Presseschau 01.03.: Pardon fĂŒr diesen Affront
01.03.2011 von Redaktion

Bereits in unserer vergangenen Presseschau berichteten wir darĂŒber, dass Judith Holofernes fĂŒr die Werbekampagne der Bildzeitung angeworben wurde. Daraufhin veröffentlichte das Wir Sind Helden-Mitglied eine entrĂŒstete Absage auf der Homepage der Band. Kurze Zeit spĂ€ter brach ihre Webseite zusammen. Die taz hat die wagemutige Holofernes interviewt und dabei festgestellt, dass es ihr um vielmehr als nur Herzenshygiene geht. „Ich hab ĂŒber die Jahre so viel Blödheit an mich herangetragen bekommen, dass ich einfach ein ganz tiefes BedĂŒrfnis hatte, nicht immer nur drĂŒberzustehen, sondern auch mal zu reagieren.“, so Holofernes. AmĂŒsement und Abgrenzung spielen bei der Veröffentlichung ihrer Absage genauso eine Rolle wie Werbung. „Ich bin ja schon nicht sicher, ob man so was machen kann, was ich da jetzt gemacht habe, ohne am Ende Werbung fĂŒr die Bild-Zeitung zu machen.“
Bob Dylans Muse Suze Rotolo ist am 24. Februar gestorben. Die schöne Rotolo diente fĂŒr zahlreiche Dylan-Songs wie „Tomorrow Is A Long Time“ als Inspiration. DarĂŒber hinaus befindet sie sich auf dem Cover von Dylans 1963 veröffentlichter Platte „The Freewheelin“. Obwohl sie sich kaum öffentlich zu ihrer Beziehung zu Dylan Ă€uĂerte, nahm sie teil an Martin Scorseses Dokumentarfilm „No Direction Home“ aus dem Jahre 2005. NME berichtet.
Ebenfalls verstorben ist der brasilianische Musiker Amazing Clay. Als einer der „Urgesteine des Funk“ hat er diese Musikkultur getragen und geprĂ€gt. Sein Studio „Amazing“ war fĂŒr die Baile Funk-Szene ein Treffpunkt der MCs. Amazing Clay starb an Krebs. FM4 erinnert.
Die Oscar-Verleihungen am vergangenen Sonntag waren nur mĂ€Ăig spektakulĂ€r: Die Moderatoren seien zu abgedroschen und aufgesetzt cool gewesen, der All-Time-Favourite „The King’s Speech“ rĂ€umte, wie erwartet, ab, und nach peinlichen Ausrutschern suchte man vergeblich – oder nicht? Die beste Nebendarstellerin des Films „The Fighter“ Melissa Leo sorgte fĂŒr Aufregung. Erst flirtete sie mit dem 94-jĂ€hrigen Kirk Douglas und dann passierte ihr ein fataler Fehler: In ihrer Dankesrede benutzte die Schauspielerin das verbotene F-Wort und sorgte damit fĂŒr Furore. „FĂŒr diese Worte entschuldige ich mich bei jedem, der sich beleidigt fĂŒhlt.“, sagte Leo beschĂ€mt. Spiegel Online erzĂ€hlt von dem Faux-Pas.
FĂŒr Aufregung sorgt auch wieder Lady Gaga. Wie der NME berichtet, veröffentlicht das Skandal-PĂŒppchen heute das Video zu ihrer neuen Single „Born This Way“. Nach „Paparazzi“ oder „Telephone“ handelt es sich bei „Born This Way“ ebenfalls um einen Film fĂŒr sich. In sieben Minuten rĂ€kelt sie sich zwischen transsexuellen TĂ€nzern und bricht jegliche Tabus.
Unter dem Namen Beady Eye macht nun der Ex-Oasis-SĂ€nger Liam Gallagher „groĂen, blassen Rock“. Die Zeit Online spricht ĂŒber das Ableben der Rockmusik und ĂŒber die neue Beady Eye-Platte „Different Gear, Still Speeding“. Auch wenn Liam Gallagher sagt, er könne kotzen beim Gedanken daran, in zehn Jahren wieder mit Oasis zu touren, stirbt die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung der BrĂŒder zuletzt.







