Presseschau 19.08.: Tragisches Ende des belgischen Pukkelpop-Festivals
19.08.2011 von Redaktion

Tragisches Ende des belgischen Pukkelpop-Festivals: Durch ein heftiges Gewitter kamen am Donnerstagabend im belgischen Hasselt, nicht unweit von Aachen, BĂŒhnen, riesige LeinwĂ€nde, Zelte und Metallkonstruktionen zum Einsturz, mehrere BĂ€ume wurden entwurzelt. Mindestens fĂŒnf Menschen sterben, man spricht von bis zu 70 Verletzten. Sowohl Spiegel Online, FAZ, die SĂŒddeutsche Zeitung als auch BBC, Spinner und NME schreiben ĂŒber das UnglĂŒck. Innerhalb kĂŒrzester Zeit sei der Himmel pechschwarz geworden und es habe starke Windböen, heftigen Regen und Hagel gegeben. UngefĂ€hr 65.000 Besucher waren zu dem Festival gereist. Das Festival wurde daraufhin abgebrochen. Diesen Freitag frĂŒh wurde das ausverkaufte Festival dann endgĂŒltig abgesagt. Organisator Chokri Mahassine erklĂ€rte, das erst am Donnerstag eröffnete dreitĂ€gige Rockfestival werde nicht fortgesetzt. „Pukkelpop trauert“, so Mahassine. Zahlreiche KĂŒnstler, u.a. Smith Westerns, Fleet Foxes oder die Foo Fighters bekundeten bereits ihr MitgefĂŒhl.
Im Vergleich zu dem UnglĂŒck in Belgien erscheinen alle anderen Nachrichten heute eher unwichtig, aber ein paar erwĂ€henswerte Dinge gibt es doch noch. Die Ausschreitungen von England lieĂen die Musikwelt erbeben, und die Nachwirkungen werden noch lange spĂŒrbar sein. „Kaum sind die StraĂen beruhigt, rummst es in den Pop-Blogs“ schreibt Christoph Dallach von Spiegel Online und fragt „DĂŒrfen Pop-Musiker Randalierern Tee und Schokolade bringen? Oder mĂŒssen Musiker viel deutlicher Stellung beziehen?“. So kĂŒndigte M.I.A. beispielsweise noch wĂ€hrend der Krawalle via Twitter an, in London zur StĂ€rkung „Tee und Mars-Riegel“ an die Randalierer verteilen zu wollen. Welcher Musiker die Randalierer drastisch bestraft sehen möchte oder mittlerweile durch Facebook zum BillionĂ€r geworden ist, erfahrt Ihr hier.
Zwar war der komplette Auftritt von Radiohead fĂŒr die von Produzent Nigel Godrich ins Leben gerufene Reihe „From A Basement“, die KĂŒnstler in einem Londoner Studio zeigt, wo sie ohne Moderator oder Publikum ihre Songs live spielen, vor einigen Wochen bereits durch die Tiefen des Internets gesickert, wurde aber wegen Urheberrechtsstreitigkeiten wieder gelöscht. Wie Motor nun berichtet, hat das Label XL Recordings den 55-minĂŒtigen Auftritt ihrer Performance des „The King of Limbs“ Albums wiederveröffentlicht, wenn auch nur temporĂ€r. Also schnell hier anschauen!
Ein weiteres neues Video gibt es von Daniel Blumberg, Frontmann der britischen Indie-Rock-Gruppe Yuck. Wie der Guardian berichtet, hat er unter dem Pseudonym Oupa Anfang August sein SolodebĂŒt „Forget“ veröffentlicht. Das selbstbetitelte DebĂŒt der Band Yuck aus London fand zur Veröffentlichung sehr groĂen Anklang in den Medien und schaffte in England den direkten Einstieg in die Charts. Im Oktober sind sie wieder in Deutschland auf Tour. „Forget“ kann man sich hier hier komplett im Stream anhören und das hĂŒbsche Video zum Song „Windows“ von Oupa gibt es hier.
Oupa – Windows from Boiled Egg on Vimeo.
Und ein weiteres Bonbon fĂŒr Euch zum Schluss: am 11. Oktober erscheint das neue Album des Post-Wave-Trios Future Islands aus Baltimore „On The Water“. Auf Stereogum kann man sich nun bereits die zweite Single „Balance“ anhören und auch runterladen.








Kommentare
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