittel mit „Like Summer Tempests Came His Tears“ und „Sound Of The Silk“ einl√§utet, bringen Trail Of Dead noch mal alles zusammen, was diese Band so gro√üartig und „IX“ so empfehlenswert macht.

Weitere Neuerscheinungen besprechen wir in unserem neuen wöchentlichen Podcast. Alle vorgestellten Veröffentlichungen findet Ihr auch im Download-Shop unseres Partners artistxite. Weitere Album-Empfehlungen von artistxite findet ihr im artistxite-Blog.

Tickets f√ľr Spoon

22.10.2014 von  

Foto der Band SpoonSpoon

Nach vier Jahren Pause melden sich Spoon mit ihrem achten Studioalbum zur√ľck. Das neue Werk tr√§gt den Namen „They Want My Soul“ und erschien Anfang August. Die Indie-Rock-Band aus Austin, USA, fand sich Mitte der 90er-Jahre zusammen und hatte ihren musikalischen Durchbruch sp√§testens 2005 mit dem Album „Gimme Fiction“.

Anfang November kommen Spoon nach Deutschland und spielen zwei Konzerte in Hamburg und Köln.

ByteFM pr√§sentiert die Konzerte und verlost exklusiv unter Mitgliedern des F√∂rdervereins „Freunde von ByteFM“ 1√ó2 G√§stelistenpl√§tze pro Spielort. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 29. Oktober mit dem Betreff „Spoon“, Eurer Wunschstadt und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

Ihr seid noch kein Mitglied in unserem F√∂rderverein? Hier erfahrt Ihr, wie Ihr ByteFM unterst√ľtzen und die Vorteile einer Mitgliedschaft genie√üen k√∂nnt.

Die Termine:

02.11.14 Hamburg РUebel & Gefährlich
04.11.14 Köln РLuxor

Tickets f√ľr Tr√ľmmer

21.10.2014 von  

Foto der Band Tr√ľmmerTr√ľmmer

Vor einigen Wochen war es endlich da, das langerwartete Deb√ľt der Hamburger Band Tr√ľmmer. Passend, schlicht und einfach hei√üt es „Tr√ľmmer“ und wurde im August Album der Woche bei ByteFM. Viel Wirbel wird um das Trio gemacht, das sich zumindest namenstechnisch so wunderbar in die aktuelle deutsche Musikszene mit Bands wie Fenster oder Messer einreiht. Musikalisch treten die drei Jungs in die Fu√üstapfen von Bands wie Die Sterne, Blumfeld oder Tocotronic.

Auf ihrem Deb√ľt vermittelt die Band eine Euphorie, der man unmittelbar anmerkt, dass sie sich als Gegenfront zur allgemeinen musikalischen Gleichschaltung versteht, die dieses Land, und mit Sicherheit den deutschsprachigen Rock¬†‚Äôn‚Äô¬†Roll in den letzten Jahren erfasst und eingelullt hat. Ob diese Euphorie auch auf ihren Konzerten zu sp√ľren ist, k√∂nnt Ihr Ende Oktober und im November selbst herausfinden.

ByteFM pr√§sentiert die Tour von Tr√ľmmer und verlost 1√ó2 G√§stelistenpl√§tze pro Spielort. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 27. Oktober mit dem Betreff „Tr√ľmmer“, Eurer Wunschstadt und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

Die Termine:

30.10.14 Berlin – Cassiopeia
31.10.14 Leipzig РTäubchenthal
01.11.14 Hannover – Lux
03.11.14 N√ľrnberg – Club Stereo
04.11.14 Wien (A) – Rhiz
05.11.14 W√ľrzburg – Cairo
06.11.14 Heidelberg РHäll
07.11.14 Köln РKing Georg
08.11.14 Essen – Hotel Shanghai
09.11.14 Hamburg – Molotow
28.11.14 Stuttgart РZwölfzehn

Charts KW 43

21.10.2014 von  

Die meist gespielten Alben der letzten zwei Wochen bei ByteFM.

Es gab wenig Bewegung auf den vorderen Pl√§tzen – die Top 3 der letzten Woche ist auch die Top 3 der neuen Woche: Den ersten Rang belegt nach wie vor „Our Love“, das neue Album des Kanadiers Daniel Snaith alias Caribou. „Syro“, der neue Aphex-Twin-Longplayer, ergattert auch dieses Mal die Silbermedaille. Schlusslicht der Top 3 ist ebenso unver√§ndert das neue, zweite Album der Briten alt-J – „This Is All Yours“.

Die Albumcharts (Platzierungen der Vorwoche)

1. Caribou – Our Love (1)
2. Aphex Twin – Syro (2)
3. Alt-J – This Is All Yours (3)
4. She Keeps Bees – Eight Houses (6)
5. Kindness ‚Äď Otherness (neu)
6. Flying Lotus – You‘re Dead! (neu)
7. Mutter – Text Und Musik (9)
8. SBTRKT – Wonder Where We Land (4)
9. Kele – Trick (neu)
10. Warm Graves – Ships Will Come (neu)
11. Prince – Art Official Age (neu)
12. Foxygen – …And Star Power (neu)
13. Childhood – Lacuna (8)
14. Roman Fl√ľgel – Happiness Is Happening (neu)
15. Simian Ghost – The Veil (12)

Downloads der Alben findet Ihr bei unserem Partner artistxite.

artistxite Charts vom 13.10. bis 19.10.2014

20.10.2014 von  

artistxite Charts

Einmal in der Woche stellen wir die Charts unseres Partners artistxite vor, einem Musik-Download-Shop mit redaktioneller Begleitung. Alle in den Charts vertretenen Veröffentlichungen können im Shop von artistxite gekauft werden.

1. Ex HexRips
2. CaribouOur Love
3. WeezerEverything Will Be Alright In The End
4. Flying LotusYou‘re Dead!
5. Foxygen…And Star Power
6. KeleTrick
7. IceagePlowing Into The Field Of Love
8. Julian Casablancas & The VoidzTyranny
9. KindnessOtherness
10. Zola JesusTaigav
11. Peaking LightsCosmic Logic
12. Jamie TCarry On The Grudge
13. alt -JThis Is All Yours
14. The GrowlersChinese Fountain
15. SBTRKTWonder Where We Land
16. Aphex TwinSyro
17. CurtinOne For The Doghearted
18. Jens FriebeNackte Angst Zieh Dich An Wir Gehen Aus
19. GoatCommune
20. KraftklubIn Schwarz

Album der Woche: „Master Mix: Red Hot + Arthur Russell“

20.10.2014 von  

Cover der Compilation Master Mix: Red Hot + Arthur RussellV√Ė: 17. Oktober 2014
Web: redhot.org
Label: Yep Roc
Kaufen: artistxite-Shop

Wenn es etwas gibt, auf das best√§ndig Verlass ist, dann sind das die Compilations der Red Hot Organization mit Sitz in New York City. Seit nunmehr 24 Jahren ver√∂ffentlicht diese Hilfsorganisation Musikalben, deren Erl√∂s verschiedenen Stiftungen zukommt, die HIV und AIDS bek√§mpfen. In dieser Zeit wurden bereits √ľber 15 dieser Compilation-Alben ver√∂ffentlicht, auf denen K√ľnstler jeglichen Alters und jeglichen Bekanntheitsgrads Songs beisteuern. Oft stehen diese Zusammenstellungen unter einem besonderen Thema, so wie zum Beispiel die letztj√§hrig erschienene Red Hot + Fela, die der afrikanischen Musiklegende Fela Kuti Tribut zollt.

Das aktuelle Projekt will das 1992 verstorbene Multitalent Arthur Russell ehren. Dieser war besonders ab den sp√§ten 70er-Jahren ein wegweisender Musiker, Cellist, Pionier der elektronischen Tanzmusik. Seine musikalische Genreabdeckung reicht dabei von Klassik √ľber Pop bis hin zu avantgardistischen Kompositionen. 26 dieser zeitlosen St√ľcke werden auf Master Mix: Red Hot + Arthur Russell von rund 20 zeitgen√∂ssischen K√ľnstlern neu interpretiert. Ein gewagtes Unterfangen.

Ein solch monumentales Vorhaben kann leicht in die falsche Richtung kippen: „Ich hatte fast das Gef√ľhl, dass man von derart heiligen Vorlagen lieber die Finger lassen sollte ‚Ķ aber wir haben [Losing My Taste For The Night Life] dann schlie√ülich aufgenommen, weil wir damit sagen wollten: ‚ÄöH√∂rt euch das Werk von Arthur an!‚Äė, so der amerikanische Singer-Songwriter Devendra Banhart. Andere K√ľnstler haben weniger Zweifel: Robyn und Jos√© Gonz√°lez sind sofort von der Idee begeistert. Letzterer spendiert das Er√∂ffnungsst√ľck, eine √ľberarbeitete, rhythmische Fassung von This Is How We Walk On The Moon. Auch Robyn macht aus dem sowieso schon tanzbaren Tell You einen wuchtigen Gute-Laune-Wirbelsturm.

Neben diesen drei Musikern gibt es auch Tracks von Blood Orange, Sufjan Stevens oder Cults. Allen gemein ist die Bewunderung f√ľr den verstorbenen amerikanischen K√ľnstler, der als Perfektionist galt und im Laufe der Zeit gerade einmal vier Studioalben ver√∂ffentlichte. Auf Grundlage dieser Bewunderung entsteht mit Master Mix: Red Hot + Arthur Russell ein Album, das sich vor dem Ňíuvre des K√ľnstlers verneigt und ein Zeichen setzt: Auserlesene Musik zu genie√üen und gleichzeitig auch noch f√ľr einen wichtigen Zweck zu spenden, schlie√üt sich nicht aus.

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen m√∂chte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Red Hot“ und seiner/ihrer vollst√§ndigen Postanschrift an radio@byte.fm.

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