Bruce Palmer starb vor 10 Jahren

01.10.2014 von  

Bruce Palmer

Es scheint so, als hätte die Drogen Bruce Palmer eine Musikkarriere verhagelt. Denn mit Anfang 20 hatte er eine vielversprechende Position inne. Neil Young, Stephen Stills, Dewey Martin spielten zusammen als Buffalo Springfield. Ihre Single „For What It’s Worth“, das bekannteste StĂĽck der Band, kletterte 1967 auf Platz 7 der Billboard-Charts.

Bruce Palmer wurde am 9. September 1946 in Kanada geboren und wuchs in Toronto auf, wo er als Teenager Bass in mehreren Gruppen spielte. Dabei lernte er Neil Young kennen. Palmer brachte ihn zur R&B-Band The Mynah Birds. Die Band kam Mitte der 60er beim legendären Motown-Label unter Vertrag, doch sie veröffentlichten dort keine einzige Platte. Motown stellte die Zusammenarbeit ein, als herauskam, dass Frontmann Rick James von der US-Marine desertiert hatte.

Frustriert davon machten sich Young und Palmer auf nach Los Angeles, wo sie Stephen Stills finden und mit ihm eine Band grĂĽnden wollten. Das Problem: Sie hatten keine Adresse, keinen Kontakt. Nach einer Woche des erfolglosen Suchens wollten die beiden schon umdrehen, da erkannte Stills im Stau das auffällige Auto von Young – er fuhr einen Leichenwagen.

Kurze Zeit später war Buffalo Springfield gegründet, das Debüt erschien 1966. Im Mai und Juni des gleichen Jahres waren sie für sieben Wochen Hausband im Whiskey a Go Go, dem Treffpunkt der Rockszene von Los Angeles. The Byrds, The Doors und Frank Zappas Mothers of Invention traten hier regelmäßig auf. Schon 1967 verliess Palmer Buffalo Springfield jedoch für einige Zeit, er war wegen Drogenbesitz festgenommen worden. Weitere Festnahmen und Klagen folgten. Im Januar des nächsten Jahres wurde er rausgeworfen. Vier Monate später lösten sich Buffalo Springfield auf.

Young und Stills grĂĽndeten daraufhin Crosby, Stills, Nash & Young. Palmer war fĂĽr die Band als Bassist im Gespräch, nach ein paar Proben wurde sich jedoch gegen ihn entschieden. Anfang der 70er erschien dann mit „The Cycle is Complete“ die erste, einzige und ziemlich obskure Soloplatte von Bruce Palmer. Darauf: vier esoterisch-psychedelische Jazz-Rock-Jams. Abgesehen von einigen Tourneen mit Neil Young 1982 und 1983 war nicht mehr viel von Palmer zu hören. Er starb am 1. Oktober 2004.

Tickets fĂĽr The/Das

01.10.2014 von  

Foto der Band The/DasThe/Das

Da ist es, das langersehnte Album des Berliner Duos The/Das. Nach der ersten EP 2012 und dem Minialbum „Speak Your Mind Speak“ (2013) veröffentlichten Fabian Fenk und Anton Feist ihr DebĂĽtalbum „Freezer“ im August dieses Jahres. Dass die beiden Jungs musikalisch gut harmonieren, beweisen sie schon eine ganze Weile: Das Vorgänger-Projekt Bodi Bill, damals noch zu dritt mit Alex Stolze, sorgte mit einer Mischung aus Electropop und Soul bereits fĂĽr tanzwĂĽtige Konzerte und veröffentlichte drei Studioalben. Bodi Bill wurde 2011 auf Eis gelegt, die Wege von Alex Stolze, Fabian Fenk und Anton Feist trennten sich und The/Das wurde gegrĂĽndet.

Wer die neuen Songs der Berliner live erleben möchte, kann sich schon auf den Oktober freuen und mit etwas Glück Gästelistenplätze für eines der Konzerte gewinnen.

ByteFM präsentiert die Tour von The/Das und verlost 1Ă—2 Gästelistenplätze pro Spielort. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 8. Oktober mit dem Betreff „The/Das“, Eurer Wunschstadt und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

Die Termine:

13.10.14 Hamburg – Mojo Club (Jazz CafĂ©)
14.10.14 MĂĽnster – Sputnikhalle (CafĂ©)
18.10.14 Köln – Gebäude 9
19.10.14 Stuttgart – Zwölfzehn
20.10.14 MĂĽnchen – Ampere
21.10.14 Hannover – Lux
22.10.14 Dresden – Scheune
23.10.14 Essen – Zeche Carl
24.10.14 ZĂĽrich (CH) – Bar Rossi
25.10.14 Frankfurt – Zoom
13.11.14 Berlin – SchwuZ

Charts KW 40

30.09.2014 von  

Die am häufigsten gespielten Alben der letzten zwei Wochen bei ByteFM.

Wir haben eine neue Nummer 1: Jens Friebe schubst mit „Nackte Angst Zieh Dich An Wir Gehen Aus“ die Hamburger Sterne vom Charts-Thron. Ihr aktuelles Album „Flucht In Die Flucht“ fliegt nicht nur aus der Top 3, sondern gleich komplett aus den Charts dieser Woche. Die Drittplatzierten der letzten Woche hingegen steigen noch weiter auf: Die Schweizer Klaus Johann Grobe schaffen es mit ihrem DebĂĽt „Im Sinne Der Zeit“ auf den zweiten Platz. Aphex Twin steigt neu ein in die Charts und schafft es mit seinem lange und heiĂź ersehnten neuen Album „Syro“ auf Anhieb auf den dritten Rang.

Die Albumcharts (Platzierungen der Vorwoche)

1. Jens Friebe – Nackte Angst Zieh Dich An Wir Gehen Aus (4)
2. Klaus Johann Grobe – Im Sinne Der Zeit (3)
3. Aphex Twin – Syro (neu)
4. Simian Ghost – The Veil (7)
5. My Brightest Diamond – This Is My Hand (2)
6. alt-J – This Is All Yours (neu)
7. Blonde Redhead – Barragán (9)
8. Sinkane – Mean Love (15)
9. Mutter – Text Und Musik (6)
10. Interpol – El Pintor (neu)
11. Tricky – Adrian Thaws (5)
12. Alvvays – Alvvays (8)
13. Ty Segall – Manipulator (-)
14. Shabazz Palaces – Lese Majesty (11)
15. Karen O – Crush Songs (12)

Downloads der Alben findet Ihr bei unserem Partner artistxite.

Tickets fĂĽr Tycho

29.09.2014 von  

Foto von TychoTycho

Tycho ist das Pseudonym des US-Amerikaners Scott Hansen. Hansen ist nicht nur Musiker, sondern gleichzeitig auch Grafiker – das wirkt sich nicht nur auf die Gestaltung seiner Albumcover und Poster aus, sondern auch auf die Musik von Tycho. Tychos Musik ist ein Dialog zwischen Bild- und Klangwelt, eine Verschmelzung von Bild und Sounds.

Auf der Bühne steht Hansen mittlerweile nicht mehr alleine, live unterstützen ihn Zac Brown (Gitarre & Bass), Rory O’Connor (Drums) und Joe Davancens (Bass, Keyboards, Synthesizer). Wer auf die Live-Qualitäten des Ambient-Acts gespannt ist, hat im Oktober die Chance, Tycho live zu erleben.

ByteFM präsentiert die Tour und verlost exklusiv unter Mitgliedern des Fördervereins „Freunde von ByteFM“ 1Ă—2 Gästelistenplätze pro Konzert. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 6. Oktober mit dem Betreff „Tycho“, Eurer Wunschstadt und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

Ihr seid noch kein Mitglied in unserem Förderverein? Hier erfahrt Ihr, wie Ihr ByteFM unterstützen und die Vorteile einer Mitgliedschaft genießen könnt.

Die Termine:

11.10.14 Hamburg – Uebel & Gefährlich
12.10.14 Köln – Gebäude 9
14.10.14 Berlin – C-Club

Tycho – See ( Official Music Video ) from GMUNK on Vimeo.

artistxite Charts vom 22.09. bis 28.09.2014

29.09.2014 von  

artistxite Charts

Einmal in der Woche stellen wir die Charts unseres Partners artistxite vor, einem Musik-Download-Shop mit redaktioneller Begleitung. Alle in den Charts vertretenen Veröffentlichungen können im Shop von artistxite gekauft werden.

1. alt -JThis Is All Yours
2. Aphex TwinSyro
3. Perfume GeniusToo Bright
4. Jens FriebeNackte Angst Zieh Dich An Wir Gehen Aus
5. KraftklubIn Schwarz
6. GoatCommune
7. The Juan MacLeanIn A Dream
8. TweedySukierae
9. TrĂĽmmerTrĂĽmmer
10. My Brightest DiamondThis Is My Hand
11. King TuffBlack Moon Spell
12. Royal BloodRoyal Blood
13. SBTRKTWonder Where We Land
14. LaingWechselt Die Beleuchtung
15. InterpolEl Pintor
16. SinkaneMean Love
17. MC FittiPeace
18. BanksGoddess
19. VesselPunish Honey
20. Die SterneFlucht In Die Flucht

Album der Woche: Caribou – „Our Love“

29.09.2014 von  

Caribou - Our LoveVĂ–: 3. Oktober 2014
Web: caribou.fm
Label: City Slang
Kaufen: artistxite-Shop

„Es geht mir diesmal nicht um einen Sound oder ein Genre. Ich möchte mit meiner Musik nach vorne schauen können. All die Musiker, die ich verehre, repräsentieren diesen Ansatz: Miles Davis, John Coltrane, Can, die Zombies.“

Nichts ist so prägend wie die Erfahrung, ein Kind zu bekommen. Als Vater einer kleinen Tochter hat sich im Leben von Dan Snaith einiges geändert. Sein neues Album Our Love klingt reifer, überlegter und tiefer als die Vorgänger. Snaith ist erwachsen geworden.

Vor rund zehn Jahren kommt das Album The Milk Of Human Kindness in die Plattenläden. Damit wird der Kanadier mit dem Pseudonym Caribou erstmals einer breiteren Hörerschicht bekannt. Als Manitoba veröffentlicht er schon zuvor einige Platten; die meisten werden in seiner erfolgreichen späteren Phase wiederveröffentlicht. 2012 kommt das bisher letzte Album von Snaith heraus, damals unter dem KĂĽnstlernamen Daphni. Mit diesem Album vollzieht sich auch eine stilistische Wandlung: „Wir werden inzwischen mehr fĂĽr Dance-Music-Festivals gebucht und spielen in Dance-Clubs. Das ist fĂĽr mich immer noch eine aufregende Entwicklung.“

Allein das kunstvolle Cover von Our Love, dem vierten Album von Caribou, spricht Bände. Ähnlich dem abstrakten, bunt gefärbten Pflanzenmeer findet Caribou in seiner Musik gekonnt die perfekte Mischung aus Minimalismus und Opulenz, nostalgischen Klängen und futuristischen Rhythmen, Wehmut und Glückseligkeit. Sinnliche Tanzmusik-Nummern wie der Titeltrack oder All I Ever Need sind wie gemacht für die kälter werdenden, herbstlichen Nächte. Liebe ist wie zu erwarten eines der bestimmenden Themen. Der Opener Can’t Do Without You ist ein pulsierendes Mantra, das mit organischen Drums und kontinuierlichem Crescendo einen markanten Startpunkt setzt.

Unterstützung bekommt Caribou von seinen kanadischen Kollegen Jessy Lanza und Owen Pallett. Second Chance lebt vom gehauchten Gesang der jungen Sängerin, deren letztjähriges Debüt ein jubelndes Echo fand. Owen Pallett steht Caribou mit Rat und Tat zur Seite, gibt Feedback und Verbesserungsvorschläge. Außerdem arrangiert er die Streicherparts von vier Songs, darunter dem metallisch-kaltem Silver: Ein verzerrter, prall klingender Beat steht im Gegensatz zu Caribous hoher, hallreicher Stimme.

Our Love ist ein Album, das sowohl zum Tanzen als auch zum Träumen einlädt. So etwas findet man leider viel zu selten. Grund genug, um Our Love einen Ehrenplatz im Plattenregal zu reservieren.

Unter allen Freunden von ByteFM verlosen wir einige Exemplare des Albums. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail mit dem Betreff „Caribou“ und seiner/ihrer vollständigen Postanschrift an radio@byte.fm.

Präsentiert von ByteFM kommt Caribou für sechs Konzerte nach Deutschland:

10.10.14 – Köln – E-Werk
11.10.14 – Hamburg – Grosse Freiheit 36
14.10.14 – Berlin – Berghain
15.10.14 – Leipzig – Conne Island
19.10.14 – MĂĽnchen – Muffathalle
12.03.15 – Berlin – Columbiahalle

Tickets fĂĽr Caribou

28.09.2014 von  

Foto von CaribouCaribou (Foto: Thomas Neukum)

Mit „Swim“ erreichte der Wahl-Londoner Daniel Snaith aka Caribou 2010 endlich die Aufmerksamkeit, die ihm eigentlich schon seit viel längerer Zeit gebĂĽhrte. Der Soundcollagenbastler macht seit nunmehr zehn Jahren Musik und wurde der breiteren Ă–ffentlichkeit erstmals 2005 mit „The Milk Of Human Kindness“ ein Begriff. Am 3. Oktober erscheint nun sein neues Album „Our Love“. Er selbst sagt dazu:

„Es geht mir diesmal nicht um einen Sound oder ein Genre. Ich möchte mit meiner Musik nach vorne schauen können.“

Das Album steht hörbar fĂĽr einen Prozess des Sich-Ă–ffnens und Alte-Positionen-Ăśberwindens, „Our Love“ zieht einen Schnitt in das kaleidoskopische Elektro-Oeuvre Caribous. Im Oktober stellt Caribou das Album live vor.

ByteFM präsentiert die Tour und verlost exklusiv unter Mitgliedern des Fördervereins „Freunde von ByteFM“ 1Ă—2 Gästelistenplätze pro Konzert. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 5. Oktober mit dem Betreff „Caribou“, Eurer Wunschstadt und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

Ihr seid noch kein Mitglied in unserem Förderverein? Hier erfahrt Ihr, wie Ihr ByteFM unterstützen und die Vorteile einer Mitgliedschaft genießen könnt.

Die Termine:

10.10.14 Köln – E-Werk
11.10.14 Hamburg – Grosse Freiheit 36
14.10.14 Berlin – Berghain
15.10.14 Leipzig – Conne Island
19.10.14 MĂĽnchen – Muffathalle
12.03.15 Berlin – Columbiahalle

Tickets fĂĽr Die Sterne

28.09.2014 von  

Foto von der Band Die SterneDie Sterne

Welche Beschreibungen könnten dieser Band nur gerecht werden? Sie ist legendär ohne eingebildet zu wirken, innovativ ohne die eigenen UrsprĂĽnge zu vergessen und beständig ohne monoton zu sein. Seit 1992 machen Die Sterne Musik, die maĂźgeblich den Begriff der Hamburger Schule prägte, am 29. August veröffentlichten sie ihr zehntes Studioalbum „Flucht In Die Flucht“ auf Staatsakt. Mit neuem Album im Gepäck geht die Band im Oktober auf Tour.

ByteFM präsentiert die Konzerte und verlost 1Ă—2 Gästelistenplätze pro Konzert. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 5. Oktober mit dem Betreff „Sterne“, Eurer Wunschstadt und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

Die Termine:

08.10.14 MĂĽnster – Sputnikhalle
09.10.14 Köln – Gebäude 9
10.10.14 Stuttgart – Schocken (verlegt von den Wagenhallen)
11.10.14 ZĂĽrich (CH) – Exil
13.10.14 Frankfurt am Main – Zoom
14.10.14 Heidelberg – Karlstorbahnhof
15.10.14 Erlangen – E-Werk
16.10.14 MĂĽnchen – Strøm
17.10.14 Graz (A) – PPC
18.10.14 Linz (A) – Posthof
20.10.14 Dresden – Beatpol
21.10.14 Leipzig – Conne Island
22.10.14 Berlin – Lido
31.10.14 Hamburg – Uebel & Gefährlich

artistxite Album der Woche:
Tweedy – „Sukierae“

25.09.2014 von  

Cover des Albums Sukierae von TweedyTweedy – „Sukierae“ (ANTI-)

„Sukierae“ von Tweedy ist Album der Woche bei unserem Partner artistxite.

Mit Geschwistern Bands zu gründen, ist nicht ungewöhnlich. Mit dem eigenen Vater dagegen schon. Der 18-jährige Spencer Tweedy hat kein Problem damit, mit seinem Erzeuger unter dem Namen Tweedy zu debütieren. Kunststück, denn Spencers Vater heißt Jeff Tweedy und ist einer der stärksten Songwriter, die der Alternative Country zu bieten hat. Mit Uncle Tupelo hatte Tweedy Senior in den 90er-Jahren den Countryrock gehörig gegen den Strich gebürstet und das Americana-Genre von glatten Rednecks befreit. Als Mitglied von Wilco steht der 47-Jährige zudem für einen alternativen Rockentwurf, der sich spröde und unfrisiert mit warmherzigen Melodien zur unvermuteten Charme-Attacke wandelt.

Dieser Doppelter-Boden-Effekt zeigt sich auch auf „Sukeriae“. Viele der insgesamt 20 (!) Songs wirken wie hingejammte Skizzen, entfalten aber nach und nach eine beeindruckende Tiefe. UrsprĂĽnglich hatte Jeff Tweedy diese Platte als Soloalbum geplant. Sein Sohn zeigte sich aber schon auf dem von ihm produzierten Mavis-Staples-Album als fähiger Schlagzeuger, also wurde aus solo ein familiäres Duo. Der Albumtitel ist ĂĽbrigens eine Anspielung auf den Spitznamen von Mama Tweedy, Susan Miller, die an einer seltenen Form von Blutkrebs leidet. Entsprechend tragen sogar die leichtfĂĽĂźigeren Nummern wie „Low Key“ stets etwas Tristes in sich. So schlurft Jeff Tweedys Stimme verschlafen und träge durch die Songs, Gitarre und Bass mäandern vor sich hin, nur Tweedy Jr. scheint unaufhaltsam tapfer gegen die Resignation des Vaters anzutrommeln. Dann aber reiĂźt im nächsten Moment ein rhythmischer Ăśbergang alles raus, Gesang und Instrumentierung schwellen an, dröhnen und verlaufen sich wieder ins Nirgendwo. Mit einem Hang zur Behaglichkeit zeigt sich „Nobody Dies Anymore“ und „Wait For Love“ begleitet ein optimistisches Pfeifkonzert – ein Song, der wie Staub aufwirbelndes Sonnenlicht wirkt.

Spielen sich die beiden Hauptakteure auf „Sukeriae“ im Opener „Please Don’t Let Me Be So Understood“ noch gleichberechtigt in den Vordergrund, gerät der junge Tweedy im Lauf der Platte immer wieder ins Hintertreffen. Zu dominant und allgegenwärtig ist sein Vater im Gesang, an Gitarre und Bass. Ein Nachteil ist das nicht. Denn so wie erwachsene Abgeklärtheit und jugendliche Aufbruchstimmung in „Sukeriae“ aufeinandertreffen, wird diese familiäre Zusammenarbeit hoffentlich in Zukunft weiter fortgesetzt.

Weitere Neuerscheinungen besprechen wir in unserem neuen wöchentlichen Podcast. Alle vorgestellten Veröffentlichungen findet Ihr auch im Download-Shop unseres Partners artistxite. Weitere Album-Empfehlungen von artistxite findet ihr im artistxite-Blog.

Jever Kneipenkonzert mit Bear In Heaven am 17. Oktober im Hamburger Aalhaus

25.09.2014 von  

Foto von Bear In HeavenBear In Heaven

Monumental, episch und psychedelisch. So klingt die Musik der US-amerikanischen Band Bear In Heaven. Bereits auf seinem vorletzten Album „Beast Rest Forth Mouth“ lotete das Trio seinen eigenwilligen Stil aus Postrock, Synthiepop und Krautrock aus, der stets zwischen Ruhe und Ausbruch changierte. Auf „Time Is Over One Day Old“ klingt die Band nun wesentlich homogener und setzt verstärkt auf eine eindringliche Gesamtatmosphäre. Doch eine Band wie Bear In Heaven sollte man ohnehin am besten live erleben. Am 17. Oktober spielen die New Yorker im Rahmen des Jever Kneipenkonzerts im Aalhaus in Hamburg.

Das „Jever Kneipenkonzert – präsentiert von ByteFM im Aalhaus“ präsentiert hochwertige, international renommierte KĂĽnstler im intimen Rahmen vor „kleinem Publikum“. Vor ihrem Konzert sind die KĂĽnstler meist zu Gast im Programm von ByteFM.

Karten gibt es online bei TixforGigs, direkt im Aalhaus sowie bei der Theaterkasse Schumacher.

AuĂźerdem verlosen wir 2Ă—2 Karten fĂĽr das Konzert. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 12. Oktober mit dem Betreff „Kneipenkonzert“ sowie Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

Neben dem Hamburg-Konzert präsentieren wir auch die anderen beiden Deutschland-Konzerte von Bear In Heaven:

06.10.14 Köln – Studio 672
07.10.14 Berlin – Kantine am Berghain

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