Scott Matthew mit Elva Snow

18.11.2010 von  


Ruben Jonas Schnell begrüßte in unserem Studio Scott Matthew mit seinem Projekt Elva Snow.

Solo lieferte der australische Singer/Songwriter und „quiet noise maker“ Scott Matthew die Titelmelodien für japanische Animationsserien, seinen Durchbruch schaffte er aber wohl durch den Soundtrack zu John Cameron Mitchells Kinofilm „Shortbus“.

Zusammen mit dem Ex-Morrissey Mitglied Spencer Cobrin gründete er 1999 das Projekt Elva Snow. Dieses zeichnet sich durch Cobrins weiche Instrumentierung und Matthews tragischen Gesang aus.

Überzeugt Euch selbst!

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Scott Matthew – Little Bird (Live @ ByteFM)

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Elva Snow – Shimmer (Live @ ByteFM)

Emily Jane White

05.11.2010 von  

Minimalistisch, eindringlich, melancholisch. Die kalifornische Songwriterin Emily Jane White hat Ihr neues Album „Ode To Sentience“ bei uns vorgestellt und zwei Songs aus dem Album live performt, die ich Euch hier anhören könnt.

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Emily Jane White – The Cliff (Live @ ByteFM)

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Emily Jane White – Black Silk (Live @ ByteFM)

16.10.: Geschlechterkampf

16.10.2010 von  


„Wir leben in einer Pärchendiktatur“, findet Christiane Rösinger, die schon mit den Lassie Singers „Pärchen verpisst euch/keiner vermisst euch“ gesungen hatte. Momentan arbeitet die Musikerin an einer Persiflage über Beziehungsratgeber und ärgert sich im sonntaz-Gespräch über das „Mann-Frau-Kind-Unglücksdreigestirn“ namens Ehe. Die Liebe hält sie für eine Erfindung der Männer, die neben dem Kinderkriegen das große Instrument sei, um Frauen zu unterdrücken. Rösingers neues Album „Songs of L. And Hate“ erscheint am 22. Oktober.

Über einen Geschlechterkampf ganz anderer Art berichtet der österreichische Standard. Es geht um eine Kampagne des Bierherstellers Hirter, der für die Bewerbung seiner Biersorten, ganz nach dem Motto „Sex Sells“, drei nackte Frauen ablichtete. Nach zahlreichen Beschwerden und einer Ermahnung des Weberats änderte Hirter die Plakate – und zeigte drei nackte Männer. Dieser gleichberechtigte Sexismus führte jedoch nicht zur Abkühlung der Gemüter, weshalb nun eine dritte Version des Sujets mit angezogenen Jungs die Plakatwände Österreichs ziert.

Dass die Deutschen den Österreichern in Sachen Peinlichkeit um nichts nachstehen, beweist der Deutsche Comedypreis, der gestern Abend verliehen wurde. Über die Niveaulosigkeit der Veranstaltung mokiert sich Spiegel Online und setzt das Foto einer täuschend echten Parodie vom platinblonden Busenwunder Daniela Katzenberger als Titelbild über den Artikel. Doch gerade dieser Auftritt von Martina Hill, die das Publikum minutenlang zum Narren hielt, soll einer der Lichtblicke des Abends gewesen sein. Ansonsten habe es keine großen Überraschungen gegeben, immer wieder die selben Gesichter schienen beinah ununterbrochen auf der Bühne zu stehen. Doch vor allem sei zu kritisieren, dass man kaum mehr einen Hauch von politischer Auseinandersetzung führe, im Gegensatz zu den alten Zeiten, als Comedy noch Kabarett hieß und Themen wie Stuttgart 21 oder die Integrationsdebatte zu heißem Funkenflug geführt hätten.

Ein Dauerbrenner ist dafür David Bowie. Der Paradiesvogel des Pop hat sich schon seit Jahren zurückgezogen, um mit Frau und Kind den Vorruhestand in New York zu genießen. Wer ihn vermisst, kann sich mittels diverser „Bowie Ersatzprodukte“ wie der Spiegel Online diese nennt, an sein Idol erinnern. Da wäre zum Beispiel „We Were So Turned On: A Tribute to David Bowie“, eine Doppel-CD, auf der Künstler wie Duran Duran oder Carla Bruni Bowies Lieder wiederaufwärmen. Oder eine Biografie des US-Journalisten Mark Spitz, in der er beseelt, wenn auch ausschweifend, Bowies fabelhafte Karriere nachzeichnet. Mit dessen Rückkehr auf die Bühne rechnet er jedoch nicht. Das findet der Spiegel schade, da die Stars dieser Tage alle miteinander jämmerlich fade Figuren seien. Außer Lady Gaga, die Bowies Tradition fortführe. Liebhaber des Originals greifen da lieber zu Bowies Album „Station to Station“, das dieser Tage, pünktlich zur bald kommenden Weihnachtszeit, neu aufgelegt wurde, versehen mit einer Menge noch unveröffentlichtem Extra-Schnickschnack.

Dass man an die Ehrung eines Künstlers auch kreativ herangehen kann, beweist ein Projekt, das als „lebendes Denkmal“ an den 2003 verstorbenen Johnny Cash gedacht ist. Unzählige Fans der Country-Ikone haben bei der Initiative „The Johnny Cash Project“ mitgewirkt und mehr als 250 000 Zeichnungen zur Herstellung eines Online-Musikvideos beigetragen. Von dem Video zum Song „Ain’t No Grave“ hat Regisseur Chris Milk mehrere Versionen gefertigt. Alle Teilnehmer werden im Abspann namentlich genannt und konnten auch in der Einleitung über ihre Zeichnungen und Erinnerungen an Johnny Cash reden.

Nun zu zwei noch lebenden und aktiven Künstlern:

Prince geht wieder auf Tour, aber nicht alleine. Mit dabei im Gepäck hat er Künstler wie Janelle Monae, Mint Condition, Esperanza Spalding and Cassandra Wilson. Über die Pressekonferenz am Donnerstag berichtet der NME in Berufung auf Billboard.com. Prince wird der „Zeremonienmeister“ der Shows sein, von denen eine jede unterschiedlich sein soll. O-Ton Prince: „Kommt früh und kommt oft, ich habe eine Menge Hits. Bringt eure Freunde und Kinder mit. Und auch Fußspray, denn es wird funky!“

Ebenfalls eine Tour bereitet Tricky vor, um sein neues Album „Mixed Race“ zu promoten. In einem Interview mit dem BBC Radio Sender 6 Music sprach er über seine Einflüsse, Ruhm und Erfolg. Vor allem schürt er Gerüchte über eine Rückkehr zu seiner alten Band Massive Attack. Zumindest sei er mit seinen ehemaligen Bandkollegen „back in touch“.

„Ich erinnere mich nicht, wann Pop zuletzt so öde war.“

25.09.2010 von  

„Ich erinnere mich nicht, wann Pop zuletzt so öde war.“ So bezeichnet Mark Ronson den derzeitigen Zustand des amerikanischen Mainstreams in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Alle Songs hätten die gleiche musikalische Grundfarbe und auch das gleiche Tempo, kritisiert der in New York lebende Musiker, Produzent und DJ. Um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen hat er selbst gerade eine neue Platte gemacht. Sie heißt „Record Collection“ und soll durch ihre Vielseitigkeit bestechen. In den Credits zum neuen Album finden sich unter anderem Q-Tip, Ghostface Killah, Dave McCabe von den Zutons, Boy George, Wiley oder auch Alex Greenwald von Phantom Planet.

Ein außergewöhnliches Lineup bietet ebenfalls das „Orchestre Symphonique Kimbanguiste“.
Dieses ist jetzt im Dokumentarfilm „Kinshasa Symphony“ von Claus Wischmann und Martin Baer in deutschen Kinos zu sehen. Der Film zeigt, wie die Mitglieder des Orchesters in Kinshasa unter schwierigsten Bedingungen versuchen Beethovens Neunte zu proben. Umgeben sind sie dabei von Verkehrchaos, Kneipenlärm und drückender Hitze. Gage bekommen die Musiker natürlich keine. Auch Partituren und Instrumente müssen sie selbst bezahlen. Doch wozu all die Mühe? Weil sie eine große Leidenschaft, eine Liebe für die Klassik entwickelt haben. Den gesamten Artikel dazu findet ihr auf Zeit Online.

Eine andere kulturelle Entdeckung ist ein Bild des Malers Pieter Bruegel der Ältere.
Ein spanischer Kunstsammler wollte ein Werk des Künstlers restaurieren lassen. Dabei entdeckten Experten des Madrider Prado, das es sich um ein bis dato unbekanntes Stück handelte. „Wein zum Fest des heiligen Martin“ heißt das Werk zu deutsch und wird auf den Wert von 25 Millionen Euro geschätzt. Bekannt ist Bruegel der Ältere vorrangig für seine Darstellungen des bäuerlichen Lebens. Künftig soll der Fund auch öffentlich augestellt werden. Mehr dazu findet ihr auf der Seite der Spiegel Online berichtet, ist Eddie Fisher am Mittwoch im Alter von 82 Jahren in Berkeley, Kalifornien, verstorben. Der US-Star der Fünfziger war neben seiner Musik in erster Linie für seine Affären bekannt, die in der Klatschpresse ausgiebig diskutiert wurden. So reihen sich in die Liste der Damen unter anderem Marlene Dietrich, Judy Garland, Angie Dickinson, Kim Novak, Mia Farrow oder auch Bette Davies ein.

Schon gestern hatten wir in der Pressschau an den verstorbenen Verleger und Publizisten Martin Büsser erinnert. Doch kann der Nachruf aufgrund Büssers Bedeutung im Kontext des Musikjournalismus nicht groß genug sein. Seine Texte beschreiben komplexe Zusammenhänge der Musik mit Intelligenz und Übersicht. Zu Zeiten ihrer Veröffentlichung waren die Texte bedeutender Bestandteil der Musikszene. Büsser war in der Lage, der rebellischen Geste musikalischer Subkultur eine Erklärung und Richtung zu geben. Einen persönlichen Nachruf von Linus Volkmann findet Ihr auf der Seite des Intromagazins.

The Ghost

11.09.2010 von  

Bei uns geben sich die Bands aus den nördlichen Ländern die Klinke in die Hand. Nachdem einen Tag vorher Seabear aus Island bei uns waren, durften wir nun The Ghost von den Färöer Inseln begrüßen.
Die waren vor zwei Jahren schon mal bei uns, damals allerdings noch als Duo. Mittlerweile sind sie zu einem Quartett angewachsen und haben sich die Gunst der britischen Musikpresse erspielt. Nur leider können sie nicht jede Konzerteinladung in Großbritannien annehmen – die Anreise von den Färöer Inseln ist zu kostspielig.

Umso mehr freut es uns, dass sie uns einen Besuch abgestattet haben und Frontmann Filip Mortensen eine Akustikversion des Songs Fools Crown performt hat. Hier gibt es den Song zum Nachhören.

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The Ghost – Fools Crown

Die Billboard Charts werden 70 Jahre alt

20.07.2010 von  

Das US Musikmagazin „Billboard“ veröffentlichte heute vor 40 Jahren zum ersten Mal die Billboard Charts. Seitdem orientiert sich die gesamte amerikanische Musikindustrie an dieser wöchentlich veröffentlichten Liste. Somit wurde das Billboard-Magazin zum bedeutendsten Fach- und Branchenblatt für kommerzielles Musik-Entertainment in den USA.

Ursprünglich befasste sich das 1894 gegründete Magazin mit Karnevalsunterhaltung. Der Musikumfang des Branchenblatts vergrößerte sich, sodass in den 1950ern die Musikthemen in eine neue Zeitschrift ausgegliedert wurden. 1940 hießen die veröffentlichten Charts noch „Music Popularity Charts“. Seit 1958 werden die „Billboard Hot 100“ veröffentlicht.
Die Hitparade basiert auf dem Airplay, den Verkäufen der jeweiligen Woche und in unserem digitalen Zeitalter natürlich auch auf bezahlte Downloads.

Mittlerweile deckt das Billboard Magazin sämtliche Bereiche der Unterhaltungsindustrie ab. Die meisten #1 Platzierungen hatten die Beatles (20), dicht gefolgt von Mariah Carey (18), Elvis Presley (17) und Michael Jackson (14).

Durch das Wegbrechen der Singleverkäufe verlagert sich die Gewichtung stärker auf die Radioeinsätze. Dadurch hat die Airplay-Politik der Radiosender in den USA einen immer größer werdenden Einfluss auf die Billboard Charts. So kam es beispielsweise vor, dass Gruppen, die sich in der Amtszeit von George Bush gegen dessen Irak-Kriegspolitik aussprachen, von republikanischen Radiosendern boykottiert wurden und deswegen keine Platzierung erreichen konnten.

Auf der anderen Seite reichen jetzt schon vergleichsweise geringe Verkaufszahlen aus, um sich in den Charts zu platzieren. So schafften es die Melvins vor kurzem mit nur 2804 verkauften Alben, in die „Billboard 200“ zu rutschen.

Es stellt sich natürlich die Frage nach der Relevanz der Billboard Charts. Für die Musikinteressierten und unabhängige Labels besitzen sie sicherlich kaum eine. Denn die Top 100 spiegelten schon immer den Geschmack der breiten Masse wieder, welcher in der heutigen Zeit sicherlich zu einem gewissen Teil von kommerziellen Entertainment-Konglomeraten bestimmt wird. Durch seine Auswahlkriterien für die Top 100 beeinflusst das Magazin den Inhalt sämtlicher bekannter Musikmagazine bis hin zu MTV und diese die Öffentlichkeit.

Blog&Roll: Coast Is Clear

14.07.2010 von  

In Kiel weiss man, ob die Luft rein ist – vor allem wenn es um englische Shoegazer Traditionen geht und das entsprechende Sprichwort Coast Is Clear heißt. Nach dem gleichnamigen Curve Track benannt wird beim Blog & Roll Gast der Woche coast-is-clear.blogspot.com seit 2005 die neuerlich wieder aktuelle Welt der voluminös-flächig geschichteten Alternativ-Klänge gefeiert, sozusagen Feedback aufs Feedback gegeben.


Wer macht Coast Is Clear?

Peter Marwitz – Musikenthusiast, selbständiger Buchlayouter und Webdesigner, Konsumkritiker

Wo und seit wann wird Coast Is Clear gemacht?
Coast Is Clear ging erstmalig im September 2005 ins Netz. Die Texte entstehen alle bei mir zu Hause. ☺

An wen richtet sich Coast Is Clear?
An Musikenthusiasten, die sich abseits der ausgelatschten Mainstreampfade bewegen und auch nicht immer dem neuesten Hype hinterherhecheln.

Wie würdest du / ihr deinen / euren Mix für Blog&Roll beschreiben?
Der Mix ist ein guter Querschnitt über die Musikstile, die sowohl mein persönliches (Musik-) Leben als auch das des Blogs geprägt haben und gibt auch einen Überblick über das aktuelle Geschehen.

Nenne bitte 3 prägende Einflüsse auf Coast Is Clear (Djs, Fernsehserien, Automarken was auch immer):
Wave- und Shoegazemusik;
Andere Musiknerds & -Blogger;
Das Internet (bzw. früher „120 minutes“ auf MTV).

Wenn Coast Is Clear nicht Coast Is Clear hiesse, wie hiesse es dann?
Vielleicht Catch The Breeze, nach einem anderen Shoegazeklassiker.

Wenn Coast Is Clear ein Stück Musik wäre, welches wäre es?
„Coast is clear“ von Curve. Oder „Catch the breeze“ von Slowdive.

Die Coast Is Clear all-time favourites (bitte je 3 Tracks, Alben, Bands/Künstler und -wenn Interesse – Filme und Bücher)

Tracks:
- „You should all be murdered“ Another Sunny Day
- „Je te rends ton amour“ Mylène Farmer
- „Catch the breeze“ Slowdive
Alben:
- „Going blank again“ Ride
- „Innamoramento“ Mylène Farmer
- „Strangeways here we come“ The Smiths
Bands:
- The Smiths / Morrissey
- Carter the Unstoppable Sex Machine
- Slowdive
- Kent
- Indochine
Filme:
- „Sonnenallee“
- „Zugvögel“
- „Before Sunrise“ / „Before Sunset“
Autoren:
- Franz Kafka
- Max Goldt
- Amélie Nothomb

Vinyl, CD oder MP3 und warum?
Vinyl gar nicht, dafür habe ich zu spät mit Musik angefangen;ist mir auch zu unhandlich. CDs immer noch, sie werden aber nach und nach von MP3s abgelöst – die nehmen einfach viel weniger Platz weg und sind praktischer beim Musikmischen.

Welche Blogs liest Coast Is Clear?
„Hits in the car“ http://stytzer.blogspot.com/
„Shoegazer alive“ http://shoegazeralive4.blogspot.com/
„Nachdenkseiten“ http://www.nachdenkseiten.de/
„Bleib passiv“ http://www.bleib-passiv.de/
„De-Branding“ http://www.de-brand.net/blog/

Welche Radiosender (lokal oder Internet) hört Coast Is Clear?
Keine.

Wo kauft Coast Is Clear Musik?
Meist im Internet; entweder bei den Bands oder Labels direkt, hin und wieder auch bei Amazon oä. Nur noch sehr selten vor Ort. (Leider. Aber je spezieller der Musikgeschmack wird, desto schwieriger wird es, einen Laden zu finden, der das alles hat.)

Wo guckt Coast Is Clear Konzerte?
Meistens in Hamburg. Falls in Kiel mal eine interessante Band auftaucht, bin ich auch gerne dabei. Ansonsten fahre ich für meine Lieblingsbands durchaus mal nach Dänemark, England oder Frankreich.

Wo geht Coast Is Clear tanzen?
Im Weltruf in Kiel. Oder im Grünen Jäger oder dem Übel & Gefährlich in Hamburg. Oder wo immer gute Musik läuft.

Der oder das Blog?
Natürlich „der“. Es heißt ja auch „der Tagebuch“. ;-)

Letzte Worte?
Ich danke allen Lesern meines Blogs (bzw. meiner beiden Blogs – ich betreibe ja auch noch www.konsumpf.de) und freue mich, dass es auch nach so vielen Jahren immer noch tolle neue Musik zu entdecken gibt.

Aktuelle erfreuliche Newcomer (diese Frage muss ich doch noch ergänzen):
- Punk TV (Russland)
- Contre Jour (Frankreich)
- Lower Heaven (USA)

15.05.: Teenie-Pop und andere Unverdaulichkeiten

15.05.2010 von  

ByteFM meldet sich mit der Presseschau zum Wochenende und fegt das zusammen, was in der Woche liegen geblieben ist. Jamie Lidell etwa. Thomas Winkler schreibt in der Frankfurter Rundschau vom Jammertal des Souls und seinem untypischen Retter.

Jan Freitag kann auf Zeit Online Hans Unstern nicht verdauen, hält ihm aber gerade jenes zu Gute: „Ist Unverdaulichkeit nicht eine notwendige, nachgerade unersetzliche Tugend in diesen Tagen?“ Die metaphernreiche Charakterisierung eines nicht einfach zu charakterisierenden Pop-Sonderlings.

Die Welt Online bespricht das neue und womöglich letzte Album von LCD Soundsystem. „Ein Labor macht dicht.“ Frontmann James Murphy hatte schon im Vorfeld angekündigt, das Projekt LCD Soundsystem zu beenden. Auch in der taz befindet sich eine Besprechung vom Album „This Is Happening“.

Nochmal taz: In einem eher polemischen Artikel berichtet Julia Niemann über die global grassierende Justin-Bieber-Hysterie. Justin Bieber ist sechzehn Jahre alt und der aktuelle Kinderzimmer-Held. Lady Gaga auch, mitunter. Mitunter kann man ihr aber auch cleveren „Avantgarde-Pop“ attestieren. So die taz.

Das Holly Miranda Konzert in Hamburg wird verschoben!

20.04.2010 von  


Von dem Vulkan in Island und dem damit einhergehenden Flugverbot ist leider auch das Konzert von Holly Miranda morgen Abend, am 21. April 2010 im Hamburger Molotow betroffen. Der Flug der Künstlerin wurde leider heute gestrichen. Die gekauften Tickets behalten aber ihre Gültigkeit. An einem Nachholtermin wird außerdem derzeit gearbeitet. Er wird in Kürze bekannt gegeben.

Die Wild Beasts zu Gast Bei ByteFM

19.04.2010 von  


Jumoke Olusanmi begrüßt heute die Wild Beasts im ByteFM Magazin ab 15 Uhr. Die Indiepopband wird heute Abend im Uebel&Gefährlich im Medienbunker spielen, direkt gegenüber vom ByteFM Studio in Hamburg.

Die zweite Platte des englischen Quartetts aus dem Lake District ist schon ein Bestseller. Die erste Platte „Limbo, Panto“ beeindruckte die Kritiker.
Wenn man ByteFM Moderatorin Gabi Hütköper glauben darf, sind die Wild Beasts ein bisschen wie eine kleine Explosion im Naschkramladen, irgendwie sehr süß, sehr bunt und ziemlich abgedreht. Die zweite Platte dagegen ist erwachsener geworden, da nascht man halt nicht nur Süßigkeiten, da knuspert man auch schon mal ein Müsli. So wird alles ein bisschen bekömmlicher.

ByteFM präsentiert zwei Deutschlandkonzerte der Wild Beasts:

19.04. Hamburg – Uebel&Gefährlich
20.04. Berlin – Lido

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