31.08.: Abtreten!

31.08.2010 von  

Heute ist der letzte Tag im August! Sagen wir leise TschĂĽss.

Ein etwas lauteres „TschĂĽss!“ geht an Roland Koch: Gestern wurde der scheidende CDU-Vize und Ministerpräsident von Hessen offiziell aus seinem Amt verabschiedet. Und die Zeremonie verlief tatsächlich alles andere als leise: „Auf dem Programm der Bundeswehrkapelle stand neben diversen Hymnen auch der DĂĽppel-Schanzen-Sturmmarsch“ berichtet Zeit Online. Und Udo JĂĽrgens schaute auch vorbei. Was fĂĽr ein Abschied!

FĂĽr Klaus Walter ist heute ĂĽbrigens Feiertag in Hessen. Oder auch nicht. Mehr erfahrt ihr im ByteFM Magazin um 15 Uhr.

Der eine geht freiwillig, der andere denkt nicht dran: Bundesbank-Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin will weiter Vorstandsmitglied der Bundesbank bleiben, auch wenn die daran „verzweifelt“, so der Spiegel. Auch die SPD hätte wohl nichts gegen einen RĂĽckzug, aber: „Ich werde in dieser Volkspartei bleiben“ (tagesschau.de). Mal schauen, wie lange noch.

Wyclef Jean hätte gerne mehr zu sagen, darf aber nicht. Seine Kandidatur fĂĽr das Präsidentschaftsamt Haitis wurde abgelehnt. Wyclefs Antwort darauf ist ein Protestsong namens „Prizon Pou K.E.P.A.“, zu deutsch „Gefängnis fĂĽr die Wahlkommission“. AuĂźerdem hat er offiziell Einspruch eingelegt. Die taz berichtet.

Apropo Gefängnis. Am Wochenende schaute Paris Hilton dort kurz vorbei, weil bei ihr zum wiederholten Male Kokain gefunden wurde. Hilton konnte aber anscheinend glaubhaft versichern, dass das Zeug nicht ihres ist: „Ich schwöre es bei meinem Leben“. Na dann… Mehr beim Spiegel.

An einem neuen Album wollen Kaney West und Jay-Z demnächst arbeiten, berichtet der NME. AuĂźerdem hat Kanye West weitere interessante Projekte am Start: ein Remix von Justin Biebers „Runaway Love“, zusammen mit Wu Tang Raekwon. Teile der Redaktion behaupten ja tatsächlich, der junge Justin klinge in dem Song wie der junge Michael Jackson. Was meint ihr? Hört selbst bei Hip Hop Connection.

An mangelndem Star-Bewusstsein mangelt es Justin jedenfalls nicht. Bei Zeit Online ist zu lesen, Justin schreibe gerade an seinen Memoiren. Mit 16!
Und Michael Jackson? Der ist „most downloaded artist of all time“, berichtet der NME und verweist auf eine Auswertung des Handyherstellers Nokia. Verwundert nicht wirklich, oder?

30.08.-05.09.

30.08.2010 von  

Interpol – „Interpol“
VĂ–: 03.09.2010
Web: myspace
Label: COOP
Kaufen: ”iTunes"

Selbstbetitelt, sehr simples Artwork (das allerdings bei manchen Fans mit dem auseinanderfallenden Interpol-Schriftzug und dem Bekanntwerden des Ausstiegs von Bassist Carlos Dengler Panik hervorruft) – das 4. Album der New Yorker wirkt auf den ersten Blick nicht besonders aufregend. Und auch beim ersten Hören von „Interpol“ werden vielen die offensichtlichen Hits fehlen. Doch die Songs auf „Interpol“ bilden atmosphärisch wie erzählerisch eine Einheit: Man folgt dem Protagonisten durch düstere Soundschichten, die nur manchmal von einem Piano durchbrochen werden, während er nach und nach die Hoffnung verliert. Das stimmigste und komplexeste Interpol-Albums seit „Turn On The Bright Lights“.

Superpitcher – „Kilimanjaro“
VĂ–: 03.09.2010
Label: Kompakt
Kaufen:

Mutig, mutig, dieser Superpitcher. Im schnelllebigen Geschäft der Musik lässt er seine Anhängerschaft gerne warten. Schon das erste Album „Here Comes Love“ wurde 2004 sehnlichst erwartet, danach war sechs Jahre lang Ruhe im Karton. Wer sich bei „Kilimanjaro“ auf sphärische Klänge mit einem Viva-Sternchen á la Charlotte Roche freut, wird enttäuscht sein, doch wem „Träume“ aus eben dieser Kollaboration ohnehin auf die Nerven ging, dem sei „Kilimanjaro“ wärmstens empfohlen. Mit der Single „Rabbits In A Hurry“ gab es schon den richtigen Vorgeschmack auf eine perfekt abgestimmte, elektronische Popmusik, die in diesen Herbst noch in einschlägigen Clubs Anklang finden wird.

Kat Frankie – „The Dance Of A Strange Heart“
VĂ–: 03.09.2010
Web: myspace
Label: Zellephan
Kaufen:

Kat Frankies zweites Album „The Dance Of A Stranger Heart“ ist ein Folkalbum voller dunkler Atmosphäre, inspiriert von Größen wie PJ Harvey oder Nick Cave. Mit letzterem teilt Kat nicht nur musikalische Vorlieben: 2004 tauschte die gebĂĽrtige Australierin ihre Heimatstadt Sydney gegen ihren neuen Wohnort Berlin. Und auch wenn der Zusammenhang von Musik und Wohnort oft klischeemäßig anmutet: aus unserer Perspektive scheint die widersprĂĽchliche deutsche Hauptstadt tatsächlich der bessere Ort fĂĽr Kats Musik zu sein als ihre sonnenverwöhnte Heimatstadt.

Peter Broderick – „How They Are“
VĂ–: 03.09.2010
Web: myspace
Label: Bella Union
Kaufen:

Und noch einer, der auszog, um in fremden Ländern zu musizieren: Eigentlich kommt Peter aus dem amerikanischen Indie-Hotspot Portland, bereits vor einigen Jahren aber zog es ihn nach Europa. Zum Beispiel nach Kopenhagen, um hier mit Efterklang gemeinsam Musik zu machen, mittlerweile gibt Peter auf seiner Myspace-Seite ebenfalls Berlin als Wohnsitz an. Wichtiger aber: Peters zweites Album berührt vor allem mit wunderbaren Instrumental-Pianopassagen und einfühlsamen Melodien.

Herrenmagazin – „Das Wird Alles Einmal Dir Gehören“
VĂ–: 03.09.2010
Web: myspace
Label: Motor
Kaufen:

Die Attribute junger Künstler: Grundausbildung von Popseminaren, betriebswirtschaftliche Konzeptplanung und grenzenlose Selbstvermarktung. Spannendes, verstörendes und/oder forderndes bleibt dabei leider zumeist auf der Strecke. Wer aber solides will, der kann beim zweiten Album der Hamburger Band Herrenmagazin getrost zugreifen. Für Kategorien wie Deutschpunk oder Hamburger Schule zu vielfältig. Wahre Kunst besteht im Weglassen von Zauberei und Deko. Dem Festhalten guter Songs. Der Aufzeichnung des Lebens. Dem Wegbleiben von ihren Seminaren.

Praktikum im Studio ByteFM / Ruhr

30.08.2010 von  

FĂĽr unser Studio in Bochum suchen wir eine Praktikantin oder einen Praktikanten mit Interesse an Musik und Radio.

Als Praktikant(in) nimmst Du aktiv am Tagesablauf teil, d.h. Du unterstĂĽtzt die Redaktion, die Produktion, die Moderatoren und das Office-Management bei der Arbeit.

Wenn Du an Musik interessiert bist und Lust hast, in einem jungen kreativen Team „Radio-Luft zu schnuppern“ oder sogar schon erste Radioerfahrung hast, dann melde Dich bei uns!
Praktikumsbeginn ist ab Mitte September 2010 möglich und auf 4 Monate befristet.

Kontakt:
T +49 (0)40753667-74
radio@byte.fm
Im Medienbunker 4. Etage
FeldstraĂźe 66
20359 Hamburg

30.08.: Kaviar, Reading und Leeds

30.08.2010 von  

Am Wochenende fanden die Reading and Leeds Festivals in England statt. Dementsprechend ĂĽberhäuft sind britische Musikzeitungen und Onlinemagazine mit Meldungen zum Festival. Die Qualität der Nachrichten (vor allem beim NME) beschränkt sich allerdings auf folgende, fĂĽr den Fortbestand der Musik extrem wichtige Artikel: „Queens Of The Stone Age tell Leeds Festival to turn up the sound“, „Marina And The Diamonds bottled as she closes Leeds Festival“ (NME, „Dizzee Rascal Conquers Leeds Festival“ und so weiter.
Lediglich Guns N‘ Roses konnten durch grandioses Fehlverhalten begeistern, wie u.a. Spinner berichtet.

Nun zum spannenden Teil: Der Tagesspiegel fĂĽhrt ein interessantes Interview mit Ăśber-DJ Paul Van Dyk, der jedes Jahr 16 Mal um die Erde fliegt. Am liebsten auf Sitzplatz 1K. DarĂĽberhinaus gibt der Berliner Einblicke in den Kosmos eines Superstar-DJs.

Zeit Online beschäftigt sich derweil mit der Wirkung von Musik und der Frage, warum uns Musik ĂĽberhaupt emotional berĂĽhrt. Die Wissenschaft steht immernoch vor einem Rätsel: „Den Signalweg, den der Schall durchs Ohr und Innenohr nimmt, kann sie gut bis zum Hörnerv verfolgen, der die in elektrische Signale verwandelten Töne ins Gehirn weiterleitet. Dann verliert sich die Spur. Beziehungsweise taucht ĂĽberall wieder auf.“

Ăśberall taucht derzeit auch Chilly Gonzales auf. Der Guardian traf den Musiker in seinem Haus in Paris, in dem er gerade mit der kanadischen Sängerin Leslie Feist an Nachfolgealbum von Feists „The Reminder“ arbeitet.
„‚Welcome to paradise,‘ says the newly clean-shaven Gonzales as he shows me inside. ‚We did one big grocery shop when we arrived and we‘re not going to leave all week.‘“

Michael Pilz schreibt fĂĽr Welt Online ĂĽber neue CDs und das „Mysterium des Lebens“.

1000 Robota – „Ufo“

30.08.2010 von  

VĂ–: 03.09.2010
Web: http://www.myspace.com/1000robota
Label: Buback

Vor Kurzem präsentierten 1000 Robota ihr „Ufo“ auf Kampnagel, Hamburgs Theater-Musik-Konglomerat für den arrivierten Kulturbetrieb. Drei junge Männer Anfang 20, Schlagzeuger und Sänger Jonas Hinnerkort, Bassist Sebastian Muxfeldt und beiden voran Sänger und Gitarrist Anton Spielmann, gekleidet im feinen Zwirn und begleitet von einem erweiterten Kammerorchester. Wie vermessen, schon das zweite Album mit solch einem Aufgebot darbieten zu wollen. Zum Scheitern verurteilt. Und gerade deshalb so ungemein imponierend. Es wurde nicht ganz klar, was 1000 Robota an diesem Abend sein wollten: eine durchgestylte Inszenierung, die man betrachtet wie ein Gemälde im Museum, oder eine Post-Punk-Band, die das Haus rockt? Auch das Publikum war sich uneinig. Auf der einen Seite setzten sich die Leute auf den Boden, auf der anderen standen sie und wippten im Takt der Musik.

Aber es passt. Denn es ist nie ganz klar, was 1000 Robota sein möchten, was sie wollen und wofür sie tatsächlich einstehen. In Interviews reden sie zwar viel, lassen sich aber selten auf konkrete Aussagen ein. Zu oft wiedersprechen sie sich schon im nächsten Halbsatz. Das hat Übung und man muss ihnen den Widerspruch zubilligen. „Ihr seid keine Jugend und kein Phänomen“, provoziert Spielmann auf der neuen Platte. 1000 Robota kann man beim Erwachsenwerden zusehen, vielleicht sind sie’s auf dem nächsten Album.

Noch auf dem Vorgänger „Du Nicht Er Nicht Sie Nicht“ war die Musik unkontrollierter, harnäckiger und lauter. Jetzt, zwei Jahre später, lässt sich beinahe so etwas wie Zärtlichkeit in den Liedern verorten, in den Songs als auch in den Texten. 1000 Robota haben die CD zusammen mit Mense Reents und Ted Gaier von den Goldenen Zitronen produziert. Ein Ritterschlag für die diffuse Botschaft.

Das ByteFM Album der Woche – mit freundlicher UnterstĂĽtzung von Panasonic.

Jeden Tag spielen wir im ByteFM Magazin zwischen 15 und 17 Uhr einen Song aus unserem Album der Woche. Außerdem verlosen wir in jeder Magazinsendung unter allen Freunden von ByteFM ein Exemplar der CD. Die ausführliche Hörprobe folgt am Freitag ab 13 Uhr in Neuland – der Sendung mit den neuen Platten. Neuland wird am Sonntag zwischen 16 und 18 Uhr wiederholt.

Tickets fĂĽr Nils Koppruch

29.08.2010 von  


„Musiker zu sein ist eine verdammt ernste Angelegenheit, aber heute Abend muss sich niemand aufhängen“.
Die Konzerte des Hamburger Liedermachers Nils Koppruch sind immer erfĂĽllt von einer melancholischen Atmosphäre. Genau so sind es auch seine Texte, in denen er mit oft skurrilen Bildern Geschichten aus dem Leben und der Liebe erzählt. Davon ĂĽberzeugen konnte man sich schon bei einem exklusiven Konzert, das Nils Koppruch auf dem ByteFM Flur gegeben hat. Nun macht er sich mit seiner Band auf die Reise durch Deutschland, um sein neues Album „Caruso“ vorzustellen.

ByteFM präsentiert die Tour von Nils Koppruch, und Ihr könnt pro Konzert 2×2 Karten gewinnen.
Schreibt uns einfach bis zum 06.09. eine Mail mit dem Betreff „Koppruch“, der Stadt, fĂĽr die Ihr gewinnen möchtet und Eurem Vor- und Zunamen an radio@byte.fm.
Die Gewinner benachrichtigen wir rechtzeitig per Mail.

08.09.2010 MĂĽlheim/Ruhr – Ringlokschuppen
09.09.2010 Köln – Blue Shell
10.09.2010 Frankfurt – Das Bett
11.09.2010 Reutlingen – Franz K
12.09.2010 MĂĽnchen – Ampere
13.09.2010 Erfurt – Museumskeller
14.09.2010 Dresden – Scheune
15.09.2010 Berlin – Comet Club
16.09.2010 Bremen – Lagerhaus
17.09.2010 MĂĽnster – Sputnikhalle

ByteFM Special bei RUHR.2010-TV

28.08.2010 von  

In Kooperation mit RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas sendet ByteFM seit September 2009 nicht nur von Hamburg aus, sondern auch aus dem Studio ByteFM / Ruhr in Bochum.

Jede Woche kommt mindestens eine Ausgabe des ByteFM Magazins aus Bochum. Wir produzieren dort ein wöchentliches Mixtape mit Kulturschaffenden aus der Metropole Ruhr und diverse Autoren-Sendungen, z.B. Christa Herderings Pharmacy und der Shakedown mit Reinhard Holstein.

Im ByteFM Special von RUHR.2010-TV spricht ByteFM GrĂĽnder Ruben Jonas Schnell mit Markus Heidmeier ĂĽber das Konzept von ByteFM und den SpaĂź am Radiomachen.

Please watch:

Einblick in’s Studio ByteFM / Ruhr in Bochum – Ruben Jonas Schnell im Interview

Viel VergnĂĽgen!

28.08.: Aufhören!

28.08.2010 von  


Über ein „geheimes Kapitel“ aus dem Leben des Christoph Schlingensief berichtet Die Welt. Der kürzlich in seinem 49. Lebensjahr an Krebs gestorbene Regisseur war in seiner Jugend nämlich Musiker. Vier Kaiserlein hieß seine Band in den frühen 80ern, von der er in der letzten Phase seines Lebens immer häufiger sprach. Die Gruppe zählte zum Wirkungskreis der Neuen Deutsche Welle Band Freiwillige Selbstkontrolle (FSK), existierte jedoch nicht sehr lange und veröffentlichte nur ein einziges Lied.
Zur Musik zog es Schlingensief, nachdem er an der MĂĽnchner Filmhochschule abgelehnt worden war. Das erste Konzert der Vier Kaiserlein 1982 in der Aula der Kunstakademie MĂĽnchen wurde von einem Kritiker der SĂĽddeutschen Zeitung als „unverfrorener Dilettantismus“ bezeichnet, der das Publikum mit Noten und Textblättern provoziert hätte. Er habe viele „Aufhören!“ Rufe gehört.

„Aufhören!“ rufen möchte man auch Angesichts des dieser Tage erscheinenden Buches von Thilo Sarrazin. Diesem hat der Spiegel eine ganze Themenseite gewidmet, inklusive Vorabdruck sowie Portrait und Zitatesammlung des für seine populistisch-rassistischen Aussagen umstrittenen Berliner Ex-Finanzsenators und jetzigen Vorstands der Bundesbank. Ob diese prominente Auftrittsfläche zum Zwecke der Aufklärung dient oder doch nur Geschäftemacherei ist, fragt die taz heute in einem Interview den Spiegel Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron. Der hält dagegen, dass man um Debatten einzuleiten, auch Beiträge drucken müsse, mit deren Aussagen man nicht einverstanden sei, er habe aber lange mit sich gerungen. Ob ausgerechnet ein so radikal populistischer Text die Debatte voranbringe? Sarrazin sei eine Stimme des öffentlichen Lebens, die sich auf diese Weise einbringe, so Blumencron.

Was Sarrazin hinsichtlich Ausländerdebatte ist, das stellt wohl Eva Herrmann zum Thema Mutterschaft dar. Die kommt aber heute nicht zu Wort. Stattdessen werden ebenfalls in der taz, aufgrund des umstrittenen Buches der französischen Philosophin Elisabeth Banditer deren kontroverse Thesen zu Müttern, Heim und Herd diskutiert. Banditer ist in Frankreich eine Art Hohepriesterin der republikanischen Werte und sieht in der übersteigerten Mutterliebe gerade bei gebildeten Frauen eine Gefahr für die Emanzipation der Frau.

Zum Mutter werden braucht es erst mal den richtigen Partner. Unzählige Partnerbörsen bieten dafür im Internet ihre Dienste an. Über die Kuppleragentur alikewise.com berichtet die Süddeutsche Zeitung. Anhand seines Lieblingsbuches soll hier der perfekte Partner gefunden werden.

Eine Alternative zum Stumpfsinn des Alltags ist fĂĽr die taz das neue Album „Fukui“ der Hamburger Band Stella. In einer ausfĂĽhrlichen Besprechung der Platte wird an die guten alten Zeiten des heute nicht mehr existierenden Labels L‘age D‘or erinnert, das lange als „Verwertungsgesellschaft fĂĽr Musikexperimente“ aus Hamburg fungierte und unzählige Bands hervorbrachte, wie zum Beispiel Tocotronic, als sich noch sonst niemand fĂĽr deren Sound interessierte, Die Sterne und eben auch Stella, die sich nun nach mehrjähriger Pause zurĂĽckmelden. Eine Rezension zur Stella-Platte gibt’s ĂĽbrigens auch im ByteFM Magazin zu lesen.

Yello Kitty – das neue Video zur Sendung vom 27.08.

27.08.2010 von  

(Bild: Martin Spiller)

Electropunk, Nipponneon, Pixelkompositionen – der Soundtrack zum AnimĂ© und der Klang von Sprites in Bewegung, das ist die zentrale Spielwiese der ByteFM Sendung Yello Kitty. Aber auch im Videobereich gilt: Es mĂĽssen nicht die sĂĽndhaft teuren Produktionen der groĂźen Studios sein. Der vor Jahrzehnten langwierig entstandene Videoclip als Schnittstelle zwischen Visual Art und Musik ist als Kunstform auch bei D.I.Y-KĂĽnstlern kein bloĂźes Beiwerk oder Gimmick, sondern Teil eines multimedialen Konzepts. Und längst auch ein sehr bezahlbarer.

Da kann schnell der Verdacht aufkommen: Yello Kitty kann nicht lange „nur“ Musiksendung bleiben…und die BefĂĽrchtung wird Realität! Mangas bekommen groĂźe Augen und zu 8-Bit dĂĽrfen die Pixel fliegen – Yello Kitty jetzt zum Hören UND Sehen.

Und weil ByteFM fĂĽr Musikjournalismus steht, gibt’s mehr als die ĂĽbliche Click & Clip-Auswahl. Statt dessen stellt Martin Spiller himself jede Woche die drei beliebtesten/kreativstesten/ungewöhnlichstestesten Musikvideos zur Yello Kitty-Radiosendung vor – journalistisch eingeordnet, mit Informationen gespickt und knackig präsentiert bei ByteFM.

Und hier ist das aktuelle Video zur Sendung vom 27.08. Inklusive tanzendem Fast Food und einer japanischen Sängerin in einer selbstgebastelten Raumkapsel.

ByteFM Yello Kitty 27August 2010 from ByteFM Yello Kitty on Vimeo.

Und für alle, die den Fernseher aus dem Fenster schmeißen und nur noch einen Kanal gucken möchten: Im YouTube-Channel von ByteFM findet Ihr alle Videoausgaben zum immer wieder und wieder und wieder und wieder angucken!

Yello Kitty läuft immer freitags von 21 bis 22 Uhr.

27.08.: GroĂź Britannien, Kalifornien, Hamburg

27.08.2010 von  

Heute beginnen die britischen Festivals in Leeds und das Reading, wo auch die Libertines ihr Comeback feiern werden. Warm gemacht haben sie sich schon mal vorgestern, am 25.8., mit ihrem ersten öffentlichen Konzert seit 6 Jahren. Gegen die Gewohnheiten von Peter und Carl verlief der Gig ganz ohne Skandale. Laut dem Guardian geriet Doherty seit fast fĂĽnf Monaten nicht mehr mit dem Gesetz aneinander. DarĂĽber freut sich auch Carl Barat. „I‘d love to do another Libertines album”, hat er laut dem NME seinen Fans verraten.

Eine noch viel größere britische Ikone ist Ray Davies von den Kinks. Dieser nimmt gerade ein Album auf, welches noch in diesem Jahr erscheinen soll. Und weil Ray Davies so viele Musiker beeinflusst hat, wollen auch alle mit auf die Platte: Mumford & Sons, Spoon, Billy Corgan und Frank Black von den Pixies sind bisher mit von der Partie. Mehr dazu weiß der NME.

Kommen wir jetzt von GB nach Kalifornien. Da kommen die Wavves her. Die haben jetzt ein Video zu ihrem Song „Post Acid“ aus dem Album „King Of The Beach“ veröffentlicht, welches man sich bei prefix ansehen kann. „King Of The Beach“ war Ende Juli auch Album der Woche bei ByteFM.

Ebenfalls aus Kalifornien und bald auch nach Deutschland kommen Songschreiberin Bethany Cosentino und Bandkollege Bobb aka Best Coast. Drowned in Sound bestätigt jetzt die Tour durch Europa im Herbst, mit vier Konzerten in Deutschland und einem in der Schweiz.

Über die Hamburger Band Stella berichtet die Frankfurter Rundschau. Die Gruppe, der noch kürzlich Hendrik Weber alias Pantha du Prince angehörte, hat jetzt ein neues Album ganz auf Japanisch herausgebracht.

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