Tickets fĂĽr Aloa Input

27.11.2014 von  

Foto von der Band Aloa InputAloa Input

Aloa Input sind Cico Beck (aka Joasihno), Marcus Grassl und Florian Kreier (aka Angela Aux). Die drei Jungs kommen aus Bayern und gelten mit ihrem Band-Projekt schon als „Supergroup des bayerischen Experimental-Pop“. Ihr Musikstil wurde vom Bayerischen Rundfunk als „New Weird Bavaria“ bezeichnet und ist von Musikern wie Animal Collective, Eno, Beck, Beatles, Morricone, Why?, Can und The Notwist beeinflusst. Letztes Jahr veröffentlichten Aloa Input ihr DebĂĽtalbum „Anysome“.

Dieses Jahr im Dezember könnt ihr Aloa Input bei sieben Konzerten live erleben.

ByteFM präsentiert die Tour und verlost 1Ă—2 Gästelistenplätze pro Konzert. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 4. Dezember mit dem Betreff „Aloa“, Eurer Wunschstadt und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

Die Termine:

10.12.14 Offenbach – Hafen 2
11.12.14 Köln – Die Wohngemeinschaft
13.12.14 MĂĽnster – Der Stur
14.12.14 Göttingen – Nörgelbuff
16.12.14 Hamburg – Hafenklang
17.12.14 Potsdam – Hans Otto Theater
19.12.14 Jena – CafĂ© Wagner

artistxite Album der Woche:
Public Enemy – „It Takes A Nation Of Millions …“

27.11.2014 von  

Cover des Albums It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back von Public EnemyPublic Enemy – „It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back“ (Universal)

„It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back“ von Public Enemy ist Album der Woche bei unserem Partner artistxite.

Der Tod des jungen schwarzen Amerikaners Mike Brown zieht in den USA weite Kreise. Nach wochenlangen Ausschreitungen als Reaktion auf die TodesschĂĽsse durch den Polizisten Darren Wilson folgte nun das Gerichtsurteil: Wilson habe in Notwehr gehandelt und wird freigesprochen. Erneut branden die Proteste auf und schlagen in Gewalt auf beiden Seiten um. Im ganzen Land zeigen sich Menschen schockiert und protestieren auf den StraĂźen gegen diese Ungerechtigkeit. Tiefliegende Konflikte kommen offen zum Ausbruch.

Enttäuscht zeigt sich die Gesellschaft von der Musikszene. Lange Zeit blieben Reaktionen, insbesondere durch große Rap-Stars, fast vollkommen aus. Hatte sich Kanye West noch deutlich zu dem Verhalten des Ex-Präsidenten George W. Bush während der Katastrophe geäußert, die Hurricane Katrina verursachte, hielt sich de gesamte Pop-Riege angesichts der aktuellen Lage lange Zeit zurück. Vielleicht keine große Überraschung in der immer größeren Entpolitisierung des kommerziell erfolgreichen Rap. Nun senden Rap-Rebellen der ersten Stunde Zeichen.

Public Enemy symbolisieren den Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit. Sie stehen dem System kritisch gegenĂĽber, das gesellschaftliche Trennlinien aufgrund von Hautfarbe zieht und die dauerhafte UnterdrĂĽckung fördert. Daher kann es fĂĽr die Situation in Ferguson auch keinen besseren Soundtrack geben, als die Musik von Public Enemy. Eine direkte Botschaft Richtung Missouri sendeten sie mit ihrer Neuauflage des Songs „Yo! Bum Rush the Show“. Nun folgt die Reissue des Protest-Klassikers „It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back“ – ein Zufall?

Das Album aus dem Jahr 1988 ist ein Klassiker der Widerstands-Poesie und von einer erschreckenden Aktualität. All die Probleme, die die New Yorker damals thematisierten, stehen heute noch immer im Fokus. Das Kollektiv aus Long Island setzt sich für die schwarze Gemeinde ein und übt massive Kritik an der weißen Oberschicht. Das von vielen Kritikern als bestes Public-Enemy-Album bezeichnete Werk glänzt durch eine musikalische Vielfalt und inhaltliche Qualität und Schärfe gleichermaßen.

FĂĽr die aktuelle Neuauflage haben sich Chuck D, Flavor Flav und Co. zu einer Deluxe-Version entschieden, mit der sie die volle Protest-Breitseite liefern. Neben den medienkritischen Klassikern „Don’t Believe The Hype“ und „Bring The Noise“ hat auch „Fight The Power“ aus dem Nachfolger „Fear Of A Black Planet“ den Weg auf die Neuauflage von „It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back“ gefunden. Spike Lee nutzte den Song 1989 fĂĽr seinen gesellschaftskritischen Film „Do The Right Thing“, um Public Enemy nach der zahlreichen Kritik an den politischen Motiven von „It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back“ seine UnterstĂĽtzung zu demonstrieren. Man kann das alles als Zufall betrachten – doch das Timing von Public Enemy ist perfekt.

Weitere Neuerscheinungen besprechen wir in unserem wöchentlichen Podcast. Alle vorgestellten Veröffentlichungen findet Ihr auch im Download-Shop unseres Partners artistxite. Weitere Album-Empfehlungen von artistxite findet ihr im artistxite-Blog.

Tickets fĂĽr Mighty Oaks in Dortmund

26.11.2014 von  

Foto von Mighty OaksMighty Oaks (Foto: Lukas Maeder)

Das Folk-Trio mit der Wahlheimat Berlin sollte mittlerweile fast jedem geläufig sein: Ihr Song „Brother“ von ihrem DebĂĽt „Howl“ lief in den letzten Monaten in den Radios rauf und runter und auch live waren Mighty Oaks dieses Jahr viel unterwegs. Unter anderem spielten sie beim Melt! Festival, beim Latitude Festival, beim Slottsfjell Festival und im Rahmen des Montreux Jazz Festivals in der Schweiz.

Am 6. Dezember sind die drei Jungs live in Dortmund zu sehen, sie spielen im Rahmen der Reihe „Pop-Abo“ im Konzerthaus.

ByteFM präsentiert das Konzert und verlost 2Ă—2 Gästelistenplätze. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 3. Dezember mit dem Betreff „Oaks“ und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

Der Termin:

06.12.14 Dortmund – Konzerthaus (im Rahmen der Reihe „Pop-Abo“)

Tickets fĂĽr Boiler Room in Hamburg

26.11.2014 von  

Foto von Carl CraigCarl Craig, der im Rahmen des Boiler Rooms in Hamburg auftreten wird

Angefangen hat alles als Livestream von DJ-Sets in einem Lagerhaus im Osten Londons – mittlerweile ist Boiler Room eines der bekanntesten Musikformate im Internet. Die Kombination aus privaten Veranstaltungen und einer besonders fein kuratierten Auswahl an KĂĽnstlern, deren Auftritte weltweit live gestreamt werden, macht das Event so einzigartig.

Am 11. Dezember findet der erste Boiler Room in Hamburg statt, der sich musikalisch zwischen Elektronik und Klassik bewegt. Bestätigt sind: Carl Craig, Francesco Tristano, Gregor Schwellenbach und Brandt Brauer Frick.

ByteFM verlost 5Ă—2 Gästelistenplätze fĂĽr Ballantine’s Boiler Room in Hamburg. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 2. Dezember mit dem Betreff „Room“ und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

Der Termin:

11.12.14 Hamburg

Tina Turner wird 75

26.11.2014 von  

Tina Turner
Tina Turner (Foto: Peter Lindbergh)

Tina Turner, heute ein Superstar, hat ein Leben voller Höhen und Tiefen hinter sich. Zusammen mit Ike Turner wurde sie in den 60er-Jahren einer breiten Ă–ffentlichkeit bekannt. Nach der Trennung musste sie sich wieder nach oben kämpfen. Mit der Single „What’s Love Got To Do With It“ wurde sie 1984 wieder zum internationalen Star und hat seitdem nicht an Popularität verloren.

Geboren wurde Tina Turner als Anna Mae Bullock am 26. November 1939 auf einer Farm in Tennessee. Ihre Mutter verlieĂź die Familie frĂĽh, woraufhin Turner bei ihren GroĂźeltern aufwuchs. Nach dem Tod ihrer GroĂźmutter zog sie dann gemeinsam mit ihrer Schwester nach St. Louis, wo ihre Mutter lebte. Turner, mittlerweile 17, erkundete mit ihrer Schwester das Nachtleben und die Musikszene der Stadt. So lernten sie Ike Turner und seine Band Kings Of Rhythm kennen.

Als der Musiker Art Lassiter einer Aufnahmesession mit Ike Turner fernblieb, nutzte Tina die Chance und sang einen Part fĂĽr „A Fool In Love“ ein. Der Song wurde im Sommer 1960 ein Hit. Ike gab der Musikerin ihren KĂĽnstlernamen und sie begannen eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit. Mit der „Ike and Tina Turner Revue“ waren sie unablässig auf Tour, traten manchmal 90 Tage am StĂĽck auf, und wurden in den ganzen Staaten bekannt. Sie spielten unter anderem im Vorprogramm der Rolling Stones, die damals schon groĂźen Erfolg in den USA genossen.

Ike und Tina Turner waren auch privat ein Paar, jedoch wurde die Beziehung zur Belastung für Tina. Ike wollte sie stets unter seiner Kontrolle haben und wurde ihr gegenüber gewalttätig. Nach einem besonders schlimmen Vorfall reichte Tina Turner 1976 die Scheidung ein. Um die rechtlichen Verhandlungen dazu schnell abzuschließen verzichtete sie auf jedwede Rechte an den gemeinsamen Aufnahmen, sie behielt nur ihren Künstlernamen.

In den Jahren darauf arbeitete Turner an ihrem Comeback. Mit Erfolg – ihr Album „Private Dancer“, mehrere Singleauskopplungen davon, unter anderem das gleichnamige Lied, wurden 1984 zu internationalen Hits. Es folgten Singles wie „We Don’t Need Another Hero“ und „The Best“. Im Laufe ihrer Karriere erhielt Tina Turner sieben Grammys und viele weitere Auszeichnungen. Sie ist eine der erfolgreichsten Musikerinnen der letzten Jahrzehnte. Heute lebt Tina Turner in der Schweiz.

Nick Drake starb vor 40 Jahren

25.11.2014 von  

Nick Drake
Nick Drake (Foto vom Cover seines DebĂĽts „Five Leaves Left“)

Der Regen, der Morgen, der Mond, die Blätter – die Natur ist sehr präsent in den Liedern von Nick Drake. Und entsprechend sanft und behutsam klingen seine Folksongs, die beinahe nur von einer Akustikgitarre und seiner Stimme getragen werden. Beim Hören seiner Musik fällt es nicht sofort auf, dass ĂĽber dem Leben von Nick Drake ein dunkler Schatten lag.

Der Musiker, der am 19. Juni 1948 in Burma geboren wurde und in der Nähe von Birmingham aufwuchs, trat ungern live auf. Ein Konzert in Cambridge, wo er studierte, fĂĽhrt jedoch zu seinem Plattenvertrag. Dort sah ihn Joe Boyd, der schon The Incredible Stringband und Fairport Convention produziert hatte. Boyd sollte zu einem Mentor fĂĽr Nick Drake werden. Gemeinsam nahmen sie sein DebĂĽt „Five Leaves Left“ und den Nachfolger „Bryter Layter“ auf. Beide Platten bekamen positive Kritiken, doch der groĂźe Erfolg blieb aus.

Das zog Drake, der anfällig fĂĽr Depressionen war, runter. Er hatte zuvor sein Studium abgebrochen und war nach London gezogen, wo er sich zusehends isolierte. Zu allem UnglĂĽck hatte Joe Boyd London verlassen und war nach Los Angeles gegangen. 1971 gab es aber einen Lichtblick. An zwei kalten Oktobernächten ging Nick Drake ins Studio, um das Album aufzunehmen, was Jahrzehnte später Kult wurde – „Pink Moon“. Diese Entwicklung konnte er damals nicht erahnen. Und er machte seinem Label die Vermarktung schwer – zu Interviews und Live-Auftritten lieĂź sich der Musiker nicht bewegen.

Nach der Veröffentlichung von „Pink Moon“ im Februar 1972 zog Nick Drake zu seinen Eltern zurĂĽck und wurde immer mehr zum Einzelgänger. Seine Schwester Gabrielle sagte später, dass damals eine bedrĂĽckende Stimmung im Haus herrschte. Am Morgen des 25. November 1974 fand seine Mutter Nick Drake leblos in seinem Bett. Er war an einer Ăśberdosis Antidepressiva gestorben.

Bis heute ist unklar, ob sein Tod ein Unfall oder der Wunsch von Drake war. Seine Musik, im Besonderen das Album „Pink Moon“, erfuhr ab den 80er-Jahren eine Renaissance. Viele Bands und Musiker, darunter The Cure und R.E.M., nannten ihn als Einfluss. Heute gilt Nick Drake als einer der talentiertesten Folkmusiker seiner Zeit.

Charts KW 48

25.11.2014 von  

Die meist gespielten Alben der vergangenen 14 Tage bei ByteFM.

An der Charts-Spitze wird es pink – um genau zu sein: Ariel Pink! „Der König der Pop-Perversion“, wie es so schön im Pressetext formuliert wird, fĂĽhrt diese Woche mit seinem neuen Album „pom pom“ die ByteFM Hitparade an. Die Besetzung von Platz 2 und 3 bleibt die gleiche wie in der Vorwoche: Sam Amidon hält sich mit seiner Neuinterpretation von Folk auf „Lily-O“ noch immer auf dem zweiten Rang. Drittplatziert ist nach wie vor die Kölsche Formation Von Spar mit ihrem grandiosen neuen Album „Streetlife“.

Die Albumcharts (Platzierungen der Vorwoche)

1. Ariel Pink – pom pom (5)
2. Sam Amidon – Lily-O (2)
3. Von Spar – Streetlife (3)
4. Baxter Dury – It’s A Pleasure (4)
5. Dean Blunt – Black Metal (1)
6. Robert Wyatt – Different Every Time (neu)
7. Der Mann – Wir Sind Der Mann (neu)
8. Caribou – Our Love (10)
9. She Keeps Bees – Eight Houses (-)
10. Neil Young – Storytone (13)
11. Recondite – Iffy (-)
12. EinstĂĽrzende Neubauten – Lament (neu)
13. Mouse On Mars – 21 Again (11)
14. Deerhoof – La Isla Bonita (15)
15. Mutter – Text Und Musik (7)

Downloads der Alben findet Ihr bei unserem Partner artistxite.

artistxite Charts vom 17.11. bis 23.11.2014

24.11.2014 von  

artistxite Charts

Einmal in der Woche stellen wir die Charts unseres Partners artistxite vor, einem Musik-Download-Shop mit redaktioneller Begleitung. Alle in den Charts vertretenen Veröffentlichungen können im Shop von artistxite gekauft werden.

1. TV On The RadioSeeds
2. Run The JewelsRun The Jewels 2
3. Foo FightersSonic Highways
4. Dream PoliceHypnotized
5. ArcaXen
6. Deptford GothSongs
7. Mouse On Mars21 Again Collaborations (Part 2)
8. ClarkClark
9. iamamiwhoamiBlue
10. Bob Dylan & The BandThe Basement Tapes Complete: The Bootleg Series, Vol. 11
11. No JawsYoung Blood
12. Damien RiceMy Favourite Faded Fantasy
13. HookwormsThe Hum
14. The Flaming LipsWith A Little Help From My Fwends
15. Pink FloydThe Endless River
16. Antony And The JohnsonsTurning
17. Black MilkIf There’s A Hell Below
18. MedicineHome Everywhere
19. DJ KozeReincarnations, Pt. 2 – The Remix Chapter 2009 – 2014
20. Ex HexRips

Tickets fĂĽr Emptyset in Hamburg

24.11.2014 von  

Foto von EmptysetEmptyset (Foto: Heather Schofner)

Die beiden KĂĽnstler James Ginzburg und Paul Purgas arbeiten seit 2005 als Emptyset zusammen und erproben seitdem die GrenzĂĽberschreitung zwischen Musik, Literatur, Visual Arts, Film und Kunstgeschichte.

Ihre Musik ist ein Produkt aus der Auseinandersetzung mit Raum, Architektur und Zeit. Das Duo begibt sich an ungewöhnliche Orte wie zum Beispiel eine verlassene Mine, eine unterirdische Halle oder ein stillgelegtes Atomkraftwerk und fängt dort charakteristische Klänge dieser Gebäude beziehungsweise Orte ein. Im Studio wird daraus ihr einzigartiger Sound.

Emptyset sind am 4. Dezember mit ihren ungewöhnlichen Klang- und Bildcollagen im Rahmen der Reihe „ePhil“ live in Hamburg zu sehen, unterstĂĽtzt werden sie mit Visualisierungen von Clayton Welham.

ByteFM präsentiert das Konzert und verlost 2Ă—2 Gästelistenplätze. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt uns bis zum 1. Dezember mit dem Betreff „Emptyset“ und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinnerinnen und Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per E-Mail.

Der Termin:

04.12.14 Hamburg – KörberForum (im Rahmen der Reihe „ePhil“)

Album der Woche: The Smiths – „Hatful Of Hollow“

24.11.2014 von  

The Smiths - Hatful Of HollowVĂ–: November 1984
Web: officialsmiths.co.uk
Label: Rough Trade
Kaufen: artistxite-Shop

„In my life, why do I give time to people who don’t care if I live or die? In my life, why do I smile at people who I’d much rather kick in the eye?“

Ironie. Sarkasmus. Zynismus. Die Bandbreite der literarischen Stilmittel in den Songtexten von The Smiths ist groĂź. Mit Songs wie „Heaven Knows I’m Miserable Now“ treffen sie den Nerv einer Generation, die genug hat vom aufgesetzten Synthie-Pop der Jahre zuvor. Der schrammelige, dennoch melodische Gitarrensound und die melancholischen Songtexte von The Smiths kommen da gerade richtig. Nicht umsonst werden die Briten deshalb als erste Indie-Band ĂĽberhaupt bezeichnet.

1982 gründen Gitarrist Johnny Marr und Sänger Morrissey in Manchester eine Band. Zusammen mit dem Bassisten Andy Rourke und Mike Joyce am Schlagzeug nennen sich die vier Musiker The Smiths. Was damals noch keiner ahnt: Nur fünf Jahre wird diese Formation bestehen, bevor Johnny Marr als erster die Truppe verlässt. Doch diese fünf Jahre reichen aus, um The Smiths unsterblich zu machen und die britische Musikszene umzukrempeln. In dieser kurzen Zeit werden vier Studioalben produziert sowie mehrere Compilations und Singles veröffentlicht. The Smiths sehen Singles stets als eigene Einheit und nicht unmittelbar zur Bewerbung eines Albums. So werden auch zahlreiche Stücke herausgebracht, die auf keinem der vier Studioalben vertreten sind.

Anfang 1983 unterschreiben die Musiker einen Vertrag mit Rough Trade Records, im Mai desselben Jahres folgt die DebĂĽtsingle: „Hand in glove, we can go wherever we please. And everything depends upon how near you stand to me. And if the people stare, then the people stare. Oh, I really don’t know, and I really don’t care.“ Texte wie diese und ein nackter Mann auf dem Singlecover fĂĽhren unweigerlich zu Diskussionen ĂĽber die sexuelle Orientierung des exzentrischen Songtexters Morrissey. Und das ist erst der Anfang: Die Texte polarisieren und provozieren. „Suffer Little Children“, das auf dem selbstbetitelten DebĂĽtalbum von 1984 enthalten ist, handelt beispielsweise von den britischen „Moor-Morden“, die in den 60er-Jahren das Land erschĂĽtterten. Das dritte Studioalbum „Meat Is Murder“ bewegt hingegen viele Hörer, den eigenen Fleischkonsum zu ĂĽberdenken.

Vor 30 Jahren, im November 1984, erschien die erste Compilation „Hatful Of Hollow“. Sie beinhaltet drei Singles inklusive ihrer B-Seiten sowie Songs, die während BBC-Sessions mit der Band aufgezeichnet wurden. An vier Terminen zwischen Mai und September 1983 war die Band zu Gast bei den legendären Moderatoren John Peel beziehungsweise David Jensen. Diese aufgenommenen Versionen unterscheiden sich teils enorm von ihren später arrangierten Studiofassungen. Die BBC-Varianten sind sehr viel bassbetonter, rauer und „improvisierter“. Dies heiĂźt bei Weitem nicht, dass die einen Versionen den anderen ĂĽberlegen sind. Vielmehr soll betont werden, dass es sich bei den Songs auf „Hatful Of Hollow“ um die frĂĽhesten Zeugnisse dieser auĂźergewöhnlichen Band handelt. Grund genug, um den Geburtstag eines der bedeutsamsten Alben der jĂĽngeren Vergangenheit zu feiern. Deshalb machen wir „Hatful Of Hollow“, 30 Jahre nach dem Erscheinen, zu unserem Album der Woche.

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