Montag
30.11.2009 von Redaktion
AnstoĂź: Eine Stunde lang präsentieren wir Euch Montags neue Bands, die noch ganz am Anfang stehen. Noch unbekanntes, aber definitiv schon hörenswertes – ab 17 Uhr
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DJ Eastenders’Bricolage Deluxe: Stefan MĂĽller präsentiert diesmal eine hippieske Ausgabe, mit viel weirdem Soul und freakigem Folk von Cornershop, Jakob and The Appleblossom (Radiopremiere des Wagner-Love-Sängers!!), Burnt Friedman, Devendra Banhart, Animal Collective und Kubo aus Wien, das neue Projekt von Stereotype mit mehreren MC-Frauen – ab 18 Uhr
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Sounds Outta Range:Norman MĂĽller wartet heute mit einer amtlichen Dosis Oldschool-Funk auf. Dazu gibt’s verschrobene Grooves von Shawn Lee und Clutchy Hopkins, Roboter-Funk von The Clonious, Dubjazz von The Embassadors und unkategorisierbare Beats von Scuba – ab 23 Uhr
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Soulfood:Neben dem Konsum von Aspirin, Sanddornsaft, Grippostat und sonstigen Medikamenten hat Suppe etwas Zeit gefunden, Euch einen brandneuen Mix aus Rap, Funk und Oldschool-Breaks zu bescheren, der so gar nicht auf starken Virenbefall schlieĂźen lässt. Wie hat er das bloĂź trotz 42 Grad Fieber hinbekommen? – ab Mitternacht
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30.11.: Buh-Rufe
30.11.2009 von Redaktion
Michael Pilz schreibt in der Welt Online über Beth Ditto. Nadine Lange schreibt im Tagesspiegel über Gossip. Die Band spiele nicht mehr im queeren Underground, sondern in bundesdeutschen Mehrzweckhallen, wissen beide. Und das gefällt. Dazu noch eine Madonna-Referenz.
Andreas Spechtl „japst“, lässt sein Mikro auf den Boden plumpsen und Kai Müller, ebenfalls für den Tagesspiegel, schaut zu. „Hochneurotisch, gegenwartsklar“, schreibt Müller zufrieden in seiner Konzertrezension zum Ja-Panik-Konzert.
Pete Doherty singt die erste Strophe der Deutschlandhymne und kassiert verdiente Buh-Rufe aus dem Publikum – live und im Radio. Doherty trat als Überraschungsgast im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks auf und vergriff sich im Ton. Der Auftritt wurde vorzeitig beendet, berichtet u. a. Spiegel Online.
Bonnie „Prince“ Billy heißt jetzt anders, nämlich Bonny Billy And The Picket Line. Zumindest zunächst, für seine neue Veröffentlichung “Funtime Countdown”.
PopMatters hakt nach: Was bewegt junge Indiebands dazu, ihre Musik für TV-Spots freizugeben. Der Titel des Artikels: „Selling To Survive“.
30.11. bis 06.12.
30.11.2009 von Redaktion
In dieser Woche: Mystisches, französisches, gefährliches, rockiges und wertvolles ist auch dabei.
James Pants – “Seven Seals”
VĂ–: 04.12.2009
Web: www.myspace.com/jamespants
Label: Stones Throw Records
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‘Seven Seals’ ist ein durch mystische Texte und das Buch der Offenbarung des Johannes inspiriertes Albumprojekt von James Pants. Die Disco- und New Wave-EinflĂĽsse des Vorgängeralbums ‘Welcome’ hat der Multi-Instrumentalist zur Seite geschoben – stattdessen stehen Psychedelic Rock und simple Electronika im Mittelpunkt seiner neuesten Arbeit.

Martha Wainwright – “Martha Wainwright’s Piaf Record”
VĂ–: 04.12.2009
Web: www.myspace.com/marthawainwright
Label: Cooperative Music
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Auf ‘Martha Wainwright’s Piaf Record’ sind die bekanntesten Songs von Piaf wie ‘La Vie En Rose’ oder ‘Non, Je Ne Regrette Rien’ nicht zu finden. Das liegt zum Einen an Wainwrights Liebe zu B-Seiten und zum Anderen daran, dass diese Songs zu sehr mit Edith Piaf selbst verbunden werden. Nichtsdestotrotz trägt das Album den Geist der Originale in sich – wundervoll frisch und voller Leben umgesetzt.
Das sagen die anderen: BBC

Snoop Dogg – “Malice ‘N Wonderland”
VĂ–: 04.12.2009
Web: www.myspace.com/snoopdogg
Label: Capitol Records
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‘Malice ‘N Wonderland’ ist das mittlerweile zehnte Studioalbum von Snoop Dogg. Darauf zu finden sind Features mit KĂĽnstlern wie Pharell Williams, Brandy, R. Kelly oder The Dream. Obendrauf wird es zur UnterstĂĽtzung des Albums – ähnlich wie beim 1994 erschienenen Filmsoundtrack ‘Murder Was The Case’ – einen kurzen Film geben, der Snoop Dogg als ‘Super Gangster’ präsentieren soll.
Das sagen die anderen: last.fm

Bad Boy Boogiez – “Bad Boy Boogiez”
VĂ–: 04.12.2009
Web: www.myspace.com/badboyboogiez
Label: BluNoise Records
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Entstanden ist das verspätete AlbumdebĂĽt ‘Bad Boy Boogiez’ dank des Hamburger Filmregisseurs Fatih Akin. Auf der Suche nach einem geeigneten Beitrag fĂĽr seinen Film ‘Soul Kitchen’ fängt die ehemalige AC/DC Coverband an, eigenes Material zu sammeln. Nach kurzer Zeit haben sie genug, um ein komplettes Album einzuspielen. Fans der Queens of Stone Age kommen hier genauso auf ihre Kosten wie Fans von AC/DC.

Flairs – “Sweet Symphony”
VĂ–: 04.12.2009
Web: www.myspace.com/mightyflairs
Label: Third Side Records
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Lionel Flairs produziert beeindruckende Electro-Pop-Diamanten: ‘Sweet Symphony’ bietet grandiosen offbeat-orientierten Elektro-Dancepop. Flairs lange Tätigkeit als Live- und Studiomusiker brachte ihm die notwendige Erfahrung fĂĽr sein klangvolles AlbumdebĂĽt.
Das sagen die andereren: Husk
Savoy Grand: “Accident Book”
29.11.2009 von Hermann Nanno Becker
VĂ–: 27.11.2009
Web:http://www.myspace.com/savoygrand
Label: Glitterhouse
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Wir wissen längst, dass Savoy Grand sich Zeit lassen. Ihre Songs können durchaus Längen zwischen neun und fast vierzehn Minuten erreichen. Und Savoy Grand bringen auch nur alle paar Jahre ein Album heraus. Zwischen der vorherigen Veröffentlichung „People And What They Want“ und dem vor kurzem erschienenen „Accident Book“ liegen schließlich mehr als viereinhalb Jahre. Das Plattenlabel Glitterhouse Records formuliert bei diesen wenigen Gelegenheiten denn auch gerne Sätze wie „Selten wurde ein neues Album einer Glitterhouse-Band derart herbeigesehnt“. Deshalb ist auch hier eine Standortbestimmung notwendig.
Ich habe die Band aus Nottingham um den Sänger Graham Langley zwar erst mit ihrem zweiten Album „Burn The Furniture“ (2002) kennen gelernt – seinerzeit war es fĂĽr mich aber irgendwie das richtige Album zur richtigen Zeit. Selten war es derart herzerweichend schön, einer Mischung aus Selbstmitleid und Hoffnungslosigkeit zu lauschen, wobei es Savoy Grand mit gelegentlich etwas lauteren Passagen gelang, sowohl einzelne ihre Depri-Hymnen als auch den geneigten Hörer aus der selbstzufriedenen Melancholie zu reiĂźen.
Ich kann mich erinnern, wie sehnsüchtig ich auf das Nachfolge-Album „People And What They Want“ gewartet habe, und dieses Warten endete mit einer herben Enttäuschung. Lediglich die Songs „Ending Up“ und das viel zu lang geratene „Recovery Positions“ zeigten die Qualitäten von Savoy Grand. Der Rest des Albums wirkte seltsam uninspiriert und – was womöglich schwerer wiegen mag – uninspirierend, wie eine gute Freundin seinerzeit treffend bemerkte. Die extreme Länge einzelner Songs schien nur noch Selbstzweck, denn weder musikalisch noch emotional gab es hierfür eine Rechtfertigung.
Auf das Album „Accident Book“ habe ich daher nicht gerade gewartet, aber man darf sich ja auch ‘mal positiv ĂĽberraschen lassen. Die erste gute Nachricht ist, dass der längste Song die Acht-Minuten-Marke noch knapp unterschreitet, die zweite gute Nachricht erschlieĂźt sich schon beim ersten Hören. FĂĽr die Verhältnisse von Savoy Grand kommt „Accident Book“ musikalisch erstaunlich luftig, bisweilen auf angenehme Weise gar beinahe leicht daher. Der Sound ist zudem spannend; man achte beispielsweise auf die Entwicklung des Schlagzeugs in „Photophobia“. Selbstverständlich ist die Musik immer noch sehr getragen, aber ihre Stimmung drĂĽckt tatsächlich so etwas wie Hoffnung aus. Dies gilt erwartungsgemäß nicht fĂĽr die Texte, aber das ist vielleicht auch eine Frage der Interpretation. Das Album beginnt ausgerechnet mit den Worten „He realized hope died“, aber Graham Langley äuĂźerte in einem Interview die Meinung, dass bereits das Erlangen dieser Erkenntnis positiv zu werten sei, weil man nun an einer Lösung arbeiten könne.
Graham Langleys Therapiestunde dauert diesmal rund 50 Minuten. Manchmal – wie in „Day Too Long“ – sind die Erkenntnisse einfach („Didn’t you say never stop trying, the worst you could be is wrong.“), manchmal – wie in „The Undertaking“ – lasten die EindrĂĽcke schwerer auf der Seele („I’ve burned more children than you’ve had hot meals. I am still hungry, you’re still on your knees. I’ve buried families in cold hard ground. Sometimes you ask me what I think about…).
Ich empfinde es als äußerst angenehm, dass „Accident Book“ mit einem kurzen Song endet, der sich musikalisch wunderbar entwickelt. Sollte in „The Plan“ tatsächlich die fatalistische Aufforderung liegen, unverbrüchlich weiter zu machen, egal was geschieht, oder ist das hier nur noch Kapitulation?
„See the plan for what it is as you fall past the window ledge.
Give a smile to all who put you there. Pick yourself up, climb back up the stairs.”
Mit „People And What They Want“ hatten sich Savoy Grand in eine Sackgasse manövriert. In der gibt es zwar kein Weiterkommen, aber immerhin den Weg zurück. Erfreulicherweise ist „Accident Book“ genau dieser Weg. Es gibt also doch Hoffnung.
Einen ersten Höreindruck könnt Ihr Euch im täglichen TourKalender ab 16 Uhr abholen. Am Freitag wird die Platte ausfĂĽhrlich vorgestellt – ab 14 Uhr in Neuland, der Sendung mit den neuen Platten. Neuland wird am Sonntag ab 16 Uhr wiederholt.
ByteFM verschenkt das Album der Woche. Schreibt uns hier einen Kommentar mit der BegrĂĽndung, warum das Album unbedingt an Euch gehen sollte.
Sonntag
29.11.2009 von Redaktion
Das Draht: Die dieswöchige Sendung hört sich durch spannende und/oder kuriose alte Sampler des Indigo-Vertriebs, beschäftigt sich mit der schwedischen Musikerin Karin Dreijer Andersson alias Fever Ray, deren Europa-Tour jetzt startet. SchlieĂźlich setzen wir unsere Ryan Adams-Soloplatten-Anhörung fort: Das 2002er Werk “Rock’n'Roll” ist diesmal dran - ab 13 Uhr
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Savage Music: Heute geht es bei Jon Savage um das Thema “RĂĽckwärts”. Er fĂĽhrt uns vor, wie KĂĽnstler und Bands gezielt RĂĽckwärts- und Vorwärts-Elemente in den Sechzigern und Achzigern eingesetzt haben und bewegt sich vor allem im weiten Land der Psychedelia - ab 23 Uhr
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ByteFM zur Nacht: Die ByteFM Jukebox ist heute Nacht zum zweiten Mal vollgepackt mit grandiosen Songs aus diversen Soundtracks. Ergänzt wird die Mischung durch zeitlose Jazzstücke und deepe Electronica - ab Mitternacht
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Unheimlich coole Grooves
28.11.2009 von Hermann Nanno Becker
King Midas Sound – “Waiting For You”
VĂ–: 27.11.2009
Web: http://www.myspace.com/kingmidassound
Label: Hyperdub
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In diesen trüben Tagen verlangt die Seele nach Bass, und davon gibt es reichlich auf dem Debütalbum „Waiting For You“ von King Midas Sound. Der Titel des Albums hätte treffender kaum sein können. Seit ich den Song „Surround Me“ auf der in 2007 erschienenen Compilation „Box Of Dub – Dub Step and Future Dub“ erstmals gehört habe, warte ich auf ein Album von King Midas Sound. Deren Musik gab es bisher nämlich nur häppchenweise in Form von 12-inches und Sampler-Beiträgen. Aber nun hat das Warten ein Ende.
King Midas Sound ist das Projekt des in London beheimateten Kevin Martin, der in den letzten knapp zwanzig Jahren verschiedenste musikalische Projekte initiiert hat. Irgendwo in meinen CD-Stapeln tummeln sich zumindest „The Anatomy Of Addiction“ (1994) von God und „Re-Entry“ (1995) von Techno-Animal. Zuletzt hat Martin unter dem Namen The Bug Platten veröffentlicht.
Bei King Midas Sound wird Kevin Martin von Roger Robinson, den man neudeutsch einen „spoken word artist“ nennen könnte, sowie der ebenfalls in London lebenden japanischen Künstlerin Kiki Hitomi von der Band Dokkebi Q unterstützt. Hitomi ist zudem auch für einen Teil des Booklet-Artwork verantwortlich. Bleibt noch zu erwähnen, dass „Waiting For You“ selbstverständlich auf dem Hyperdub-Label erscheint.
So unterschiedlich die musikalische Ausrichtung der diversen Projekte von Kevin Martin auch sein mag, eine klaustrophobische Grundstimmung ist ihnen gemein. Dies gilt auch für dieses Album. Mächtige Bässe und sphärische elektronische Klänge gehen eine durchaus düstere Verbindung ein, aber darüber schwebt als ausgleichendes Element der sanfte Sprechgesang Roger Robinsons.
„Cool Out“ – schon von einer 12-inch bekannt – sorgt mit seinen drögen Beats fĂĽr einen vertrauten Einstieg in das Album. Der Titelsong kommt dann noch etwas sparsamer, aber nicht minder „deep“ daher. „One Thing“ war bereits im wunderbaren Dabrye-Remix auf der „Cool Out“-12-inch zu hören, aber das Original ist noch besser und beeindruckt mit einem Mörder-Bass und einem unglaublich coolen Groove – ein Highlight dieses fantastischen Albums.
Nach „One Thing“ gibt es aber einen kleinen Stilbruch: „Earth A Kill Ya“, dessen Botschaft mir ein wenig simpel erscheint, ist beileibe kein schlechter Song, aber auf dem 2008er Album „London Zoo“ von The Bug hätte er eine bessere Heimat gefunden. GlĂĽcklicherweise gelangt das Album von King Midas Sound mit „Darlin’“ sofort wieder mit einer faszinierenden Mischung aus Stimme, Bass, Beat und Elektronik in die richtige Spur. Mit dem vom Hyperdub-Geburtstagssampler „Five Years Of Hyperdub“ bekannten „Meltdown“ und seiner herrlich klappernden Percussion befindet sich der Hörer ohnehin wieder auf vertrautem Territorium, ehe das nächste Highlight „I Man“ sich in die Ohren wummert (wunderbar, wie dieses Wummern bei der 3:20er-Marke wieder einsetzt) und mit der Nachbildung eines in Stolpern geratenen Herzschlags endet.
Auf den nicht geringer wummernden, aber viel zu kurz geratenen Song „Blue“ – eher ein instrumentales Zwischenspiel – folgen mit „Goodbye Girl“ und „Lost“ die vielleicht poppigsten Momente des Albums. Nach einem weiteren – diesmal vokalen – Zwischenspiel („Sometimes“) zieht das Tempo auf „Outtaspace“ dann ausnahmsweise an. Mit den treibenden Beats und dem Gesang von Kiki Hitomi wäre zwar auch dieser Song auf „London Zoo“ von The Bug gut aufgehoben gewesen, aber hier fĂĽgt er sich ebenfalls erstaunlich homogen ein. Mit „Miles & Miles“ endet das Album dann eher wieder zurĂĽckhaltend und nachdenklich.
Mit Ausnahme des kleinen Störfeuers in Form von „Earth A Kill Ya“ ist „Waiting For You“ also ein atmosphärisch ausgesprochen dichtes Album geworden, und von Kevin Martins verschiedenen Projekten der letzten zwei Jahrzehnte empfinde ich King Midas Sound als das Schlüssigste.
„Could this be the start of something?“ singt Roger Robinson in „One Thing“. Na, das will ich doch hoffen.
28.11.: Tot oder totgeredet?
28.11.2009 von Redaktion
Ja, was denn nun? Gestern kursierte bei Twitter die Meldung, Panasonic stelle die Herstellung des einzig verbliebenen Technics-Geräts im Produktkatalog ein: den legendären Plattenspieler der Serien 1210 und 1200. Unmittelbar nachdem wir die Schreckensnachricht selbst weiter zwitscherten, meldete sich Twitteraner BobbyMhark: „@ByteFM Stimmt wohl doch nicht: RT @futuremusicmag we checked with our UK contact for Technics [...] it’s not happening.“ „Eine Ente, nochmal GlĂĽck gehabt“, dachten wir uns. Und nun findet sich in der Welt Online eine Grabesrede von Michael Pilz und Friedrich Pohl. Ist der Technics-Schallplattenspieler nun tot oder vorsorglich totgeredet?
Gleiche Frage stellt sich auch beim Thema HipHop – zumal der Plattenspieler hier als elementares Produktionsmittel dient. Sasha Frere-Jones, Kulturredakteur beim New Yorker, diagnostizierte schon vor einer Weile diverse Kränkeleien. Todkrank sei der HipHop aber nicht, ruderte er nach Erscheinen des Artikels zurück. Jetzt meldet sich der britische Popspezialist Simon Reynolds im Guardian zu Wort. Der hat am ersten Artikel von Frere-Jones gar nichts auszusetzen und fragt: „When will hip-hop hurry up and die?“
Gut geht es dagegen der Clubkultur in Seoul. Für die taz berichtet Uh-Young Kim vom „ausgeprägten Sinn fürs Kollektive, der in der aufblühenden Clubszene den idealen Durchlauferhitzer gefunden hat.“ Seoul, schreibt der taz-Autor, sei zwar kleiner als Hamburg, habe aber siebenmal so viele Einwohner.
Beim Stereogum Magazine kennt man die 25 meisterwarteten Alben für 2010. Man könnte auch sagen: Stereogum hat eine Liste der 25 Alben zusammengestellt, vor denen sich im nächsten Jahr nun wirklich niemand retten kann.
Samstag
28.11.2009 von Redaktion
All Samples Cleared!?: Heute verzahnen sich Samplenutzer und Samplequellen mal wieder so sehr, dass es nur schwer auseinander zu dröseln ist. Die Songs, die wir heute von A Tribe Called Quest, DJ Shadow, Prince Paul und den Beastie Boys hören, sind nicht von schlechten Eltern: Grover Washington Jr., The 5th Dimension, Jack Bruce, Average White Band und das Blues Project heiĂźen die Ahnen und werden heute ebenfalls Gehör finden – ab 12 Uhr
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ByteFM Container Berry Gordy: In seinen achtzig Lebensjahren hat Berry Gordy Jr. bisher unter anderem als Profiboxer und im Korea-Krieg gekämpft, einen Jazzplattenladen eröffnet und in die Pleite geritten, am FlieĂźband Autos gebaut, acht Kinder mit sechs Frauen gezeugt, ein Altersheim gekauft – und Motown Records, das langjährige Label von Michael, Marvin, Stevie, Smokey und Diana, gegrĂĽndet. Heute hat Berry Gordy Jr. Geburtstag und bekommt deshalb von Götz BĂĽhler diese Container-Sendung geschenkt – ab 14 Uhr
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Me Myself & Why: Im zweiten Teil von Moi moi-même et pourquoi, in dem sich Frank Witzel mit der aktuellen französischen Popmusik beschäftigt, kommen vor allem Frauen zu Wort und Gesang. Daneben Erfinder eigener Sprachen und experimentierfreudige
Veteranen. Mit Brigitte Fontaine, Emilie Simon, Camille, Miossec, Artaud, Eton Fou Leloublan und anderen – ab 17 Uhr
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Spagat: Andi Hörmann präsentiert musikalische Gedankenspiele rund um die Zahl zwölf. Mit StĂĽcken von Bright Eyes, Megapuss, The Books, The Notwist, The Phenomenal Handclap Band, Radiohead u.v.m. – ab 19 Uhr
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60minutes: Markus Schaper kĂĽmmert sich erneut um neue Lieblingsmusik. Besonderes Ohrenmerk verdient dabei das neue Album von den Berlinern Marbert Rocel, “Catch A Bird”. Marbert Rocel haben ein wunderbares GefĂĽhl fĂĽr Leichtigkeit & Electronica, fĂĽr das Spiel mit Melodien, verquer-reizende Songs. Wer ein Herz fĂĽr Musik hat, kann sich dem Zauber von Marbert Rocel nicht entziehen. Das Album der Sendung! Album Nummer zwei kommt von Nicolay, die ihre EindrĂĽcke aus einem Tokio-Trip in dem Album “Shibuya” konserviert haben. AuĂźerdem wird die Sendung weiterhin durch folgende Musikmenschen bereichert: Linkwood, Little Dragon oder auch John Waynes. Kommt mit in die bunt-elektronisch-vielfältige Welt neuer Lieblingsmusik  - ab 22 Uhr
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The Good Nightz: Sebastian Hampf spielt diesmal dreckige Soulclaps, weite Echoräume, Dubstep und HipHop, neue und alte Tracks. Hörproben der neuen Platten von Portformat und AGF/Delay wird es geben, aktuelle Dubstep-Releases und wie immer ein paar alte Lieblingstracks, u.a. von Fairmont und Square One – ab 23 Uhr
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Berry Gordy wird 80!
28.11.2009 von Redaktion

2009 gibt es für Berry Gordy viel zu feiern. Der Geburtstag seines legendären Motown-Labels jährt sich zum 50. Mal, und heute feiert er seinen 80. Geburtstag. Happy Birthday!
Dabei wollte er doch eigentlich Profi-Boxer werden: Die High School muss ohne ihn auskommen, da Gordy sich für die Karriere als Sportler berufen sieht. In diesem Metier durchaus erfolgreich, macht ihm 1950 die U.S. Army einen Strich durch die Rechnung. Er wird für den Korea-Einsatz rekrutiert; drei Jahre lang kämpft er in Asien.
Nach seiner Rückkehr in die USA gründet Berry Gordy zunächst einen Plattenladen mit Vorliebe für Modern Jazz. Leider trägt sich das Unternehmen nicht: auf Grund mangelnder Verkäufe muss er seinen Laden bald wieder schließen.
Als Alternative bleibt ihm zunächst nur die FlieĂźbandarbeit in einer groĂźen Autofabrik. Nebenbei beginnt er Songs zu schreiben: “Reet Petite” und “Lonely Teardrops” zum Beispiel, die Rhythm’n Blues Sänger Jackie Wilson berĂĽhmt machen. In Berry Gordy regt sich unterdessen der Unternehmergeist: Es reicht nicht, die Songs zu schreiben und zu verkaufen, sie zu vermarkten ist viel besser. Logische Schlussfolgerung: Ein eigenes Label!
Mit 700 Dollar, so will es die Geschichte, grĂĽndet er 1959 das Label Tamla, das später in Motown umbenannt wird. Bereits 1960 landet es den ersten Coup: “Shop Around” von Smokey Robinson & The Miracles verkauft sich mehr als 1 Millionen Mal und legt den Grundstein fĂĽr die sogenannte “Hitfabrik” Motown – mit fast 200 Nummer 1 Hits weltweit eine durchaus berechtigte Umschreibung. Stars wie Diana Ross & The Supremes, Jackson 5, Marvin Gaye und The Funk Brothers – um nur einige zu nennen – prägen den sogenannten Motown-Sound, der schwarze Musik massentauglich und schick macht. DafĂĽr verantwortlich ist Berry Gordy: Wöchentlich veranstaltet er eine Abhörsitzung, die der Qualitätskontrolle dienen soll.
Seit Berry Gordy Motown Records 1988 auf Grund sinkender Verkaufszahlen an die Universal Group verkauft hat, schafft es das Label nicht mehr zu vorherigen Erfolgen.
Heute lebt Berry Gordy in Palm Desert, Kalifornien. Er hat 8 Kinder und war dreimal verheiratet.
Im heutigen ByteFM Container mit Götz Bühler dreht sich alles um das Leben von Berry Gordy.
ByteFM Hörer-Poll 2009
27.11.2009 von Redaktion

Das Jahr 2009 ist zu Ende. Es gab viele tolle Platten, aufregende Newcomer, viele Konzerte und sicher auch die eine oder andere Enttäuschung. Wir wollten von Euch wissen, welches Album, welcher Song und welcher Künstler Euch im vergangenen Jahr bewegt hat. Was hat Euch enttäuscht und was, glaubt Ihr, wird in 2010 passieren?
Die Sendung mit Euren Highlights aus 2009 hört Ihr am 03. Januar 2010 ab 15 Uhr!











