Presseschau 03.08.: Fight back, wenn du kannst

03.08.2011 von  

Intermedialität. Vielleicht DAS Wort des Jahrtausends. Kein Wunder, dass all-time-innovative Björk dem Hasen das Laufen zeigte und ihr achtes Album „Biophilia“ voll und ganz diesem Konzept widmete. Die Idee: CD, gepaart mit Apps, die den Hörer über Musik, Klanginstallationen und Räumlichkeit aufklären. Oh, wie schön könnte dieser Auswuchs kreativen Schaffens sein, wäre da nicht der Kapitalismus. Besagte Apps sind ausschließlich Apple-Usern vorbehalten. Doch Björk wäre nicht Björk, würde sie sich nicht wehren. Deshalb ruft die Sängerin jetzt ihre Fans auf, die Apps zu hacken. Entsprechende Äußerungen sind beim Guardian nachzulesen.

Ein offizielles Statement anderer Art gaben die Herren von Kings of Leon ab. Noch vor zwei Tagen cancelten sie ihre US-Tour. Ihre Begründung: „suffering from vocal issues and exhaustion”. Kaum waren die Worte ausgesprochen, kamen erste Gerüchte zu Trage, die Band würde sich Trennen. Nun meldete sich Drummer Nathan Followill via Twitter zu Wort und stellte klar, dass die Band sich nicht auflösen wird. NME berichtet.

Trennungen anderer Art muss die Kultur-Szene Londons fürchten. Im Rahmen der anstehenden Olympischen Spiele 2012 hat die Stadt sich in den Kopf gesetzt, sauberer werden zu wollen. Dass Sauber-sein bedeutet, Wände zum Strahlen zu bringen und somit Street Art dem Untergang zu weihen, scheint man in Kauf nehmen zu wollen. Mehr weiß der Guardian.

Und dann war da noch die Sache mit der Liebe und dem Rock’n’Roll. Dass beides bedingungslos zusammengehört, ist so sicher wie das Amen in der Kirche und genau dieses wurde den Flaming Lips auf der Bühne abverlangt, weiß der NME. Sänger Wayne Coyne vermählte kürzlich ein Paar live on stage und in Farbe. Wegen fehlender Kompetenzen gab es allerdings Backstage noch schnell eine offizielle Trauung.
Während die Flaming Lips ihre romantische Seite offen zur Schau stellen, haut Jesse Hughes wieder voll in den Sack. Der Eagles of Death Metal-Frontmann stellt der Süddeutschen Zeitung sein Soloalbum „Boots Electric“ vor und dabei gleich mal klar, dass Rock’n’Roll früher als Synonym für Sex fungierte. Wollte man das eine, musste man das andere. Aha, so funktioniert das also mit der Liebe zur Musik.