Presseschau 22.07.: Die Geschichte des Rap
22.07.2011 von Redaktion

Sie haben es wieder getan. Nachdem der US-Talkshow-Host Jimmy Fallon zusammen mit Justin Timberlake im September schon einen kurzen (und mit beiden Augen zwinkernden) Abriss der Rap-Geschichte zum Besten gaben, macht jetzt der zweite Teil der âHistory of Rapâ die Runde durchs Netz. Ihre Skills erproben die beiden u.a. an Klassikern wie „Bring the Noise“ von Anthrax und Public Enemy, „Insane in the Brain“ von Cypress Hill oder „Hot in Herre“ von Nelly. Tighte Musik ĂŒbrigens auch von den Roots, die seit 2009 Studioband in Fallons Late-Night-Show sind.
Dave Simpson spricht im Guardian mit Mitgliedern britischer Bands der Kategorie „musikalische Katalysatoren“ – Bands also, die es zwar nie selbst zu internationalem Ruhm gebracht haben, deren Musik allerdings ĂŒber die Jahre groĂen Einfluss haben sollte. Von den Ruthless Rap Assassins aus Manchester, von Roots Manuva als VĂ€ter des UK-Grime bezeichnet, bis hin zu John Mayall & the Bluesbreakers, bei denen in den Sechzigern spĂ€tere Mitglieder der Rolling Stones, Fleetwood Mac, Cream und Free spielten, kommen bei Simpson sechs von der Popmusik vergessene Musiker zu Wort. Auf den Punkt bringt das PhĂ€nomen der Catalyst Bands Steve Allen alias Enrico Cadillac, SĂ€nger der Liverpooler Art-Glam-Band Deaf School, die das Pech hatten, dass ihre Karriere zeitlich genau zwischen abflauende Beatlemania und aufkommenden Punk fiel: „Sometimes it does feel like everyone who saw us did something important.“
Stefan Hentz freut sich in der Zeit ĂŒber die Entscheidung des MĂŒnchner Labels ECM, einen Zusammenschnitt mehrerer Konzertabende der vier JazzgröĂen Lee Konitz, Charlie Haden, Paul Motian und Brad Mehldau im New Yorker Birdland zu veröffentlichen. Ohne vorher zu proben gaben die vier Musiker 2009 dort mehrere Konzerte. Laut Hentz war lediglich abgesprochen, gemeinsam durch das Reich der Standards zu schweifen und sich nur von der Intuition leiten zu lassen: „Die Standards gehören lĂ€ngst zum genetischen Code ihrer Musik, so selbstverstĂ€ndlich, dass sie sich nach Belieben von ihnen entfernen und sich auf den verschlungensten Wegen wieder annĂ€hern können.“ Das Resultat ist fĂŒr Hentz ein Idealbild von Jazz: „Vier Musiker, die ihre spielerischen Routinen eingemottet haben und nur dann spielen, wenn sie einen musikalischen Gedanken haben, die einander zuhören, aufeinander reagieren und im Prozess des Spiels immer wieder andere Perspektiven einnehmen, aus denen das vertraute Material plötzlich unvertraut und neu ist.“
Die Los Angeles Times kĂŒndigt fĂŒr Montag eine Pressekonferenz der Jackson-Familie an, auf der diese ein Tribute-Konzert fĂŒr ihren verstorbenen Sohn Michael ankĂŒndigen wird. Sowohl Michael Jacksons Mutter als auch seine Geschwister Marlon, Tito, Jackie und LaToya werden laut Pressemitteilung im Beverly Hills Hotel einen „thriller of an event“ ankĂŒndigen â die L.A. Times deutet dies als Hinweis darauf, dass das Konzert sich thematisch um Jacksons Bestseller-Album „Thriller“ drehen wird. Die Erlöse aus der Show sollen wohltĂ€tigen Einrichtungen in Amerika und GroĂbritannien zugute kommen.
Exclaim! berichtet von einem ominösen Video auf der Website der kanadischen SĂ€ngerin Feist. Begleitet von ein wenig ĂŒbersteuertem Getöse ist bis auf einige wacklige SchwarzweiĂaufnahmen allerdings nicht viel zu sehen. In ihrem Twitter-Feed hat Feist das Video als Vorgeschmack auf Kommendes bezeichnet. Exclaim! vermutet hinter der Geheimnistuerei einen Teaser fĂŒr das nĂ€chste Feist-Album. Das Video ist schlicht mit „#1″ betitelt, auf Feists Website finden sich einige bisher noch inaktive Buttons, von denen einer auf das Datum 25.7.2011 verweist. Da gibt es dann wohl „#2″.








Kommentare
Eine Antwort zu “Presseschau 22.07.: Die Geschichte des Rap”Trackbacks
Das sagen andere zu dem Beitrag...[...] Vor ein paar Tagen haben wir von einem ominösen Video von Feist berichtet, das auf Kommendes verwiesen hat. Mittlerweile ist bekannt, dass bald “Metals”, ein neues Album von ihr erscheinen wird. NĂ€chste Woche soll das finale Albumcover dazu enthĂŒllt werden. Als Vorbereitung gibt es nun eine Vorlage, die man nach dem Prinzip “Malen nach Zahlen” ausmalen kann, wie Pitchfork berichtet. Auf ihrer Facebook-Seite ruft Feist ihre Fans dazu auf, ihre eigenen Versionen des Covers zu malen. Die besten werden mit Preisen belohnt. In der ByteFM Redaktion werden jetzt schon eifrig die Malstifte ausgepackt! Das gestrige Konzert der Pop-Legende Prince in Köln war von Pannen ĂŒberschattet. AuĂerdem in unserer heutigen Presseschau: Boys Noize, Erol Alkan und Lonard Cohen wagen sich an eine Neuauflage von Leonard Cohens StĂŒck "Avalanche". MTV feiert nĂ€chste Woche 30. Geburtstag, aber ist der Sender nicht lĂ€ngst tot? Und das Cover von Feists neuem Album ... Auch interessant... Presseschau 18.07.: Portishead und die Angst vor der MusikPresseschau 16.07.: Ada und die journalistische KlischeemaschinePresseschau 15.07.: The Horrors mit dem nĂ€chsten “Great British Rock Album”?Presseschau 09.07.: Benjamin Gibbard im InterviewPresseschau 07.07.: Bill Callahans America! var shadowbox_conf = { animate: true, animateFade: true, animSequence: "wh", autoDimensions: false, modal: false, showOverlay: true, overlayColor: "#000", overlayOpacity: 0.8, flashBgColor: "#000000", autoplayMovies: true, showMovieControls: true, slideshowDelay: 0, resizeDuration: 0.2, fadeDuration: 0.35, displayNav: true, continuous: false, displayCounter: true, counterType: "default", counterLimit: 10, viewportPadding: 20, handleOversize: "resize", handleUnsupported: "link", initialHeight: 160, initialWidth: 320, enableKeys: true, skipSetup: false, flashParams: {bgcolor:"#000000", allowFullScreen:true}, flashVars: {}, flashVersion: "9.0.0" }; Shadowbox.init(shadowbox_conf); [...]