Willis Earl Beal

09.02.2012 von  

Willis Earl Beal zeichnet, ist Poet und vor allem Musiker. Ohne geregelte Arbeit lebt er mit seiner Gro√ümutter im S√ľden von Chicago und verteilt regelm√§√üig handgezeichnete Flyer (siehe oben), welche h√§ufig mit pers√∂nlichen Nachrichten versehen sind, wie ‚ÄěI want some friends & stuff‚Äú. Der gl√ľckliche Finder kann sich anschlie√üend aussuchen, ob der 27-j√§hrige K√ľnstler ihm eine pers√∂nliche Zeichnung widmet oder ihm live am Telefon ein Lied vorsingt. Diese au√üergew√∂hnliche Form der Eigenpromotion scheint zu funktionieren. Seit seiner Vertragsunterzeichnung bei Hot Charity Records hat Beal √ľber 300 Anrufe erhalten und beantwortet diese mittlerweile √ľber sein Mobiltelefon, welches ihm von seinem Label zur Verf√ľgung gestellt wurde. F√ľr Zeichnungen oder pers√∂nliche St√§ndchen am Telefon wird der Musiker, der bisher lediglich in den U-Bahn-Stationen Chicagos live zu bewundern war, aber in Zukunft wenig Zeit haben. Am 21. Februar wird seine erste Single „Evening’s Kiss“ bei Hot Charity Recordings, eine Tochter des bekannten Indie-Labels XL (The White Stripes, Vampire Weekend, Radiohead), als 7‚Äú erscheinen.

Aufgrund der Tatsache, dass Beal bis heute keinen eigenen Computer besitzt, findet man nur einige wenige H√∂rbeispiele auf Youtube. Wird der K√ľnstler auf diese Besonderheit angesprochen, bemerkt er lediglich ‚ÄěDo you sell your soul or do you get on the Internet?‚Äú Somit bleibt es uns allen also nur √ľbrig, uns auf das Deb√ľt dieses au√üergew√∂hnlichen K√ľnstlers zu freuen, welches voraussichtlich am 03.April unter dem Titel ‚ÄěAcousmatic Sorcery‚Äú ver√∂ffentlicht wird. Dies soll gepr√§gt sein von der Vielseitigkeit des K√ľnstlers, der sich gekonnt in verschiedenen Musikstilen ausprobiert, wie zum Beispiel mit dem vom Blues beeinflussten „Same Old Tears“ oder bei „Close to Me“, was einen Hauch Garage-Sound hat. ‚ÄěI want to be like the black Tom Waits ‚Äď I don‚Äôt want to make one kind of sound.‚Äú

Wir sind also gespannt, bald mehr von dem fr√ľheren Stra√üenmusiker aus Chicago zu h√∂ren, welcher bewusst auf das Medium Internet verzichtet, und hoffen, ihn bald auch hier live erleben zu k√∂nnen.