Neue Platten: All The Saints – „Intro To Fractions“

(Audiolith)(Souterrain Transmissions)

5,3

Was soll das sein? „Intro To Fractions“? Eine EinfĂĽhrung in die Bruchrechnung, oder was? Ein Teil von etwas größerem? Ist diese Platte wohlmöglich nur ein Vorgeschmack auf das eigentliche Werk? Ein Intro? Und das sind jetzt eben StĂĽcke, die noch nicht ganz ausgereift sind, denen die Energie und der SchweiĂź fehlt. Das Herzblut! Oder sind mit „Fractions“ etwa „BrĂĽche“ gemeint? Musikalische Unebenheiten, Risse im Gitarrengletscher, gar Eruptionen? Oder ein Bruch mit Traditionen? „Intro To Fractions“ lässt den Hörer zunächst erstmal eins sein: ziemlich ahnungslos.

Doch wie so oft gibt die Geschichte Antworten: Nach ihrem 2008er „wir-wollen-so-klingen-wie-A-Place-To Bury-Strangers-nur-rotziger“-DebĂĽtalbum „Fire On Corridor X“ wollen sich All The Saints emanzipieren, die „nachdenklichen“ Ideen verfolgen. Gut so, denn „Fire On Corridor X“ war schon ganz schön auf die Fresse, fast machomäßig laut, trotzdem nicht schlecht – ohrenbetäubend eben. Zum Nachdenken braucht es Zeit. Fast vier Jahre! In dieser Zeit reist die Band aus Georgia viel herum und nimmt das neue Album in mehreren Studios in und um ihre Heimatstadt Atlanta auf. In Teilen, also in „fractions“? Aber: verderben viele Köche nicht den Brei? Hörbar ist das nomadische Aufnahmeverhalten der Band nicht. Zwar sind die StĂĽcke weniger komprimiert, als auf dem Vorgängeralbum, tatsächlich hört man auch BrĂĽche und weitläufigere Arrangements, so richtig kickt das aber nicht. Eine Innovation soll das sein, was das Label im Infobrief als „much more thoughtful“ beschreibt. Damit können nur die Songs gemeint sein, die offenbar noch gerade gut genug fĂĽr das Ende der Platte sind. Der Titeltrack „Intro To Fractions“ erinnert mit schleifendem Gesang und vom Feedback her an Fields Of The Nephilim, „Sunk Hill“ ist Whiskey-Feeling pur: auf einer alten amerikanischen Veranda sitzen, in einem Schaukelstuhl, High Noon und saufen. Der Cowboy-Song der Platte, passend lo-fi aufgenommen. Ein alter Hut: auch das DebĂĽtalbum hatte seine unkonventionellen Momente.

Hachja, es schunkelt so daher. Wo ist denn nun der rote Faden? Im StĂĽck „4 H Trip“ ist er nicht, aber das ist irgendwie abgefahren: gut eine Minute lang wunderschöne Orientierungslosigkeit. Sollte es da um Drogen gehen, gut getroffen! Aber sonst? Fields Of The Nephilim schauen häufiger vorbei, eher sind es die Wall of Sounds, die uns wie Druckerwalzen ĂĽberrollen – und uns platt machen. „Intro To Fractions“ entwickelt nach ein paar Runden einen gewissen Reiz, da ist ein sonderbares GewĂĽrz versteckt auf diesem von Feedback und TrommelergĂĽssen geschundenen Album. Ein Abgrund – eine kranke Eleganz – ein letzter Anschlag der Gitarrenseite vorm Delirium. So ist die anfängliche Orientierungslosigkeit doch Konzept und Ergebnis „nachdenklicher“ Ideen? Eine schön verwirrende Platte.

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All The Saints – „Half Red, Half Way“ (Download)

Label: Souterrain Transmission| Kaufen

Neue Platten: Oliveray – „Wonders“

16.12.2011 von  

(Erased Tapes)(Erased Tapes)

7,8

Es klingt alles so friedlich. Acht Stücke, zart, frei schwebend: Seelenklopfer. Peter Ray Broderick und Nils Oliver Frahm sind Oliveray – zwei Musiker tun Muße und zelebrieren auf „Wonders“ die ruhige Einkehr. Doch es handelt sich um mehr als eine Treffen zweier Freunde.

Peter Broderick (24) hat verdammt viel Glück. Geboren keine Autostunde entfernt von Portland, Oregon, kommt er schnell in Kontakt mit der dortigen Indie-Szene. Ende 2007 engagiert ihn die dänische Band Efterklang als Livemusiker. Er zieht nach Kopenhagen. Gerade da sein dänisches Visum auszulaufen droht, zieht er nach Berlin in eine Wohnung, deren Besitzer „ausschließlich Musiker als Mieter haben möchte“ und zudem, so Broderick, wurde ihm „der Schlüssel zu einem Klavierladen im Erdgeschoss gegeben, um dort immer spielen zu können, wenn der Laden geschlossen hat“ – kurz: das Paradies für einen Musiker. Hier komponiert er die Dokumentarfilmmusik „Music For Confluence“, in der Überladung, Enge und Schnelligkeit keinen Platz haben, sondern die Türen zur Schwerelosigkeit geöffnet werden. Erst in Berlin kommt es zur Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Freund Nils Frahm (29), auch er offenbar gesegnet mit Glück: „I feel that I have the great luck to be surrounded by some of the brightest and nicest human beings on earth.“ Sein aktuelles Album „Felt“, aufgenommen bei Nacht in seinem Wohnzimmer, reduziert die Distanz zwischen Spieler und Hörer auf ein Minimum. Selten schien Musik so nah.

Was kommt dabei heraus, wenn zwei geniale Musiker, Label-Kollegen, musikalisch klassisch geschult, ins Studio gehen? Zerbrechen sie am hohen Anspruch, den ihre Soloalben voraussetzen?

Den StĂĽcken liegt ein einfacher Ansatz zugrunde. Dazu gehören eine spärliche Instrumentierung, Spontaneität und auf spielerische Art Fehler ins Klangbild zu integrieren. Gelegentliches Husten und Kommentieren („it was really nice“) sind Zeugen dieser Wohnzimmersession, die wie auf Frahms Album „Felt“ von einem beständigen Rauschen begleitet wird. Perfektion in der Aufnahme zu erreichen, scheint fĂĽr Broderick und Frahm nichts als ein modernes Phänomen zu sein. Effekte? Nein. Digitale Nachbearbeitung? Kaum. Auf „Wonders“ wird der Zufall zum Prinzip: „Feel free to do a little something in the beginning, like before I come in with the melody“, beschwört Broderick zu Beginn von “The Book She Wrote And In The Time“ – eines von vier GesangsstĂĽcken, die jeweils abwechselnd mit einem InstrumentalstĂĽck zu hören sind.

Das folgende StĂĽck „Piano In The Pond!“ könnte mit dumpfen Tastenschlägen zunächst genau das sein, ein Klavier im TĂĽmpel. Brian Eno’sche Ambientgebilde tauschen gegen Ende ihr gleiĂźendes Kleid ein, gegen behutsames musikalisches Schneegestöber. „Piano In The Pond!“ ist das unkonventionellste StĂĽck der Platte. Ein Pingpong-Spiel: Frahms Klaviermelodie streift um Brodericks behutsames Gitarrenspiel herum und umgekehrt. Unter dieser Behutsamkeit drohen die Instrumente mehr als einmal zu erstarren.

„Wonders“ von Oliveray ist ein Kumpelalbum zweier Musiker, denen einmal Bücher gewidmet werden sollten. Um frei nach Aristoteles zu schließen: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“. Oliveray ist nicht dasselbe wie Nils Frahm und Peter Broderick, sondern wie Oliveray.

Oliveray – You Don’t Love by erasedtapes

Label: Cote Labo/Erased Tapes | Kaufen

Neue Platten: Tycho – „Dive“

16.11.2011 von  

(Ghostly International)

5.5

Scott Hansen muss wohl ziemlich viel zu tun haben. Sein letztes Album unter seinem KĂĽnstlernamen Tycho erschien 2006. In der Zwischenzeit gab es sporadisch einige Singles. Kein Wunder, denn Musik ist nur ein Standbein des Kaliforniers. Seine Brötchen verdient er als Grafikdesigner und Allround-KĂĽnstler, verkauft seine Illustrationen unter dem Namen ISO50 auf der gleichnamigen Website, die von einer internationalen Leserschaft besucht wird. 2005 zog Hansen von Sacramento ins deutlich größere San Francisco. Nicht der Musik wegen, sondern wegen seiner anderen ordentlichen Arbeit als Grafiker: „I’ve lived in San Francisco for six years and I don’t go out much because I’m so focused on work.”

Wie die meisten seiner Arbeiten ist auch „Dive“ retrofuturistisch geraten. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft liegen hier dicht beieinander. Tycho legt wert auf warme, langatmige Klangcollagen. Dem entspricht auch das Coverbild: eine entfremdete, untergehende Sonne, gestaltet in sättigungsarmen Rot- und Blautönen. Wie am Sättigungs- und Kontrastregler seiner Bildbearbeitungssoftware, dreht Tycho eben auch am Synthesizer. Oder zerrt an Gitarrensaiten. An denen nämlich wurde „Dive“ konzipiert. Nicht etwa am Computer. Das hört man erst so richtig, wenn man es weiĂź. Denn wer denkt bei den Worten Grafikdesigner und Elektronikproduzent heute noch an jemanden, dessen Leben sich nicht vorzugsweise in digitalen Parallelwelten abspielt? Die Gitarre trägt die Platte, gibt ihr eine psychedelisch-trunkene Note, scharf vorbei am Rauschzustand. Den verhindern die recht unspektakulären Beats, die ĂĽber Tychos sonst so goldene Klanglandschaften rumpeln. Musik fĂĽr Roadmovies. Eine Art „Durch-die-Sonne-rumpeln“.

„Hours“ erinnert an das Produzenten-Duo Boards Of Canada, mit sehr kurvigen Melodiebögen, die einen monotonen Off-Beat umgarnen. Gesungen wird kaum. Lediglich in „Ascension“ (auf Deutsch „Auffahrt“ oder „Aufstieg“), das luftig-locker-flockig produziert ist, glaubt man, ein paar Meerjungfrauen jaulen zu hören. Im Titeltrack, das mit über acht Minuten längste Stück der Platte, hört man schließlich (wenn auch nur als Sample) endlich Gesang. Entspannung. Eine Frauenstimme verkündet träumerisch: „riiiiiiise“. Aufsteigen mal wieder. Ein Höhepunkt der Platte dennoch, denn beim häufigen Hören liegen träumerisch und schläfrig, lang gezogen und langweilig mehr als einmal sehr dicht beieinander. So richtig abtauchen kann man da leider nicht. Man wird ohnehin mehrmals in die entgegengesetzte Richtung, nach oben, verwiesen. Ganz interessant: Fast alle Tracks beginnen vielversprechend, verlieren sich dann aber in minutenlangen Loop-Passagen, deren Ende häufiger als einmal herbeigewünscht wird. Trotz alledem kann man „Dive“ nicht so richtig nicht mögen. Zu freundschaftlich wirkt es, leicht eiernd, nicht perfekt. Das liegt wohl an der Gitarre, die fehlbarer ist als ein Computer-Beat.

Und wem bei „Dive“ die Augen zu fallen, der kann ja immer noch Tychos Remix von Little Dragons „Little Man“ anhören und downloaden.

Tycho – Hours [Dive LP - Nov. 2011] by Tycho

Label: Ghostly International | Kaufen

Neue Platten: I Heart Sharks – „Summer“

(AdP Records)

7,0

Ist das die Platte des Winters? Sie könnte es zumindest sein, wenn man sich den Titel anschaut: „Summer“. Sommer. Und was hat der Sommer im Winter verloren? Für die meisten ist der Sommer im Winter eine tief liegende melancholische Sehnsucht. Einhergehend mit Glück und Wärme. Zu einem Hirngespinst verwelkt der Sommer im Winter, der grau, eisig und hart sein kann. Um diese Zeit zu überstehen, würde die Band I Heart Sharks entgegnen, musst du dir den Sommer einfach einbilden, ihn dir warm halten: „let’s just pretend it’s summer“. Welch eine innovative Idee. I Heart Sharks ist ein New-York-London-Bayern-Trio, das sich in Berlin zusammengefunden hat. Sich in Berlin für irgendwas zusammenfinden, das ist unter kreativen jungen Leuten heute so selbstverständlich, wie der sonntägliche Gang zum Bäcker.

I Heart Sharks sind jung und sie gehören zu den „durch und durch ästhetisierten Menschen des 21. Jahrhunderts“, wie der SPIEGEL-Artikel „i“ die Zielgruppe von Apple-Produkten zu erkennen versucht: „Es sind zeitgemäße Produkte für den Menschen […], der zeigen will, dass er auf dem Laufenden ist, kein Technikfreak, […] aber auch kein Technikfeind, der einen Sinn für […] die seltsame Erotik hat, die von Objekten mit runden Ecken und glatten Oberflächen ausgeht.“

Dass damit auch das musikalische Geheimnis von I Heart Sharks erklärt wird, daran haben die Autoren nicht gedacht. Denn mit der Musik von I Heart Sharks verhält es sich wie mit Apple-Fans. „Summer“ ist zunächst ein Album für die musikalische Oberklasse. Oder will es zumindest sein. Man spürt das. In der lauten Art des Gesangs, der an vielen Stellen eingebildet wirkt, in der Art der Proklamation. Im Song „Neuzeit“, in dem im Stile vom Ja,-Panik-Album „DMD KIU LIDT“ in Germanenglish gesungen wird, heißt es: „und wir machen neue Geschichte“. Die Band hat den „Berlin-Sound“ aufgesogen, diesen immer noch leicht revolutionären, nach Aufbruch schmeckenden Sound. Ohne Probleme kann man sich I Heart Sharks vorstellen, wie sie mit erhobenen Fäusten die Bühne betreten: Wir sind da, wir kämpfen für Euch, gegen die Dinge, gegen die es sich zu kämpfen lohnt. Wofür wissen wir noch nicht, aber das hier, das ist unsere Musik dazu. Doch die ist keineswegs unkonventionell oder avantgardistisch, wie man es von der Bohème, den „intellektuellen Randgruppen“ (Wikipedia) erwarten könnte. Es ist elektronische Popmusik. Nicht allzu poppig, doch eher mit runden, als mit kantigen Ecken. Mit der Musik von I Heart Sharks verhält es sich wie mit Apple-Fans: Beide sind zeitgenössisch, nicht zu andersartig, aber um Himmels willen wollen sie nicht dem Normalen zugeschrieben werden.

Und hier kommt „die seltsame Erotik […], die von Objekten mit runden Ecken und glatten Oberflächen ausgeht“ ins Spiel. Denn „Summer“ verhält sich so: Es ist ein kryptisches flaches Pop-Album, von dem eine „seltsame Erotik“ ausgeht. Auffallend ist, dass nicht nur die Musik auf Anschlag aufgenommen worden ist, sondern auch die Texte geradezu herausgeschrien werden. Phrasenschmettern: “I never wanted to fall in love in a place like this“ („Rien Ne Va Plus“), “if you ask no questions you hear no lies” („Lies”) und ganz schlimm: “There’s nothing more sad than an angle without light, this is the Neuzeit” („Neuzeit”). The Neuzeit also. Ist es das, was die Band mit ihrer Musik bewirken will? Eine neue Zeitrechnung einleiten? Eine neue Dimension erfinden?

Mag es dem Album an einer lyrischen Basis mangeln, die die vielen leeren Floskeln mit Leben füllen könnte. Mag es aufdringlich und laut sein. Mag es bloß den Anspruch haben, cool zu sein. Mit „Summer“ veröffentlichen I Heart Sharks ein schnelles Elektropop-Album, das geschickt instrumentiert ist und dessen Spannung über die Länge der Platte gehalten wird. Wer keine lyrischen Wunderwerke erwartet, bekommt zwölf tanzbare melodische Tracks, an denen man sich nahezu ergötzen kann, denn der zunächst eingebildet wirkende Gesang bekommt nach mehrmaligem Hören eine tranceartige Note. Die Gitarren und Synthesizer wirken bewusst platziert und lebendig. Lediglich eine kleine Verschnaufpause täte dem Album gut, ein Instrumentalstück zum Beispiel. Doch Verschnaufpausen geben sich Apple-Nutzer eigentlich auch nicht. Na, also!

Label: AdP Records | Kaufen

Neue Platten: DJ Cam – „Seven“

(Inflamable)

6,0

„I‘m calling you“, dröhnendes Rauschen wie aus dem Innern einer Raumstation, „I‘m calling you“, zwei Piep-Laute, die man von Intensivstationen aus dem Fernsehen kennt, und schon beginnt sie, die intergalaktische Reise im Downbeat-Raumschiff von DJ Cam.

„Seven“ heiĂźt das siebte Album von DJ Cam alias Laurent Daumail. Seit 1994 produziert er Musik in den Bereichen Trip- und Hip-Hop, Jazz und Downbeat. In den letzten Jahren erfolgte die Umsetzung von DJ Cams Ideen vorwiegend im Kollektiv und mithilfe einer Band. Mit „Seven“ kehrt er zurĂĽck in die Rolle des reinen Studioproduzenten: „After […] ‚Soulshine‘ […] and various […] collaborations I wanted to get back to the essentials of being a producer: going into the studio alone, having total freedom, and allowing my inspiration free reign“. Die Platte entsteht innerhalb von zwei Jahren vorwiegend in Los Angeles, wo er mittlerweile lebt. Nur gut 300 Meilen entfernt vom MilitärstĂĽtzpunkt Area 51 in Nevada, von dem Verschwörungstheoretiker behaupten, dort könnten auĂźerirdische Lebensformen existieren. Und wenn das stimmt, hat DJ Cam sie offenbar in sein Studio eingeladen, denn „Seven“ ist geprägt von einer Reihe ulkiger weltfremder Klänge.

„Dreamcatcher“ erinnert mit repetitiv zirkulierenden Synthesizer-Melodien an Michael Rother und Neu! im renovierten 2001er-Outfit. Bis plötzlich ein Disco-Vocal-Sample die angenehm psychedelische Stimmung durchbricht: „I made a promise, I‘d sell myself for you“. Und gegen Ende erneut Geräusche, die ohne Probleme eine Mondlandung musikalisch untermalen könnten. „Seven“ ist ein Weltraum-Album. Hinter jeder noch so fernen Weltraumexpedition steckt immer ein Mensch und so zählt auch DJ Cam auf die UnterstĂĽtzung irdischer Wesen. Im StĂĽck „Love“ singt die Britin Nicolette, die bereits fĂĽr Massive Attack sang, an anderer Stelle der Stateless-Sänger Chris James. Dessen Bootsy-Collins-Soul-Stimme schimmert in „Ghost“ zu Beats, die vom Londoner Produzenten SBTRKT geliehen sein könnten. Galaktisch dann wieder „1988″ mit der Stimme der französischen Sängerin Inlove, eine KĂĽnstlerin, die auf DJ Cams eigenem Label Inflamable veröffentlicht. Vielleicht steckt aber auch RĂłisĂ­n Murphy dahinter, die Stimmen ähneln sich sehr.

„Seven“ wirkt sonnig und entrĂĽckt: elektronisch verfeinerte Jazz-Balladen fĂĽr „spärlich beleuchtete Nachtclubs“ (Klaus Fiehe). Die Rhythmusgruppe spielt angenehm und entspannt. Und bleibt doch zu sehr „90er“. Zu viele Trip-Hop-Elemente, die klingen, als kämen sie direkt aus der Feder von Massive Attack oder Portishead. Keine schlechten, aber längst verbrauchte Elemente. Doch glĂĽcklicherweise gelingt der Spagat zwischen Vergangenem und Gegenwart an den meisten Stellen. Es wäre DJ Cam zu wĂĽnschen, dass er mit „Seven“ größere Aufmerksamkeit erhält, denn er ist weder in Deutschland, noch in seinem Heimatland Frankreich sonderlich bekannt. „Seven“ ist trotz einiger Schwachpunkte eines der besseren Alben von ihm. Aliens sei Dank.

Heute Abend hört Ihr ab Mitternacht einen DJ-Mix von DJ Cam. Die Zusammenstellung beinhaltet mehrere Tracks des neuen Albums.

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DJ Cam – Swim (Feat. Chris James) (Download)

Label: Inflamable | Kaufen

Neue Platten: Nils Frahm – „Felt“

09.10.2011 von  

(Erased Tapes)

7,2

Nils Frahm wohnt und arbeitet in Berlin. Seit 2008 betreibt er das Durton Studio. Neben seiner eigenen Musik produziert er dort auch Werbemusik. Das neue Album von Nils Frahm heißt „Felt“. Es ist ein behutsames, zerbrechliches Werk. Sehr durchdacht werden die Tasten angeschlagen. An wenigen Stellen, wie im Stück „Old Thought“, schiebt sich eine Oboe ins Klangbild. „Unter“ endet mit zwielichtigen Flötentönen, getragen von einem Rauschen, das als durchgängiges Motiv stets und vor allem in den ruhigen Momenten der Platte hörbar ist. Das Tempo: bedächtig, fast schläfrig, jedoch nicht ermüdend. Lediglich das erste Stück („Keep“) und das letzte („More“) sind deutlich schneller und lebendiger gespielt und wirken so als Rahmen.

Nils Frahm zeigt sich auf „Felt“ nicht nur als Spieler, sondern auch als Handwerker und Tüftler. Um auch nachts musizieren zu können, dämpft er sein Klavier mit Filz (daher auch der Name des Albums: „Felt“, engl. für Filz) und spielt mit „behutsamen Fingern“ (Frahm). Die Platte widmet er seinen Nachbarn, die er beim nächtlichen Spielen nicht stören will. Wurde das Vorgängeralbum „The Bells“ noch in der schallenden Berliner Grunewaldkirche aufgenommen, ist „Felt“ in Frahms Wohnzimmer entstanden. Für die Aufnahme platzierte er mehrere Mikrofone im Klavierkorpus, so nah an den Saiten, dass für uns nun auch die leisen Nebengeräusche hörbar werden, die viele andere Produzenten als störend empfinden würden. Auf „Felt“ werden sie zum Konzept: knarrende Holzdielen, das Klacken der Klaviermechanik, scharrende Füße und das spannendste von allem: das Atmen des Musikers. Durch diese unkontrollierbaren Momente wird „die Musik […] zum Zufall […] oder eben umgekehrt“, sagt Frahm.

Die wundervollsten Melodien legen sich in dieses räumliche Geknister und Geraschel. Man fühlt sich nicht, als höre man ein Musikalbum, sondern als säße man leibhaftig neben Frahm in seinem Wohnzimmer. Die Distanz zwischen Spieler und Hörer wird auf ein Minimum reduziert. Wer „Felt“ verstehen möchte, braucht vor allem Zeit und Ruhe. Und gute Kopfhörer. Selten hört man im Moment ein vergleichbares Album. Nils Frahm lässt tief in seine Seele blicken. Und man kann vermuten: dort hausen vor allem Schönheit und Ruhe.

Nils Frahm – Unter by erasedtapes

Label: Erased Tapes | Kaufen

Neue Platten: DJ Shadow – „The Less…, the Better“

30.09.2011 von  

(Universal)

9,1

Miles Davis, dessen Todestag sich vor ein paar Tagen zum 20. Mal jährte, hätte der Ankündigung eines neuen DJ Shadow Albums vermutlich entgegnet: „So What?!“.
Na und? Was soll’s? Wie ignorant! Denn Shadows neues Album ist eine Wucht.
Was Davis‘ „Kind Of Blue“-Album 1959 war, das war fĂĽr DJ Shadow fast vierzig Jahre später „Endtroducing…..”, „the first album created entirely from sampled sources” (diese Aussage ist offenbar Guinness World Records-zertifiziert). Damals, Mitte der 90er Jahre, als Musik gelegentlich noch ohne Hilfe von Computern produziert wurde, war ein ausschlieĂźlich auf Samplen basierendes Album tatsächlich eine Sensation. DJ Shadow, bĂĽrgerlich Joshua Paul Davis, ein zurĂĽckhaltender Kalifornier, gilt seit dieser Veröffentlichung als Suchender. Stets auf der Suche nach Tonaufnahmen. Immer. Ăśberall. Vinyl, Tonbänder, Tapes, egal. Hat ĂĽbrigens noch jemand alte Kassettenaufnahmen irgendwelcher Kinderzimmer-DĂĽngeleien? Immer her damit!

Nach fast fünfjähriger Veröffentlichungspause erscheint nun ein neues Album von DJ Shadow, der für seine Musik längst nicht mehr nur Samples verwendet: „The Less You Know, the Better“. Aus heutiger Perspektive (das Weltwissen immer nur wenige Mausklicks entfernt) ein fast antiquierter Titel, der dazu aufruft, darüber nachzudenken, ob uns die Informationsflut von Facebook, Google und Co eher nützt oder eher schadet.

„I’m back, I forgot my drum” – mit diesen unprätentiösen und zugleich kryptischen Worten beginnt die Platte und dann – na klar! – setzt das Schlagzeug doch ein. Nach dem kurzen Opener, der mit einem Heavy-Metal-Hard-Rock-Zitat endet („you’re gonna die“), hat man sich warm gehört. Nun beginnt ein Etwas, das mit Genrebegriffen kaum zu fassen ist. Hip-Hop? Chanson? Stadion-Rock? Elektro-Punk? So What! Zunächst weiter mit Heavy-Metal. Im zweiten StĂĽck „Border Crossing“ kommen in bester Ozzy Osbourne-Manier die harten Gitarren zum Einsatz. Noch etwas peinlich berĂĽhrt darĂĽber, dass man Hip-Hop erwartet, aber Metal zu hören bekommt, drängt sich die Frage auf, ob man wirklich Musik von DJ Shadow hört oder fälschlicherweise eine geheime Platte von Rage Against The Machine erwischt hat. Mit dem dritten StĂĽck „Stay The Course“ kommt die Erlösung. Der erste Hip-Hop-Track des Albums ist „no matter east, nor south or west, just stay the course“. Auf Kurs bleiben also. Von wegen: In den folgenden StĂĽcken wiederholt sich dieses wirsche Genre-Roulette mehrmals.

„The Less You Know, the Better“ verzichtet auf Eigenschaften, die man von Langspielplatten erwartet. Ein roter Faden fehlt. Durchhörbarkeit: Fehlanzeige. Zum Glück, denn das Verhältnis zwischen Produzent und Hörer bekommt auf diesem Album eine neue Bedeutung. Der Hörer wird, wie DJ Shadow, zum Suchenden. Er wird zum Suchen gezwungen und steht zugleich vor vielen Fragen: Was zur Hölle gefällt mir hier eigentlich gut? Der Song „I’ve Been Trying“, ein Gitarrenstück, das stark an „Wish You Were Here“ von Pink Floyd erinnert? Oder das majestätische stakkato-artige Gitarrenriff, das in „Warning Call“ auf einen tiefen Bass und die fordernde Stimme von Tom Vek trifft? Oder das düstere, Sample-basierte „Give Me Back The Nights“, dessen Bass- und Synthesizer-Linie einfach nur abgefahren ist?

„The Less You Know, the Better“, das vierte Album von DJ Shadow, ist ein großartiges, facettenreiches, experimentelles Album. Stück Nummer 17 (insgesamt sind es 19, Spielzeit 85 Minuten), in dem David Bowie und Sting zu hören sind (so klingt es zumindest), fasst die Idee der Platte gut zusammen: „Come On Riding (Through The Cosmos)”. So What!

DJ Shadow „Warning Call“ (featuring Tom Vek) by GrillMarketing

(Download)

Label: Island | Kaufen

Neue Platten: Laszlo – “Radial Nerve”

13.09.2011 von  

(Lydian Label)

Wer? Was? Warum? ByteFM Redakteure besprechen eine Auswahl aktueller Neuerscheinungen.

Wer? Laszlo ist Aaron Wheeler aus London. Outfit: Klassisch: Dreitagebart, Holzfällerhemd, Jeans. Wheeler produziert seit zehn Jahren Film- und Werbemusik in seinem Studio in Crouch End. Zu seinen Auftraggebern zählen illustre Firmen wie MTV, L’Oreal und Dell Computers. Zu Wheelers Live-Band gehört u.a. sein Bruder Ben Wheeler, der ihm verblüffend ähnlich sieht.

Was? „Radial Nerve“ heißt das Debütalbum von Laszlo. Der Radialnerve (Nervus radialis) versorgt die Streckmuskulatur der Finger und der Hand mit Nervenimpulsen. In Folge eines Armbruchs war dieser Nerv bei Laszlo beschädigt. Die Diagnose: Seine Finger könne er nie wieder bewegen. „Radial Nerve“ ist nun dieser – zum Glück – Fehldiagnose gewidmet. Dass Laszlo seine Finger wieder bewegen kann, zelebriert er beispielsweise im Mandolin-Song „Mr. Sunshine“. Ein Stück, das mit einem makaberen Video daherkommt. Die Instrumentierung von „Radial Nerve“ basiert fast vollkommen auf akustischen Instrumenten: Rhodes-Piano, Violinen, Akkordeon. Die Claps und Clicks hingegen, die der Musik einen beweglichen Rahmen verpassen, sind elektronisch erzeugt. Für die Aufnahme der Platte baute Laszlo eigenhändig ein neues Studio.

Warum? Laszlo vertritt die Ansicht, dass moderne elektronische Musik häufig nicht mit einer guten Komposition einhergeht. Nimmt man dies als Status Quo, ist „Radial Nerve“ in seiner medizinischen Funktion als „Bewegungsnerv“ metaphorisch auf Laszlos Musik anwendbar. Bewegung im Korpus der elektronischen Musik, ein Teil, das streikt. Denn: Dem Album wohnt eine Schönheit inne, die nur durch fein ziselierte Produktion und Liebe zum Detail erzeugt werden kann. Die einzelnen Instrumente heben sich voneinander ab, biegen und winden sich, um schließlich zurückzukehren auf den magischen Pfad, den dieses Album durchläuft. Ein Pfad durch Nu-Jazz, Electronica, Ambient und ab und zu auch über Bibio-eske Brechungen. Eine tolle Platte, die zwar vielerorts als Hintergrundmusik bezeichnet wird, nicht aber als solche verstanden werden sollte.

Label: Lydian Label | Kaufen

Roskilde Festival: Samstag

©Jacob Dinesen
©Jacob Dinesen/Roskilde Festival

Kennt eigentlich (noch) jemand die Band The Ex? Für einige (jüngere) Menschen im ByteFM-Team war die 1978 gegründete niederländische Punkband bislang ein schwarzer Fleck auf der popmusikalischen Landkarte. Dennoch: Trotz einer Vielzahl an Line-Up-Wechseln mäanderte die Band in den letzten 30 Jahren langsam aber beständig durch verschiedene musikalische Klimazonen und ließ sich zuletzt besonders von afrikanischen Rhythmen beinflussen.

Am Roskilde-Samstag wird das Programm der kleinsten Bühne, dem Pavilion, für einige Stunden von The Ex kuratiert. Der Tag beginnt mit Arnold de Boer alias ZEA, seit gut zwei Jahren neuer Sänger von The Ex.

Er sei kein Bauer, wie sein Nachname vermuten lieĂźe, sagt er und spielt ein unglaublich beeindruckendes humoristisch-puristisches Lo-Fi-Konzert, singt ĂĽber das Jucken am Körper „that you can’t reach, that you can’t cure“ und sowieso: ZEA zelebriert hĂĽpfend seinen Auftritt, fĂĽr den er nicht mehr als Drumcomputer, Gitarre und Effekte benötigt. Eines der besten Konzerte des Festivals gleich am Mittag!

Während der Schwede The Tallest Man On Earth die überfüllte Odeon-Stage bespielt, betreten einige Minuten später eine Reihe von Musikern auf die unweit entfernte Cosmopol-Bühne, die unter dem Namen Odd Future Wolf Gang Kill Them All firmieren. Dieser Rap-Gruppe, rund um Tyler, The Creator, wurde in den letzten Wochen und Monaten einiges an Aufmerksamkeit entgegengebracht. Zurecht? Ein kurzer Blick reichte aus, um zu erkennen, dass zumindest dieser Hype überspannt ist.

ZurĂĽck zum Pavilion, die von The Ex kuratierte BĂĽhne, um den vor allem von Patrick ZiegelmĂĽller gelobten DJ/rupture aus New York zu sehen. Nach einem kruden Ritt durch Dubstep, sĂĽdamerikanische Rhythmen, Adele-Samples und einem anschlieĂźenden Smalltalk ĂĽber Radio und Festival-Essen ist klar: DJ/rupture ist nah dran den Code der Popmusik zu entschlĂĽsseln!

Das Essen: Kein Festival ohne Essen. Kein Festival ohne Fast-Food, natĂĽrlich. Aber die Dänen haben den deutschen Festivalmachern einige Dinge voraus. Beispielsweise ist ein groĂźer Teil des Essens „økologisk“, die „food-stalls“ sind keine kleinen Bratwurstbuden, sondern groĂźe Zelten in denen gut organisierte Menschen arbeiten, jeder Stand hat mindestens ein vegetarisches Gericht auf der Karte.

Back to music: Nachdem sich der in L.A. lebende Gonjasufi-Produzent „the mother fucking“ Gaslamp Killer nicht zu schade war neben Queen, Jimi Hendrix, Jai Paul auch „House Of The Rising Sun“ von The Animals in ein eindrucksvolles Breakbeat-Bass-Konstrukt zu pressen und u.a. kabellos auf einem iPad Soundschnipsel abspielte, betrat eine Stunde später ein von vielen sehnsĂĽchtig erwarteter KĂĽnstler auf die BĂĽhne. Sein Name: James Blake. Man muss nicht lange darum herumreden, Blakes Liveset, das in den ersten 20 Minuten noch langatmig vor sich hin trudelte, wurde mit dem Fortschreiten der Zeit eine wilde Fahrt auf der Bass-Autobahn, flankiert von effektverhalltem Gesang und einer Snare-Drum, verdammt, diese Snare-Drum! Und dann war da dieser Roskilde-Moment: Während Blake das von seinem Vater geschriebene „The Wilhelm Scream“ als Zugabe spielt, öffnen prophetische Gewitterwolken ihre Bäuche und begieĂźen nicht nur die zum GlĂĽck als Zelt angelegte Cosmopol-Stage mit Regen, sondern das gesamte Festivalgelände. Das Heruntertropfen des Regens auf den Kiesboden während Blakes Auftritt: Ein Rauschen, das lange im Kopf hängen bleibt.

Ob des Regens muss die französische Band (die aus der Ferne übrigens ausgesprochen gut klingt) Yelle links liegen gelassen werden. Leider. Auch die Minnesota-Band Dark Dark Dark spielt im überdachten Gloria ohne uns, denn die Location ist beliebt und voll, es regnet in Strömen. Im Pressebereich gibt es glücklicherweise kostenlosen Kaffee, der eifrig getrunken wird.
Der Regen dreht nach etwa einer Stunde ab und wen sehen wir da? The Strokes, die in ihrer langen Karriere schon vor Millionen verschiedenen Menschen spielten, wirken auf der groĂźen Orange Stage, an der wir uns verdächtig wenig aufhalten, lieblos und „too cool“, so dass wir zu dem Schluss kommen: „Die Band löst sich bald auf“.

Zum ersten Mal an diesem Tage fĂĽhrt der Weg zur Odeon-BĂĽhne, die in der „Sustainable Zone“ liegt und daher durch geschickte Technik 70% weniger Strom verbraucht als vergleichbare BĂĽhnen. Auch hier zeigt sich der Pioniergeist der Roskilde-Organisatoren. Auf dem Programm: Congotronics vs. Rockers. FĂĽr dieses Konzert finden sich die beiden „congotronic“-Bands Konono N°1 und Kasai Allstars mit den „rockers“ Deerhoof, Juana Molina, Wildbirds & Peacedrums und Skeletons zusammen. 19 Musiker, die vor relativ wenig Zuschauern ein beeindruckendes Konzert spielen. Afrikanische- und Rockmusik können an diesem Abend nicht näher beieinander liegen.

Den Stadion-Tech-House von Deadmau5 wenig Beachtung schenkend geht es um mittlerweile halb 2 in der Nacht zur Schwedin Lykke Li

Schlaftrunken schauen wir ein paar Takte des „Kompakt-Acts!!!“ Walls und verabschieden uns bei fast schon aufgehender Sonne in die Zelte.

Orange Blossom Special

Wenn eine handelsübliche Paderborner Taube zu Pfingsten Ihre Familie in Göttingen besuchen möchte, fliegt sie, sofern sie den direkten Weg nimmt, unwiderruflich über die Stadt Beverungen hinweg. In diesem Moment hat sie die Hälfte ihrer Wegstrecke hinter sich gelassen. Die andere Hälfte liegt, einige werden es sich denken, noch vor ihr!
Doch vielleicht sieht sie beim Überflug über Beverungen einen gemütlichen Garten, in dem knapp 2000 Menschen Platz gefunden haben. Sie hört laute Musik, sie sieht Kinder neben Einheimischen neben Großstadtliebhabern. Sie hat Ihre Reise gut gewählt, denn die ganze Stadt ist auf den Beinen, es ist Orange Blossom Special Festival.

Das schnuckelige Kleinstadt-Festival mit höchsten Qualitätsansprüchen verspricht jedes Jahr zu Pfingsten ein Musikprogramm der Extraklasse. Die auftretenden Musiker bewegen sich im weiten Spannungsfeld zwischen Lagerfeuer, amerikanischer Bierhallenromantik und nordeuropäischen Fichtenwäldern. Das im firmeneigenen Garten des Tonträgerunternehmens Glitterhouse Records stattfindende Festival findet in diesem Jahr zum 15. Mal am Westufer der Weser statt. Ein Jubiläum, das u.a. Gisbert zu Knyphausen oder Emily Jane White und Golden Kanine eine Bühne bietet. Im Grünen, im Garten, flankiert von Weldern und Wiesen.

ByteFM präsentiert das Orange Blossom Special Festival vom 10.-12. Juni in Beverungen.

Heute Abend ab 21 Uhr hört Ihr einen ByteFM Container zum Festival (Wdh.: Mittwoch, 14 Uhr) mit Musik von fast allen auftretenden Künstlern und Antworten auf die Fragen: Wo liegt eigentlich Beverungen? Wie komme ich dorthin? Und wie gut sind eigentlich die Witze, die Chef-Organisator Rembert gelegentlich in den Umbaupausen erzählt?

Zudem verlosen wir 3×2 Tickets (fĂĽr alle drei Festivaltage) + Orange Blossom Special 15 Compilation. Wenn Ihr gewinnen wollt, schreibt bis zum 19.05. eine Mail mit dem Betreff “Orange Blossom Special” und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per Mail.

Das komplette Line Up:
Gisbert Zu Knyphausen (D)
The Great Crusades (USA)
Golden Kanine (S)
Slim Cessna’s Auto Club (USA)
Madison Violet (CDN)
Young Rebel Set (UK)
Tamikrest (MLI)
Surprise-Act (???)
Miraculous Mule (UK)
Dan Mangan (CDN)
Emily Jane White (USA)
Wallis Bird (IRL)
Holmes (S)
Marie Fisker (DK)
C-Types (D)
The Great Bertholinis (D)
Hellsingland Underground (S)
Who Knew (IS)
Talking To Turtles (D)
Rocco Recycle (D)
Christina Bacher (Lesung)

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