14.09.: Ein Tod und eine muntere Rezension, dazu MTV-BanalitÀten

14.09.2009 von  

Die traurige Nachricht an erster Stelle: Jim Carroll, Altpunker und Autor, ist am Freitag im Alter von 60 Jahren in Manhattan verstorben. Carroll erlangte mit dem Roman „The Basketball Diaries“, in dem er seine exzessive Jugend zwischen Basketballkarriere und Drogenmissbrauch beschreibt, internationale Bekanntheit. Einen sehr empfehlenswerten Nachruf hat William Grimes fĂŒr die New York Times verfasst. Mehr zum Tod von Jim Carroll hört Ihr auch im heutigen TourKalender ab 16 Uhr mit Oliver Stangl.

Munterer geht es im deutschen Feuilleton zu. „Nichts passt – und doch passt schließlich alles.“, Jan KĂŒhnemund gibt sich fĂŒr ZEIT ONLINE redlich MĂŒhe, die neue CD der IslĂ€nder MĂșm zu besprechen. Aber bei aller Liebe: „HĂșllabbalabbalĂșĂș und Kay-Ray-KĂș-KĂș-KĂł-Kex, das heißt sicher nicht mal auf IslĂ€ndisch irgendwas.“, urteilt der Autor hocherfreut ĂŒber die rĂ€tselhaften Liedtitel des Musikerkollektivs.

UngefĂ€hr so interessant wie das gestrige „TV-Duell“ Merkel gegen Steinmeier ist der von der taz als „Eklat“ bezeichnete Auftritt des Rappers Kanye West bei den diesjĂ€hrigen MTV Awards. Als die Country-Chanteuse Taylor Swift mit einer TrophĂ€e ausgezeichnet wurde, stĂŒrmte West kurzerhand die BĂŒhne, um zu verkĂŒnden, dass BeyoncĂ© den Preis viel eher verdient hĂ€tte. Jetzt tut es ihm aber schon wieder Leid, steht im Guardian. Ansonsten viel Trauer um Michael Jackson bei der Veranstaltung. Aber wen interessiert eigentlich noch MTV?