Presseschau 30.04.: In The Streets Of Liverpool

30.04.2011 von  

Pete Best und Stuart Sutcliffe – zwei ehemalige Beatles-Mitglieder, die noch zur Band zählen, bevor diese berĂĽhmt wurde – werden nach Angaben des NME womöglich von der Stadt Liverpool geehrt: Zwei StraĂźen der englischen Beat-Hauptstadt könnten bald ihren Namen tragen. Die Liverpool Beatles Appreciation Society International hatte diese Idee der Stadt vorgeschlagen, da nach ihrer Ansicht Best und Sutcliff in ihrer Wichtigkeit fĂĽr die Geschichte Liverpools zu sehr auĂźer Acht gelassen worden waren. Liverpools StraĂźen kennzeichnen bereits den Paul McCartney Way, John Lennon Drive, George Harrison Close and Ringo Starr Drive.

Die FAZ nimmt die neue Platte der Band Love Inks unter die Lupe. Das texanische Trio erweitert seine Wahrnehmung mit „E.S.P.“ ins AuĂźersinnliche. „Extrasensory Perception“ – so der Titel in seiner langen Form – verlocke dazu „hellhörerische Fähigkeiten zu entwickeln angesichts eines popmusikalischen Minimalismus“. Eine schlichte Instrumentierung reduziert den Sound bis auf das Wesentliche, wodurch sich feinsinnige Melodien aufbauen. „Der Erstling von Love Inks steckt nicht zuletzt dank der vielen subtilen Stimmungswechsel voller magischer Momente.“ Mehr zu Love Inks‘ Album „E.S.P.“ könnt Ihr hier nachlesen.

Incubus? Gibt es die eigentlich noch? Aber natĂĽrlich, sagt der Rolling Stone. Die Crossover-Band aus Kalifornien meldet sich mit einem neuen Album zurĂĽck und haben bereits ein Video zur ersten Single-Auskopplung „Adolescents“ gedreht. Nach mehreren Erfolgsplatten wie „Morning View“ werden Incubus im Juli „If Not Now, When?“ veröffentlichen. „Wann, wenn nicht jetzt?“, dachte sie also die Gruppierung um Frontmann Brandon Boyd. Im Sommer werden Incubus ĂĽbrigens auf dem Hurricane / Southside fĂĽr Blink 182 einspringen. Anhören könnt Ihr Euch den neuen Song „Adolescents“ hier.

Die „Sehnsucht ist der Rhythmus der Bossa Nova“. JoĂŁo Gilberto war Schöpfer und Interpret dieses magischen Musikgenres, das Ende der 1950er publik wurde. Gilberto verzauberte die Massen mit seinem zarten Gesang und rhythmischen Klängen. Und seine Gestalt faszinierte auch den Autoren Marc Fischer, der sein letztes Buch dem Musiker widmete. „Hobalala“ heiĂźt das Werk – „eine literarische Spurensuche, die mindestens so viel mit Gilberto zu tun hat wie mit Marc Fischer selbst“. Die Kriminalgeschichte skizziert die Reise des Erzählers fort von der Heimat und der verlorenen Liebe, hin zu Gilberto, seinem unwirklichem Idol. „Hobalala“, ein Buch von Marc Fischer im Fokus von Zeit Online.

Tickets fĂĽr Tahiti 80

29.04.2011 von  

Schon seit den frĂĽhen 90er Jahren sind die Franzosen von Tahiti 80 aktiv und auf der Suche nach dem groĂźen Popsong. Diesen Februar veröffentlichte die Band ihr mittlerweile sechstes Album „The Past, The Present & The Possible“, das sich zwischen Leichtigkeit und Hedonismus bewegt und mit seinem Synthiesound an Tahiti 80s Landsmänner von Phoenix erinnert.

ByteFM präsentiert das Konzert von Tahiti 80 am 07.05. in Hamburg. Wenn Ihr Lust habt, Karten fĂĽr das Konzert gewinnen, schreibt uns einfach bis zum 03.05. eine Mail mit dem Betreff „Tahiti“ und Eurem Vor- und Zunamen an verlosungen@byte.fm. Die Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per Mail.

07.05. Hamburg – Club Mondial

Neue Platten: Fleet Foxes – „Helplessness Blues“

29.04.2011 von  

Wer? Was? Warum? ByteFM Redakteure besprechen eine Auswahl aktueller Neuerscheinungen.

Wer? Im Jahr 2008 schaffte es eine Band, die Herzen gefĂĽhlt aller musikinteressierten Menschen im Sturm zu erobern. Die Rede ist von den Fleet Foxes, die den Folk in frisches Gewand gehĂĽllt wiederaufleben lieĂźen, als wäre zwischen den 1960er Jahren und dem Jetzt ĂĽberhaupt keine Zeit vergangen. In ebenjenem Jahr 2008 ist das schlicht nach der Band benannte DebĂĽtalbum „Fleet Foxes“ der fĂĽnf Musiker aus Seattle um den Sänger und Gitarristen Robin Pecknold erschienen. Mittlerweile ist die Bandbesetzung um ein weiteres Mitglied, Morgan Henderson, Bassist der frĂĽheren Post-Hardcore-Band Blood Brothers, auf nun sechs Leute angewachsen.

Was? Mit ihrem neuen Album „Helplessness Blues“ setzen die Fleet Foxes konsequent fort, was sie auf „Fleet Foxes“ begonnen haben. Gezupfte Akustikgitarren treffen auf himmlischen Harmoniegesang, der die Stimme des Hauptsängers Robin Pecknold wunderbar umhĂĽllt und von bedächtig und zurĂĽckhaltend eingesetzter Perkussion untermalt wird. Bisweilen erinnert das – wie im EröffnungsstĂĽck „Montezuma“ – auch etwas an die amerikanischen Kollegen Grizzly Bear, die Folk ebenfalls neu interpretieren, allerdings auf ihre eigene, ganz andere Weise. Der Multiinstrumentalist Morgan Henderson erweitert das gewohnte Instrumentarium um Holzbläser, Kontrabass, Violine und mehr. Lieder zu schreiben, die ohne groĂźe Umschweife, aber dennoch nachhaltig berĂĽhren, ist das Metier der Fleet Foxes. Eines der besonders herausragenden StĂĽcke ist das achtminĂĽtige „The Shrine / An Argument“, das zunächst mit gewohnten Elementen spielt, nach sechseinhalb Minuten jedoch urplötzlich ein berauschend hektisch gespieltes Saxofon in den Raum wirft, Klänge also, die man von den Fleet Foxes bislang doch noch nicht kannte. Dazu passt auch das nachfolgende „Blue Spotted Tail“, welches uns Pecknolds einnehmende Stimme, ohne sie durch Hall zu vernebeln, sehr direkt, mit nur einer einzigen Akustikgitarre unterlegt, nahe bringt.

Warum? Der kalifornische Ort Big Sur hatte einen groĂźen Einfluss auf das Album. Big Sur ist laut Pecknold eine unfassbar schöne Gegend mit einer Bergkette, deren Ausläfer ins Meer eintauchen. Eine dieser Landschaften also, die auch immer eine gewisse Melancholie ausstrahlen. Diese Melancholie klingt stets in der Musik der Fleet Foxes mit, drĂĽckt sich in von Weltschmerz geprägten Texten und in Songtiteln wie „Helplessness Blues“, dem Blues der Hilflosigkeit, aus. Nie ist diese Melancholie hoffnungslos, vielmehr schenkt sie Hoffnung, welch groĂźartige Zeiten dem Folk in der Neuzeit noch bevorstehen. Das zweite Album der Fleet Foxes ist durch und durch ein stimmiges Werk, das nach dem Mittelpunkt sogar noch ein bisschen packender und fesselnder ist als noch auf der ersten Hälfte. Hier gibt es ungemein berĂĽhrende instrumentale Passagen wie das Interludium „The Cascades“ zu hören, bevor im StĂĽck „Lorelai“ schon wieder die hochgradig bewegenden Harmonien zurĂĽckkehren – ein Harmoniegsang, der sich in „The Plains / Better Dancer“ in Sphären steigert, als wäre er nicht von dieser Welt. „Helplessness Blues“ lässt Altbewährtes, garniert mit neuen feinen Nuancen, in frischem Glanz erstrahlen. Die Fleet Foxes setzen auf das, was sie können, steigern sich gar noch in ihrer Kunstfertigkeit und setzen es mindestens ebenso ansprechend wie auf der ersten Platte um. Mit ihrem Zweitling haben sie ein Werk geschaffen, das ein Genuss ist und jede Sekunde des Hörens größer wird.

Label: Bella Union/Cooperative Music | Kaufen

Fleet Foxes im Bartwuchs-Fieber

29.04.2011 von  

FĂĽr die Zeit Online hat Frank Sawatzki das Fleet Foxes-Mitglied Robin Pecknold interviewt. „“Ein GrĂĽbler und Zauderer, der Sätze abbricht, seine Finger in der Gesichtsbehaarung vergräbt“ – so zeigt sich Pecknold in London der Presse. Mit ihrem DebĂĽt haben die Fleet Foxes 2008 das Singer/Songwriter-Flair unter’s Volk gebracht. Und auch der Nachfolger „Helplessness Blues“ verbindet Indie-Folk-Musik mit Themen, die Pecknold bewegen und die Barthärchen sprieĂźen lassen.

Und die Bärte sind es, die die Massen beschäftigt. „Beardos“ werden jene amerikanischen Musiker genannt, die mit ihrer Gesichtsbehaarung und Naturverbundenheit schöne Folkmusik produzieren und Hillbilly und Hipster in ihrer aufregenden Mischung miteinander versöhnen. William Fitzsimmons, Iron And Wine oder Devendra Banhart zögen alle ihren Hut vor der „reichen Schöpfungsgeschichte der populären Musik“. Doch nur die Fleet Foxes blieben „die Könige der Nachdenklichkeit im wiederbelebten US-Folk“.

Die Rezension zum aktuellen Fleet-Foxes-Album „Helplessness Blues“ findet Ihr hier.

The Shirelles und Dionne Warwick klagen an

29.04.2011 von  

Wie der Guardian berichtet, klagen Dionne Warwick und The Shirelles gegen die Verwendung ihrer Namen in dem Broadway Musical „Baby It’s You!“.

Einen Tag vor Beginn des Musicals wurde das Verfahren aufgenommen. Die Verfilmung dreht sich rund um die 60s Girl-Group The Shirelles, die mit Hits wie „Will You Still Love Me Tomorrow“ und „Soldier Boy“ groĂźen Erfolg erzielten und 1996 in die Rock And Roll Hall Of Fame eingetragen wurden. Beverly Lee, das letzte noch lebende Mitglied der Shirelles, besitzt alle Rechte bezĂĽglich des Bandnamens. Sie klagt Warner Bros Theatre Ventures Inc, Warner Bros Entertainment Inc und Broadway Baby LLC an, dass die Namen der Shirelles-Mitglieder, biografische Informationen und äuĂźere Ă„hnlichkeiten ohne ihre Zustimmung in Filmen benutzt wurden. Oren Warshavsky, der Anwalt der Musikerin, erklärt, dass der Vorfalls bereits im Vorfeld des Verfahrens mit Warner Bros diskutiert worden ist – jedoch ohne Erfolg.

ByteFM Kronjuwelen

29.04.2011 von  

Als wir heute morgen die Ohren aufschlugen, läutete uns ein, dass wohl geheiratet würde.
Kate und William und gefĂĽhlte vier Mlliarden andere nehmen Teil und Anteil. Das braucht natĂĽrlich musikalische Beratung.
Darum hier ein paar Empfehlungen zur königlichen Hochzeit aus den Plattenkisten der ByteFM Moderatoren Klaus Walter und Christian Tjaben.
Musik für Schwüre, Vermählungen und derlei.
Oder: X Alternativen zu „White Wedding“ und Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Klaus Walters Heiratsmix könnte wie folgt klingen:
„If You Ever Need A Stranger“ – Jens Lekmann (When I Said I Wanted To Be Your Dog)
„Heyraten (T.Raumschmiere Remix)“ Ika & Bym (Heyraten)
„Let’s Get Married“ – Missouri (In VoodooRama)
„Ban Marriage“ – Hidden Cameras (The Smell Of Our Own)
„Guide For The Married Man“- The Turtles (20 Greatest Hits)
„I Think I‘ll Get Married“- Ferry Boat Bill (Bricks Like These)
„Honeymoon“ – Chris Cacavas (Chris Cacavas and Junk Yard Love)
„Married 2 Kids“ – The Fall (Code: Selfish)
„Waltz Of The Good Husband“ – Tall Dwarfs (Dogma)
„We Got Married“ – Paul McCartney (Flowers In The Dirt)
„Sacred Marriage“ – Frank Chickens (Get Chickenized)
„Marry Me“ – These Immortal Souls (Get Lost Don’t Lie)
„Wedding In Cherokee County“ – Randy Newman (Good Old Boys)
„$ 1000 Wedding“ – Gram Parsons (Gram Parsons)
„Let’s Get Married“ – Al Green (Greatest Hits)
„Wedding Bells“ – Squeeze (Hourglass)
„Marriage Tree“ – Throwing Muses (House Tornado)
„The Long Honeymoon“ – Elvis Costello (Imperial Bedroom)
„Wedding Bells“ – Godley & Creme (Ismism)
„Wedding Hotel) – Nikki Sudden & Rowland S. Howard (Kiss You Kidnapped Charabanc)
„Now We Are Married“ – Goodbye Mr Mackenzie (Now We Are Married)
„The Wedding“ – Tom Robinson (Still Loving You)
„Wedding Gown Of White“ – Charlie Feathers (Rockabilly’s Main Man)
„The Marriage“ – Billy Bragg (Talking With The Taxman Aboit Poetry)
„Wedding Dress“ – Nikki Sudden (Texas)
„Valentine’s Day“ – ABC (The Lexicon Of Love)
„Married Man“ – Bill Drummond (The Man)
„Wedding Song“ The Psychedelic Furs (The Psychedelic Furs)
„Honeymoon Blues“ – Robert Johnson (The Robert Johnson Gold Collection)
„Married Miss New Jersey“ – Yeah Yeah Noh (The Sky Starts At Your Feet…)
„Stupid marriage“ – The Specials (The Specials)
„Married Man“ – Neil Young (This Note’s For You)
„Blood Wedding“ – Marc And The Mambas (Torment And Toreros)
„Watusi Wedding“ – The Screaming Blue Messiahs (Totally Religious)
„Let’s Get Married“ – Cleaners From Venus (Town And Country)
„Married In The Playground“ –Truly (Truly)
„Honeymooners“ Ornette Coleman (Virgin Beauty)
„Husband House“ Sneaky Feelings (Waiting For Touchdown)
„Wedding Day“ – M.Walking On The Water (Wood)
„On A Wedding Anniversary“ – John Cale (Words For The Dying)
„Valentine’s Day Is Over“ – Billy Bragg (Worker’s Playtime)
„Arranged Marriage“ – Apache Indian (No Reservations)
„Wedding Bell Blues“ – The 5th Dimension (Greatest Hits On Earth)
„Mary’s Getting Married“ – The Silos (Cuba)
„The Wedding March“ – Prefab Sprout (Jordan: The Comeback)
„Mairi’s Wedding“ – Paddy Goes To Holyhead (Supermegaultraliveshow)
„Let’s Pretend We‘re Married“ – Prince (1999)
„Let’s Get Married“ – The Proclaimers (Hit The Highway)
„The Honeymoon Is Over“ – The Cruel Sea (The Honeymoon Is Over)
„Celtic Wedding“ – The Chieftains (The Magic Of The Chieftains)
„Married With Children“ – Oasis (Definitely Maybe)
„Blood Wedding“ – The Oysterband (Trawler)
„Wedding Day Waltz“ – Geno Delafose (French Rockin‘ Boogie)
„I Married A Nymphomaniac“ – Cliff Barnes & The Fear Of Winning (The Record That Took 300 Million…)
„Daddy’s Getting Married“ – Bif Naked (Daddy’s Getting Married)
„Heirate mich“ – Rammstein (Herzeleid)
„Big Boring Wedding“ – Guided By Voices (Under The Bushes Under The Stars)
„Ich heirate eine Familie“ – Tocotronic (Wir kommen um uns zu beschweren)
„Tag X“ – The Dead Adair (Zehn Sekunden zur Ekstase)
„Don’t Marry Her“ – The Beautiful South (Don’t Marry Her)
„Bachelor Boy / When Gary Married Melanie“ – TheToy Dolls (One More Megabyte)
„Hab‘n Sie nicht ’ne Braut fĂĽr mich“ – Willy Millowitsch (Humba Humba Tätärä)
„Hawaiian Wedding Song“ – The Islanders (Südsee-Melodien)
„Girl I Almost Married) – Beat Farmers (Poor And Famous)
„Never Marry A Railroad Man“ Shocking Blue (20 Greatest Hits)

Und Christian Tjaben ergänzt um dies:

Vorher:
„Marry Me“ – Sons Of Jim Wayne (Blackie´s Bones)
„Marry Me“ – St. Vincent (Marry Me)
„Be My Wife“ – David Bowie (Low)
„Marry“ – Plaid (Spokes)

Nachher:
„The Wedding List“ – Kate Bush (Never For Ever)
„Rock Steady Wedding“ – Jackie Mittoo (Evening Time)
„The Wedding Song“ – Mugison (I Want You)
„Wedding Dress“ – Mark Lanegan (Bubblegum)
„Wedding Bell“ – Beach House (Devotion)
„Wedding Bells“ – Hank Williams (Crazy Heart)
„The Wedding Toccato Theme“ – Modeselektor (Happy Birthday)
„Wedding Of Wild Horses“ – John Zorn (Filmworks XIX The Rain Horse)
„Wedding Bell Blues“ – Laura Nyro (More Than A New Discovery)
„Wedding Song“ – Anais Mitchell feat. Justin Vernon (Hadestown)
„Wedding Ring Dub“ – Barrington Levy (In Dub: The Lost Mixes From King Tubby’s Studio)
„Marriage“ – Gold Panda (Lucky Shiner)
„Modern Marriage“ – Pulp (This Is Hardcore)
„Love & Marriage“ – The Ragga Twins (Rinsin’ Lyrics)
„Young Bride“ – Midlake (The Trials Of Van Occupanther)
„Bride Of Punkara“ – Asian Dub Foundation (Punkara)
„The Bride“ – Dirty Projectors (Bitte Orca)
„Mama, Here Comes The Bride“ – The Shirelles (Baby It’s You – The Shirelles & King Curtis Give a Twist Party)
„See My Wife“ – The Wolfgang Press (Bird Wood Cage)

Königlich:
„The Royal Scam“ – Steely Dan (The Royal Scam)
„Royal Wedding“ – Kronos Quartet & Wu Man (Terry Riley: The Cusp Of Magic)
„The Royal Pennekaums“ – International Pony (MIt dir sind wir vier)
„Royal Roost“ – Jaki Liebezeit & Burnt Friedman (Secret Rhythms)
„Royal Pain“ –Eels (Shrek The Third)
„Serve This Royalty“ – Cody Chesnutt (The Headphone Masterpiece)
„Royal Flush feat. Andre 3000“ – Big Boi (Sir Lucious Left Foot The Son Of Cheeko Dusty Bonus Tracks)

Zweifelnd
„Marriage Is For Old Folks“ – Nina Simone (I Put A Spell On You)
„Mistaken Wedding“- Ariel Pink’s Haunted Graffiti (Round And Round)
„Never Will I Marry“ – Nancy Wilson (Nancy Wilson & Cannonball Adderley)
„The False Husband“ – Isobel Campbeel & Mark Lanegan (Ballad Of The Broken Seas)
„Devil Lives In My Husband’s Body“ – Pulsallama (The Anesthetic’s Wearing Off)

Problematisch
„A Punchup At The Wedding“ – Radiohead (Hail To The Thief)
„I Nearly Married A Human“ – Gary Numan (Replicas)
„(I Married a) Monster From Outer Space“ – John Cooper Clarke (Disguise In Love)
„A Divorce Before Marriage“ – I Like Trains (He Who Saw The Deep)
„Mother Has Decided to Marry Me Off“ – Ensemble Of The Bulgarian Republic (Follow The Music: A Commemorative Sampler of Elektra’s Pre-Rock Era)
„(Intro) to ‚Better Off Without a Wife’“ – Tom Waits (Nighthawks At The Diner)
„Better Off Without a Wife“ – Tom Waits (Nighthawks At The Diner)

(Bild via Condoms of Distinction)

Presseschau 29.04.: Royal Party

29.04.2011 von  

Die ganze Welt wirft ein Äuglein auf die royale Trauung in England: Sir Elton John ist da, die Beckhams lassen sich blicken und besonders gespannt verfolgen natürlich alle das Brautpaar William und Kate. Mit wedelnden Fähnchen, einem Tässchen Earl Grey und Teegebäck starten wir also in die heutige Presseschau.

Wie der NME berichtet, wird im New Yorker Museum Of Arts And Design am 9. Mai eine David Bowie-Ausstellung eröffnet. Die umfangreiche Karierre des Popstars soll mit Filmmaterial aus „Ziggy Stardust And The Spiders From Mars“ (1973), „The Hunger“ (1983), „Basquiat“ (1996) und PrintauszĂĽgen des Films „The Man Who Fell To Earth“ (1976) ausgiebig beleuchtet werden. Madmuseum.org zufolge wird Bowie als „one of the most iconoclastic cultural producers of the 20th century“ dargestellt.

FĂĽr Zeit Online hat Frank Sawatzki das Fleet Foxes-Mitglied Robin Pecknold interviewt. „“Ein GrĂĽbler und Zauderer, der Sätze abbricht, seine Finger in der Gesichtsbehaarung vergräbt“ – so zeigt sich Pecknold in London der Presse. Und die Bärte sind es, die die Massen beschäftigt. „Beardos“ werden jene amerikanischen Musiker genannt, die mit ihrer Gesichtsbehaarung und Naturverbundenheit schöne Folkmusik produzieren und Hillbilly und Hipster in ihrer aufregenden Mischung miteinander versöhnen. William Fitzsimmons, Iron And Wine oder Devendra Banhart zögen alle ihren Hut vor der „reichen Schöpfungsgeschichte der populären Musik“. Doch nur die Fleet Foxes blieben „die Könige der Nachdenklichkeit im wiederbelebten US-Folk“.

„Godard trifft Truffaut“ – so heiĂźt der Film zu den beiden französischen Filmemachern François Truffaut und Jean-Luc Godard. Die Vertreter der Nouvelle Vague prägten die Filme ihrer Zeit durch ihren unkonventionellen Stil. Truffaut hatte die Idee zum Film „AuĂźer Atmen“, Godard setzte diese um und landete damit einen Kinohit. „Wollte der Rebell Godard die ‚Mythen der Vergangenheit zerstören‘, sah der Reformer Truffaut den Sinn der Neuen Welle darin, den Film ‚ehrlicher‘ zu machen. Zwei Antipoden also, die die Liebe zum Kino verband, die Auffassung darĂĽber, was dieses Kino sei, schlieĂźlich aber entfremdete.“ Emmanuel Laurent und Antoine de Baecque porträtieren die Beziehung zwischen den beiden Regisseuren, indem sie Filmsequenzen und Dokumentarmaterial miteinander verbinden. Mehr dazu findet Ihr hier.

Und noch ein Film, der die Musikwelt bewegt: Dionne Warwick und die Shirelles klagen gegen die Verwendung ihrer Namen in dem Broadway Musical „Baby It’s You!“. Die Verfilmung dreht sich rund um die 60s Girl-Group The Shirelles, die mit Hits wie „Will You Still Love Me Tomorrow“ groĂźen Erfolg erzielten und 1996 in die Rock And Roll Hall Of Fame eingetragen wurden. Beverly Lee, das letzte noch lebende Mitglied der Shirelles, besitzt alle Rechte bezĂĽglich des Bandnamens und fĂĽhlt sich darin beleidigt, dass wieder die Namen der Shirelles-Mitglieder, biografische Informationen und äuĂźere Ă„hnlichkeiten ohne ihre Zustimmung in Filmen benutzt werden. Der Guardian berichtet.

Die ByteFM Charts KW17

29.04.2011 von  

James Pants hat sich sowohl in den Albumcharts als auch in den Trackcharts auf den ersten Platz gesetzt! Und Bodi Bill klettern weiter nach oben und schaffen es mit ihrem groĂźartigen Album „What?“ auf den dritten Platz. Ein paar Neueinsteiger wie beispielsweise finn. dĂĽrfen wir diese Woche auch begrĂĽĂźen!

Die Albumcharts (Platzierungen der Vorwoche)

1. James Pants – James Pants (8)
2. Bibio – Mind Bokeh (1)
3. Bodi Bill – What? (4)
4. Noah And The Whale – Last Night On Earth (2)
5. Daedelus – Bespoke (10)
6. Station 17 – Fieber (9)
7. Bill Callahan – Apocalypse (14)
8. Ja, Panik – DMD KIU LIDT (13)
9. finn. – I Wish I Was Someone Else (neu)
10. 206 – Republik Der Heiserkeit (7)
11. James Blake – James Blake (6)
12. FaltyDL – You Stand Uncertain (neu)
13. Architecture In Helsinki – Moment Bends (neu)
14. Nicolas Jaar – Space Is Only Noise (12)
15. Kurt Vile – Smoke Ring For My Halo (5)

Die Trackcharts (Platzierungen der Vorwoche)

1. James Pants – Clouds Over The Pacific (4)
2. Timber Timbre – Black Water (6)
3. Bibio – Anything New (2)
4. Kenton Slash Demon – Daemon (neu)
5. Noah And The Whale – L.I.F.E.G.O.E.S.O.N. (3)
6. Station 17 – Uh-Uh-Uh (8)
7. 206 – Hallo Hölle (1)
8. Ja, Panik – Nevermind (neu)
9. Bodi Bill – Pyramiding (13)
10. Bill Callahan – Baby’s Breath (neu)
11. Architecture In Helsinki – Contact High (12)
12. Young Rebel Set – If I Was (9)
13. Apparat – Ash/Black Veil (11)
14. Burial – Street Halo (10)
15. Timber Timbre – Woman (15)

Neue Platten: Times New Viking – „Dancer Equired“

28.04.2011 von  

Wer? Was? Warum? ByteFM Redakteure besprechen eine Auswahl aktueller Neuerscheinungen.

Wer? Die Idee, eine Band zu gründen, auch ohne ein Instrument spielen zu können, liegt für viele nahe, doch an der Umsetzung scheitert es dann. Nicht so bei der folgenden Band: Als sich die drei Mitglieder von Times New Viking 2004 in einer Bar in ihrer Heimatstadt Columbus kennen lernten, konnten Jared Philipps und Beth Murphy kaum zusammenhängende Töne hervorbringen. Wenigstens der dritte im Bunde, Adam Elliot, konnte Holzstäbe rhythmisch bewegen und dient der Band seit jenem Tag als Schlagzeuger. Einmal an die Standardschrift in Word gedacht, erklärt sich übrigens der Bandname.

Was? Lo-Fi-Antifolk-Punk-Geschrammel, wobei das Lo-Fi auf ihrem neuen Album weniger dominiert als noch auf den vorherigen drei Platten, die allesamt von einer derart schlechten Aufnahmequalität geprägt waren, dass man Schwierigkeiten hatte, neben dem Krach die Musik wahrzunehmen. Das neue Album ist die erste Studioproduktion der Band und bietet gerade soviel High-Fi, dass der Sound trotzdem noch authentisch im Sinne ihrer Anfänge klingt.

Nach wie vor erinnert der gemeinsame Gesang von Jared Philipps und Beth Murphy an das Stimmengewirr von Kimya Dawson und Adam Green bei den Moldy Peaches, wobei der Antifolk-Bezug auf die genannte Band an dieser Stelle endet, denn Times New Viking klingen voller, energischer und mehr nach diesem „Indie“, was durch ihr hippes Aussehen abgerundet wird.

Warum? AtommĂĽll ist wie Kindermalerei, am Ende weiĂź man nicht wohin damit. Bei der DIY-AttitĂĽde liegt der Gedanke an kindliche Kritzeleien nicht fern: irgendwie sĂĽĂź, aber ohne emotionalen Bezug völlig bedeutungslos. Selbst auf ihrem vierten Album „Dancer Enquired“ klingen Times New Viking trotz professioneller Studioaufnahme nach selbstgemachter Lo-Fi-Produktion und schaffen doch den Absprung vom sĂĽĂź-dilettantischen DIY. Das ist konsequent und ehrlich und das macht es gut und brauchbar. Songs wie „Ever Fallen in Love“ oder „No Room To Live“ berĂĽhren und fragen leise – ganz im Sinne des Albumtitels – nach Tanzlust.

Label: Wichita / Cooperative Music | Kaufen

Presseschau 28.04.: Träume werden wahr

28.04.2011 von  

Ein neues Album von Stevie Nicks, Sängerin der Band Fleetwood Mac kommt! rollingstone.com bietet die exklusive Möglichkeit, sich das neue Solo-Album „In Your Dreams“ der 62-jährigen im Stream anzuhören. Es ist ihr erstes Studioalbum seit 10 Jahren und wurde von Pop-Ikone Dave Stewart (Eurythmics) und Glen Ballard produziert. Bei „In Your Dreams“ lieĂź sich Stevie Nicks u.a. von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga inspirieren, von der sie ein bekennender Fan ist. Die Platte erscheint am 6. Mai.

Ziemlich peinlich: bei den Vorbereitungen zum Eurovision Song Contest kam es zu einem Druckfehler. Die Stadt DĂĽsseldorf lud in einer BroschĂĽre zu einem „Aktionstag der Schwulen“ statt zum „Aktionstag der Schulen“ ein. Der Fehler schlich sich auch in die englische Ăśbersetzung ein, in der der „Gay’s Day of Action“ beworben wurde. Fast 65.000 deutsche und 35.000 englische Hefte mussten laut Stern.de aus dem Verkehr gezogen und korrigiert werden. Besonders in der schwulen Fangemeinde des Song Contest sorgte der Fehler fĂĽr Belustigung. „Ich kann da eigentlich keinen Fehler erkennen, denn der ganze Grand Prix ist ja ein Schwulen-Aktionstag“, sagt Stefan Mielchen, Chefredakteur des Hamburger Schwulenmagazins „Hinnerk“. Der Grand Prix findet dieses Jahr unter dem Motto „Feel Your Heart Beat!“ in DĂĽsseldorf statt. Finale ist am 14. Mai.

Lady Gaga hat ein Herz fĂĽr BedĂĽrftige. Gigwise berichtet darĂĽber, dass der Popstar in den nächsten zwei Jahren 500.000 $ an ausgewählte Wohltätigkeitsorganisationen im Raum New York vergeben möchte. Sie bat ihre Fans sich fĂĽr eine von 5 Organisationen zu entscheiden. Dies ist Teil ihrer Zusammenarbeit mit der „Robin Hood Foundation“, um jungen Menschen in New York zu helfen. In einem Statement sagte sie, es sei fĂĽr sie eine groĂźe Freude in die Zukunft der Kinder ihrer Heimat zu investieren.

Damon Albarn ist wirklich ein viel beschäftigter Mann: Blur, Gorillaz und The Good, The Bad And The Queen. Kid Koala, DJ und Turtablist präsentiert einen neuen noch unbetitelten Track in der New Yorker Radioshow „Beats In Space“ vorgestellt, den Damon Albarn mit Dan The Automator zusammen gebastelt hat. Wahrscheinlich, so der Guardian, wird der Song auf dem bald erscheinenden Album von Dan The Automator vertreten sein.

Im Mai feiert der Film „Utopia Ltd.“ ĂĽber die Hamburger Band 1000 Robota Premiere. Die Hamburger Regisseurin Sandra Troestel begleitete das Trio ĂĽber drei Jahre. Die Dokumentation, die dabei entstand eröffnete auf der diesjährigen Berlinale die Reihe „Perspektive Deutsches Kino“. Kinopremiere ist am 10.05. im Hamburger – Abaton und am 12.05. in Berlin im Babylon, dort wird die Band auch live spielen wie motor.de berichtet.

Und wieder ein Rockstar so gut wie unter der Haube: Matt Bellamy, Sänger der englischen Rockband Muse und die Hollywood-Schauspielerin Kate Hudson haben sich nun offiziell verlobt, wie Spiegel Online verkündet. Die beiden sind seit dem Frühjahr 2010 ein Paar und erwarten im Sommer ihr erstes gemeinsames Kind.

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