Radio Gorillaz: Episode 1 und 2 vom Plastic Beach

08.02.2010 von  

Obwohl es auch unter den Moderatorinnen und Moderatoren bei ByteFM so manch seltsame Gestalt gibt, so ist es den Senderbetreibern bisher erspart geblieben, mit einem Gezeichneten zu arbeiten, wie Murdoc Niccals einer ist.
Doch im Jahr, in dem James Camerons 3-D-Technokino Space-Pocahontas „Avatar“ alle Kinorekorde bricht, kommt auch die einzig ganz illustre Superband mit einem neuen Album zur animierten Sache: Die Gorillaz landen mit und am „Plastic Beach“. Komplette Strandparty ist Anfang MĂ€rz.

Das kreative Liebeskind von Britanniens wahrscheinlich derzeit grĂ¶ĂŸtem PopkĂŒnstler Damon Albarn und seinem bildkĂŒnstlerischen Partner Jamie Hewlett kommt nun bereits zum dritten Mal auf AlbumlĂ€nge (die pseudo-chinesische „Monkey: Journey To The West“ Oper vom selben Team mal außen vor gelassen) und entsprechend ausgearbeitet ist der Gorillaz-Kosmos inzwischen.
Da ist kaum verwunderlich, dass dies, neben Vorab-Trailern auf der Bandwebsite und einem Headline Auftritt beim Coachella Festival im April, auch eine Reihe von Radio-Podcasts mit sich bringt, moderiert von „Bassist“ Murdoc (stimmlich wie immer interpretiert durch Komiker und Schauspieler Phil Cornwell).

Diese „Broadcasts from Plastic Beach“, einem dystopischen SĂŒdsee-Insel Szenario, das das Setting der 2010er Gorillaz Welt ist, bringt uns das eine Handvoll wöchentlicher, 30+ minĂŒtiger Radiosendungen (auf „Nemo Point FM“) mit spleenig-grunzig-spelunkigen Ansagen und Musik von u.a. Dead Weather, Le Tigre, Fun Boy Three, The Horrors und natĂŒrlich von den Gorillaz.

Ein Highlight von „Plastic Beach“ ist ĂŒbrigens ein Track mit dem Zweigespann Mick Jones und Paul Simonon, nicht weniger also, als einer HĂ€lfte von The Clash. Wer das noch nicht Hype genug findet, kann ja mal die weiter GĂ€steliste runterbeten: Bobby Womack, Lou Reed, Snoop Dogg, De La Soul, Mos Def, The Fall Legende Mark E Smith und das famose Hypnotic Brass Enemble werden sicherlich dafĂŒr sorgen, dass nicht nur auf den einschlĂ€gigen Seiten und Sendern wie ByteFM dieses Jahr viel die Rede sei wird von den „virtuellen Popstars“ und wieviel besser die sein können als die andere neue Art von Popstars, die in den letzten zehn Jahren entstanden ist.
Denn auch ohne Castingshow und GĂ€steliste ĂŒberzeugt Damon Albarn mit seinem erfolgreichsten Blur-Folgekonzept. Und wem das alles zu Konsens tauglich ist, der kann ja zur alternativen Nische greifen, den großartigen Produkten des Honest Jon’s Label, das der umtriebige Albarn seit geraumer Zeit finanziert.

Hier also ein Streamplayer mit den Episoden 1 und 2 der Gorillaz Radioshow. Vorboten der wahrscheinlich grĂ¶ĂŸten Hoffnung, die die angeschlagene EMI im laufenden GeschĂ€ftsjahr haben dĂŒrfte.

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Radio Gorillaz: Episode 1 vom Plastic Beach

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Radio Gorillaz: Episode 2 vom Plastic Beach