Die Billboard Charts werden 70 Jahre alt
20.07.2010 von admin

Das US Musikmagazin “Billboard” veröffentlichte heute vor 40 Jahren zum ersten Mal die Billboard Charts. Seitdem orientiert sich die gesamte amerikanische Musikindustrie an dieser wöchentlich veröffentlichten Liste. Somit wurde das Billboard-Magazin zum bedeutendsten Fach- und Branchenblatt für kommerzielles Musik-Entertainment in den USA.
Ursprünglich befasste sich das 1894 gegründete Magazin mit Karnevalsunterhaltung. Der Musikumfang des Branchenblatts vergrößerte sich, sodass in den 1950ern die Musikthemen in eine neue Zeitschrift ausgegliedert wurden. 1940 hießen die veröffentlichten Charts noch „Music Popularity Charts“. Seit 1958 werden die „Billboard Hot 100“ veröffentlicht.
Die Hitparade basiert auf dem Airplay, den Verkäufen der jeweiligen Woche und in unserem digitalen Zeitalter natürlich auch auf bezahlte Downloads.
Mittlerweile deckt das Billboard Magazin sämtliche Bereiche der Unterhaltungsindustrie ab. Die meisten #1 Platzierungen hatten die Beatles (20), dicht gefolgt von Mariah Carey (18), Elvis Presley (17) und Michael Jackson (14).
Durch das Wegbrechen der Singleverkäufe verlagert sich die Gewichtung stärker auf die Radioeinsätze. Dadurch hat die Airplay-Politik der Radiosender in den USA einen immer größer werdenden Einfluss auf die Billboard Charts. So kam es beispielsweise vor, dass Gruppen, die sich in der Amtszeit von George Bush gegen dessen Irak-Kriegspolitik aussprachen, von republikanischen Radiosendern boykottiert wurden und deswegen keine Platzierung erreichen konnten.
Auf der anderen Seite reichen jetzt schon vergleichsweise geringe Verkaufszahlen aus, um sich in den Charts zu platzieren. So schafften es die Melvins vor kurzem mit nur 2804 verkauften Alben, in die „Billboard 200“ zu rutschen.
Es stellt sich natürlich die Frage nach der Relevanz der Billboard Charts. Für die Musikinteressierten und unabhängige Labels besitzen sie sicherlich kaum eine. Denn die Top 100 spiegelten schon immer den Geschmack der breiten Masse wieder, welcher in der heutigen Zeit sicherlich zu einem gewissen Teil von kommerziellen Entertainment-Konglomeraten bestimmt wird. Durch seine Auswahlkriterien für die Top 100 beeinflusst das Magazin den Inhalt sämtlicher bekannter Musikmagazine bis hin zu MTV und diese die Öffentlichkeit.
Blog&Roll: Coast Is Clear
14.07.2010 von admin

In Kiel weiss man, ob die Luft rein ist – vor allem wenn es um englische Shoegazer Traditionen geht und das entsprechende Sprichwort Coast Is Clear heißt. Nach dem gleichnamigen Curve Track benannt wird beim Blog & Roll Gast der Woche coast-is-clear.blogspot.com seit 2005 die neuerlich wieder aktuelle Welt der voluminös-flächig geschichteten Alternativ-Klänge gefeiert, sozusagen Feedback aufs Feedback gegeben.
Wer macht Coast Is Clear?
Peter Marwitz – Musikenthusiast, selbständiger Buchlayouter und Webdesigner, Konsumkritiker
Wo und seit wann wird Coast Is Clear gemacht?
Coast Is Clear ging erstmalig im September 2005 ins Netz. Die Texte entstehen alle bei mir zu Hause. ☺
An wen richtet sich Coast Is Clear?
An Musikenthusiasten, die sich abseits der ausgelatschten Mainstreampfade bewegen und auch nicht immer dem neuesten Hype hinterherhecheln.
Wie würdest du / ihr deinen / euren Mix für Blog&Roll beschreiben?
Der Mix ist ein guter Querschnitt über die Musikstile, die sowohl mein persönliches (Musik-) Leben als auch das des Blogs geprägt haben und gibt auch einen Überblick über das aktuelle Geschehen.
Nenne bitte 3 prägende Einflüsse auf Coast Is Clear (Djs, Fernsehserien, Automarken was auch immer):
Wave- und Shoegazemusik;
Andere Musiknerds & -Blogger;
Das Internet (bzw. früher „120 minutes“ auf MTV).
Wenn Coast Is Clear nicht Coast Is Clear hiesse, wie hiesse es dann?
Vielleicht Catch The Breeze, nach einem anderen Shoegazeklassiker.
Wenn Coast Is Clear ein Stück Musik wäre, welches wäre es?
„Coast is clear“ von Curve. Oder „Catch the breeze“ von Slowdive.
Die Coast Is Clear all-time favourites (bitte je 3 Tracks, Alben, Bands/Künstler und -wenn Interesse – Filme und Bücher)
Tracks:
- „You should all be murdered“ Another Sunny Day
- „Je te rends ton amour“ Mylène Farmer
- „Catch the breeze“ Slowdive
Alben:
- „Going blank again“ Ride
- „Innamoramento“ Mylène Farmer
- „Strangeways here we come“ The Smiths
Bands:
- The Smiths / Morrissey
- Carter the Unstoppable Sex Machine
- Slowdive
- Kent
- Indochine
Filme:
- „Sonnenallee“
- „Zugvögel“
- „Before Sunrise“ / „Before Sunset“
Autoren:
- Franz Kafka
- Max Goldt
- Amélie Nothomb
Vinyl, CD oder MP3 und warum?
Vinyl gar nicht, dafür habe ich zu spät mit Musik angefangen;ist mir auch zu unhandlich. CDs immer noch, sie werden aber nach und nach von MP3s abgelöst – die nehmen einfach viel weniger Platz weg und sind praktischer beim Musikmischen.
Welche Blogs liest Coast Is Clear?
„Hits in the car“ http://stytzer.blogspot.com/
„Shoegazer alive“ http://shoegazeralive4.blogspot.com/
„Nachdenkseiten“ http://www.nachdenkseiten.de/
„Bleib passiv“ http://www.bleib-passiv.de/
„De-Branding“ http://www.de-brand.net/blog/
Welche Radiosender (lokal oder Internet) hört Coast Is Clear?
Keine.
Wo kauft Coast Is Clear Musik?
Meist im Internet; entweder bei den Bands oder Labels direkt, hin und wieder auch bei Amazon oä. Nur noch sehr selten vor Ort. (Leider. Aber je spezieller der Musikgeschmack wird, desto schwieriger wird es, einen Laden zu finden, der das alles hat.)
Wo guckt Coast Is Clear Konzerte?
Meistens in Hamburg. Falls in Kiel mal eine interessante Band auftaucht, bin ich auch gerne dabei. Ansonsten fahre ich für meine Lieblingsbands durchaus mal nach Dänemark, England oder Frankreich.
Wo geht Coast Is Clear tanzen?
Im Weltruf in Kiel. Oder im Grünen Jäger oder dem Übel & Gefährlich in Hamburg. Oder wo immer gute Musik läuft.
Der oder das Blog?
Natürlich „der“. Es heißt ja auch „der Tagebuch“.
Letzte Worte?
Ich danke allen Lesern meines Blogs (bzw. meiner beiden Blogs – ich betreibe ja auch noch www.konsumpf.de) und freue mich, dass es auch nach so vielen Jahren immer noch tolle neue Musik zu entdecken gibt.
Aktuelle erfreuliche Newcomer (diese Frage muss ich doch noch ergänzen):
- Punk TV (Russland)
- Contre Jour (Frankreich)
- Lower Heaven (USA)
15.05.: Teenie-Pop und andere Unverdaulichkeiten
15.05.2010 von admin
ByteFM meldet sich mit der Presseschau zum Wochenende und fegt das zusammen, was in der Woche liegen geblieben ist. Jamie Lidell etwa. Thomas Winkler schreibt in der Frankfurter Rundschau vom Jammertal des Souls und seinem untypischen Retter.
Jan Freitag kann auf Zeit Online Hans Unstern nicht verdauen, hält ihm aber gerade jenes zu Gute: „Ist Unverdaulichkeit nicht eine notwendige, nachgerade unersetzliche Tugend in diesen Tagen?“ Die metaphernreiche Charakterisierung eines nicht einfach zu charakterisierenden Pop-Sonderlings.
Die Welt Online bespricht das neue und womöglich letzte Album von LCD Soundsystem. „Ein Labor macht dicht.“ Frontmann James Murphy hatte schon im Vorfeld angekündigt, das Projekt LCD Soundsystem zu beenden. Auch in der taz befindet sich eine Besprechung vom Album „This Is Happening“.
Nochmal taz: In einem eher polemischen Artikel berichtet Julia Niemann über die global grassierende Justin-Bieber-Hysterie. Justin Bieber ist sechzehn Jahre alt und der aktuelle Kinderzimmer-Held. Lady Gaga auch, mitunter. Mitunter kann man ihr aber auch cleveren „Avantgarde-Pop“ attestieren. So die taz.
Das Holly Miranda Konzert in Hamburg wird verschoben!
20.04.2010 von admin

Von dem Vulkan in Island und dem damit einhergehenden Flugverbot ist leider auch das Konzert von Holly Miranda morgen Abend, am 21. April 2010 im Hamburger Molotow betroffen. Der Flug der Künstlerin wurde leider heute gestrichen. Die gekauften Tickets behalten aber ihre Gültigkeit. An einem Nachholtermin wird außerdem derzeit gearbeitet. Er wird in Kürze bekannt gegeben.
Die Wild Beasts zu Gast Bei ByteFM
19.04.2010 von admin

Jumoke Olusanmi begrüßt heute die Wild Beasts im ByteFM Magazin ab 15 Uhr. Die Indiepopband wird heute Abend im Uebel&Gefährlich im Medienbunker spielen, direkt gegenüber vom ByteFM Studio in Hamburg.
Die zweite Platte des englischen Quartetts aus dem Lake District ist schon ein Bestseller. Die erste Platte “Limbo, Panto” beeindruckte die Kritiker.
Wenn man ByteFM Moderatorin Gabi Hütköper glauben darf, sind die Wild Beasts ein bisschen wie eine kleine Explosion im Naschkramladen, irgendwie sehr süß, sehr bunt und ziemlich abgedreht. Die zweite Platte dagegen ist erwachsener geworden, da nascht man halt nicht nur Süßigkeiten, da knuspert man auch schon mal ein Müsli. So wird alles ein bisschen bekömmlicher.
ByteFM präsentiert zwei Deutschlandkonzerte der Wild Beasts:
19.04. Hamburg – Uebel&Gefährlich
20.04. Berlin – Lido
Brett Domino – Justin Timberlake Medley
19.04.2010 von admin
Das Brett Domino Trio machte vor allem mit einem Auftritt bei der Talent-Show Britain Got’s Talent auf sich aufmerksam. Die drei Jungs aus Leeds, die sich selber nicht wirklich ernst nehmen, haben großes vor. Hier probieren sie sich schonmal an Justin Timberlake.
[via blogbuzzter.de]
05.03.: Wider die Tyrannei der Regeln
05.03.2010 von admin
Zu Beginn gibt es eine traurige Nachricht in der taz: Das Berliner Label Louisville macht dicht (Wir berichteten.). Bei dem Indielabel waren unter anderem Künstler wie Peaches, Jeans Team, Kissogram oder Puppetmastaz unter Vertrag.
Erfreulicheres gibt es von Danger Mouse & Sparklehorse: “Dark Night Of The Soul” erscheint nun offiziell im Sommer über EMI. Der deutsche Rolling Stone berichtet über das Album, das jeder hat, mindestens jeder zweite großartig findet und bisher keiner haben durfte.
Ebenfalls ein neues Album veröffentlicht Trentemøller. Spex berichtet über das Erscheinen des Nachfolgers vom furios-epischen Düster-Techno-Album „The Last Resort“.
In dem Artikel „Zurück in die Zukunft“ auf taz.de geht es um die Rolle des Laptops in der Musik. Am Beispiel der wiederkehrenden Laptop-Band Fenn OBerg wird der Aufstieg des tragbaren elektronischen Klangerzeugers zusammengefasst.
Christoph Dallach berichtet bei Spiegel Online vom neuesten Boulevard-Klatsch mit Lady Gaga, Lily Allen und Amanda Palmer.
In einem weiteren Artikel auf Spiegel Online berichtet Karin Schulze über die Wiederentdeckung des verstorbenen Skandalmalers Uwe Lausen. Der rockaffine Künstler malte unter anderem Ringo Starr beim Onanieren. In den Gemälden von Uwe Lausen spiegelt sich die extreme Seite der Sechziger.
Die NZZ Online berichtet über das seit heute im Kino zu sehende Fantasy-Spektakel „Alice in Wonderland“. Tim Burtons Neuverfilmung des Klassikers von Lewis Caroll in 3D gehört zu den filmischen Hoffnungsträgern des Jahres.
Eine wahre Pleite hingegen waren die diesjährigen Echos. Zumindest findet das Harald Keller von der Frankfurter Rundschau. In seiner TV-Kritik vergleicht er die Preisverleihung mit den US-amerikanischen Preisverleihungszeremonien.
Savoy Grand
01.03.2010 von admin
Savoy Grand machen wunderbare, atmosphärische Musik, die irgendwo zwischen Folk, Country und Postrock anzusiedeln ist. Dieses „Irgendwo“ wird dann von manchen als Slowcore bezeichnet.
Wie das klingt hat uns Sänger Graham Langley heute live im ByteFM Magazin gezeigt. Den Song „Day Too Long“ von ihrem vierten Studioalbum „Accident Book“ könnt Ihr hier nachhören.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Savoy Grand – Day Too Long (Live@ByteFM)
Heilignachmittag…
24.12.2009 von admin
Streaming .TV shows by Ustream Es wird besinnlich bei uns im Studio. Ab 15 Uhr bestreitet Oliver Stangl den letzten ByteFM AdventsKalender. Dabei darf er den ein oder anderen Gast begrüßen und um die festliche Stimmung anzuheizen, gibt es eine Liveschaltung in unser Studio.
Es wird wieder investiert
25.08.2009 von admin
Vier Minuten die sich wirklich lohnen.









